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OCEAN COLOUR SCENE – Painting

OCEAN COLOUR SCENE bleiben sich und ihren Fans auch auf ihrem mittlerweile zehnten Studioalbum treu und spielen ihre gewohnte musikalische Mischung mit allerlei Einflüssen aus 40 Jahren britischer Musikgeschichte. Seit ihrem bahnbrechenden Debüt „Moseley shoals“ sind nunmehr über 16 Jahre vergangen, und wirklich verändert hat sich seitdem nichts. Die Frage ist, wer diesen Sound heutzutage noch braucht. In den 90er Jahren spielten OCEAN COLOUR SCENE in einer Liga mit OASIS, SUEDE und BLUR, trafen den Nerv der Zeit, der ganz auf Britpop eingestellt war. Mittlerweile wirkt die Musik der drei Herren aus Birmingham eher behäbig, unaufgeregt und angegraut als zeitgemäß und frisch. Musik für die nächste Aftershowparty der Hanseboot in der Fabrik. Live und viel zu leise. Dabei König Pilsener vom Faß aus diesen durchsichtigen Plastikbechern trinken und schön den letzten Geschäftsabschluss feiern. Ja, das geht runter wie Öl. Mir persönlich ist „Painting“ deutlich zu glatt geraten. OCEAN COLOUR SCENE machen absichtlich Konsensmusik für CDU-Wähler. Von der Akustikballade bis zum richtig „rockigen“ Stück mit dem Cowboystiefel auf der Monitorbox ist auf ihrem neuesten Album alles vertreten, was Max Mustermann glücklich macht. Da hilft es auch nicht, sich in seinen Texten mit „kritischen“ Themen wie dem Amoklauf des norwegischen Massenmörders Anders Breivik auseinanderzusetzen oder einen Antikriegssong einzustreuen. Die Musik bleibt trotzdem belanglos. Gähn.