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DEATH ENGINE – Mud

Die vier Männer von DEATH ENGINE stellen sich mit dem kompromisslos harten „Mud“ in eine Reihe mit jüngeren französischen Acts wie COWARDS und zelebrieren ihren Sound unbarmherzig. Das machen sie, ohne auch nur ansatzweise nach Metal zu klingen. Noisecore ist hier zwar das Schubladenwort und ja, Noise in Form von Rückkopplungen und allerlei sonstigem Elektronik-Gefiepe ist definitiv da, doch bei alledem kommt, zumindest für meinen Geschmack, die Melodie nie zu kurz. Der Einstieg wirkt dabei noch atmosphärisch, verzerrt und erhaben, bevor es in „Organs“ mit donnernden Gitarren nach vorne drückt. Es sind die Details, die den Reiz ausmachen und sich dem Hörer erst nach mehrmaligem Hören erschließen. So zum Beispiel die letzten dreißig Sekunden von „Cure“, das kurze akustische Zwischenstück „Zero“ oder die letzten zwei Minuten der Platte, die sich erst nach vier Minuten Leerlauf ohne Titel an das letzte Stück anschließen. Ein Ausblick auf zukünftige Taten? Ohnehin wird das Intensitätslevel immer wieder auf die Spitze getrieben, um den Song mittendrin auch einfach mal abrupt enden zu lassen. Obwohl das Centerpiece mit dem fast neunminütigen „Negative“ am Ende platziert ist, befindet sich mein heimlicher Favorit und das mit geilem Bass-Sound versehene „Still“ optimal im Anschluss an das akustische Zwischenstück und wirkt dadurch noch eindringlicher. Klasse. Eine tolle Platte und eine Band, die man ganz sicher live erleben sollte!