Seit 20 Jahren treiben PHAL:ANGST aus Wien bereits ihr Unwesen. Wobei man das eigentlich so gar nicht bezeichnen kann. Vielmehr lassen sich PHAL:ANGST seit 20 Jahren Zeit für ihre Songs, lassen sie sich entwickeln, ihren Platz finden, sich austoben. Da kann so ein Stück Musik schon mal fast 10 Minuten lang werden, ohne dabei zu langweilen.
PHAL:ANGST sind irgendwie düster, irgendwie poppig, irgendwie Industrial und irgendwie Punk. Und noch eine ganze Menge mehr. Mal die Gewalt und Wucht von NINE INCH NAILS, dann wieder der zurückhaltende Dark Ambient von LUSTMORD und manchmal auch die verhallte Sehnsucht von DEUTSCH NEPAL, gemischt mit der Perfektion von MASSIVE ATTACK. Der Albumtitel ist hierbei mehr als gut gewählt, erschüttern die Songs auf „Minor tremors“ doch immer wieder Hörgewohnheiten, Melodien, Strukturen und die Welt um sie herum, die es auch verdient hat, einmal eher kräftig durchgeschüttelt zu werden, um so vielleicht den Menschen wieder auf einen besseren Pfad, weg von Faschismus und Co zu lenken.
PHAL:ANGST fesseln mit ihrem Sound, kriechen in dich, verstecken sich, brechen wieder hervor und bleiben als Echo noch lange in dir erhalten. Kleine Erschütterungen können eben auch langanhaltende Folgen haben, denn PHAL:ANGST stoßen etwas in dir an, was schon seit Langem zum Klingen gebracht werden wollte, dort, in deiner Dunkelheit.