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LONE ASSEMBLY – Knots & chains

EDITORS. Diesen Namen ruft der Opener von „Knots & chains“ sehr laut und deutlich. „Call of the swift“ könnte ebenso gut eine neue Single der Band aus Birmingham sein, stammt aber vom Schweizer Projekt LONE ASSEMBLY. Dieses hat sich der hymnischen Version des Dark Wave / Gothic verschrieben, strahlende Synthesizer-Teppiche untermalen die leicht düsteren, dennoch nicht lebensunfreundlichen Melodien des Albums, das ganz besonders von der Stimme Raphael Bresslers getragen und gestaltet wird, durch die aber eben auch diese deutlichen EDITORS-Referenzen entstehen.
Thematisch dreht sich „Knots & chains“ um die Themen, die Menschen seit Äonen bewegen: unerfüllte Liebe, den Kampf mit dem Alltag zwischen Kontrolle und kontrolliert werden, Emotionen im Allgemeinen und Besonderen. Und diese werden durch die von der Dunkelheit geborenen, aber in die Helligkeit ragenden Instrumentierung sehr überzeugend unterstützt bzw. dargestellt.
LONE ASSEMBLY zelebrieren den hymnischen Gothic bis ins Extrem, lassen sich Zeit für die Entwicklung der Songs und werden vor allen Dingen nicht langweilig mit Fortdauer des Albums. Vielmehr gelingt es den Schweizern, ein abwechslungsreiches, spannendes Album zu erschaffen, das sich vor Vorgängern dieses Genres in keiner Weise zu verstecken braucht.

Meine Bewertung

Simon-Dominik Otte

Mensch. Musiker (#Nullmorphem). Schauspieler (#BUSC). Rezensent (#blueprintfanzine). Come on, @effzeh! AFP-Fan. (#Amandapalmer). Lehrer. Und überhaupt. Und so.