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ANGER MGMT – Anger is eternal

Wir begeben uns in die Schweiz, nach Winterthur. Und auch auf die dunklere Seite von Punk. ANGER MGMT klingen eher nach Post Punk, vergessen dabei aber nicht die Härte und Geschwindigkeit, geben sich nur für die Songs und ihre Strukturen mehr Zeit. Dennoch spricht (ja, springt) immer noch die Wut aus den Zeilen und den Boxen, die dieses Leben entstehen lässt und die sich Wege suchen muss, um herauszukommen. Da ist Musik schon ein sehr guter Weg. Und auch das Auspropieren neuer Einflüsse und Ideen tut der Musik von ANGER MGMT hörbar gut.
„Anger is eternal“ hat neben aller Kälte und Härte auch eine versteckte Tanzbarkeit, die sich immer mal wieder nach vorne traut und die Hörenden in Bewegung versetzt.
Auch bleiben ANGER MGMT sich inhaltlich treu, beschäftigen sich mit dem Leben an sich und vor allen mit den Untiefen und unliebsamen Überraschungen, die es für uns bereithält. Und eines ist klar: Es gibt genug Dinge, über die man sich aufregen kann, sei es die eigene Familie, die Gesellschaft an sich (mit all‘ ihren unnötigen Auswüchsen in Richtung rechts) und die tiefen Risse in ihr oder auch die eigene Befindlichkeit.
Was ANGER MGMT klar machen: Es hilft nicht, alles mit einem negativen Geist zu betrachten, denn dieser zerstört nur noch mehr Leben, auch eben das eigene. Vielmehr ist es wichtig, sich die positiven Dinge aufrecht zu erhalten und den negativen Einflüssen entgegenzustellen.
Ein starkes zweites Album, das auf die weitere Entwicklung mit Spannung blicken lässt.

Meine Bewertung

Simon-Dominik Otte

Mensch. Musiker (#Nullmorphem). Schauspieler (#BUSC). Rezensent (#blueprintfanzine). Come on, @effzeh! AFP-Fan. (#Amandapalmer). Lehrer. Und überhaupt. Und so.