You are currently viewing RODDY MCKINNON – Lake

RODDY MCKINNON – Lake

Es brauchte nur zwei Jahre, um ein neues RODDY MCKINNON Album zu erleben. Es wird immer wieder klar: RODDY MCKINNON hat viel zu erzählen. Von der Welt, vom Leben, von sich und vom (Genfer) See. Er tut dies auch weiterhin mit einer Vehemenz und Überzeugungskraft, die mitreißend sind und bleiben. Auf diesem Album dann auch auf Französisch, der Sprache, die er sich selbst beim Hören seinen „Old-time Radio“s beigebracht und an seinem aktuellen Wohnort dann perfektioniert hat.
Man merkt es auch am Songwriting, das ein bisschen mehr von der Leichtigkeit des französischen Folks geprägt ist – zumindest in Teilen. Andere Songs wie „Crocodile“ lassen die Leere und Schwere des Lebens und seiner Herausforderungen spüren, so schwermütig mäandert der Text durch den Song. Überhaupt würde ich „Lake“ eher als ein herbstliches Album beschreiben, das teils im krassen Gegensatz zur prallen Sonne vorm Fenster steht. Nun ja, bald sind Ferien, da kann man sich auch wieder sehr schön nachts der Musik widmen – und dazu passt dieses Album dann doch wieder hervorragend.
Aber natürlich lässt uns RODDY MCKINNON nicht in unserer Schwermut versinken, sondern er hat immer wieder den Lichtstrahl dabei, den er wie in „Walking the fields of France“ auf uns und unser Herz richtet, uns mit der Hammondorgel ein Lächeln ins Gesicht zaubernd.
So wird „Lake“ eine sehr geschmackvolle Mischung aus LOU REED, NICK CAVE und JAQUES BREL oder SERGE GAINSBOURG. Eine Mischung, die man sich gerne ins Wasser rührt, um sie dann genüsslich Schluck für Schluck zu sich zu nehmen.

Meine Bewertung

Simon-Dominik Otte

Mensch. Musiker (#Nullmorphem). Schauspieler (#BUSC). Rezensent (#blueprintfanzine). Come on, @effzeh! AFP-Fan. (#Amandapalmer). Lehrer. Und überhaupt. Und so.