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SPARTA – With or without you, with or without you aha

Jens zu MEWITHOUTYOU:
Man weiß es zwar, aber trotzdem fällt man immer wieder drauf rein, wenn man in der Fabrik feststellt, dass die erste Band hier tatsächlich mit dem offiziellen Konzertbeginn anfängt. Meist ist das auch gar nicht schlimm, aber was den Support von SPARTA anging, hätte es sich durchaus gelohnt, pünktlich da zu sein. MEWITHOUTYOU klingen namenstechnisch ja wie die Emo-Band schlechthin, tatsächlich mischten sie jedoch…Ja, was eigentlich? Indie war auf jeden Fall eine der Zutaten, NORTH OF AMERICA dürfte der Band aus Pennsylvania sicherlich auch nicht ganz unbekannt sein, und TRAIL OF DEAD könnte man hier auch als Referenz nennen, zumindest die älteren Sachen gerade was den Ideenreichtum der fünf Vagabunden angeht. Der Sänger wechselte zirka fünf Instrumente in zwei Minuten, von Schellenkranz, über Akustikklampfe bis Akkordeon war eigentlich alles dabei. Meine Recherchen ergaben, dass MEWITHOUTYOU bei Tooth And Nail zu Hause sind, mit FRODUS teilen sie sich jedoch nicht nur das Label. Schön zu sehen, dass die musikalische Qualität auch seitens des Publikums ordentlich honoriert wurde. Die geforderte Zugabe scheiterte letztlich wohl nur am strikten Zeitplan der Fabrik.

Steffen zu SPARTA:
Dem ich zu verdanken hatte, nur noch das letzte Viertel von SPARTA mitzubekommen. Was mir aber auch reichte. Doch bevor ich jetzt in die übliche AT THE DRIVE IN-Nostalgie verfalle, war es erstmal wieder schön, den Altersdurchschnitt nach unten statt nach oben zu drücken (Inhaber der Quaterlife-Crises bzw. Mid-Twentys-Depression). Bei den MAD CADDIES am Vortag musst ich nämlich noch mit ansehen, wie pubertierende Menschen in Hurricane-Shirts auf die Bühne klettern, in die Hände klatschen, poserhaft das Publikum herwinken, um sich dann vorsichtig draufzulegen, yeah!
Okay, nun aber zu U2, äh SPARTA. Alles, was diese Band ausmacht, ist der AT THE DRIVE IN-Flair. Mit Jim Ward (Sänger/Gitarre) und Tony Hajjar (Schlagzeug) sind nur noch zwei ehemalige Mitglieder der Ausnahmeband dabei, nachdem Paul Hinojos die Fronten gewechselt hat, um zu den beiden kreativen Köpfen der Band zurückzukehren, die sich als THE MARS VOLTA in einem musikalischen LSD-Trip verirrt haben. Das, was SPARTA da gespielt haben, war allenfalls gute Nachtsautobahnfahrmusik, langweiliger Rock/Pop, nicht zuletzt verschuldet durch Jim Ward, der bis auf seine ja ganz coole Schreistimme original den Bono gemacht hat (Beleg auf Myspace: „Erase it again“, erschreckend!). Ich hab ja probiert, mich drauf einzulassen, aber da sprang kein Funken über. Im Gegensatz zu den beiden Altrockern, die in der Galerie Luftschlagzeug gespielt haben. Das von Jens und mir erwartete Schlagzeugsolo blieb leider aus. Hätte aber prima gepasst.
„Cut your ribbon“ als Zugabe war dann allerdings doch noch den Besuch Wert. Das ’n Kracher.