Kommt der Opener noch ziemlich 80er-lastig daher (liegt vielleicht auch am Titel „Slaughterhouse ’85“), wird es dann schnell dreckiger und punkiger bei den BAD//DREEMS. Aber auch das bleibt nur eine Momentaufnahme, denn „Shadwoland“ ist dann schon wieder deutlich mehr in die Alternative-Ecke gedrückt und bei diesem Song erkennt man dann auch wirklich spätestens, dass BAD//DREEMS aus Australien stammen. In diesem Song steckt eine Menge MIDNIGHT OIL.
Aber die Band bleibt sich treu und zeigt mit „January 26“ die nächste Facette ihrer Kunst, nun geht es wiederum ruhig und düster zur Sache, eine Ballade, die schon Singer/Songwriter-Züge trägt. Und so variabel, interessant und auch spannend geht „Ultra Dundee“ dann auch weiter. Hier wird ein Punkbrecher eingestreut, der sich mit einem Alternative-Rock-Monster abwechselt, um dann in eine plötzliche, unerwartete Stille zu verfallen, nur, um dann wieder mit einem Funkgewitter weiterzumachen. Und auch die dunklen Gothrock-Gitarren dürfen nicht fehlen und tauchen insbesondere beim Highlight „Kangaroo Skull“ auf, das mich an die frühen THE MISSION denken lässt. Die BAD//DREEMS mischen nicht nur viele verschiedene Varianten der Rock- und Indiemusik ineinander, nein, vor allen Dingen beherrschen sie auch all diese Erscheinungsformen.
Mit „St. Francis of Andamooka“ schaffen sie es dann auch, sich den NICK CAVE-Verweis zu verdienen. Dieser Song hätte es auch auf ein Tribute-Album schaffen können. Ein wirklich sehr gelungenes Indie-Album aus Australien.