Während das apokalyptische Kriegsszenario im Intro noch versucht, den Hörer auf die Crustpunk-Fährte zu locken, stellt der darauf folgende Opener unmissverständlich klar, um was es auf dieser EP der jungen Band aus Südhessen geht: Um Emocore! Bei dem Bandnamen war dies allerdings auch nicht anders zu erwarten… Hervorstechende Ähnlichkeiten mit anderen Bands dieses Genres kommen mir auch nach dem dritten Hördurchgang nicht so wirklich in den Sinn, was schon mal für die Eigenständigkeit von AT THE FAREWELL PARTY spricht. Klar, ganz neu ist das alles hier nicht, hat aber definitiv seine eigene Note. Die Gitarren klingen insgesamt recht düster, treiben die Songs unheimlich nach vorne und bilden einen schönen Gegensatz zu dem melodischen Gesang, bzw. der recht hellen Stimme des Sängers. Ohne Zweifel, die Band kann was! Und wenn ihr euch nun fragt, was der Hirsch auf dem Cover zu suchen hat: Der röhrt bei dem einen oder anderen Song auch mal ganz dezent ins Mikrophon. Schönes Ding.
AT THE FAREWELL PARTY – The mechanism of bad taste
- Beitrags-Autor:Bernd Cramer
- Beitrag veröffentlicht:20. November 2007
- Beitrags-Kategorie:Tonträger
Bernd Cramer
Konzert-Junkie & Vinyl-Liebhaber.
Schreibt über Musik, ohne zu Architektur zu tanzen.