DIRTY HEADS stammen aus dem engeren SUBLIME-Umfeld, und das hört man ihrem Sound auch deutlich an. Demzufolge spielen sich auf ihrem mittlerweile zehnten (!) Album Reggae-Offbeats und HipHop-Parts gegenseitig die Bälle zu: Mal laid back wie in „Come my way“, „Old beach town“ oder dem Titeltrack „7 seas“, an anderer Stelle unterfüttert mit tiefenlastigen, pumpenden Beats wie in „Sound boy killa“ oder „Badman“. Vor allem in dem Momenten, wo Rap und melodische Instrumentierungen aufeinander treffen, muss ich auch immer mal wieder an THE KING BLUES denken. Dazu zählt zum Beispiel auch der Track „Better“, der mit seiner Kombination aus Piano, Hammondorgel, Sprechgesang und Gospel-Background fast schon den Tatbestand eines Pop-Songs erfüllt. Abgesehen davon ist „7 seas“ ein eher subkulturell geprägtes Album für Menschen, die sich nicht scheuen, gelegentlich auch mal einen Blick über den Tellerrand zu wagen.
DIRTY HEADS – 7 seas
- Beitrags-Autor:Bernd Cramer
- Beitrag veröffentlicht:6. Oktober 2026
- Beitrags-Kategorie:Tonträger
Bernd Cramer
Konzert-Junkie & Vinyl-Liebhaber.
Schreibt über Musik, ohne zu Architektur zu tanzen.