Im Grunde genügt ein kurzer Blick auf´s Plattencover um zu wissen, was einen hier erwartet: EIGHT PIECE BOX zeigen den Rock´n´Roll auf „Outlaw crush“ von seiner dreckigen Seite! Und das ist bei einem Blick auf die Besetzung nicht verwunderlich, denn immerhin bedient hier niemand Geringeres als Tex Morton die Gitarre, der in der Vergangenheit bereits bei Bands wie MAD SIN oder den KAMIKAZE QUEENS seine Spuren hinterlassen hat. Nach dem verhältnismäßig punkigen Einstieg in Form des Titeltracks „Outlaw crush“ gibt das darauffolgende „The call“ mit rotzigem Gesang, Snare-lastigem Schlagzeugspiel und rastlosem Kontrabass die weitere Marschrichtung des Albums vor. Das Wildern in anderen, artverwandten Genres gehört dabei durchaus zum Konzept: So präsentiert sich „Adam and evil“ beispielsweise im typischen Psychobilly-Gewand, während die Einflusssphäre von „Hiding place“ und „Misanthrope“ unverkennbar im Country zu suchen ist. Somit dürften sich nicht nur Fans von THE CRAMPS von diesem Album abgeholt fühlen, sondern auch Hörer*innen, die Platten von THE METEORS oder HANK WILLIAMS zu schätzen wissen.
EIGHT PIECE BOX – Outlaw crush
- Beitrags-Autor:Bernd Cramer
- Beitrag veröffentlicht:3. November 2026
- Beitrags-Kategorie:Tonträger
Bernd Cramer
Konzert-Junkie & Vinyl-Liebhaber.
Schreibt über Musik, ohne zu Architektur zu tanzen.