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CELINE CAIRO – Panacea

CELINE CAIRO lädt uns ein. Zum Träumen, zum Denken, zum Mitsingen. Diese zarte Musik, aus der dennoch so viel Kraft erwachsen kann, die Niederländerin weiß sehr genau, wie sie sie zu entfesseln hat. Zehn Jahre nach ihrem Debüt ist „Panacea“ ihr drittes Album. Eines, das auch wieder – wie es sich bei Musiker:innen gehören sollte – von ihrem Leben, ihren Erfahrungen geprägt ist, dieses Album wurde besonders von ihrer Asienreise beeinflusst.
Diese Singer/Songwriter-Perlen haben Tiefe, nicht nur musikalisch, sondern auch textlich. Wie der Titel schon verrät (Panacea ist ja eine Umschreibung für ein Allheilmittel (auch wenn es in meinem Stadtteil eine Firma dieses Namens gibt, sie ist nicht gemeint!)), geht es viel um die Natur und ihre Stärken, aber auch um die Menschen, die in ihr leben.
CELINE CAIRO gelingt es, nie in seichte Gewässer zu gleiten, sondern stets auch den Wellengang mitzunehmen, um ihren Songs den nötigen Schwung zu geben. Ihre Stimmt überstrahlt dabei alles andere – und das ist genau richtig so, denn sie hat enorm viel zu bieten. Nichts wirkt gekünstelt oder aufgesetzt, vielmehr passen die einzelnen Teile der Songs nahezu perfekt ineinander, was sie teilweise ein ganz klein wenig unnahbar macht, so klar und technisch hochwertig sind sie. Zum allergrößten Teil aber überzeugen die Songs auf „Panacea“ jeder für sich als kleine Kunstwerke, die für sich stehen können, aber auch in der Kombination wirken. Weder möchte man einzelne Songs herauspicken, noch muss man sich jedes Mal die Zeit nehmen, das Album in Gänze zu hören, um die Wirkung zu entwickeln.
Ein Songwriter-Album, das sich in jeder Sammlung gut machen dürfte.

Meine Bewertung

Simon-Dominik Otte

Mensch. Musiker (#Nullmorphem). Schauspieler (#BUSC). Rezensent (#blueprintfanzine). Come on, @effzeh! AFP-Fan. (#Amandapalmer). Lehrer. Und überhaupt. Und so.