AUTOKRATZ – Animal

Da ist er also, der lang ersehnte erste Longplayer der heißen britischen Synthie-Hoffnung AUTOKRATZ auf dem noch heißeren Pariser Label Kitsune. Nachdem deren Minialbum „Down & out in Paris & Londnon“ aus dem Jahr 2008 bei mir schon die Boxen explodieren ließ, bin ich richtig gespannt auf „Animal“. Und das startet erstmal richtig furios mit der massiven Singleauskopplung „Always more“. Ein unglaublich fetziger Tanzflächenfüller, genauso wie fast alle Songs auf diesem Album. Und da liegt auch das (kleine) Problem, das ich damit habe. Jeder Song ist für sich gesehen zwar ein richtiger Knaller, aber alle elf an einem Stück gehört werden mir schnell langweilig. Irgendwie habe ich nämlich den Eindruck, dass den Jungs spätestens nach dem dritten Song die Ideen ausgegangen sind und das ganze Album deshalb eher nach Baukastenprinzip zusammengebastelt wurde; vielleicht auch, um der allseits großen Erwartungshaltung Genüge zu tun? Das kann ich hier natürlich nicht mit Sicherheit sagen, aber mich hätte schon interessiert, was dabei rausgekommen wäre, hätten sie sich mehr Zeit gelassen.
Allerdings mindert das den Party- und Hitfaktor von „Animal“ keineswegs. Zu Recht werden AUTOKRATZ zurzeit als einer der heißesten Acts im Bereich des 80er-Jahre inspirierten Dance-Pop gehandelt und in einem Atemzug mit Bands wie LA ROUX, FISCHERSPOONER, DIGITALISM oder diversen namhaften französischen Bands genannt. Und wer sich für solche Musik interessiert, dürfte die eh kennen. Ich bin mir jedenfalls sicher, dass AUTOKRATZ mit „Animal“ richtig durchstarten werden und freue mich schon, ordentlich meine Beine dazu zappeln zu lassen. Allerdings lieber im Club als zu Hause. Granatenstark!