Wo ZONA 84 auftauchen, sind TORPEDO MAYER meist nicht weit. Denn obwohl die beiden Bands aus Argentinien und Deutschland geographisch ungefähr 12.000 Kilometer voneinander trennen, hat sich zwischen ihnen in den letzten Jahren eine innige Freundschaft entwickelt, die sich neben gemeinsamen Touren auch im vergangenen Jahr in Form einer gemeinsamen Split-EP manifestiert hat. Die gegenseitige Zuneigung geht sogar soweit, dass beide Formationen den Veröffentlichungstermin ihrer jeweiligen Alben „Contra viento y merea“ und „Die Schönheit des Scheiterns“ aufeinander abgestimmt haben, die selbstredend auch noch auf demselben Label (Pauli Punker Records) erscheinen. Worin sich TORPEDO MAYER von ihren best Buddies jedoch unterscheiden, ist der Sound. So legen die Ruhrpottler hier eine Deutschpunk-Platte vor, die trotz ihrer mitunter auch schrammeligen Momente einen starken Hang zur Eingängigkeit hat. Mal erinnern sie mich an DIE BILANZ („Seemannsköpper vom Siebeneinhalber“), an anderer Stelle an KOMMANDO MARLIES („Wenn nichts mehr geht (Erdbeer-Daiquiri)“) oder das FARIN URLAUB RACING TEAM („Harrington“). Dazu noch vereinzelte Abstecher Richtung Rock´n´Roll („Ich komm nicht in den Klub“) oder Ska („Gazelle“), und fertig ist ein unterhaltsames Punkrock-Album, bei dem vor allem der Spaß im Vordergrund steht.
TORPEDO MAYER – Die Schönheit des Scheiterns
- Beitrags-Autor:Bernd Cramer
- Beitrag veröffentlicht:17. Juni 2026
- Beitrags-Kategorie:Tonträger
Bernd Cramer
Konzert-Junkie & Vinyl-Liebhaber.
Schreibt über Musik, ohne zu Architektur zu tanzen.