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TUNIC – Exhaling

 
 
Sprach ich zuletzt bei COILGUNS davon, dass ihre Musik klingt, als ob man soeben von einem Bulldozer überrollt worden ist, legen TUNIC in Sachen Intensität noch eine Schippe obendrauf. Denn neben dem düster-brachialen Noise-Sound ergänzen die drei Kanadier eine ordentliche Portion Punk. Das klingt in der Summe wie eine Kreuzung aus METZ, LACK und ZEKE. Soll heißen: fett und dissonant im Sound, zugleich aber ein paar bpm schneller. Dass diese Kombination absolut aufgeht, ist beeindruckend. Überraschend zugleich, dass bisher noch keine andere Band so wirklich auf die Idee gekommen ist, diese Stile miteinander zu kombinieren. Im Laufe des Albums legen TUNIC zwar ein paar Gänge zurück und erinnern in diesen Momenten doch mehr an den klassischen AmRep-Sound als an High-Speed-Punk, aber auch diese Sparte beherrschen sie gut. Aggressiv, laut und wütend – absolut überzeugend. Nur verstehe ich nicht so ganz, warum die Jungs aus Winnipeg ganze 23 Songs auf dieses Album gepackt haben. Eine Gesamtspielzeit von 49 Minuten sind am Ende doch etwas zu viel schwere Kost am Stück.