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CHRISTIAN HANSEN – Tales of light and other stories

CHRISTIAN HANSEN hat sich entschlossen, so insgesamt etwas leisere Töne anzuschlagen, das merkt man „Tales of light and other stories“ auch an. Zarte Folknummern, versehen mit einem ebenso zarten Sonnenstrahl, als würden sie gerade an kalifornischen Stränden gespielt, eröffnen die EP, wenn sie auch keine besonders fröhlichen Themen behandeln, jedoch versuchen, immer noch das Positive zu sehen. Etwas schwerer, etwas melancholischer wird es dann mit „Cold as steady“, man meint, der Künstler ist hier am Rande seiner Kräfte und auch das Barpiano schleppt sich mehr durch den Song, als dass es ihn zelebriert, aber gerade das gibt diesem Song seine Stärke.
Und dann kommt plötzlich „River to the blue“, verwundert mit verschrobenen Rhythmen, die den Anschein machen, als können sie sich nicht einigen, doch ganz im Gegenteil, sie finden sich ein, um miteinander das Leben zu feiern, auch wenn es oft schwer genug ist.
„Line in the sand“ schließt dann wieder auf eine ähnliche Art ab, wie die EP begann. Zurückhaltend und auf das Wesentliche fokussiert, ohne Sperenzchen, ohne viel Getue, einfach der Song und die Stimme. Alles ist vergänglich, teilt uns CHRISTIAN HANSEN mit. Aber Musik wird Vieles überdauern. Das teile ich euch mit. „Tales of light and other stories“ sind fünf unterschiedliche Folksongs, mit viel Raum für Interpretation, viel Raum zum Nachdenken über unser Leben und viel Raum zum Träumen.

Meine Bewertung

Simon-Dominik Otte

Mensch. Musiker (#Nullmorphem). Schauspieler (#BUSC). Rezensent (#blueprintfanzine). Come on, @effzeh! AFP-Fan. (#Amandapalmer). Lehrer. Und überhaupt. Und so.