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DER GANZE REST – Hübsch

DER GANZE REST lässt sich unterm Strich zwar als Melodic Punk- oder Alternative Rock-Band einordnen, ist innerhalb dieser Schublade jedoch überraschend breit und abwechslungsreich aufgestellt. Der beste Beleg hierfür dürfte der Song „Subreal“ sein, in dem Punkrock, HipHop, Indie und Screamo wild durcheinandergewürfelt werden. Fast so, als hätte man KMPFSPRT, CASPER, TAGTRAUM und ESCAPADO durch den Thermomix gejagt, um ein leckeres Crossover-Süppchen zuzubereiten. Diese Mixtur läuft einem auf „Hübsch“ in unterschiedlich abgeschmeckter Zusammensetzung immer wieder über den Weg, wobei man sich auch hier nie sicher sein kann, was als nächstes kommt. Ein Indiepop-Stück hier („Geister“), ein Ska-Song dort („Unter der Erde“) oder im schlimmsten Fall auch mal eine schwülstige Ballade („Für immer“). Dass mich dabei nicht jeder Track überzeugen kann, liegt somit irgendwie in der Natur der Sache, ist aber in diesem Fall auch gar nicht schlimm. Denn die Art und Weise, wie DER GANZE REST hier einfach unbekümmert ihr eigenes Ding durchziehen, macht einfach nur Spaß zuzuhören. Und nach dem dritten oder vierten Durchgang ertappt man sich dann plötzlich dabei, wie man bei immer mehr Liedern mitsummt. Kurzum: „Hübsch“!

Meine Bewertung

Bernd Cramer

Konzert-Junkie & Vinyl-Liebhaber. Schreibt über Musik, ohne zu Architektur zu tanzen.