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		<title>THE CRIBS – 15.04.2026, Kent Club (Hamburg)</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Jens Gerdes]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 16 Apr 2026 20:31:50 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>14 Jahre sind eine lange Zeit. In dieser Zeit wurde Barack Obama in den USA wiedergewählt, Wladimir Putin kehrte als russischer Präsident zurück, die Costa Concordia havarierte vor der Insel Giglio und PSY veröffentlichte „Gangnam Style“. Außerdem erschien TAYLOR SWIFTs Album „Red“, und 2012 markierte den Moment, in dem Smartphones und soziale Medien endgültig den [&#8230;]</p>
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<p class="has-white-background-color has-background">14 Jahre sind eine lange Zeit. In dieser Zeit wurde Barack Obama in den USA wiedergewählt, Wladimir Putin kehrte als russischer Präsident zurück, die Costa Concordia havarierte vor der Insel Giglio und PSY veröffentlichte „Gangnam Style“. Außerdem erschien TAYLOR SWIFTs Album „Red“, und 2012 markierte den Moment, in dem Smartphones und soziale Medien endgültig den Alltag durchdrangen.<br>Ebenfalls 2012 spielten THE CRIBS ihr letztes Konzert im Hamburger Uebel &amp; Gefährlich. Eine verdammt lange Zeit – und Anlass zur Frage, wie sehr das Hamburger Publikum das britische Geschwister-Trio heute noch auf dem Schirm hat, das sich 2002 in West Yorkshire gründete.<br>Ihr Debütalbum erschien 2004, 2007 begegneten sie mir erstmals live – als Support der KAISER CHIEFS im Hamburger Stadtpark. Die Band war mir damals unbekannt, doch am Ende des Abends hatte ich ohne Zweifel die bessere Band im Vorprogramm gesehen. In dieser Phase feierten THE CRIBS ihre größten Erfolge: mit dem Top-30-Hit „Hey scenesters!“, dem von der britischen Presse gefeierten Album <a href="https://blueprint-fanzine.de/the-cribs-mens-needs-womens-needs-whatever/">„Men’s needs, women’s needs, whatever“</a> (Platz 13 der UK-Charts) sowie wachsender Anerkennung in der Indie-Szene – nicht zuletzt durch<br>FRANZ FERDINANDs Alex Kapranos als prominenten Unterstützer.<br>Nach einer Phase voller Brüche, Rechtsstreitigkeiten und Unsicherheit fanden THE CRIBS schließlich wieder zu sich zurück – räumlich wie musikalisch. Mit dem von Patrick Wimberly produzierten Album <a href="https://blueprint-fanzine.de/the-cribs-selling-a-vibe/">„Selling the vibes“</a> (bei blueprint zum Albumtipp gewählt) knüpfen sie an ihre alte Stärke an: eingängige Melodien, reduzierter Druck und der unverändert spürbare Zusammenhalt der Brüder, weitergetragen in gereifter Form.<br><br>Knapp 200 Menschen versammelten sich an diesem Mittwochabend im Kent Club unter dem Stage Theater Neue Flora – ein eher selten genutzter Ort für Konzerte dieser Größenordnung. Ein Umzug ins Molotow hätte vermutlich noch einmal rund 100 zusätzliche Besucher bedeutet, doch die Stimmung war bereits im aktuellen Rahmen gut gefüllt und sichtbar getragen von einem Publikum, das offensichtlich genau auf diese Band gewartet hatte. Viele alte Tour-Shirts waren im Raum zu sehen, die Vorfreude entsprechend hoch.<br>Nach einem halbstündigen Support von BABY SMITH aus Australien, inzwischen in Berlin ansässig, betraten THE CRIBS die Bühne mit „Dark luck“ vom neuen Album. Der Einstieg saß sofort, ohne Umwege. Es folgten mit „I’m a realist“, „Hey scenesters!“ und „I’m alright me“ gleich drei Songs aus den 2000ern, die das Publikum unmittelbar zurück in die Phase versetzten, in der die Band mit ihrem gitarrenlastigen Sound, Britpop-Anklängen, klaren Gesangsharmonien und prägnanten Riffs ihren Durchbruch erlebte.<br>Im weiteren Verlauf entwickelte sich ein breit gefächertes Set, das die verschiedenen Phasen der Bandgeschichte sinnvoll miteinander verband. Dass dabei die Alben „24-7 rock star shit“ und „Night network“ komplett ausgespart blieben, wirkt dabei weniger wie ein Zufall als eine bewusste Setlist-Entscheidung: stilistisch stehen beide Veröffentlichungen etwas abseits des ansonsten sehr geradlinigen, gitarrengetriebenen Katalogs der Band und fügen sich daher nur bedingt in den dramaturgischen Bogen des Abends ein.<br>Mit dem hymnischen „Be safe“ leitete die Band schließlich die Schlussphase des Sets ein, bevor mit „Men’s needs“ und „Mirror kissers“ noch einmal zwei rauere ältere Stücke folgten, die die Intensität zum Ende hin deutlich anhoben. Zum Abschluss scherzte Sänger und Bassist Gary, sie würden „in 14 Jahren wiederkommen“, bevor mit „Pink snow“ das Set schließlich endgültig endete.<br><br>Bitte nicht, Jungs. Ein bisschen früher dürft ihr gern zurückkommen. Oder, in Anlehnung an die Weltlage: bitte vorher noch kurz Wladimir Putin in Russland absetzen und Barack Obama ein drittes Mal ins Amt hieven – idealerweise noch vor 2040.</p>
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		<title>Verlosung: THE TWILIGHT SAD live in Hamburg</title>
		<link>https://blueprint-fanzine.de/verlosung-the-twilight-sad-live-in-hamburg/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Jens Gerdes]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 13 Apr 2026 16:16:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Verlosungen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Manche Bands werden mit der Zeit zugänglicher &#8211; THE TWILIGHT SAD gehen den anderen Weg.Mit ihrem aktuellen Album „It’s the long goodbye“ liefern die Schotten eine intensive, persönliche Platte über Verlust, Abschied und alles, was dazwischen passiert. Direkt, ungefiltert und emotional schwer – aber auch melancholisch schön.Live entfaltet das Ganze nochmal eine andere Wucht: Zwischen [&#8230;]</p>
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<p class="has-white-background-color has-background">Manche Bands werden mit der Zeit zugänglicher &#8211; THE TWILIGHT SAD gehen den anderen Weg.<br>Mit ihrem aktuellen Album „It’s the long goodbye“ liefern die Schotten eine intensive, persönliche Platte über Verlust, Abschied und alles, was dazwischen passiert. Direkt, ungefiltert und emotional schwer – aber auch melancholisch schön.<br>Live entfaltet das Ganze nochmal eine andere Wucht: Zwischen brachialen Gitarrenflächen und fragilen Momenten entsteht ein Sound, der einen festhält.<br><br>Am 22.04.2026 kommen THE TWILIGHT SAD ins Gruenspan nach Hamburg – und wer die Band schon einmal gesehen hat, weiß: Das wird ein eindrucksvoller Konzertabend.<br><br>Hört vorab bei <a href="https://open.spotify.com/intl-de/artist/6e6GkaF6uiSEFuTrlvDJUF?si=-Zh8cYQ5SpuNQRmge5j7eA&amp;nd=1&amp;dlsi=d73358428a474335">Spotify</a> rein. Oder checkt ihr aktuelles Video zu &#8222;Waiting for the phone call&#8220;:</p>



<figure class="wp-block-embed is-type-video is-provider-youtube wp-block-embed-youtube wp-embed-aspect-16-9 wp-has-aspect-ratio"><div class="wp-block-embed__wrapper">
<p class="responsive-video-wrap clr"><iframe title="THE TWILIGHT SAD - WAITING FOR THE PHONE CALL" width="1200" height="675" src="https://www.youtube.com/embed/P9zuO-aYhik?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen></iframe></p>
</div></figure>



<p class="has-white-background-color has-background"><strong>Verlosung</strong>:<br><br>Als lokale Präsentatoren verlosen wir für ihr Konzert im Gruenspan 2×2 Gästelistenplätze für die Show. Schreibt uns einfach bis zum 19.04. eine Mail mit dem Betreff „Twilight Sad Hamburg“ an: verlosung(at)blueprint-fanzine.de. Die Gewinner*innen werden rechtzeitig benachrichtigt. Unser Dank geht an Jacky von OHA Music. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.</p>
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		<title>TORTOISE – 09.04.2026, Kampnagel (Hamburg)</title>
		<link>https://blueprint-fanzine.de/tortoise-09-04-2026-kampnagel-hamburg/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Jens Gerdes]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 12 Apr 2026 18:28:20 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Livereviews]]></category>
		<category><![CDATA[bp_highlight]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Zwei Dinge fielen beim Konzert von TORTOISE auf Kampnagel sofort ins Auge: erstens auffallend viel Hamburger Musikprominenz im Publikum, zweitens ein ungewöhnliches Setting im k6, dem größten Saal der ehemaligen Kranfabrik in Winterhude. Direkt vor der großen Sitztribüne hing ein geschlossener Vorhang. Was hatte es damit auf sich? War der Stehplatzbereich gesperrt, die Bühne nach [&#8230;]</p>
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<p class="has-white-background-color has-background">Zwei Dinge fielen beim Konzert von TORTOISE auf Kampnagel sofort ins Auge: erstens auffallend viel Hamburger Musikprominenz im Publikum, zweitens ein ungewöhnliches Setting im k6, dem größten Saal der ehemaligen Kranfabrik in Winterhude. Direkt vor der großen Sitztribüne hing ein geschlossener Vorhang. Was hatte es damit auf sich? War der Stehplatzbereich gesperrt, die Bühne nach vorne verlegt? Keine ganz unwichtige Frage, wenn man gleich fotografieren soll.<br>„Die Band spielt gleich ebenerdig. Pass am besten auf, dass du den Zuschauern nicht im Weg stehst.“ Leichter gesagt als getan.<br>Der schwarze Vorhang war noch immer geschlossen, als bereits die ersten Töne von „Night gang“, dem letzten Song ihres neuen Albums „Touch“, erklangen. Ob ich das neue Album schon kenne, fragte mich meine Begleitung. Ich verneinte. „Hat so ein bisschen Spaghetti-Western-Vibes.“ Aha. TORTOISE goes ENNIO MORRICONE? Schwer vorstellbar – und doch nicht ganz abwegig, zumindest was den halligen Gitarrensound betrifft.<br>Schon bei „Monica“ vom 2001 erschienenen „Standards“ wurde munter durchgewechselt. Das Bühnen-Setup – zwei Drumsets, Vibraphon, Bass, Gitarre und diverses elektronisches Gerät – lud geradezu dazu ein. Spätestens mit „In Sarah, Mencken, Christ and Beethoven there were women and men“ vom Überalbum „TNT“ entfaltete sich dann auch jene hypnotische Wirkung, die TORTOISE seit jeher auszeichnet – und die sich mühelos auf das konzentriert lauschende Publikum übertrug. „I feel like we should do an experimental theatre here, but maybe we are“, bemerkte Drummer John Herndon trocken.<br>Überhaupt: Der Sound an diesem Abend war herausragend, die Band spielte auf allerhöchstem Niveau. Problemlos hätte man hier eine offizielle Live-Platte mitschneiden können – selbst in den Momenten, in denen Herndon und Jon McEntire gleichzeitig an den beiden Drumsets agierten. Wie es kürzlich ein Swing-Musiker auf DLF Kultur formulierte: „Das Wichtigste ist, dass der Drummer tight ist. Da können auch die Bläser schief sein. Umgekehrt gilt das aber nicht.“<br>Und ja: An diesem Abend war so ziemlich alles tight. Das Konzert fühlte sich streckenweise an, als dürfte man der Band im Proberaum zusehen. Ein warmes, beinahe intimes Gefühl, das durch das ebenerdige Setting noch verstärkt wurde und sich nahtlos auf das Publikum übertrug. Für einen Moment hätte man am liebsten selbst die Bühne betreten, um in diesen meditativen Flow einzutauchen und mitzuspielen.<br>Auch wenn etwa die Hälfte der Setlist aus neuem, mir bis dahin unbekanntem Material bestand und sich der Rest durch eine bald 35-jährige Bandgeschichte zog, wirkte alles wie aus einem Guss. Die Musik von TORTOISE ist zeitlos – und sofort erkennbar. Vielleicht liegt das daran, dass sich die Band früh durch unterschiedlichste Stile gearbeitet und daraus eine eigene Sprache geformt hat: Post-Rock, Kraut, Elektro, Jazz, Experimental, Dub, Minimal Music – vieles davon klingt an, nichts wirkt beliebig.<br>Nach gut einer Stunde endete das reguläre Set, ans Aufhören dachte jedoch niemand. Stattdessen stimmte das Publikum kurzerhand ein Geburtstagsständchen für John McEntire an – just in dem Moment, als der nächste Song bereits angezählt wurde. Die Band klärte anschließend auf: Der zweite John hatte schon am Vortag Geburtstag.<br>Ein schöner, beinahe intimer Abend auf Kampnagel – und das bislang beste Konzert, das ich von TORTOISE gesehen habe.</p>
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		<title>Kurz &#038; schmerzlos (Januar – März 2026)</title>
		<link>https://blueprint-fanzine.de/kurz-schmerzlos-januar-maerz-2026/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Jens Gerdes]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 07 Apr 2026 20:29:35 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Specials]]></category>
		<category><![CDATA[bp_highlight]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Ich sage mir jetzt einfach, dass 2026 ab jetzt bitte besser werden wird. Gab ja schon genug zu jammern, ob politisch oder persönlich. Man (in Worten: ich) wird älter und gebrechlicher, alles das, was &#8222;damals&#8220; ja noch gar kein Problem war oder von dem man nicht einmal wusste, dass es weh tun kann, wird langsam [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="has-white-background-color has-background">Ich sage mir jetzt einfach, dass 2026 ab jetzt bitte besser werden wird. Gab ja schon genug zu jammern, ob politisch oder persönlich. Man (in Worten: ich) wird älter und gebrechlicher, alles das, was &#8222;damals&#8220; ja noch gar kein Problem war oder von dem man nicht einmal wusste, dass es weh tun kann, wird langsam zum Problem und tut weh. Und zweimal hintereinander Bronchitis rockt wirklich auch nicht gerade das Leben. <br>Kleiner Tipp: Lieber auskurieren, als zu denken, dass dich auf der Arbeit niemand ersetzen kann. Das stimmt in den allermeisten Fällen nicht (Selbstständige sind hier leider wohl ausgenommen &#8230;). Aber es gibt ja auch positive Dinge. Ob es die Artemis II / Orion-Mission ist, die Menschen weiter von der Erde wegbringt, als jemals ein Mensch gewesen ist, ob es die kleinen Begegnungen mit Ex-Schülern sind, die fast weinen, wenn sie von früher erzählen und &#8222;Sie der einzige waren, der an mich geglaubt hat!&#8220; Oder auch ein sich verbesserndes Gefühl, was einen selbst angeht, irgendwie mehr Power, mehr Spaß und auch die freien Ostertage endlich mal wieder genießend.<br>In diesem Text stecken viele Worte, die man auch über unsere k&amp;s verlieren könnte. Jammern, weh tun, rockt nicht, aber auch Power, Spaß und genießen. Insofern deckt sich das Leben wieder einmal mit unseren Rezensionen. Auch wenn es nicht gerade kurz und schmerzlos ist. Aber das ist ja auch gut so!<br>Auf ein ab jetzt viel besseres 2026!</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="alignleft size-thumbnail"><img decoding="async" loading="lazy" width="150" height="150" src="https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/2026/04/abls-b-150x150.jpg" alt="" class="wp-image-47445" srcset="https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/2026/04/abls-b-150x150.jpg 150w, https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/2026/04/abls-b.jpg 224w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px" /></figure></div>


<p class="has-white-background-color has-background"><strong>AIRELLE BESSON &amp; LIONEL SUAREZ – Blossom </strong>(Label: Papillon Jaune, VÖ: 20.02.2026)<br>(jg) AIRELLE BESSON und LIONEL SUAREZ reduzieren ihre Musik auf das Wesentliche. „Blossom“ ist ein leises Zwiegespräch zwischen Trompete und Akkordeon, das mehr andeutet als ausspricht. Die Stücke entfalten sich in behutsamen Bewegungen, getragen von Klangfarben, Pausen und einem feinen Gespür für Melodie. Jazz im klassischen Sinne ist das nur noch am Rand; näher liegt diese Musik an europäischer Kammerkunst oder der Zurückhaltung eines ERIK SATIE. Gleichzeitig blitzen immer wieder improvisatorische Momente auf, die das Duo in Bewegung halten. Ein stilles, aber hochkonzentriertes Album mit einer subtilen Intensität.<br><a href="https://airellebesson.bandcamp.com/album/blossom" class="broken_link">https://airellebesson.bandcamp.com/album/blossom</a></p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="alignleft size-thumbnail"><img decoding="async" loading="lazy" width="150" height="150" src="https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/2026/04/aol-rtm-150x150.jpg" alt="" class="wp-image-47443" srcset="https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/2026/04/aol-rtm-150x150.jpg 150w, https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/2026/04/aol-rtm.jpg 225w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px" /></figure></div>


<p class="has-white-background-color has-background"><strong>ANGELS OF LIBRA – Road to mandalay</strong> (Label: Waterfall Records, VÖ: 30.01.2026)<br>(jg) ANGELS OF LIBRA spielen Soul, als wäre er nie verschwunden – warm, analog und mit einem unerschütterlichen Gefühl für Groove. „Road to mandalay“ zelebriert den Sound der 60er und 70er, ohne in bloßer Nostalgie stecken zu bleiben: Bläserarrangements, Rhythmusgruppe und Produktion greifen perfekt ineinander und klingen dabei angenehm staubfrei. Unterstützt von Gastsänger:innen wie SARIFE und NATHAN JOHNSTON entsteht ein abwechslungsreiches, detailverliebtes Album, das eher nach Studio-Feinarbeit als nach Revue-Bühne klingt. Die Songs tänzeln zwischen lässiger Leichtigkeit und tief verwurzeltem Soul, irgendwo in der Nähe von THE DAP-KINGS oder DURAND JONES &amp; THE INDICATIONS &#8211; wobei ihnen mit dem Opener &#8222;Ain&#8217;t no lovin'&#8220; gar ein formidabler Sommerhit gelungen ist. Ein Album wie ein auf Vinyl gebannter sonnendurchfluteter Nachmittag.<br><a href="https://angelsoflibra.bandcamp.com/album/road-to-mandalay">https://angelsoflibra.bandcamp.com</a></p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="alignleft size-thumbnail"><img decoding="async" loading="lazy" width="150" height="150" src="https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/2026/04/bunch-wasser-150x150.jpg" alt="" class="wp-image-47451" srcset="https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/2026/04/bunch-wasser-150x150.jpg 150w, https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/2026/04/bunch-wasser.jpg 452w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px" /></figure></div>


<p class="has-black-color has-white-background-color has-text-color has-background"><strong>BUNCH OF ACE – Tanz im Wasser </strong>(Label: Bunch of Ace, VÖ: 23.01.2026)<br>(so) Ich weiß nicht so recht … sind BUNCH OF ACE mir zu süßlich? Zu poppig? Zu engelsgleich? Die Texte zu einfach? Zu bedeutungslos? Irgendwie alles davon? Ja. „Am Strand von Palma glitzert das Meer / das nicht zu mögen, wäre nicht fair“. Hmtja. Und solche Textzeilen tanzen hier nicht im Wasser, sondern auf poppig-niedlichen Melodien, die schon fast etwas Schlagereskes haben, in jedem Fall aber mein musikalisches Ohr komplett verfehlen. Diese EP ist etwas für Freund:innen von The Voice und ähnlichen Formaten, würde ich einfach mal behaupten wollen. Denen wünsche ich damit viel Spaß.<br><a href="https://bunchoface.bandcamp.com" class="broken_link">https://bunchoface.bandcamp.com</a></p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="alignleft size-thumbnail"><img decoding="async" loading="lazy" width="150" height="150" src="https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/2026/04/che-arthur-describe-150x150.jpg" alt="" class="wp-image-47452" srcset="https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/2026/04/che-arthur-describe-150x150.jpg 150w, https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/2026/04/che-arthur-describe-700x700.jpg 700w, https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/2026/04/che-arthur-describe-1024x1024.jpg 1024w, https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/2026/04/che-arthur-describe-600x600.jpg 600w, https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/2026/04/che-arthur-describe.jpg 1200w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px" /></figure></div>


<p class="has-black-color has-white-background-color has-text-color has-background"><strong>CHE ARTHUR – Describe this present moment </strong>(Label: Past / Future Records, VÖ: 09.01.2026)<br>(so) CHE ARTHUR auf Solopfaden, das aber auch schon zum fünften Mal. Präsentiert wird auf „Describe this present moment“ so etwas wie Post-Hardcore, da bin ich nun wirklich nicht so tief drin, dass ich mir zutraue, eine genaue Einordnung vorzunehmen. Aber es ist ein Album, das mich mal an LIMP BIZKIT, dann wieder an JIMMY EAT WORLD erinnert. Ein Album, das rockt und auch die Balladen nicht zu kurz kommen lässt. Aber eben auch nicht viel mehr als ein weiteres Album, das rockt. Was CHE ARTHUR aber gelingt, ist, dass die Songs recht abwechslungsreich klingen. Dennoch eher etwas für nebenher.<br><a href="https://chearthur.bandcamp.com/album/describe-this-present-moment">https://chearthur.bandcamp.com/album/describe-this-present-moment</a></p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="alignleft size-thumbnail"><img decoding="async" loading="lazy" width="150" height="150" src="https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/2026/04/dz-snapshots-150x150.jpg" alt="" class="wp-image-47439" srcset="https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/2026/04/dz-snapshots-150x150.jpg 150w, https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/2026/04/dz-snapshots.jpg 225w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px" /></figure></div>


<p class="has-white-background-color has-background"><strong>DANIEL ZIMMERMANN – Snapshots</strong> (Label: Label Bleu, VÖ: 23.01.2026)<br>(jg) DANIEL ZIMMERMANN denkt Jazz nicht als Bühne für Solisten, sondern als Spielfeld für feine Verschiebungen – und genau darin liegt der Reiz von „Snapshots“. Der französische Posaunist und Komponist lässt sein Quartett mit eleganten Grooves und einem Augenzwinkern zwischen Neobop, Swing und souligen Einsprengseln mäandern. Die Posaune fungiert dabei weniger als Leitinstrument denn als schillernde Klangfarbe im Ensemble, das immer wieder kleine Haken schlägt und Erwartungen unterläuft. Es sind diese Momente subtiler Ironie und Leichtigkeit, die dem Album seine eigene Handschrift geben – irgendwo zwischen kammermusikalischer Präzision und lässigem Clubgefühl. Anklänge an das BRAD MEHLDAU QUARTETT blitzen auf, ohne sich festzusetzen, während vereinzelte Vocals und Gäste für zusätzliche Abwechslung sorgen. Ein Album wie eine lose Serie musikalischer Momentaufnahmen: flüchtig, verspielt und gerade deshalb bemerkenswert kohärent.<br><a href="https://danielzimmermann.bandcamp.com/album/snapshots" class="broken_link">https://danielzimmermann.bandcamp.com/</a></p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="alignleft size-thumbnail"><img decoding="async" loading="lazy" width="150" height="150" src="https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/2026/04/en-route-boys-150x150.jpg" alt="" class="wp-image-47453" srcset="https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/2026/04/en-route-boys-150x150.jpg 150w, https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/2026/04/en-route-boys.jpg 300w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px" /></figure></div>


<p class="has-black-color has-white-background-color has-text-color has-background"><strong>EN ROUTE,  BOYS – s/t </strong>(Label: Groupe Fovea, VÖ: 20.02.2026)<br>(so) Ich möchte das, was auf „En route, boys“ ertönt, gerne mal als Plätschermusik umschreiben. Denn dieses Album plätschert ganz angenehm nebenher, begleitet dich vielleicht bei der Küchenarbeit oder anderen Dingen, die im Haushalt so anfallen. Vielleicht aber auch, wenn du den Unterricht am Laptop vorbereitest oder es einfach nicht so still sein soll im Haus. Für all das taugt das selbstbetitelte Album der Kanadier:innen. Beim Hören dachte ich öfter: So, aber der nächste Song wird spannend. Entscheidet selbst, ob ich recht hatte.<br><a href="https://www.instagram.com/enrouteboys/" class="broken_link">https://www.instagram.com/enrouteboys/</a></p>


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<figure class="alignleft size-thumbnail"><img decoding="async" loading="lazy" width="150" height="150" src="https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/2026/04/gsq-ed-150x150.jpg" alt="" class="wp-image-47461" srcset="https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/2026/04/gsq-ed-150x150.jpg 150w, https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/2026/04/gsq-ed-700x694.jpg 700w, https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/2026/04/gsq-ed-1024x1015.jpg 1024w, https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/2026/04/gsq-ed-600x600.jpg 600w, https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/2026/04/gsq-ed.jpg 1200w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px" /></figure></div>


<p class="has-white-background-color has-background"><strong>GEORGE DORN QUINTET – Everybody&#8217;s darling </strong>(Label: Eigenregie, VÖ: 29.12.2025)<br>(jg) Das GEORGE DORN QUINTET bleibt auch auf „Everybody&#8217;s darling“ seinem unaufgeregten Ansatz treu – und trifft gerade damit ins Schwarze. Zwischen jangligen Gitarren, Sixties-Reminiszenzen und einem ausgeprägten Gespür für Melodien entfaltet sich ein Indie-/Power-Pop, der lieber entspannt flaniert als nach vorne drängt. Die Songs wirken leichtfüßig, mit einem feinen Gespür für Hooks, ohne je ins Überzuckerte zu kippen. Einflüsse von TEENAGE FANCLUB, THE KINKS oder BIG STAR blitzen immer wieder durch, ergänzt um eine Spur Psychedelic und Beat. Gleichzeitig schimmert in manchen Momenten eine rauere, lakonische Kante durch, die nicht nur an die RAMONES oder IGGY POP erinnert, sondern auch an frühe THE STROKES. Ein Album wie eine liebevoll kuratierte Plattensammlung – nostalgisch, aber keineswegs rückwärtsgewandt.<br><a href="https://georgedornquintet.bandcamp.com/album/everybodys-darling">https://georgedornquintet.bandcamp.com/</a></p>


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<figure class="alignleft size-thumbnail"><img decoding="async" loading="lazy" width="150" height="150" src="https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/2026/04/ht-healing_songs-150x150.jpg" alt="" class="wp-image-47440" srcset="https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/2026/04/ht-healing_songs-150x150.jpg 150w, https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/2026/04/ht-healing_songs.jpg 224w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px" /></figure></div>


<p class="has-white-background-color has-background"><strong>HENRI TEXIER – Healing songs</strong> (Label: Label Bleu, VÖ: 23.01.2026)<br>(jg) HENRI TEXIER bleibt auch im Spätwerk ein Erzähler – einer, der seine Geschichten nicht in großen Gesten ausbreitet, sondern im warmen Puls des Kontrabasses verankert. „Healing songs“ versammelt neu gedachte Kompositionen aus einem langen Musikerleben und führt sie mit einem neuen, aber eingespielten Quintett zurück in eine Form, die zugleich geerdet und offen klingt. Zwischen Post-Bop, bluesigem Groove und einer fast nachdenklichen ECM-Ästhetik entsteht ein Sound, der weniger auf Virtuosität zielt als auf Atmosphäre und Melodie. Texier spielt dabei nicht vor, sondern vor allem mit – lässt Raum, wo andere füllen würden, und findet gerade darin seine Stärke. Das erinnert stellenweise an die späten Arbeiten von DAVE HOLLAND oder JAN GARBAREK, ohne je in bloße Referenz zu kippen. Ein leises, aber eindringliches Album, das seine Kraft aus Reife und Reduktion zieht.<br><a href="https://www.facebook.com/HenriTexierJazz/">https://www.facebook.com/HenriTexierJazz/</a></p>


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<figure class="alignleft size-thumbnail"><img decoding="async" loading="lazy" width="150" height="150" src="https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/2026/04/hidas-asoid-150x150.jpg" alt="" class="wp-image-47441" srcset="https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/2026/04/hidas-asoid-150x150.jpg 150w, https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/2026/04/hidas-asoid.jpg 225w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px" /></figure></div>


<p class="has-white-background-color has-background"><strong>HIDAS – A sense of impending doom</strong> (Label: Tonzonen Records, VÖ: 23.01.2026)<br>(jg) HIDAS setzen auf ihrem Debüt nicht auf Dramatik, sondern auf Druck – und lassen ihre Riffs so lange kreisen, bis sie sich ins Bewusstsein fräsen. „A sense of impending doom“ ist ein zähes, weitgehend instrumentales Doom-Album, das weniger an klassischen Songstrukturen interessiert ist als an Verdichtung und Wiederholung. Dabei schichtet das Münchner Trio Gitarre, Bass und Schlagzeug zu einer klaustrophobischen Wand, die sich nur gelegentlich in sludgeartige Ausbrüche auflöst. Bei HIDAS dominiert eine meditative Schwere, die an die hypnotischen Minimalismen von EARTH oder OM erinnert. Gerade in der Reduktion entfaltet die Musik ihre eigentliche Wucht – langsam, unerbittlich und vereinnahmend. Ich sehe die langen Haare im Betty schon kreisen.<br><a href="https://hidas.bandcamp.com/album/a-sense-of-impending-doom" class="broken_link">https://hidas.bandcamp.com/album/a-sense-of-impending-doom</a></p>


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<figure class="alignleft size-thumbnail"><img decoding="async" loading="lazy" width="150" height="150" src="https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/2026/04/mr-sinfonico-150x150.jpg" alt="" class="wp-image-47444" srcset="https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/2026/04/mr-sinfonico-150x150.jpg 150w, https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/2026/04/mr-sinfonico.jpg 224w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px" /></figure></div>


<p class="has-white-background-color has-background"><strong>MARIANA RAMOS – Sinfonico</strong> (Label: Casa Verde, VÖ: 06.02.2026)<br>(jg) MARIANA RAMOS hebt die Morna aus den Bars der Kapverdischen Inseln hinein in den Konzertsaal – und verleiht ihr dabei eine neue, fast filmische Eindrücklichkeit. „Sinfonico“ kleidet die kapverdischen Traditionen in opulente Orchesterarrangements, die zwischen Musical, Filmmusik und klassischer Gala pendeln. Ihre Stimme bleibt dabei das emotionale Zentrum, getragen von Streichern, Bläsern und dramatischen Zuspitzungen. Das erinnert stellenweise an CESÁRIA ÉVORA in großem symphonischem Rahmen oder an orchestrale Projekte im Fahrwasser des BUENA VISTA SOCIAL CLUB. Nicht jeder Moment entgeht dem Pathos, doch genau darin liegt auch der Reiz dieses Albums. Große Gefühle, große Bühne – und der Versuch, Tradition neu zu inszenieren.<br><a href="https://marianaramos.bandcamp.com/album/sinfonico" class="broken_link">https://marianaramos.bandcamp.com</a></p>


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<figure class="alignleft size-thumbnail"><img decoding="async" loading="lazy" width="150" height="150" src="https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/2026/04/mr-sfa-150x150.jpg" alt="" class="wp-image-47442" srcset="https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/2026/04/mr-sfa-150x150.jpg 150w, https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/2026/04/mr-sfa.jpg 225w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px" /></figure></div>


<p class="has-white-background-color has-background"><strong>MARION RAMPAL – Song for Abbey</strong> (Label: Les Rivieres Souterraines, VÖ: 23.01.2026)<br>(jg) MARION RAMPAL nähert sich dem Erbe von ABBEY LINCOLN nicht ehrfürchtig, sondern suchend – als würde sie die Songs erst im Moment des Singens entdecken. „Song for Abbey“ ist weniger Tribute als Transformation, ein freier, oft kammermusikalischer Vocal Jazz, der Folk- und Blues-Elemente in fragile Arrangements einbettet. Ihre Stimme bleibt dabei warm und nahbar, die Musik leicht, aber nie gefällig; MARION RAMPAL tastet sich durch die Stücke, dekonstruiert, verschiebt, lässt Leerstellen zu. Zwischen intimer Reduktion und subtiler Expressivität entstehen Momente, die eher an JEANNE LEE oder CÉCILE MCLORIN SALVANT erinnern als an klassisches Songbook-Repertoire. Gerade diese Offenheit macht das Album so besonders. Ein leises, aber tiefgehendes Werk über Aneignung und Erinnerung.<br><a href="https://marionrampal.bandcamp.com/album/song-for-abbey">https://marionrampal.bandcamp.com/</a></p>


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<figure class="alignleft size-thumbnail"><img decoding="async" loading="lazy" width="150" height="150" src="https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/2026/04/monolithe-gelee-150x150.jpg" alt="" class="wp-image-47454" srcset="https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/2026/04/monolithe-gelee-150x150.jpg 150w, https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/2026/04/monolithe-gelee.jpg 700w, https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/2026/04/monolithe-gelee-600x600.jpg 600w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px" /></figure></div>


<p class="has-black-color has-white-background-color has-text-color has-background"><strong>MONOLITHE NOIR – La foi gelée </strong>(Label: Humpty Dumpty Records, VÖ: 27.02.2026)<br>(so) Mal fast schon Noise, dann wieder ganz zarte Klänge – insgesamt könnte man dieses vierte Album von MONOLITHE NOIR unter „seltsam“ einordnen. Mainstream und Charts sind extrem weit entfernt von dem, was Antoine Messager Pasqualini hier veranstaltet. Aber für die nächste Vernissage mit moderner Kunst eignet sich das durchaus, obwohl dafür fast ein bisschen viel gesungen bzw. gesprochen wird. Ein Album, das fraglos „Kunst“ ruft und sich dabei fast die Seele aus dem Leibe schreit.<br><a href="https://monolithenoir.bandcamp.com/album/la-foi-gel-e">https://monolithenoir.bandcamp.com/album/la-foi-gel-e</a></p>


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<figure class="alignleft size-thumbnail"><img decoding="async" loading="lazy" width="150" height="150" src="https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/2026/04/pl-wal-150x150.jpg" alt="" class="wp-image-47446" srcset="https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/2026/04/pl-wal-150x150.jpg 150w, https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/2026/04/pl-wal.jpg 225w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px" /></figure></div>


<p class="has-white-background-color has-background"><strong>PAUL LAY – Waves of light</strong> (Label: Dragon Fly, VÖ: 20.03.2026)<br>(jg) Auf Blueprint sind wir mittlerweile ja einiges gewohnt, aber choräle Gesänge tauchen hier insgesamt doch eher selten auf. PAUL LAY verbindet auf „Waves of light“ aber genau das miteinander: pianogetriebenen Jazz mit einer fast cineastischen Weite, offene Strukturen, die sich zwischen Klassik, Contemporary Jazz und kammermusikalischen Einflüssen bewegen. Wenn dann noch der Kammerchor hinzutritt, erweitert das die Stücke in unerwartete, fast sakrale Räume. Sicherlich eines der ungewöhnlichsten Alben im Programm von Blueprint.<br><a href="https://paullay.bandcamp.com/album/waves-of-light" class="broken_link">https://paullay.bandcamp.com</a></p>


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<figure class="alignleft size-thumbnail"><img decoding="async" loading="lazy" width="150" height="150" src="https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/2026/04/sos-mirage-150x150.jpg" alt="" class="wp-image-47447" srcset="https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/2026/04/sos-mirage-150x150.jpg 150w, https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/2026/04/sos-mirage.jpg 224w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px" /></figure></div>


<p class="has-white-background-color has-background"><strong>SOUND OF SMOKE – Mirage</strong> (Label: Tonzonen Records, VÖ: 27.03.2026)<br>(jg) SOUND OF SMOKE graben sich tief in den 70er-Sound ein, ohne dabei im Retro-Sumpf stecken zu bleiben. „Mirage“ kombiniert schweren Blues-Rock, psychedelische Ausuferungen und satte Orgeln zu einem druckvollen, erstaunlich organischen Gesamtbild. Das Besondere liegt im weiblichen Gesang, der dem Genre eine frische, eigenständige Note verleiht und die klassischen Riffstrukturen elegant konterkariert. Zwischen DEEP PURPLE, BLACK SABBATH und einer Prise Stoner-Rock entsteht ein Sound, der vertraut, aber dadurch nicht abgestanden wirkt. Ein Album, das den Staub der Vergangenheit mit hörbarer Freude aufwirbelt.<br><a href="https://soundofsmoke.bandcamp.com/album/mirage">https://soundofsmoke.bandcamp.com</a></p>
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		<title>DIE NERVEN – 28.02.2026, E-Werk (Erlangen)</title>
		<link>https://blueprint-fanzine.de/die-nerven-28-02-2026-e-werk-erlangen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Emil Drexler]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 06 Mar 2026 22:02:55 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Livereviews]]></category>
		<category><![CDATA[bp_highlight]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>DIE NERVEN habe ich in den letzten 15 Monaten dreimal gesehen – viele würden sich da vielleicht nicht mehr riesig auf ein viertes Konzert in so kurzer Zeit freuen. Bei mir stellt sich jedoch überhaupt keine Müdigkeit ein. Das liegt einfach an ihrer souveränen und tighten Live-Wucht.Anlass für ihren erneuten Besuch in der Region war [&#8230;]</p>
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<p class="has-white-background-color has-background">DIE NERVEN habe ich in den letzten 15 Monaten dreimal gesehen – viele würden sich da vielleicht nicht mehr riesig auf ein viertes Konzert in so kurzer Zeit freuen. Bei mir stellt sich jedoch überhaupt keine Müdigkeit ein. Das liegt einfach an ihrer souveränen und tighten Live-Wucht.<br>Anlass für ihren erneuten Besuch in der Region war ihr Ende 2025 veröffentlichtes Live-Album „Live im Elfenbeinturm“. Dieses spielten sie allerdings nicht einfach nach, sondern präsentierten eine Auswahl aus allen sechs Studioalben, darunter auch „Die Bösen“ vom Debüt „Fluidium“.<br>Im Erlanger E-Werk gibt es bekanntlich mehrere Bühnen, und ich hatte eigentlich gedacht, dass DIE NERVEN inzwischen die größte davon bespielen würden. Dem war jedoch nicht so: Die mittlere Clubbühne war mit rund 350 Besucher<em>innen</em> sehr gut gefüllt. Die Leute hatten Bock – durften zuvor aber noch dem Support-Act VERBRENNUNG 3. GRADES lauschen.<br>Die Schweizerin Salomé Käsemodel singt und rappt zu selbstgemachten Beats vom Band. Stilistisch würde ich das Ganze grob unter Electro-Punk einordnen. Gleich im ersten Song „Hildegard von Bingen“ stellt sie selbstbewusst klar: „Ich bin die Neue“ – und vermittelt sofort den Eindruck, dass sie ihr Ding durchzieht, egal wie die Reaktionen vor der Bühne ausfallen. In Erlangen zeigt sich das Publikum jedoch sehr wohlwollend und applaudiert höflich, auch wenn nicht jeder Ton sitzt und nicht jeder Beat knallt. Das macht aber nichts, denn ihre Musik soll schließlich aufrütteln und unterhalten. Nebenbei gibt es noch den Tipp, an welcher Straßenbahnstation man in Zürich besonders gut weinen kann – und einen Gastauftritt von DIE NERVEN-Schlagzeuger Kevin Kuhn.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" loading="lazy" width="769" height="1024" src="https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/2026/03/IMG-20260313-WA0005-769x1024.jpg" alt="" class="wp-image-47384" srcset="https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/2026/03/IMG-20260313-WA0005-769x1024.jpg 769w, https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/2026/03/IMG-20260313-WA0005-526x700.jpg 526w, https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/2026/03/IMG-20260313-WA0005.jpg 900w" sizes="(max-width: 769px) 100vw, 769px" /></figure>



<p class="has-white-background-color has-background">Nach kurzer Pause geht es dann auch schon los mit „Neue Wellen“ – einem eher ruhigen Opener für ein DIE-NERVEN-Konzert. Das ist vielleicht gar nicht schlecht, denn der Sound ist zunächst noch nicht wirklich perfekt. Spätestens beim dritten Lied „Das Glas zerbricht und ich gleich mit“ passt dann jedoch alles: Der Sound ist druckvoll und klar, und das Publikum beginnt nicht nur zu tanzen, sondern singt die Zeile „Warum hab ich Angst, aber Du nicht?“ frenetisch mit. Für mich ist dieser Song ohnehin einer der stärksten im Repertoire der Band – mit seinem groovigen Sog, der einen sofort in den Bann zieht, und diesem großartigen Refrain zum Mitsingen.<br>Danach gibt es eine längere Ansage von Gitarrist Max Rieger, denn es stehen gleich mehrere Jubiläen an. Erstens hat ein Fan sein X-tes Konzert besucht (genau weiß ich es nicht mehr, aber es waren deutlich über 20), zweitens hat ein Tour-Roadie Geburtstag – inklusive Ständchen –, und drittens handelt es sich um das 400. Konzert der Band überhaupt. Dass dieses Jubiläum nicht untergeht, ist Bassist Julian Knoth zu verdanken, der akribisch über alle Auftritte Buch führt. Witzigerweise war der letzte Auftritt der Band in Erlangen an gleicher Stelle ihr 200. Konzert. Ab sofort heißt es also nicht mehr Universitätsstadt Erlangen, sondern Jubiläumsstadt Erlangen.<br>Die Stimmung ist entsprechend gut und die Band bestens aufgelegt. Einzig Kevin Kuhn am Schlagzeug wirkt heute etwas zurückhaltender als sonst – weniger clowneske Einlagen und Ansagen. Vermutlich liegt das daran, dass er nicht ganz fit ist, möglicherweise auch an den Strapazen von zwölf Konzerten in 17 Tagen. Gegen Ende des Sets steigen seine beiden Bandkollegen sogar kurz zu ihm auf das Drum-Podest, um sich abzusprechen. Es geht aber weiter, und gegen Konzertende entschuldigt sich Kuhn beim Publikum für seinen Zustand – was eigentlich gar nicht nötig gewesen wäre, denn das Konzert ist inklusive dreier Zugaben wirklich sehr gut. Außerdem gibt es Aussicht auf Erholung: Der heutige Gig ist der Abschluss der Tour.<br>Das Set mit insgesamt 18 Songs ist dann auch viel zu schnell vorbei. Besonders „Niemals“ und „Barfuß durch die Scherben“ haben mir wieder einmal außerordentlich gut gefallen. Leider fehlt „Achtzehn“ auf der Setlist – für mich ein absolutes Highlight ihres letzten Studioalbums. Ansonsten gehe ich aber wunschlos glücklich nach Hause.<br>Wobei – wenn ich jetzt noch einmal darüber nachdenke: Für ihr nächstes Konzert wünsche ich mir am Merchstand vielleicht noch schönere Shirts. Shirts, die einem Jubiläum würdig sind. 😉</p>
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