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THE IMPERIAL MUSTARD – Turn the stone

Mit Senf kenne ich mich als geborener Münchner aus. Welchen Senf man zu welcher Wurst isst, ist in Bayern fast schon ein heiliges Gesetz. Nun kommt aber aus Frankfurt ein kaiserlicher Senf und ich bin neugierig, wie er mir schmecken wird.
THE IMPERIAL MUSTARD haben vor kurzem ihr zweites Album „Turn the stone“ herausgebracht. Die fünf Musiker*innen sind durchaus alte Hasen, machen schon seit 20212 in verschiedenen Konstellationen Musik. Und zwar im weitesten Sinne Psychedelic Rock. Krautrock und Blues sind aber auch fester Bestandteil der acht Songs, die zwischen vier und zwölf Minuten lang sind und einem manchmal wie ein einziger langer Jam vorkommen. Die Musik bekommt sehr viel Raum, alle Instrumente wirken gleichberechtigt mit und tragen zum chilligen Laid-Back-Feeling bei. Dabei kommt mir die Dynamik zu kurz. Es gibt kaum wirkliche Spannungsbögen. Am besten ist dies der Band im vorletzten Track „Orient V“ geglückt, einem wirklich schönen Grower. Beim Hören des Albums fühle ich mich auf jeden Fall entweder nach Woodstock zurückversetzt oder zumindest auf das Burg Herzberg Festival.
Wie schmeckt mir nun der kaiserliche Senf? Eine Konkurrenz zu mir bekannten Sorten ist er nur bedingt. Dazu fehlt nicht nur das Alleinstellungsmerkmal, sondern auch die gewisse würzige Schärfe. Dennoch kann ich diesen Senf allen empfehlen, die gerne relaxt groovend durchs Leben schleichen!

Meine Bewertung