<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>bp_highlight Archive - .:blueprint fanzine:.</title>
	<atom:link href="https://blueprint-fanzine.de/tag/bp_highlight/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>https://blueprint-fanzine.de/tag/bp_highlight/</link>
	<description>online fanzine seit 2003</description>
	<lastBuildDate>Sat, 11 Jul 2026 08:13:10 +0000</lastBuildDate>
	<language>de</language>
	<sy:updatePeriod>
	hourly	</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>
	1	</sy:updateFrequency>
	<generator>https://wordpress.org/?v=6.1.10</generator>
	<item>
		<title>Traumzeit Festival 2026 (Duisburg)</title>
		<link>https://blueprint-fanzine.de/traumzeit-festival-2026-duisburg/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Emil Drexler]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 09 Jul 2026 21:20:10 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Livereviews]]></category>
		<category><![CDATA[bp_highlight]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://blueprint-fanzine.de/?p=47779</guid>

					<description><![CDATA[<p>Mein erstes Mal auf dem Traumzeit Festival. Und was hatte ich im Vorfeld nicht schon alles über die vermutlich schönste Festival-Location gehört! Aber wie so oft gilt: wenn die Erwartungen riesig sind, kann die Realität kaum mithalten. Doch hier war das anders.Schon vor dem Betreten des Geländes bekommt man eine Ahnung davon, was einen erwartet. [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://blueprint-fanzine.de/traumzeit-festival-2026-duisburg/">Traumzeit Festival 2026 (Duisburg)</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://blueprint-fanzine.de">.:blueprint fanzine:.</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="has-white-background-color has-background">Mein erstes Mal auf dem Traumzeit Festival. Und was hatte ich im Vorfeld nicht schon alles über die vermutlich schönste Festival-Location gehört! Aber wie so oft gilt: wenn die Erwartungen riesig sind, kann die Realität kaum mithalten. Doch hier war das anders.<br>Schon vor dem Betreten des Geländes bekommt man eine Ahnung davon, was einen erwartet. Wie eine riesige Filmkulisse ragen die Gebäude des ehemaligen Hüttenwerks über das Festivalgelände. Tatsächlich wurden hier sogar Teile von &#8222;Die Tribute von Panem&#8220; und &#8222;Babylon Berlin&#8220; gedreht. Wo früher Spezialroheisen produziert wurde, befindet sich heute ein frei zugänglicher Landschaftspark – sicherlich eines der Highlights, wenn nicht sogar DAS Highlight Duisburgs.<br>Doch am vorletzten Juniwochenende ging es natürlich in erster Linie um Musik. Die entscheidende Frage lautete also: Konnten die Konzerte mit dieser traumhaften Kulisse mithalten?<br><br>Der Auftakt war jedenfalls schon einmal ein echter Banger. MARATHON aus Amsterdam machten keine Gefangenen und legten los wie die Feuerwehr. Ihrer Mischung aus Shoegaze und Post-Punk fehlten eigentlich nur ein paar eingängigere Refrains, um das Publikum komplett auf ihre Seite zu ziehen. Mich störte das allerdings kaum – die Band überzeugte mich trotzdem auf ganzer Linie. Konsequenz: Nach dem Auftritt wanderte direkt ein T-Shirt in meinen Beutel.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" width="1024" height="461" src="https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/2026/07/Traumzeit5-1024x461.jpeg" alt="" class="wp-image-47782" srcset="https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/2026/07/Traumzeit5-1024x461.jpeg 1024w, https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/2026/07/Traumzeit5-700x315.jpeg 700w, https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/2026/07/Traumzeit5-1536x691.jpeg 1536w, https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/2026/07/Traumzeit5.jpeg 2000w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">MARATHON</figcaption></figure>



<p class="has-white-background-color has-background">Apropos T-Shirts: Zwei Bandmitglieder trugen Shirts von SPRINTS. Das lag zum einen daran, dass MARATHON die irische Band erst kürzlich auf Tour begleitet hatte. Zum anderen spielten SPRINTS selbst am Samstag beim Traumzeit Festival. Und entgegen jeder chronologischen Festivalberichterstattung kommen jetzt erst einmal die Highlights – und dazu gehörten SPRINTS ohne jeden Zweifel.<br>Vor allem Frontfrau Karla Chubb war in bester Festivallaune und strotzte nur so vor Energie. Das irische Post-Punk-Quartett bildete den perfekten Gegenpol zu den vielen eher ruhigen und gemäßigten Acts des Wochenendes. Einzig die ständigen Aufrufe, Moshpits zu eröffnen, ermüden mich inzwischen etwas. Das machen momentan einfach zu viele Bands – leider auch SPRINTS. Das ist allerdings auch schon mein einziger Kritikpunkt, denn der Auftritt war inklusive eines großartigen Covers von LE TIGREs „Deceptacon“ schlichtweg klasse. <br><br>Wenn ich mich allerdings entscheiden müsste, welcher Act mich am meisten begeistert hat, würde meine Wahl tatsächlich auf GRANDBROTHERS fallen. Was Erol Sarp am Klavier und Lukas Vogel mit seinen elektronischen Sounds erschaffen, ist schlicht meisterhaft. Und das Ganze ist auch noch absolut tanzbar – einfach die Augen schließen, sich treiben lassen und der Musik folgen. Für mich ist diese Art von Neo-Klassik einfach wunderschön. Und wenn dann diese kleinen Ausbrüche kommen, in denen die Stücke plötzlich an Intensität gewinnen, wirken sie umso stärker, weil sie so gezielt eingesetzt werden.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" loading="lazy" width="1024" height="768" src="https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/2026/07/Traumzeit6-chor-1024x768.jpeg" alt="" class="wp-image-47789" srcset="https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/2026/07/Traumzeit6-chor-1024x768.jpeg 1024w, https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/2026/07/Traumzeit6-chor-700x525.jpeg 700w, https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/2026/07/Traumzeit6-chor-1536x1152.jpeg 1536w, https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/2026/07/Traumzeit6-chor.jpeg 1600w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">BERGWERK KNAPPENCHOR</figcaption></figure>



<p class="has-white-background-color has-background">Das i-Tüpfelchen dieses Auftritts war allerdings die Location. Die Gießhalle ist nämlich die schönste Bühne des Festivals (wo am Freitag traditionell zum Auftakt der BERGWERK KNAPPENCHOR auftrat). Direkt vor der Bühne gibt es einen etwa fünf Meter tiefen, ebenerdigen Bereich für alle, die möglichst nah am Geschehen sein möchten. Dahinter schließt sich eine große, stufenförmige Tribüne an – inklusive Wellenbrechern wie in einem Stadion. Rund drei Viertel der Tribüne sind überdacht, der hintere Bereich liegt unter freiem Himmel. Hinter der Bühne eröffnet sich zudem der Blick in die alten Fabrikhallen. Je nach Bühnenbild und Lichtstimmung entsteht dadurch eine beeindruckende Kulisse, die den Konzerten noch einmal eine ganz besondere Atmosphäre verleiht.<br>Diese Schönheit hat allerdings auch ihren Preis: Nicht alle Festivalbesucher:innen finden in der Gießhalle Platz. Wer dort unbedingt einen bestimmten Act sehen möchte, sollte deshalb frühzeitig vor Ort sein. Zwischen den Konzerten wird die Halle geschlossen und erst etwa zehn Minuten vor dem nächsten Auftritt wieder geöffnet. Entsprechend bilden sich bei großen Acts längere Schlangen. Da während der Konzerte aber immer wieder Besucher:innen hinausgehen, kommt man mit etwas Geduld oft auch später noch hinein.<br>Neben der Gießhalle gibt es mit der großen Cowperbühne und der kleineren Hochofenbühne noch zwei weitere Spielstätten unter freiem Himmel. Überschneidungen im Programm sind übrigens die Ausnahme. Das liegt auch daran, dass an den drei Festivaltagen „nur“ 32 Acts auftreten. Andere Festivals bieten da deutlich mehr Auswahl. Manchmal hätte ich mir ebenfalls eine Alternative gewünscht, denn wenn einen ein Act gerade nicht so packt, gibt es eben keine echte Ausweichmöglichkeit.<br>Auf der anderen Seite sorgt genau das für ein angenehm entspanntes Festivalgefühl. Auf dem Gelände gibt es unzählige Sitzgelegenheiten – viele davon sogar im Schatten. Wer mit Freund:innen unterwegs ist, kann die Pausen wunderbar für ein längeres Schwätzchen nutzen. Alternativ lohnt sich ein Abstecher zum mobilen Plattenladen, der sogar Meet-and-Greets mit Künstler:innen anbietet. Dazu kommen zwei Fotoboxen und ein wirklich breit aufgestelltes gastronomisches Angebot, bei dem eigentlich jede:r etwas Passendes finden sollte. </p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" loading="lazy" width="1024" height="768" src="https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/2026/07/Traumzeit-Atmo-1024x768.jpg" alt="" class="wp-image-47783" srcset="https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/2026/07/Traumzeit-Atmo-1024x768.jpg 1024w, https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/2026/07/Traumzeit-Atmo-700x525.jpg 700w, https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/2026/07/Traumzeit-Atmo-1536x1152.jpg 1536w, https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/2026/07/Traumzeit-Atmo.jpg 1600w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure>



<p class="has-white-background-color has-background"> Doch weiter mit den musikalischen Highlights. Positiv überrascht haben mich AGASSI. Dass bei der Band jemand von WIR SIND HELDEN mitmischt, hatte mich im Vorfeld zunächst etwas skeptisch gemacht. Umso charmanter fand ich dafür die Geschichte von Sänger Ben Galliers: Eigentlich kam der Brite nach Deutschland, um Fußballprofi zu werden. Als dieser Traum platzte, gründete er eben eine Band. Und genau sein leicht rotziger britischer Gesang passt perfekt zum tanzbaren Indie-Rock von AGASSI. Ich hatte auf jeden Fall eine Menge Spaß mit ihrem Auftritt.<br><br>Kurz zuvor standen DRESSED LIKE BOYS auf der Cowperbühne. Die hatte ich erst <a href="https://blueprint-fanzine.de/maifeld-edition-2026-heidelberg/">vor Kurzem</a> gesehen und sofort ins Herz geschlossen. Bei brütender Hitze stand Sänger Jelle Denturck mit einem Ersatz-Keyboard auf der Bühne – sein eigenes Instrument hatte vermutlich schon beim Soundcheck den Geist aufgegeben. Davon ließ er sich allerdings nichts anmerken und spielte sich 45 Minuten lang durch acht starke Songs. Das Publikum feierte die Band, und nach dem Konzert war der Merchstand entsprechend gut besucht. Ich bin nach wie vor überzeugt, dass DRESSED LIKE BOYS noch richtig groß werden können. Neben der musikalischen Klasse begeistert Jelle Denturck vor allem mit seiner überaus sympathischen und nahbaren Art.<br><br>Großartig waren natürlich auch HERRENMAGAZIN, die den Sonntag, an dem ansonsten viele ruhige Acts auftraten, ordentlich auflockerten. Da ich bekennender Fanboy bin, will ich gar nicht allzu viel schreiben. Vielleicht nur so viel: Es gab handgeschriebene und komplett unterschiedlich gestaltete Setlists. Eine davon war sogar auf eine Schallplatte geschrieben. Schlagzeuger Rasmus Engler macht das offenbar bei jedem Konzert. Chapeau dafür! Aufgrund der nur 50-minütigen Spielzeit gab es fast ausschließlich Hits zu hören, und erstaunlich viele Menschen im Publikum konnten große Teile der Songs – oder zumindest die Refrains – mitsingen. Das hat richtig Spaß gemacht! <br><br>Den Sonntag und damit auch das Festival beschlossen APPARAT. Die Band um Frontmann Sascha Ring hatte erst vor Kurzem ihr neues Album „A hum of maybe“ veröffentlicht, dementsprechend gab es auch viel neues Material zu hören. Der Funke sprang bei mir zunächst nicht sofort über. Doch je mehr ich mich bewusst auf die Musik einließ, desto stärker entwickelte sie ihren ganz eigenen Sog. Gegen Ende des Sets wurde es zunehmend tanzbarer, auch wenn die Songs nie jene eingängige Dringlichkeit erreichten, die man von Sascha Rings Zweitband MODERAT kennt. Das war allerdings überhaupt kein Problem. Völlig verdient spielte APPARAT schließlich sogar über die eigentliche Setzeit hinaus. Der wunderschöne Song „Black Water“ sorgte dann bei untergehender Sonne und vor atemberaubender Kulisse für einen perfekten Abschluss des Traumzeit Festivals 2026.<br><br>Ganz kurz möchte ich noch auf einige Auftritte eingehen, die ich durchaus gut fand, die mich aber nicht komplett begeistern konnten. Da wären zunächst KETTCAR, die am Freitag als Headliner eine gewohnt solide Show ablieferten. Für Keyboarder Lars Wiebusch war es einer der letzten Auftritte mit der Band, da er KETTCAR nach den Juni-Konzerten verlässt. Entsprechend emotional wurde es dann auch kurz als sein Bruder eine Anekdote zum Besten gab. Ich kann mir KETTCAR ohne ihn tatsächlich nur schwer vorstellen, auch wenn er neben Marcus Wiebusch und Bassist Reimer Bustorff stets eher im Hintergrund agierte.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" loading="lazy" width="1024" height="461" src="https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/2026/07/Traumzeit3-Kettcar-1024x461.jpeg" alt="" class="wp-image-47784" srcset="https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/2026/07/Traumzeit3-Kettcar-1024x461.jpeg 1024w, https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/2026/07/Traumzeit3-Kettcar-700x315.jpeg 700w, https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/2026/07/Traumzeit3-Kettcar-1536x691.jpeg 1536w, https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/2026/07/Traumzeit3-Kettcar.jpeg 2000w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">KETTCAR</figcaption></figure>



<p class="has-white-background-color has-background">Auch die beiden deutschen Bands mit dem Anfangsbuchstaben „I“ lieferten gute Auftritte ab: INTERNATIONAL MUSIC und IEDEREEN wussten ebenso zu überzeugen wie STINA HOLMQUIST, deren Musik mich stellenweise an HEATHER NOVA erinnerte.<br><br>Weniger überzeugen konnten mich dagegen WHITE LIES. War der Einstieg mit ihrem wohl stärksten Song „Farewell to the fairground“ noch vielversprechend, flachte das Set danach zunehmend in Richtung belanglosem Stadionrock ab. Schade.<br><br>Auch zwei deutsche Acts, die beim Publikum ausgesprochen gut ankamen, ließen mich erneut eher ratlos zurück: MARLO GROSSHARDT und BETTEROV. MARLO GROSSHARDT hält zwischen den Songs immer wieder starke politische Ansprachen, die sich auch in seinen Texten widerspiegeln. Rein musikalisch erinnert mich das Ganze allerdings an eine Mischung aus Kinder- und Kirchentagsliedern. <br>Bei BETTEROV hoffe ich dagegen jedes Mal darauf, dass die Songs irgendwann mehr Dringlichkeit oder Härte entwickeln. Doch genau das passiert für meinen Geschmack so gut wie nie – vieles plätschert einfach vor sich hin. Aber wie bereits geschrieben: Dem Großteil des Publikums haben beide Acts offensichtlich sehr gut gefallen.<br><br>Auch BLACKOUT PROBLEMS konnten viele Fanherzen für sich gewinnen. Musikalisch holen sie mich grundsätzlich sogar ab. Was mich allerdings wirklich störte, war ihre anbiedernde Art. Wie oft muss man den Anwesenden erzählen, dass sie sich unbedingt Tickets für das kommende Konzert in Köln kaufen sollen? Einmal hätte völlig gereicht – aber bitte nicht gefühlt nach jedem zweiten Song. Und natürlich gehört Publikumsinteraktion zu einem guten Konzert dazu. Der kurze Besuch des Sängers bei den Kindern hinter dem Technikpult war beispielsweise eine wirklich schöne Aktion. Insgesamt war mir das bei Blackout Problems jedoch deutlich zu viel Show um der Show willen und nicht der Musik wegen.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" loading="lazy" width="1024" height="461" src="https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/2026/07/Traumzeit4-Kulisse-1024x461.jpeg" alt="" class="wp-image-47786" srcset="https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/2026/07/Traumzeit4-Kulisse-1024x461.jpeg 1024w, https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/2026/07/Traumzeit4-Kulisse-700x315.jpeg 700w, https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/2026/07/Traumzeit4-Kulisse-1536x691.jpeg 1536w, https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/2026/07/Traumzeit4-Kulisse.jpeg 2000w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure>



<p class="has-white-background-color has-background">Doch zurück zu den positiven Eindrücken. Neben der großartigen Kulisse – und ja, sie ist tatsächlich so fantastisch, wie alle sagen – punktet das Traumzeit Festival vor allem mit einer hervorragenden Organisation. Lange Schlangen sucht man fast vergeblich, der Einlass funktioniert reibungslos und auch Trinkwasserstellen sind ausreichend vorhanden.<br>Das Publikum ist angenehm bunt gemischt: Familien mit Kindern, viele Besucher:innen aus dem Ruhrgebiet, die einfach ein schönes Wochenende mit Freund:innen verbringen möchten, und natürlich einige Musik-Nerds. Diese Mischung funktioniert erstaunlich gut. Die Atmosphäre bleibt das gesamte Wochenende über entspannt, und Stress sucht man auf dem Gelände vergeblich. Da verwundert es auch nicht, dass Acts wie MEUTE, die den Geschmack eines breiten Publikums treffen, hier besonders gut ankommen.<br><br>Summa summarum hatte ich ein wirklich großartiges Wochenende auf dem Traumzeit Festival. Den Termin für das nächste Jahr – 18. bis 20. Juni 2027 – habe ich mir jedenfalls schon fest im Kalender markiert. Denn ich bin mir ziemlich sicher: Ich komme wieder.</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://blueprint-fanzine.de/traumzeit-festival-2026-duisburg/">Traumzeit Festival 2026 (Duisburg)</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://blueprint-fanzine.de">.:blueprint fanzine:.</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Kurz &#038; schmerzlos (April – Juni 2026)</title>
		<link>https://blueprint-fanzine.de/kurz-schmerzlos-april-juni-2026/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Jens Gerdes]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 28 Jun 2026 12:48:34 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Specials]]></category>
		<category><![CDATA[bp_highlight]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://blueprint-fanzine.de/?p=47655</guid>

					<description><![CDATA[<p>Da Kollege Otti sich diesmal ausgiebig durch allerlei anstrengende Platten kämpfen musste, erhörte ich seine Bitte, zur Abwechslung die Einleitung mit meinem ganz persönlichen Klagelied zu bestreiten. Es geht diesmal allerdings nicht um die berüchtigte Männergrippe, sondern um ihren sommerlichen Ableger – nennen wir ihn einfach die Männersommergrippe oder, etwas wissenschaftlicher, eine ausgewachsene Schniefitis.Bislang war [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://blueprint-fanzine.de/kurz-schmerzlos-april-juni-2026/">Kurz &#038; schmerzlos (April – Juni 2026)</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://blueprint-fanzine.de">.:blueprint fanzine:.</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="has-white-background-color has-background">Da Kollege Otti sich diesmal ausgiebig durch allerlei anstrengende Platten kämpfen musste, erhörte ich seine Bitte, zur Abwechslung die Einleitung mit meinem ganz persönlichen Klagelied zu bestreiten. Es geht diesmal allerdings nicht um die berüchtigte Männergrippe, sondern um ihren sommerlichen Ableger – nennen wir ihn einfach die Männersommergrippe oder, etwas wissenschaftlicher, eine ausgewachsene Schniefitis.<br>Bislang war ich nämlich der festen Überzeugung, dass ein grippaler Infekt im Sommer doch deutlich angenehmer sein müsste als im Winter. Schließlich friert man nicht, dachte ich. Weit gefehlt. Denn an erster Stelle stehen ohnehin Abgeschlagenheit, ein brummender Kopf, eine tropfende Nase und regelmäßige Nasenkanonaden, mit denen man seine Bazillen großzügig unter die Menschheit bringt.<br>Der entscheidende Unterschied zur winterlichen Schnupfocalypse ist jedoch ein anderer: Während man sich im Dezember einfach unter eine warme Decke verkriecht oder die Heizung aufdreht, lässt sich ein Thermometer, das ohnehin schon an der 40-Grad-Marke kratzt, nur äußerst widerwillig nach unten regulieren. Das sorgt dafür, dass der Schädel gleich doppelt dröhnt und das unvermeidliche Taschentuch-Abo mindestens genauso auf die Nerven geht wie der Nasenwasserfall selbst.<br>Immerhin gibt es derzeit genügend Ablenkung – ob mit der WM oder unseren Kurzreviews –, solange einen das Kuschelvirus nicht doch wieder Richtung Bett schickt und der Niesaster wenigstens nachts eine kleine Pause einlegt.<br>In diesem Sinne: Bleibt gesund! Und allen, die gerade ebenfalls mit Schniefitis, Rotz-Deluxe oder einer gepflegten Sommergrippe kämpfen, wünschen wir gute Besserung.</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="alignleft size-thumbnail"><img decoding="async" loading="lazy" width="150" height="150" src="https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/2026/06/13suns-saerge-1-150x150.jpg" alt="" class="wp-image-47731" srcset="https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/2026/06/13suns-saerge-1-150x150.jpg 150w, https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/2026/06/13suns-saerge-1-700x696.jpg 700w, https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/2026/06/13suns-saerge-1-1024x1018.jpg 1024w, https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/2026/06/13suns-saerge-1-600x600.jpg 600w, https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/2026/06/13suns-saerge-1.jpg 1155w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px" /></figure></div>


<p class="has-black-color has-white-background-color has-text-color has-background"><strong>13SUNS – Särge, Erde, Damen und Herren </strong>(Label: Krakenduft Records, VÖ: 02.05.2026)<br>(so) In den starken Momenten dieses Albums erinnern 13SUNS recht deutlich an PLACEBO, sowohl musikalisch als auch stimmlich. Bestes Beispiel hierfür dürfte wohl „Vatican girl“ sein. In den weniger starken Momenten merkt man dann aber, dass diese Latte doch um einiges zu hoch gelegt ist – sowohl musikalisch als auch stimmlich. Richtig gut sind 13SUNS, wenn sie sich so ein bisschen im Spielfeld von FLIEHENDE STÜRME bewegen und eine Art dunklen Punk spielen („Die stummen Gesänge der Höhlenzikaden“). Deutlich weniger überzeugen können sie mit der harten Rocknummer, für die ihnen die Tiefe zu fehlen scheint. Ein durchwachsenes Album mit Höhen und Tiefen. Und die wird wahrscheinlich jede:r anders bewerten.<br><a href="https://13suns.bandcamp.com/album/s-rge-erde-damen-herren">https://13suns.bandcamp.com/album/s-rge-erde-damen-herren</a></p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="alignleft size-thumbnail"><img decoding="async" loading="lazy" width="150" height="150" src="https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/2026/06/ANTONIO-FARAO-STEPHANE-BELMONDO-QUARTET-–-Do-it-150x150.jpg" alt="" class="wp-image-47720" srcset="https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/2026/06/ANTONIO-FARAO-STEPHANE-BELMONDO-QUARTET-–-Do-it-150x150.jpg 150w, https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/2026/06/ANTONIO-FARAO-STEPHANE-BELMONDO-QUARTET-–-Do-it-700x700.jpg 700w, https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/2026/06/ANTONIO-FARAO-STEPHANE-BELMONDO-QUARTET-–-Do-it-600x600.jpg 600w, https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/2026/06/ANTONIO-FARAO-STEPHANE-BELMONDO-QUARTET-–-Do-it.jpg 970w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px" /></figure></div>


<p class="has-white-background-color has-background"><strong>ANTONIO FARAÒ &amp; STÉPHANE BELMONDO QUARTET – Do it!</strong> (Label: Notesaround, VÖ: 22.05.2026)<br>(jg) In einer anderen Rezension habe ich kürzlich bereits das ELBJAZZ in Hamburg erwähnt. Auch das ANTONIO FARAÒ &amp; STÉPHANE BELMONDO QUARTET würde sehr gut in das vielseitige Jazzfestival am Hamburger Hafen passen – allerdings mit einer deutlich anderen Ausrichtung als etwa <a href="https://blueprint-fanzine.de/massa-dembele-falato/">MASSA DEMBÉLÉ</a>. Eher sehe ich diese Musik in der bestuhlten Schiffbauhalle als auf einer Open-Air-Bühne.<br>Hier treffen zwei europäische Jazz-Schwergewichte aufeinander: Der virtuose Piano-Jazz von ANTONIO FARAÒ verbindet sich mit dem lyrischen Trompetenspiel von STÉPHANE BELMONDO zu einem modernen, melodischen Jazzalbum. Technisch brillant, aber nicht wirklich verkopft – eher in der Tradition von HERBIE HANCOCK, ENRICO PIERANUNZI oder TOM HARRELL als im avantgardistischen Spektrum.<br><a href="https://www.antoniofarao.net/">https://www.antoniofarao.net/</a></p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="alignleft size-thumbnail"><img decoding="async" loading="lazy" width="150" height="150" src="https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/2026/06/bbcc-king-michael-150x150.jpeg" alt="" class="wp-image-47730" srcset="https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/2026/06/bbcc-king-michael-150x150.jpeg 150w, https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/2026/06/bbcc-king-michael.jpeg 300w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px" /></figure></div>


<p class="has-black-color has-white-background-color has-text-color has-background"><strong>BBCC – King Michael II and the trial of the axe </strong>(Label: October Tone, VÖ: 12.06.2026)<br>(so) Die Band aus Straßburg hat sich in riesigen Lettern das Wort „KUNST“ auf ihre musikalischen Fahnen geschrieben. Grotesk und surreal kommt „King Michael II and the trial of the axe“ daher, suhlt sich in den eigenen Ideen, die sich seit ihrem Beginn als Indieband deutlich verändert haben und sich eben mehr und mehr dem Verworrenen, Kunstvollen widmen. Auf eine ganz seltsame Art ist das fesselnd und interessant, dann doch wieder enervierend. Insbesondere dann, wenn die Songs sich in die Länge ziehen, verlieren BBCC ihren Charme, den sie in kürzeren, prägnanteren Nummern durchaus zu entwickeln verstehen. Ein zweischneidiges Album.<br><a href="https://bbcc.bandcamp.com/album/michael">https://bbcc.bandcamp.com/album/michael</a></p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="alignleft size-thumbnail"><img decoding="async" loading="lazy" width="150" height="150" src="https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/2026/06/bw-bw-150x150.jpg" alt="" class="wp-image-47693" srcset="https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/2026/06/bw-bw-150x150.jpg 150w, https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/2026/06/bw-bw.jpg 700w, https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/2026/06/bw-bw-600x600.jpg 600w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px" /></figure></div>


<p class="has-white-background-color has-background"><strong>BOY WITCH – s/t</strong> (Label: Papillon Jaune, VÖ: 20.02.2026)<br>(ed) Obwohl BOY WITCH ein reines DIY-Solo-Projekt des Berliners Felix Rörig sind, hört sich das Album astrein nach einer ganzen Band an. Das Ganze würde ich als psychedelischen Rock mit leichten elektronischen Einflüssen bezeichnen. Am meisten hängen bleibt mir aber vor allem der Gesang, denn hier erinnert mich viel an Layne Staley, ehemaliger und leider schon längst verstorbener Sänger von ALICE IN CHAINS. Vor allem bei „Echolalia“ ist das der Fall, was auch gleichzeitig der beste Song des Albums ist. Felix selbst nennt als Referenzen auch Bands wie QUEENS OF THE STONE AGE und BOARDS OF CANADA. Nun habt ihr einen kleinen Einblick, was auf euch zu kommt, wenn ihr euch dieses selbstbetitelte Album anhört. Es gibt auf jeden Fall einiges zu entdecken, auch wenn manchmal die Songs zu wenig auf den Punkt kommen, sondern das Experimentelle im Vordergrund steht.<br><a href="https://boywitch.bandcamp.com/album/boy-witch">https://boywitch.bandcamp.com/album/boy-witch</a></p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="alignleft size-thumbnail"><img decoding="async" loading="lazy" width="150" height="150" src="https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/2026/06/angelini-together-150x150.jpg" alt="" class="wp-image-47735" srcset="https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/2026/06/angelini-together-150x150.jpg 150w, https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/2026/06/angelini-together-700x700.jpg 700w, https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/2026/06/angelini-together.jpg 1024w, https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/2026/06/angelini-together-600x600.jpg 600w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px" /></figure></div>


<p class="has-black-color has-white-background-color has-text-color has-background"><strong>BRUNO ANGELINI – Alone together! </strong>(Label: Illusions, VÖ: 15.05.2026)<br>(so) Ohjemine, der nächste Endgegner. Jazz-Piano. Ich bin ja großer Fan des Grand Pianos, sonst wäre ich wohl nicht so ein großer Freund der Musik von AMANDA PALMER. Und ich finde es auch absolut beneidenswert, das Piano so spielen zu können, wie es BRUNO ANGELINI zu tun vermag. Dennoch ist mir das immer zu verkünstelt, zu intellektuell und ich weiß häufig nicht genug damit anzufangen. So ist es hier eben leider auch. Ich gratuliere Herrn ANGELINI dazu, dass er solch ein Virtuose ist und entschuldige mich zugleich bei ihm, dass ich dem nichts abgewinnen kann. Für mich wird „Alone together!“, zusammen mit einigen anderen Album dieser Rubrik, unter „anstrengend“ abgelegt.<br><a href="https://brunoangelini.bandcamp.com" class="broken_link">https://brunoangelini.bandcamp.com</a></p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="alignleft size-thumbnail"><img decoding="async" loading="lazy" width="150" height="150" src="https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/2026/06/cr-or-150x150.jpg" alt="" class="wp-image-47722" srcset="https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/2026/06/cr-or-150x150.jpg 150w, https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/2026/06/cr-or.jpg 700w, https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/2026/06/cr-or-600x600.jpg 600w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px" /></figure></div>


<p class="has-white-background-color has-background"><strong>CRIMSON ROOTS – Open roads</strong> (Label: Tonzonen Records, VÖ: 22.05.2026)<br>(jg) Blues beeinflusster Prog &amp; Psychedelic Rock, weiträumig und eindringlich – so beschreibt die Band selbst ihr Album, das die Geschichte eines Reisenden erzählt, der sich durch Entfernung, Veränderung und Entdeckung bewegt.<br>In der Praxis wirkt diese Reise allerdings eher wie eine vorab minutiös durchgeplante Luxusliner-Tour entlang der Route 66, inklusive „Grand-Canyon-Nationalpark-Tour mit Mittagessen“. Alles ist da, alles ist korrekt – nur Überraschungen haben sich offenbar frühzeitig krankgemeldet. So aufregend wie ein vor drei Tagen geöffneter Sekt, der schon beim ersten Schluck jede Hoffnung auf Spannung verloren hat. Abenteuer klingt jedenfalls anders. Wer allerdings auf den klassischen Sound von THE ALLMAN BROTHERS BAND, SHERYL CROW oder TOM PETTY steht, kann hier durchaus mal reinhören.<br><a href="https://crimsonrootsband.bandcamp.com/album/open-roads">https://crimsonrootsband.bandcamp.com/album/open-roads</a></p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="alignleft size-thumbnail"><img decoding="async" loading="lazy" width="150" height="150" src="https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/2026/06/gregory_privat-darling-150x150.jpg" alt="" class="wp-image-47715" srcset="https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/2026/06/gregory_privat-darling-150x150.jpg 150w, https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/2026/06/gregory_privat-darling.jpg 225w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px" /></figure></div>


<p class="has-white-background-color has-background"><strong>GREGORY PRIVAT &#8211; Darling</strong> (Label: Buddham Jazz, VÖ: 22.05.2026)<br>(jg) GREGORY PRIVAT neigt beim Cover-Artwork gerne zur großen Geste. Auf <a href="https://blueprint-fanzine.de/gregory-privat-phoenix/">„Phoenix“</a> posierte er oberkörperfrei bei sanfter Beleuchtung neben einem Klavier, auf seinem neuen Album hält er – ebenfalls oberkörperfrei – eine Rose im Mund, während der Titel „Darling“ in einer Schrift daherkommt, die unweigerlich an „Dirty Dancing“ erinnert.<br>Ein Stück weit spiegelt sich diese Theatralik auch in seiner Musik wider. Neben Contemporary Jazz, karibischen Einflüssen und klassischen Elementen durchzieht vor allem eine gehörige Portion Soul das Album. Im Mittelpunkt stehen dabei nicht instrumentale Selbstdarstellung oder technische Brillanz, sondern Melodie, Atmosphäre und emotionale Tiefe. Wer etwas mit SOFIANE PAMART, HANIA RANI oder LUDOVICO EINAUDI anfangen kann, dürfte auch an „Darling“ Gefallen finden.<br><a href="https://www.gregoryprivat.com/en/home/">https://www.gregoryprivat.com/en/home/</a></p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="alignleft size-thumbnail"><img decoding="async" loading="lazy" width="150" height="150" src="https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/2026/06/maniac-maison-st-150x150.jpg" alt="" class="wp-image-47736" srcset="https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/2026/06/maniac-maison-st-150x150.jpg 150w, https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/2026/06/maniac-maison-st-700x700.jpg 700w, https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/2026/06/maniac-maison-st-1024x1024.jpg 1024w, https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/2026/06/maniac-maison-st-600x600.jpg 600w, https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/2026/06/maniac-maison-st.jpg 1200w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px" /></figure></div>


<p class="has-black-color has-white-background-color has-text-color has-background"><strong>MANIAC MAISON – s/t </strong>(Label: Humpty Dumpty Records, VÖ: 22.05.2026)<br>(so) Hier treffen Wolfgang Amadeus Mozart und japanische Videospielmusik aufeinander, zumindest lässt dies die Presseinfo vermuten. Hinzu kommt noch eine gute Portion Free-Jazz, vermischt mit Einflüssen der japanischen Orchestermusik und etwas, das ich einmal mit Pornomusik aus den 70ern vergleichen möchte. Bunte Mischung, anstrengendes Album (von denen haben mich in den letzten Monaten deutlich zu viele erreicht), ich bin dafür einfach nicht gemacht. Tut mir immer leid für die Band, aber man kann nicht immer Glück mit den Rezensent:innen haben … wenn ihr auf experimentelles Musizieren steht, hört ruhig mal rein. Ich hätte hier ein Album zu verschenken.<br><a href="https://maniacmaison.bandcamp.com/album/maniac-maison">https://maniacmaison.bandcamp.com/album/maniac-maison</a></p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="alignleft size-thumbnail"><img decoding="async" loading="lazy" width="150" height="150" src="https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/2026/06/nj-loe-150x150.jpg" alt="" class="wp-image-47708" srcset="https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/2026/06/nj-loe-150x150.jpg 150w, https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/2026/06/nj-loe.jpg 700w, https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/2026/06/nj-loe-600x600.jpg 600w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px" /></figure></div>


<p class="has-white-background-color has-background"><strong>NAISSAM JALAL – Landscapes of eternity</strong> (Label: Les Couleurs Du Son, VÖ: 24.04.2026)<br>(jg) Schon der Opener „Tears in Delhi’s fog“ macht deutlich: NAISSAM JALAL ist nicht nur eine herausragende Flötistin, sondern verfügt auch über eine beeindruckende Gesangsstimme – oft wechselt sie mühelos zwischen beidem. Als nach rund sechs Minuten das bis dahin zurückhaltend agierende Schlagzeug kraftvoll einsetzt und das Stück seinen hypnotischen Einstieg hinter sich lässt, um sich zu einem groovenden Jazzstück zu entfalten, ist der Bann endgültig gezogen.<br>Mit „Landscapes of eternity“ präsentiert NAISSAM JALAL ein spirituell geprägtes Album zwischen Jazz, indischer Klassik und Weltmusik, das Grenzen im besten Sinne überschreitet. Flöte, Gesang, Sarod, Tabla und ausgedehnte Improvisationen schaffen eine meditative, beinahe tranceartige Atmosphäre, die weniger auf klassische Jazz-Dramaturgie als vielmehr auf Versenkung und innere Bewegung setzt.<br><a href="https://naissamjalal.bandcamp.com/" class="broken_link">https://naissamjalal.bandcamp.com/</a></p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="alignleft size-thumbnail"><img decoding="async" loading="lazy" width="150" height="150" src="https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/2026/06/serguei-transcend-150x150.jpeg" alt="" class="wp-image-47737" srcset="https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/2026/06/serguei-transcend-150x150.jpeg 150w, https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/2026/06/serguei-transcend.jpeg 300w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px" /></figure></div>


<p class="has-black-color has-white-background-color has-text-color has-background"><strong>SERGUEI SPOUTNIK – Transcend </strong>(Label: Independent Practice, VÖ: 29.05.2026)<br>(so) Hatte ich in dieser Ausgabe von k&amp;s eigentlich schon von anstrengender Musik gesprochen? Nein? Tatsächlich nicht? Na, dann ist’s ja gut. Denn SERGUEI SPOUTNIK gehört jedenfalls in diese Abteilung meiner Musiksammlung. Verhallte Synthies, verhallter Gesang, hier und da hingelegte Melodien, die sich mit anderen um den Vordergrund battlen, irgendwie sphärisch-spacig, das Ganze. Was fehlt, ist das Prägnante, das Packende, das, was dann auch einfach mal aus dem mit „Kunst“ beschrifteten Rahmen herausfällt, sich einfach mal Zeit für den Song nimmt, ohne darauf zu achten, dass es bitte möglichst anspruchsvoll bleibt. Ein Album, das klingt, als hätte sich SERGUEI SPOUTNIK vorgenommen, die Musik der Außerirdischen aus 70er-Jahre-Filmen auf ein Album aus dem Jahr 2026 zu pressen.<br><a href="https://sergueispoutnik.bandcamp.com/album/transcend">https://sergueispoutnik.bandcamp.com/album/transcend</a></p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="alignleft size-thumbnail"><img decoding="async" loading="lazy" width="150" height="150" src="https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/2026/06/kopmajer-you-150x150.jpg" alt="" class="wp-image-47738" srcset="https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/2026/06/kopmajer-you-150x150.jpg 150w, https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/2026/06/kopmajer-you.jpg 600w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px" /></figure></div>


<p class="has-black-color has-white-background-color has-text-color has-background"><strong>SIMONE KOPMAJER &amp; VIKTOR GERNOT – You wonderful you </strong>(Label: Lucky Mojo Records, VÖ: 05.06.2026)<br>(so) Ja, nun, … Dieses Album vereinigt alles, was ich an Jazz so anstrengend finde. Diese ständige Baratmosphäre, zwei Stimmen (Frau und Mann), die sich gegenseitig anschmachten, Klavierspiel, das ich nur bei HELGE SCHNEIDER halbwegs erträglich finde und dazu dann diese wahnsinnig machenden Drumloops. Was dann noch fehlt, wären Gitarrensoli … ach, Moment, da sind sie ja schon! Also, wirklich alles, was mich davon abhält, ein Jazzfan zu werden, ist auf „You wonderful you“ vertreten. Aber, und das möchte ich ganz klar sagen, das heißt nicht, dass es sich hier nicht um ein gutes Jazz-Album handeln kann. Dafür fehlt mir schlicht die Expertise.<br><a href="https://www.simonekopmajer.com">https://www.simonekopmajer.com</a></p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="alignleft size-thumbnail"><img decoding="async" loading="lazy" width="150" height="150" src="https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/2026/06/sibq-cosmo-150x150.jpg" alt="" class="wp-image-47712" srcset="https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/2026/06/sibq-cosmo-150x150.jpg 150w, https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/2026/06/sibq-cosmo.jpg 700w, https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/2026/06/sibq-cosmo-600x600.jpg 600w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px" /></figure></div>


<p class="has-white-background-color has-background"><strong>SRDJAN IVANOVIC &#8211; Cosmogonie</strong> (Label: Rue Des Balkans, VÖ: 08.05.2026)<br>(jg) Der in Paris lebende Schlagzeuger verbindet auf „Cosmogonie“ modernen Jazz mit Balkan-Einflüssen, World Music und elektronischen Elementen. Trotz aller Virtuosität bleibt das Album stets melodisch und zugänglich. Das Stück „Gaia“ erinnert mich sogar an eines der entspanntesten Jazzstücke überhaupt: „The Pink Panther Theme“ von HENRY MANCINI.<br>Mit seinem BLAZIN&#8216; QUARTET beherrscht SRDJAN IVANOVIC jedoch beide Seiten gleichermaßen: Komplexe Rhythmen treffen auf eingängige Themen, hypnotische Gitarrensoli und eine mitreißende Energie. Musikalisch bewegt sich „Cosmogonie“ dabei irgendwo zwischen AVISHAI COHEN, NILS PETTER MOLVAER und der typischen ECM-Ästhetik auf der einen sowie den orientalisch geprägten Klangwelten eines DHAFER YOUSSEF oder BOJAN Z auf der anderen Seite.<br><a href="https://srdjanivanovic.bandcamp.com/album/cosmogonie">https://srdjanivanovic.bandcamp.com/album/cosmogonie</a></p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="alignleft size-thumbnail"><img decoding="async" loading="lazy" width="150" height="150" src="https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/2026/06/tellkujira-la-lucha-150x150.jpg" alt="" class="wp-image-47739" srcset="https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/2026/06/tellkujira-la-lucha-150x150.jpg 150w, https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/2026/06/tellkujira-la-lucha-700x700.jpg 700w, https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/2026/06/tellkujira-la-lucha-1024x1024.jpg 1024w, https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/2026/06/tellkujira-la-lucha-600x600.jpg 600w, https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/2026/06/tellkujira-la-lucha.jpg 1200w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px" /></figure></div>


<p class="has-black-color has-white-background-color has-text-color has-background"><strong>TELLKUJIRA – La lucha es un poema colectivo </strong>(Label: SuperPang Records, VÖ: 29.05.2026)<br>(so) Ich verspreche euch, für diese Runde ist es das letzte anstrengende Album. TELLKUJIRA improvisieren ihre Songs, die auf Freejazz und Art Rock basieren, und damit fordern sie die Hörenden heraus, sich diesem Projekt intensiv zu widmen. Denn mal so nebenbei kann man „La lucha …“ definitiv nicht hören, eignet sich auch nicht als Hintergrundmusik für nette Gespräche. Allein die Länge so mancher „Songs“ auf diesem Album lässt schon erzittern, spielt sie sich doch teilweise im Bereich von 17 Minuten ab. Und das ist definitiv zu lang. Ja, man kann mit hundertprozentiger Sicherheit sagen, dass TELLKUJIRA hier ein künstlerisch wertvolles Album gelungen ist, das sich der Welt und ihrer Musik hingibt, aber wirklich eingängig ist es nicht. Jedenfalls eindeutig nicht für mich.<br><a href="https://tellkujira.bandcamp.com/album/la-lucha-es-un-poema-colectivo">https://tellkujira.bandcamp.com/album/la-lucha-es-un-poema-colectivo</a></p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://blueprint-fanzine.de/kurz-schmerzlos-april-juni-2026/">Kurz &#038; schmerzlos (April – Juni 2026)</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://blueprint-fanzine.de">.:blueprint fanzine:.</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>König Boris &#8211; FC St. Pauli / Eine Liebeserklärung – 07.06.2026, Schanzenzelt (Hamburg)</title>
		<link>https://blueprint-fanzine.de/koenig-boris-fc-st-pauli-eine-liebeserklaerung-07-06-2026-schanzenzelt-hamburg/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Jens Gerdes]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 09 Jun 2026 19:11:53 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Livereviews]]></category>
		<category><![CDATA[bp_highlight]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://blueprint-fanzine.de/?p=47664</guid>

					<description><![CDATA[<p>Ein guter Freund von mir ist Journalist. Und HSV-Fan. Über den FC St. Pauli verliert er nur selten ein gutes Wort. Passenderweise schreibt er für ein Fußballmagazin. Unpassenderweise durfte er dort nun das Buch von KÖNIG BORIS über den FC St. Pauli besprechen. Wobei ich mir ziemlich sicher bin, dass er sich freiwillig dafür gemeldet [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://blueprint-fanzine.de/koenig-boris-fc-st-pauli-eine-liebeserklaerung-07-06-2026-schanzenzelt-hamburg/">König Boris &#8211; FC St. Pauli / Eine Liebeserklärung – 07.06.2026, Schanzenzelt (Hamburg)</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://blueprint-fanzine.de">.:blueprint fanzine:.</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="has-white-background-color has-background">Ein guter Freund von mir ist Journalist. Und HSV-Fan. Über den FC St. Pauli verliert er nur selten ein gutes Wort. Passenderweise schreibt er für ein Fußballmagazin. Unpassenderweise durfte er dort nun das Buch von KÖNIG BORIS über den FC St. Pauli besprechen. Wobei ich mir ziemlich sicher bin, dass er sich freiwillig dafür gemeldet hat.<br>Und, man höre und staune: Die Rezension fiel äußerst wohlwollend aus und endete mit den Worten: „Alles locker weg erzählt und gut zu lesen – selbst für HSV-Fans.“ Hört, hört!<br>Das weckte bei mir – Gladbach-Fan mit Sympathien für den FCSP – natürlich das Interesse an einer Lesung von König Boris. Praktischerweise gastierte der ehemalige Hip-Hopper im Schanzenzelt, dessen Veranstaltungen wir in diesem Jahr wieder lokal präsentieren.<br>Die Entscheidung für den Besuch fiel jedoch erst am Tag selbst. Allerdings nicht ganz spontan, denn das Hamburger Wetter durfte durchaus noch Einfluss auf unsere Planung nehmen. Also Schirm eingepackt, in die U3 Richtung Schanze gestiegen, am Mövenpick-Hotel vorbei und gespannt darauf, wie voll es wohl werden würde. Sollte man in FETTES-BROT-Dimensionen denken? Würden die FCSP-Ultras auftauchen? Und was ist eigentlich mit den Fans von DER KÖNIG TANZT? Müsste man all das addieren oder eher die Schnittmenge betrachten?<br>Die Antwort lautete: weder noch. Als wir eine halbe Stunde vor Beginn eintrafen, waren noch reichlich Plätze frei. Kurz vor dem Start mussten dann allerdings doch noch zusätzliche Stühle herangeschafft werden.<br><br>Gegen 20 Uhr betrat König Boris die Bühne, tauschte seine obligatorische Sonnenbrille gegen eine Lesebrille und eröffnete den Abend mit den Worten: „Ihr habt das zweifelhafte Vergnügen meiner ersten Lesung in Hamburg nach dem Abstieg.“ Die Reaktionen im Publikum ließen zumindest vermuten, dass die St.-Pauli-Fans an diesem Abend klar in der Mehrheit waren.<br>Es ging um Auswärtsfahrten und Mallorca-Urlaube, um erste Küsse und jede Menge Lokalkolorit. Um übereifrige Polizisten in Schenefeld, Haschlähmung, Wildpinkeln, Kotzen gegen die Fahrtrichtung, Promikicks und natürlich um St. Pauli. Um den Verein ebenso wie um den Stadtteil, dem die Liebeserklärung im Untertitel des Buches offenbar genauso gilt.<br>Dass FETTES BROT auf der Bühne großartige Entertainer waren, zeigt sich nun auch bei KÖNIG BORIS als Solokünstler. Sowohl in den gelesenen Texten als auch in den Geschichten dazwischen. Etwa wenn er alte Jugendfotos kommentiert: „Wir waren damals so richtige Backpfeifengesichter, als man mit den Haaren noch experimentiert hat.“ Oder wenn er von seinem sonst eher wortkargen Dauerkarten-Nachbarn erzählt, der ihn nach der Winterpause mit den Worten begrüßte: „Ich habe dein Buch zu Weihnachten dreimal geschenkt bekommen.“<br>Nach rund zwei Stunden kurzweiliger Unterhaltung folgte noch die obligatorische Signierstunde. Und ich schließe mich am Ende dem HSV-Fan an: Wer aus Hamburg kommt, muss dieses Buch mögen. Vielleicht muss man dafür nicht einmal aus Hamburg kommen.</p>



<p class="has-white-background-color has-background">Weitere Lesungen:<br>20.06.2026 Kisdorf &#8211; Clubheim<br>25.06.2026 AT &#8211; Wien &#8211; MuseumsQuartier Sommerbühne<br>06.08.-08.08.2026 Georgsmarienhütte &#8211; Hütte Rockt Festival<br>08.10.2026 Potsdam &#8211; Buchhandlung Viktoriagarten</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://blueprint-fanzine.de/koenig-boris-fc-st-pauli-eine-liebeserklaerung-07-06-2026-schanzenzelt-hamburg/">König Boris &#8211; FC St. Pauli / Eine Liebeserklärung – 07.06.2026, Schanzenzelt (Hamburg)</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://blueprint-fanzine.de">.:blueprint fanzine:.</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Schanzenzelt / Präsentation und Verlosung</title>
		<link>https://blueprint-fanzine.de/schanzenzelt-praesentation-und-verlosung/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Jens Gerdes]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 07 Jun 2026 10:24:39 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Verlosungen]]></category>
		<category><![CDATA[bp_highlight]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://blueprint-fanzine.de/?p=47636</guid>

					<description><![CDATA[<p>Der Hamburger Konzertsommer hat viele schöne Traditionen – und das Schanzenzelt gehört definitiv dazu. Seit Jahren verwandelt sich der Sternschanzenpark für einige Wochen in einen besonderen Kulturort, an dem Konzerte, Lesungen und andere Veranstaltungen in angenehm entspannter Atmosphäre stattfinden. Statt großer Hallen und Absperrgitter gibt es hier kurze Wege, ein Zirkuszelt mitten im Grünen und [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://blueprint-fanzine.de/schanzenzelt-praesentation-und-verlosung/">Schanzenzelt / Präsentation und Verlosung</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://blueprint-fanzine.de">.:blueprint fanzine:.</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="has-white-background-color has-background">Der Hamburger Konzertsommer hat viele schöne Traditionen – und das Schanzenzelt gehört definitiv dazu. Seit Jahren verwandelt sich der Sternschanzenpark für einige Wochen in einen besonderen Kulturort, an dem Konzerte, Lesungen und andere Veranstaltungen in angenehm entspannter Atmosphäre stattfinden. Statt großer Hallen und Absperrgitter gibt es hier kurze Wege, ein Zirkuszelt mitten im Grünen und ein Programm, das bewusst unterschiedliche Genres zusammenbringt. Die diesjährige Saison läuft vom 05. Juni bis zum 05. Juli.<br><br>Auch 2026 ist das Programm wieder erfreulich vielseitig: Den Auftakt macht KÖNIG BORIS mit einer Lesung und Liebeserklärung an St. Pauli sowie die Kinderrock-Institution RADAU! (07.06.), gefolgt von MADELINE JUNO (10.06.), MAEL &amp; JONAS (11.06.) und der brasilianisch inspirierten FESTA JUNINA (12.06.). Danach stehen FOOLS GARDEN (17.06.), KOLLEKTIV TURMSTRASSE (18.06.), das Theater hidden shakespeare (21.06.), TEMMIS (24.06.), eine Lesung mit RUEDE HAGELSTEIN (25.06.) sowie LARA HULO (02.07.) auf dem Programm. Ein schöner Mix aus etablierten Namen, spannenden Newcomer*innen und besonderen Formaten, der das Schanzenzelt jedes Jahr aufs Neue zu einem der charmantesten Sommer-Spots der Stadt macht. Wir freuen uns, die Konzertreihe auch in diesem Jahr als lokale Präsentatoren begleiten zu dürfen. Weitere Infos zum diesjährigen Programm findet ihr <a href="https://schanzenzelt.de/">hier</a>. </p>



<p class="has-white-background-color has-background"><strong>Verlosung:</strong><br><br>Zum Auftakt verlosen wir für das Konzert von FOOLS GARDEN am 17.06. im Schanzenzelt 2×2 Gästelistenplätze. Die Band steht seit Jahrzehnten für zeitlosen Gitarrenpop und hat mit „Lemon tree“ einen der prägendsten Popsongs der Neunziger geschaffen – live gibt es aber weit mehr zu entdecken als nur den großen Hit.<br><br>Schreibt uns einfach bis zum 14.06. eine Mail mit dem Betreff „Fools Garden Hamburg“ an: verlosung(at)blueprint-fanzine.de. Die Gewinner*innen werden rechtzeitig benachrichtigt. Unser Dank geht an Jacky von OHA Music. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://blueprint-fanzine.de/schanzenzelt-praesentation-und-verlosung/">Schanzenzelt / Präsentation und Verlosung</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://blueprint-fanzine.de">.:blueprint fanzine:.</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>MAMMAL HANDS – 30.05.2026, Mojo (Hamburg)</title>
		<link>https://blueprint-fanzine.de/mammal-hands-30-05-2026-mojo-hamburg/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Jens Gerdes]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 05 Jun 2026 21:55:20 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Livereviews]]></category>
		<category><![CDATA[bp_highlight]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://blueprint-fanzine.de/?p=47628</guid>

					<description><![CDATA[<p>Als ich las, dass Rob Turner, ehemaliger Schlagzeuger von GOGO PENGUIN, vor Kurzem bei MAMMAL HANDS gelandet ist, kaufte ich direkt Karten für ihr Konzert in Hamburg. In einer älteren Rezension hatte ich MAMMAL HANDS bereits als den „kleinen Bruder von GOGO PENGUIN“ bezeichnet. Tatsächlich gibt es einige Parallelen zwischen den beiden Trios: Beide stammen [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://blueprint-fanzine.de/mammal-hands-30-05-2026-mojo-hamburg/">MAMMAL HANDS – 30.05.2026, Mojo (Hamburg)</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://blueprint-fanzine.de">.:blueprint fanzine:.</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="has-white-background-color has-background">Als ich las, dass Rob Turner, ehemaliger Schlagzeuger von GOGO PENGUIN, vor Kurzem bei MAMMAL HANDS gelandet ist, kaufte ich direkt Karten für ihr Konzert in Hamburg. In einer <a href="https://blueprint-fanzine.de/mammal-hands-captured-spirits/">älteren Rezension</a> hatte ich MAMMAL HANDS bereits als den „kleinen Bruder von GOGO PENGUIN“ bezeichnet. Tatsächlich gibt es einige Parallelen zwischen den beiden Trios: Beide stammen aus England, wurden 2012 gegründet, bewegen sich stilistisch zwischen Jazz, Elektronik und Indie-Pop und veröffentlichten ihre frühen Werke bei Gondwana Records.<br>Dennoch wirkten GOGO PENGUIN lange wie die größere Band – mitreißender, dynamischer, vielleicht einfach einen Tick besser. Vor gut fünf Jahren verließ Rob Turner aus nicht näher geklärten Gründen die Gruppe. Seitdem betrieb er unter dem Namen RT808 seine eigene Plattform, spielte Solo-Shows oder trommelte in experimentell-elektronischen Projekten wie ELF TRAPS, bevor er schließlich bei MAMMAL HANDS einstieg.<br>Und tatsächlich verloren die Pinguine mit ihm eine entscheidende Säule. Zu prägend waren seine virtuosen, oft elektronisch anmutenden Beats für den charakteristischen Sound des Trios. Die spannende Frage lautete also: Würden MAMMAL HANDS im Gegenzug von seinem Wechsel profitieren?<br>Auf ihrem neuen Album <a href="https://mammalhands.bandcamp.com/album/circadia">„Circadia“</a> – dem ersten mit Turner – waren diese Veränderungen für mich zunächst kaum hörbar. Repetitive Modern-Jazz-Miniaturen, getragen von Saxofon, Klavier und den inzwischen vertrauten elektronisch klingenden Drums. Schön, atmosphärisch und präzise gespielt, aber nicht grundlegend anders als auf den fünf Vorgängeralben. Doch wie würde das Ganze live funktionieren?<br><br>Für MAMMAL HANDS war es längst nicht der erste Auftritt in Hamburg: <a href="https://blueprint-fanzine.de/ueberjazz-festival-2016/">2016 beim Überjazz auf Kampnagel</a>, 2017 in der Christianskirche in Altona, <a href="https://blueprint-fanzine.de/elbjazz-2018-2/">2018 beim Elbjazz</a>, 2023 beim Gondwana-Labelabend im Großen Saal der Elbphilharmonie – und nun als Headliner im Mojo Club.<br>Der Club am Anfang der Reeperbahn war auch ohne Vorband gut gefüllt, wenngleich die obere Galerie geschlossen blieb. Eröffnet wurde der Abend mit dem ruhigen Intro „Being here“, das nahtlos in den Opener „Window to your world“ vom aktuellen Album überging. Und sofort zeigte sich, dass Turners Einfluss auf die neuen Stücke größer ist, als „Circadia“ zunächst vermuten lässt. Mehr Dynamik, mehr Energie, mehr Dringlichkeit.<br>Das galt auch für die folgenden neuen Stücke. Je länger das Konzert dauerte, desto häufiger sah man Menschen entrückt mittanzen oder euphorischen Szenenapplaus spenden. Besonders eindrucksvoll geriet dabei „Becoming“, das live eine ganz eigene Wucht entwickelte. Danach wurde es mit dem gefühlvollen „A thread in the dark“ ruhiger. Klavier und Saxofon standen hier in einem ebenso reduzierten wie intensiven Dialog.<br>Nach rund neunzig Minuten verabschiedete sich die Band zunächst von der Bühne und attestierte dem Hamburger Publikum eine besondere Verbundenheit. Dieses forderte lautstark eine Zugabe – und bekam sie mit „Boreal forest“, einem der bekanntesten Stücke der Band aus dem Jahr 2017.<br><br>In gut einem Monat gibt es beim Elbjazz übrigens die Gelegenheit, GOGO PENGUIN wieder live in Hamburg zu erleben. Mal sehen, wer inzwischen der größere Bruder ist.</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://blueprint-fanzine.de/mammal-hands-30-05-2026-mojo-hamburg/">MAMMAL HANDS – 30.05.2026, Mojo (Hamburg)</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://blueprint-fanzine.de">.:blueprint fanzine:.</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
	</channel>
</rss>
