Vor einigen Wochen hat TURBOSTAAT-Bassist Tobert Knopp auf Instagram den FLUPPE-Song „Sam Rockwell“ geteilt, zu dem er die Backing Vocals beigesteuert hat. Ich habe reingehört und war direkt ziemlich angetan. Nun ist das dritte Album der Band FLUPPE erschienen, und ich war gespannt, ob sie dieses Niveau auch über eine komplette Platte halten können.
Gleich zu Beginn gibt es ein Intro aus Schreibmaschine und Kinderglockenspiel, die sich gegenseitig antreiben und auf einen gemeinsamen Höhepunkt zubewegen – bis alles abrupt endet. Das Intro ist wirklich stark, allerdings hätte man sich im Anschluss einen Song gewünscht, der die aufgebaute Spannung besser aufgreift. Stattdessen folgt nach einer etwas zu langen Pause „Sam Rockwell“. Wie schon erwähnt: ein großartiger Song, der an dieser Stelle des Albums aber nicht ganz rund wirkt.
Das ist allerdings auch schon der größte Kritikpunkt. Die Mischung aus Indiepop und Postpunk, verfeinert mit einer kleinen Prise Shoegaze, gefällt mir insgesamt sehr gut. Außerdem hat die Band ein gutes Gespür für eingängige Songs. Neben „Sam Rockwell“ bleiben vor allem „Cola & Chantré“ und „Dodgers“ sofort im Ohr – was vielleicht auch am Produzenten Tobias Siebert (KLEZ.E, AND THE GOLDEN CHOIR) liegt.
Bis auf den Gesang erinnert mich das Ganze – insbesondere die Gitarrenarbeit – stellenweise auch an LOVE A. Und als Vorband von TURBOSTAAT waren FLUPPE im letzten Jahr ebenfalls unterwegs. Wer also auf diese Bands steht und keine Berührungsängste mit eingängigen Refrains hat, dürfte an „Beest“ definitiv Gefallen finden.
Ich ertappe mich jedenfalls immer häufiger dabei, wie ich einzelne Textzeilen vor mich hinsumme. Insofern habe ich es Tobert Knopp zu verdanken, dass ich auf FLUPPE aufmerksam geworden bin. Und ihr solltet das jetzt auch tun!