Der 1000-Ohren-Test – Live vom Omas Teich

Wir von blueprint waren auf Omas Teich-Festival, wie auch im letzten Jahr, wieder mit unserem Stand am Start, aber diesmal wurde nicht gekocht, sondern im Rausche der WM gekickt – wahlweise am Mini-Tischkicker oder in der Tipp-Kick-Arena. Da gab es zwischen Bands und Fans so manch erbittertes Duell, aber wie durch ein Wunder hat der Mini-Kicker das Festival nur mit ein paar Blessuren überstanden. Und nicht selten zeigten die Zuschauer den Herren von der Bühne, wer zumindest beim Kicken die Schuhe anhat, wie auch die Dame oben links, die die TRASHMONKEYS alleine ganz easy am Tisch abzog.

Aber wir hatten nicht nur Fußball im Kopf, sondern natürlich auch Musik, wie es sich für ein anständiges Musik-Magazin gehört. Beim Omas Teich dachten wir uns allerdings: drehen wir den Spieß doch mal um und lassen die Zuschauer die aktuellen Platten besprechen, die just erschienen oder noch gar nicht veröffentlicht sind. Also: rein mit der CD, Kopfhörer aufgesetzt und los ging´s mit dem 1000-Ohren-Test. Als Dankeschön fürs erfolgreiche Kicken oder CDs besprechen gab´s diverse Goodies von den Labels und vom Molotow, bei denen wir uns hiermit recht herzlich bedanken möchten. Aber nun lest selbst, was ihr so zu sagen habt:

Janna, 19

SCHTIMM – „Time, space and other stories“
Leicht verträumter Indie-Pop-Rock, entspannend, nachdenklich. (5)

TOTAL CHAOS – „17 years of… chaos“
Punkiger Sound, wirkt jedoch oft unmelodisch. Trotzdem nicht schlecht. (6)

TRASHMONKEYS – „The maker“
Optimistisch klingender Rock, Sound erinnert an ARCTIC MONKEYS. (8)

Lars Klimmeck

TRASHMONKEYS – „The maker“
Saugeil… Nettes Album!!! (7)

CARTRIDGE – „Enfant terrible“
Hat was… nicht schlecht. Stimme? Sehr geil!!! (6)

Michael (KATE MOSH), 27

THE BRONX – „II“
Ist das schon Hardcore? Vielleicht ein wenig HOT WATER MUSIC. Die Wechsel gefallen mir. Nach einem Lied sehr unterhaltsam. Bleibt abzuwarten, ob der Rest weiter Vielfalt bietet. (7)

NUCCINI – „Matters of love and death“
Klingt recht eigen. Vielleicht ein wenig EMINEM oder THE STREETS drin. Ein Album, das man sich ganz anhören sollte. (8)

ROGER MIRET AND THE DISASTERS – „My riot“
Nicht ganz mein Fall, klingt aber zumindest nicht ganz typisch nach diesem oder jenem Punkrock. Etwas zu glatt, der Hauptteil kommt zu häufig. (5)

LE MANS – „Rebel action“
Plätschert vor sich hin, nichts, was bei mir hängen bleibt. Discoschlagzeug, Frauengesang. Klingt nach meinem Geschmack etwas zu abgeklärt. Ohne Ecken und Kanten. (4)

Reilo, den sie auch den Reiler nannten

GIARDINI DI MIRO – „North atlantic treaty of love“
Baldrian, mal anders!

Steffi, 26 (KATE MOSH-Fahrerin)

RADIO BIRDMAN – „Zeno beach“
Nette Indie-Mucke. Nicht ganz so alltäglich wie das, was sonst so läuft. Energievoll – keine Altmusiker. Sollte man mehr von hören. Sollte auch mal auf motor fm in Berlin laufen – wär mal was! (5)

THE FINE ARTS SHOWCASE – „Radiola“
Schönes Ding. Etwas unspektakulär, aber schön. Geht ans Herz, auch für ruhige Stunden in der dunklen Jahreszeit. Toll – toll – toll! (9)

TELEMARK – „Viva suicide“
Nicht mein Ding – musikalisch bestimmt ganz gut. Vielleicht bei schlechter Laune nach scheiß Frühdienst. (3)

TWIGGS – s/t
Ein Song im Radio ist bestimmt erträglich – mehr muss nicht unbedingt sein. (2)

Keno,

TRASHMONKEYS – „The maker“
Gefällt mir gut, da ich diese Musikrichtung gerne höre. Schnelle, rockige Rhythmen, gekoppelt mit guten Texten ist die ideale Mischung! (7)

Richard, 20

SHE-MALE-TROUBLE – „Off the hook“
Abwechslungsreiche Melodien, aber der richtige Beat fehlt. Etwas penetrante Stimme, nicht neu/ individuell. (4)

BLOTCH – „Chewed to bits by flying roden“
Schöne stimmige Gitarren, weite Klänge. Gutes Zusammenspiel der Instrumente, fette Rhythmen. Ruhig, aber trotzdem nicht langweilig. Etwas housig. (7)

TELLARO – „Setback on the right track“
Geiler elektrischer Beat im Hintergrund. Einfaches Gitarrenspiel, das ein sehr stimmiges Bild ergibt. Nichts Neues, aber dennoch sehr schöne, einfühlsame Songs. (8)

I´M FROM BARCELONA – „Let me introduce my friends“
Sehr flächig. Viele Instrumente, die sich sehr gut zusammenfügen zu wunderschönen Songs. Passend zur Omaha / Saddle Creek-Ecke, aber trotzdem eigenständig und nicht abgelutscht. Abwechslungsreich. (9)

Andreas,

LAMBCHOP – „Damaged“
Zum Kuscheln sehr geeignet. Leider nicht in der Laune, mir das ganze Album anzuhören. Kommt sehr träge und anstrengend daher, wird aber wohl bei häufigem Hören gut sein. (7)

THE BRONX – „II“
Geht gut nach vorn, ziemlich knüppelig, leider nix Neues. Nicht so spannend. (4)

Ulrike

GIARDINI DI MIRO – „North atlantic treaty of love“
Melancholisch und gut gelaunt zugleich – eine gute Mischung. Mag den Rap nicht. Schöne Hintergrundklänge. (8,5)

LAMBCHOP – „Damaged“
Mix aus SOMETREE und THE BEAUTIFUL SOUTH. Schöne Gitarrendingsbums. Variabel, gut zu hören. Aber irgendwie nichts Prägnantes, außer Opa-Stimme. Bissel langweilig. (6)

DELOREAN – „Into the plateau“
Gleicher Rhythmus erweckt Langeweile, aber ich bin auch kein Tech-Fan. Gute Disco-Musi. Stimme lockert etwas die Langeweile auf. Aber mag ja die Richtung eh nicht. (6)

Julika

PILLOW – „Flowing season“
Erinnert zum Teil an SIGUR RÓS. Schöne Einschlafmusik, teilweise sind mir aber die einzelnen Phasen zu langwierig. (7)

Regina

APRON – „The broken child“-EP
Anstrengend. (6)

TENT – „Do something“ EP
Macht Spaß! (9)

CARTRIDGE – „Enfant terrible“
Voll Rock ´n´ Roll! (9)

Jens,

CARTRIDGE – „Enfant terrible“
Sehr gelungener Gesang, gute Gitarrenriffs. Für mich zu weich, aber für ruhige Gemüter sehr zu empfehlen. Gefällt trotz anderem Musikgeschmack. (7)

???

EMIRSIAN – „A gentle kind of disaster“
Nette Gitarre, zu nett. Zu weit im Vordergrund, Sänger ganz OK.

RED SPAROWES/ MADE OUT OF BABIES / BATTLE OF MICE – „Triad“
Am Anfang leider zum einschlafen. Zwar nicht mein Ding, aber dafür schon gut.

Katrin, 26

EMIRSIAN – „A gentle kind of disaster“
Muss man öfter hören! (4)

DELOREAN – „Into the plateau“
… (2)

BLOTCH – „Chewed to bits by flying roden“
Würde ich nicht kaufen. (3)

SHE-MALE-TROUBLE – „Off the hook“
Das rockt! (8)

Irene

MICHAEL FRANTI & SPEARHEAD – „Yell fire!“
Nett, rockt aber nicht so richtig! Gut für ´n einsamen Sommer am Pool, wenn alle Freunde verreist sind und man sich in eine pseudocoole „ich hab aber Ferien und die müssen toll sein“-Stimmung bringen will!

DISCO DRIVE – „Very“-EP
Ok, besser als MICHAEL FRANTI. Wie wär´s mit ´ner besseren Anlage, so dass man die zu beurteilenden Bands besser versteht, während andere Bands gleichzeitig live spielen?

http://www.omas-teich.de/