Wenn eine Band ihr Album-Artwork dermaßen schlicht gestaltet wie im Fall von HEADBUTT, könnte man ihr womöglich Einfallslosigkeit unterstellen. Ich vermute hingegen ein anderes Motiv dahinter, nämlich das Ziel, durch die Reduzierung des Äußeren den Fokus ausschließlich auf die Musik zu richten. Denn wenn „Repeat“ eines verdient, dann Aufmerksamkeit. Ansonsten besteht nämlich die Gefahr, sich in dem Wechselbad aus rastlosen Gitarrenriffs, sphärischen Momenten und energetischem Gesang zu verheddern. Songs wie „For you“, „Mountain“, „Free fall“ oder „Masterpiece“ bewegen sich im Spannungsfeld zwischen sperrigem Post-Hardcore und melodischem Alternative Rock, wobei die Stimmgewalt der Sängerin ganz klar das zentrale Element im HEADBUTT-Sound darstellt. Das Stück „Dosis erhöhen“ startet mit einer Strophe auf Deutsch und wirft die Frage auf, warum sich die Berliner*innen nicht häufiger auch ihrer Muttersprache bedienen. Aber unabhängig davon ob auf Deutsch oder Englisch vorgetragen: HEADBUTT setzen mit diesem Debütalbum definitiv ein fettes Ausrufezeichen!
HEADBUTT – Repeat
- Beitrags-Autor:Bernd Cramer
- Beitrag veröffentlicht:19. Oktober 2026
- Beitrags-Kategorie:Tonträger
Bernd Cramer
Konzert-Junkie & Vinyl-Liebhaber.
Schreibt über Musik, ohne zu Architektur zu tanzen.