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KEEGAN MCINROE – Agnes

Oha, ein moderner TOM WAITS? Das jedenfalls kommt mir als allererstes in den Kopf, sobald „Agnes“ beginnt. Schon „Old road“ lässt dieses Gefühl aufkommen, es klingt nach Staub, nach Highway, nach Whiskey. Und dieses Klangbild schlängelt sich durch das ganze Album. Sehr amerikanisch, sehr folkig, sehr rauchig. Dann auch wieder sehr bluesig, etwa bei „Boom or bust“, bei dem selbstverständlich auch die Mundharmonika nicht fehlen darf, um den Zauber auch wirklich wirken zu lassen. Auch gospelhafte Momente spielen auf „Agnes“ eine Rolle, irgendwie klar, oder?
Ich habe in letzter Zeit sehr selten ein Album gehört, das aus jeder Pore einfach nur „USA“ verströmt, das so amerikanisch klingt, das so sehr jedes Klischee bedient, dabei aber die Qualität absolut oben zu halten versteht. Zwar klingen die Zeilen von „Talkin‘ side unseen blues“ wie die Ansagen beim Square Dance – aber auch das passt einfach perfekt ins Bild. „Agnes“ ist wirklich ein durch und durch amerikanisches Album, aber durch und durch eben auch auf die gute Art. Und das will wirklich was heißen.
Wenn du wissen möchtest, was den amerikanischen Folk, was Americana ausmacht: Hör dieses Album!

Meine Bewertung

Simon-Dominik Otte

Mensch. Musiker (#Nullmorphem). Schauspieler (#BUSC). Rezensent (#blueprintfanzine). Come on, @effzeh! AFP-Fan. (#Amandapalmer). Lehrer. Und überhaupt. Und so.