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MICHELE DUCCI – Snail in the clouds

Beim Opener bin ich geneigt, an LEWIS CAPALDI zu denken, beim zweiten Track „Rain on me“ dann (wen wundert’s?) an UNDERGROUNDs „Born slippy“ und beim dritten dann wiederum an Klavieretüden von früher. Allein diese drei Songs auf „Snail in the clouds“ lassen schon erahnen, wie abwechslungsreich, aber auch herausfordernd dieses Album von MICHELE DUCCI ist. Denn zwischendurch muss ich auch an die Neue Deutsche Welle denken.
Insgesamt frönt MICHELE DUCCI auf „Snail in the cloud“ dem multiinspirierten Pop, lotet die Tiefen und Untiefen dieses Genres aus, macht Abstecher in den Jazz, zum Psychedelic, die Klassik oder eben auch zur Elektronik. Was sicherlich als ein großes Durcheinander wirken könnte, präsentiert DUCCI jedoch als ein erstaunlich großes Ganzes, in dem sich immer wieder Besonderheiten, Feinheiten und Verrücktheiten finden und die aufhorchen lassen, wenn es gerade droht, etwas einschläfernd zu werden.
So zeigt „Snail in the cloud“ die Mannigfaltigkeit der Musik, wie sich mit all diesen Einflüssen arbeiten lässt und wie man aus dem Konglomerat dann ein durchaus vorzeigbares Album formt. Gelungen durchgeknallt, irgendwie. Eben so, wie auch die Grundgeschichte des Albums, ein Planet namens Snail, bewohnt von Hybriden, die sich ganz der Musik hingeben. Bei Interesse ruhig mal den Animationsfilm dazu gucken.

Meine Bewertung

Simon-Dominik Otte

Mensch. Musiker (#Nullmorphem). Schauspieler (#BUSC). Rezensent (#blueprintfanzine). Come on, @effzeh! AFP-Fan. (#Amandapalmer). Lehrer. Und überhaupt. Und so.