BLEAKNESS – Life at a standstill

 
Eigentlich ist es ganz simpel. Bei Blueprint gibt es eine recht einfache Aufteilung der zu besprechenden Musik: Punk geht an Bernd, Singer/Songwriter und Dark Wave an Otti, Jazz, Noise und sonstiger Nerdkram an mich. Was aber macht man nun mit Musik, die die Vorlieben von allen drei Schreibern teilt?
Das obige Schema ist natürlich sehr vereinfacht dargestellt. Zum einen haben wir bei blueprint mehr als drei Schreiber und zum anderen gibt es natürlich Bands, auf die wir uns alle mehr oder weniger einigen können, wie zum Beispiel TURBOSTAAT. Tatsächlich bewegen sich auch BLEAKNESS gekonnt zwischen den genannten Eckpfeilern. Der Bass erinnert mich schon ein wenig an THE CURE, die gesamte Ausrichtung ist eher dunkel als fröhlich mit Einflüssen von THE SISTERS OF MERCY (also: Otti), aber auch THE DAMNED (also: Bernd), genauso wie der Gesang von Nico eher rau und rumpelig rüberkommt (erst recht: Bernd), und in der Summe ist die Musik der Franzosen schon recht nerdy (ich?). So wanderte ihr neues Album „Live at a standstill“ zunächst ein wenig herum, bis es am Ende doch bei mir liegenblieb. Und ich muss gestehen, dass auch ich mich an dieses 80s Darkwave-Feeling in Kombination mit dem heiseren Grölgesang erst ein wenig gewöhnen musste. Doch je häufiger man BLEAKNESS hört, umso eingängiger erscheint ihr neues Album. Wer also Lust auf Punk Noir hat – am Ende passt dies sogar in jede Düsterdisco!