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DESOLAT – OBSOLET

Ich muss ehrlich sein: Erwartet hatte ich bei Band- und Albumnamen eher eine Coverband von DAS ICH, jetzt kommt ein Aber: Aber: Das war glücklicherweise nicht der Fall. Vielmehr frönen DESOLAT dem Post-Punk, manchmal auch dem Grunge oder dem Sound der FLIEHENDEN STÜRME. Die Gitarren sägen, die Drums zerschneiden die Luft und die Klangflächen dahinter, davor und dazwischen legen einen Teppich unter die kühlen, dunklen Texte von Markus Gornik. Aber auch hymnisch können die Ückendorfer, wie sie mit „Wie ich zerbrech'“ (im Übrigen Danke für den Apostroph!) unter Beweis stellen.
„Obsolet“ ist dieses Album wirklich nicht, wenn es auch nicht immer in der Lage ist, mit jedem Song zu überzeugen, sich teilweise etwas zu sehr auf dem eigenen Können und den üblichen Melodien ausruht, so gelingt es dem zweiten Longplayer von DESOLAT doch, sich ein musikalisches Feld zu erarbeiten, mit dessen Ernte sie mehr als zufrieden sein können. Bei einigen Songs denke ich, dass so vielleicht PEARL JAM klingen würden, wenn Eddie Vedder es mal mit deutschen Texten versuchen würde – und dieser Vergleich ist rein positiv gemeint.
Insgesamt betrachtet ist „Obsolet“ ein ordentliches Grunge / Post-Punk-Album, das es sich durchaus in so mancher Musiksammlung bequem machen wird.

Meine Bewertung

Simon-Dominik Otte

Mensch. Musiker (#Nullmorphem). Schauspieler (#BUSC). Rezensent (#blueprintfanzine). Come on, @effzeh! AFP-Fan. (#Amandapalmer). Lehrer. Und überhaupt. Und so.