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WE ARE INVISIBLE – Giant

Eines muss man WE ARE INVISIBLE ja lassen: es gibt wenige, um nicht zu sagen keine Bands, die auch nur ansatzweise so klingen wie das Trio aus San Francisco. Und so tut sich auch schon das Info schwer damit, die Musik der Band zu umschreiben: „zwischen Kraut und Alternative, zwischen Punk und ein wenig Wave“ – jaja, da kann man sich selbst bei angestrengtem Nachdenken nichts drunter vorstellen. Vielleicht hilft es, wenn ich drauf hinweise, dass sich neben der gängigen Instrumentierung zwei Frauen das Mikro teilen. Und sie schreien nicht mal im Ansatz, sondern singen. Ganz normal und unspektakulär! Aber Geschrei würde zu der Musik auch überhaupt nicht passen, denn laut ist auf jeden Fall was anderes – auch wenn die Band bei pxf records, einer Subdivision von poisonfree, gelandet ist. Was, das irritiert euch jetzt? Mich, ehrlich gesagt, auch ein wenig.
Belassen wir’s am Ende einfach dabei: WE ARE INVISIBLE sind eigenständig – und verstören gerade deshalb. Man muss sich dem öffnen, was die Drei auf „Giant“ zelebrieren, und zuletzt bin ich mir noch immer nicht sicher, ob die Platte mich gerade gefangen nimmt oder einfach nur irritiert. Aber, was ich hier auch immer schreibe und nicht zu umschreiben vermag; hört euch die Band an, wenn euch 18TH DYE am Herzen liegen! Vielleicht werden euch die sechs Songs gefallen. Jedenfalls ist es schön, dass sich Musiker trauen, eng gesteckte Grenzen zu überschreiten. Und schon allein deshalb liegen WE ARE INVISIBLE recht weit vorn!