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ELECTRO DELUXE – Next

Okay, Jens probiert es immer wieder. Mit Soul und Funk und mir. Damit jetzt vielleicht ein für allemal klar ist, dass ich damit in 99,9% der Fälle (die 0,1% sind Alben von PRINCE) nichts anfangen kann, tue ich ihm jetzt den Gefallen und bespreche ELECTRO DELUXE. Auf „Next“ werden angeblich die Grenzen zwischen Jazz und Funk neu definiert. Nun gut, diese Grenzen sind mir in etwa so gut bekannt, wie die zwischen Tadschikistan und Kirgistan, aber bitte, dann nehme ich das mal so hin.
Für mich klingt das Ganze wie einer der Titel des Albums: Wie „1979“. „Grooving til the morning light, like it’s 1979.“ Der mal slappende, mal schleppende Bass macht mich spätestens ab dem zweiten Stück wahnsinnig. Es tut mir ja leid, aber diese Musik ist mir einfach zu fröhlich und gut gelaunt, klingt zu sehr nach Rollerdisco samstags um 17 Uhr oder Ü50-Party um 2 Uhr morgens. Anstrengend eben. Die Bläserfraktion tut dann ihr Übriges, um mich sehnsüchtig auf die Skip-Taste schauen zu lassen. Ich bin mir sicher, dass ELECTRO DELUXE und „Next“ wirklich gut gemachter Soul/Funk ist und mit ebensolcher Sicherheit auch seine Fans finden wird. Mich aber lassen sie einzig mit der Hoffnung zurück, dass meine eigenen Playlists noch funktionieren und mein Musikgeschmack keinen bleibenden Schaden genommen hat. Ich lasse das daher unbewertet, wenn’s okay ist.

Simon-Dominik Otte

Mensch. Musiker (#Nullmorphem). Schauspieler (#BUSC). Rezensent (#blueprintfanzine). Come on, @effzeh! AFP-Fan. (#Amandapalmer). Lehrer. Und überhaupt. Und so.