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TIDE – Regeneration

Uh, gruselig. DEPECHE MODE treffen ECO und THE CALL, um zusammen DURAN DURAN zu besuchen und im Vollsuff so etwas wie ein Album zu produzieren, das dann in WALL OF VOODOOs „Mexican radio“ läuft. Wobei das noch viel zu gut wäre für das, was uns TIDE auf ihrem dritten Longplayer anbieten. „Nothing to lose“ hieß schon der letzte Tonträger. Nein, wirklich, wenn man wagt, so etwas dem geneigten Ohr anzubieten, hat man nichts mehr zu verlieren… und eine „Regeneration“ wünscht sich hier wirklich keiner, dessen Gehörgänge noch funktionieren.
Und diese Band soll es seit 1998 geben? Dann bin ich von Slowenien aber enttäuscht. Billigbeats, ebensolche Gitarren, Möchtegernenglisch und eine gewollt gepresste Stimme, die so sehr an die schlimmen Wave-Auswüchse der 80er erinnert, dass einem nur schlecht werden kann. Wobei sich der Sänger wohl eher mit Bono vergleichen würde, ich würde Richtung UDO LINDENBERG tendieren.
Und seit wann blendet man eigentlich Songs wieder so endlos lange aus? Das ist zwölf mal „The great commandment“ in ganz schlecht.
Ein Chorgesang, wie er von BON JOVI nicht schöner sein könnte, Keyboardmelodien, die bei jedem Midigerät gleich mitgeliefert werden, natürlich darf auch die Talkbox nicht fehlen… und so etwas darf vor IRON MAIDEN spielen?
Selbst die Namen der Songs sprechen für sich und könnten mit einem Handgriff aus den 80ern entfernt sein: „Love train“, „So lonely“, „Don’t lose your mind“, „To be your lover“. Den Slowenen kann man nur wünschen: Pop will eat itself… oder lass das Wasser, in dem die Herren auf dem Cover stehen, sie bitte holen.
Wie auch immer. Zum Glück ist jede CD auch einmal vorbei und ich hatte last.fm nicht angeschaltet… ich verbleibe mit einem Zitat aus einem TIDE-Song: „Don’t wake me up, let me sleep.“ Bitte.

Simon-Dominik Otte

Mensch. Musiker (#Nullmorphem). Schauspieler (#BUSC). Rezensent (#blueprintfanzine). Come on, @effzeh! AFP-Fan. (#Amandapalmer). Lehrer. Und überhaupt. Und so.