Obwohl sich hinter dem Pseudonym JACKE SCHWARZ genau genommen der Bassist der Berliner Punk-Band EASTIE RO!S verbirgt, handelt es sich bei der hier vorliegenden Tonträger keineswegs um das Projekt eines Einzelnen. Denn immerhin tragen nicht weniger als sieben weitere Musiker*innen dazu bei, dass diese Platte so klingt wie sie klingt. Auf „Po Pucu unterwegs“ verschmilzt der Blues-Rock der 1970er Jahre mit Folk- und Country-Elementen. Mal erinnert der Sound an eine modernisierte Version von TON STEINE SCHERBEN, an anderer Stelle eher an Anarcho-Folk Bands wie FRÜCHTE DES ZORNS oder ROVING BOTTLES. Das schnelle Stück „Werden wir jemals“ klingt hingegen eher nach der Frühphase der deutschen Punk-Musik. Zwischen die deutschen, unterschwellig sozialkritischen Texte mischen sich auch ein paar Stücke, die auf sorbisch gesungen werden. Nicht zuletzt deswegen ist „Po Pucu ungterwegs“ ein außergewöhnliches Album, welches nicht nur durch seine Vielseitigkeit, sondern vor allem auch durch seine melancholische Schönheit zu überzeugen weiß.
JACKE SCHWARZ – Po Pucu unterwegs
- Beitrags-Autor:Bernd Cramer
- Beitrag veröffentlicht:30. März 2026
- Beitrags-Kategorie:Tonträger
Bernd Cramer
Konzert-Junkie & Vinyl-Liebhaber.
Schreibt über Musik, ohne zu Architektur zu tanzen.