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DAN GANOVE – Schlafzimmerblick

 
„[…] hört sich das Ganze nach fröhlichem, solidem Party-Punk an“, sagt die Presseinfo. Und damit hat sie absolut ins Schwarze getroffen. DAN GANOVE wütet und stürmt, liebt und tobt sich durch dieses Album, teilweise fast schon brutal, teilweise fast schon weich. Man merkt den Songs durchaus an, dass sie auch auf der Akustikgitarre funktionieren können und dass DAN GANOVE durchaus auch dem Liedermacher-Genre zugewandt ist. Mal erinnert „Schlafzimmerblick“ an MONTREAL und natürlich die Band aus Berlin, dann wieder mehr an THE OFFSPRING mit ihrem Skatepunk, um schließlich mit „Hildmann“ (ja, da geht’s tatsächlich um unseren geliebten veganen Aluhutträger) fast schon schmusig zu werden. Dass dieser Song zu einer teils heftigen „Diskussion“ geführt hat, ist bei Textzeilen wie „Sei kritisch, aber bilde dich politisch“ jetzt nicht die größte Überraschung.
„Schlafzimmerblick“ ist ein Album geworden, das sich durchaus im Fun- und Skatepunkgebiet einzurichten weiß, mit teils lustigen, teils politischen, teils persönlichen Texten. Natürlich denkt man an viele Gleichgesinnte, dennoch gelingt es DAN GANOVE, sich als eigenständig zu erweisen. Hoffentlich gibt es bald wieder die Möglichkeit für „ich will Pogo, Schweiß und Bier, ich will durchdrehen mit dir!“ Zu wünschen wäre es nicht nur DAN GANOVE.
 
 

Simon-Dominik Otte

Mensch. Musiker (#Nullmorphem). Schauspieler (#BUSC). Rezensent (#blueprintfanzine). Come on, @effzeh! AFP-Fan. (#Amandapalmer). Lehrer. Und überhaupt. Und so.