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LOONATARAXIS – Up here

Mit einem schönen Barpiano beginnt „Up here“ von LOONATARAXIS. Und danach… nun ja. Wenn das die Zukunft des Crossover/Hardcore sein soll, dann ist diese ungefähr so interessant wie der letzte ARD-Ratgeber „Garten“. Hektische Drums, ebensolche Gesangs-/Scream-Parts und dazu rauf und runter gespielte Gitarrenriffs ohne Besonderheit. Gut, live sicherlich ein Bringer, wenn man verschwitzte Schulter an verschwitzter Schulter abgeht, aber so auf CD… keine Wirkung. Wie alkoholfreies Bier, hier fehlt es einfach an Umdrehungen. Irgendwo zwischen Metal und Hardcore pendelt sich das Album dann irgendwann ein, nicht ohne die dazugehörigen Chorpassagen und hymnenhaften Gesangsstrukturen zu vernachlässigen, die ein BON-JOVI-Schaudern über den Rücken treiben.
Meist starten die Songs wirklich interessant, nur um dann in veralteten Booten in allzu bekannten Gefilden zu fischen. Der einzige Überraschungsmoment, nämlich die fehlende Ballade, wird auch noch zunichte gemacht, indem der letzte Song „Up here“ etwa ab der Hälfte zu eben dieser verkommt. Also, alles richtig gemacht, um in den späten Achtzigern Erfolg zu haben. Heute dürfte so etwas wohl zu kaum mehr gereichen, als im Regal zu verstauben. Bei mir wird’s so sein. Schade, ich glaube, in dieser Band steckt mehr als sie zeigt.

Simon-Dominik Otte

Mensch. Musiker (#Nullmorphem). Schauspieler (#BUSC). Rezensent (#blueprintfanzine). Come on, @effzeh! AFP-Fan. (#Amandapalmer). Lehrer. Und überhaupt. Und so.