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PIA UNITED – Peng!

Wenn man PIA UNITED eines nicht vorwerfen kann, dann dass sie sich in den vergangenen Monaten auf die faule Haut gelegt hätten. Immerhin ist „Peng!“ ihre zweite Albumveröffentlichung innerhalb von nur zwölf Monaten. Was direkt auffällt: Während der Vorgänger „Tach!“ vorwiegend aus Coversongs bestand, sind auf dem neuen Werk überwiegend Eigenkompositionen vertreten. Der Opener „Sirenendeutschland“ ist dann auch direkt ein guter Einstand: Der Song versprüht sowohl textlich als auch musikalisch einen schönen 80er Jahre Deutschpunk-Vibe und weiß durchaus zu überzeugen. Leider schafft es die Platte im weiteren Verlauf jedoch nicht, dieses Level zu halten. Zwar zeigen auch andere Stücke wie „Heute mal radikal“ oder „Risse in der Wand“ durchaus gute Ansätze, sind für meinen persönlichen Geschmack jedoch zu zahnlos. Für eine Überraschung sorgt hingegen „Container love“, bei dem es sich um ein PHILLIP BOA-Cover handelt und welches als einziges englischsprachiges Stück des Albums ein wenig aus dem Rahmen fällt. Insgesamt holen mich PIA UNITED mit „Peng!“ schon mal ein Stückchen mehr ab als mit ihrem vorherigen Album, es bleibt aber weiterhin Luft nach oben.

Meine Bewertung

Bernd Cramer

Konzert-Junkie & Vinyl-Liebhaber. Schreibt über Musik, ohne zu Architektur zu tanzen.