Eine junge Punkband, die aus Oberbillig (Mosel) kommt. Das alleine passt doch schon, oder? Schon als Schülerband fanden die Mitglieder sich zusammen, um sich gemeinsam auf die Reise Richtung Punk zu machen. Mittlerweile bereits im achten Jahr. DORFTERROR spielen auf „Schreikinder“ das, was man von einer jungen Punkband erwartet: Wild, ekstatisch, laut, schnell und politisch. „Drei Akkorde, trotzdem nice“ beschreibt schon sehr gut, wie das Album wirkt. Humorvoll und mit klarer Botschaft.
Was der Band großartig gelingt, ist, ohrenberauschende Melodien zu schreiben, die sich sofort in die Gehörgänge hineinschlängeln und über dieses Betäubungsmittel dann die sehr klaren, deutlichen Texte der GenZ ebenfalls einzupflanzen, die uns meist durch eine mehr schreiende als singende Stimme (wozu natürlich auch sehr gut das Coverbild passt … und irgendwie auch der Titel) übermittelt werden, sich aber auch immer wieder in Mitsingparts ausleben.
Von all den ohnehin schon vorhandenen positiven Eigenschaften dieses Albums abgesehen („Kein Fußbreit“), setzen sich DORFTERROR auch noch für den Erhalt eines der wohl wichtigsten Clubs überhaupt, des Exhaus in Trier, ein, was gar nicht genug gefeiert (und unterstützt) werden kann. Dem Exhaus widmen sie mit „Fassaden“ auch einen eigenen Song.
Auch den Piratenpunk beherrschen DORFTERROR („Grüne Hölle“) und glänzen auch immer wieder durch den Wechsel zwischen weiblichem und männlichem Gesang, was die Songs noch einmal spannender macht. Mit dieser wirklich im tiefsten Sinne bunten Mischung sollte wirklich jede:r Punkfreund:in mehr als zufrieden sein und definitiv zugreifen. Alerta!