Was für ein Titel, herrlich. Glücklicherweise enttäuscht die Musik dazu nicht, Das ist Indierock der schwebenden Art, fast schon surfend auf den Melodien, mit einer Gitarre, die hin und wieder sehr stark an U2 erinnert, aber auch an THE ALARM. Auch wenn die meisten Songs sich doch tatsächlich dem Surfrock mehr als nur annähern, bleibt auch der Singer/Songwriter-Anteil stets erhalten und deutlich hörbar. Die beiden sehr prägnanten Stimmen geben den Tracks die nötige Würze und Eigenständig- und Einzigartigkeit.
So klingen CASAFUNGO durchaus auch einmal nach THE SMITHS (in ihrer guten Zeit!) oder auch THE BEAUTIFUL SOUTH, die kurz eingestreuten Gitarrenriffs ziehen aber immer wieder zurück zum Boden des Surfrock. „Killing time without injuring eternity“ ist ein Album, dem es spielerisch gelingt, jeden Fuß in der Nähe zur Bewegung zu bewegen und jedes Hirn mit explodierenden Glückshormonen zu erfreuen. Denn dieses Album macht wirklich Spaß, ohne dabei aber an Bedeutung zu verlieren – „everything is changing, you don’t live here anymore“ – die kleinen und großen Probleme und Freuden des Lebens kommen in den 10 Songs zum Tragen. Sie schweben zwischen Punk, Indie, Songwriter, Surf, Rock, Jazz und können in jedem dieser Becken beweisen, dass sie schwimmen können. Diese Band hat das Potential für mehr, denn: Dieses ist ihr Debüt – und schon das wirkt so ausgereift, so ideenreich und akribisch zusammengestellt, dass man das eigentlich kaum denken mag.
Mehr als gelungen!