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KYLES TOLONE – Youth

Tatsächlich. „Youth“ klingt nach Jugend. Klingt nach rockigem Pop, wie wir ihn alle vor etwa 15-25 Jahren gehört haben, als er noch neu und ungewohnt war. Kraftvoll, melodiös, manchmal hymnisch und meistens mit Ohrwurmpotential. Die Band aus Göttingen hat sich Zeit gelassen für diese Veröffentlichung. Fünf Jahre wurde am Ergebnis gearbeitet, und das merkt man durchaus auch. Hier sitzen die Akkorde, hier sitzen die Lyrics und Noten, hier sitzen die Melodien. Alles vermengt sich zu nahezu perfekten Pop/Rock-Songs. So ein bisschen FURY IN THE SLAUGHTERHOUSE in 2025. Gibt sicherlich Schlechteres.
KYLES TOLONE ist mit „Youth“ ein Album gelungen, das viele Menschen zufriedenstellen wird. Denn es hat wenige echte Kanten und ungeschliffene Momente – diese vermisse ich teilweise in den Songs, denn so wirken sie doch etwas steril. Wenn es sie gibt (wie zu Beginn von „Days of Haze“) werden sie nicht konsequent weitergeführt. Dennoch sind die zehn Songs wirklich angenehm zu hören und lassen mindestens mitwippen, wenn nicht sogar mitsingen. Das geht in den Choruses ziemlich schnell. Und einen Höhepunkt hat „Youth“ für mich auch noch zu bieten: „Walk out the door“. Eine eher ruhige Nummer, die die Stärken der Band aufzeigt und insbesondere mit emotionalem Gesang zu glänzen weiß. Mit kleinen Abstrichen also wirklich ein gelungenes Pop/Rock-Werk.

Meine Bewertung

Simon-Dominik Otte

Mensch. Musiker (#Nullmorphem). Schauspieler (#BUSC). Rezensent (#blueprintfanzine). Come on, @effzeh! AFP-Fan. (#Amandapalmer). Lehrer. Und überhaupt. Und so.