BLACK OAK – 14.04.2016, Hamburg (Mojo Jazz Café)

Es gibt Musiker, die einen enormen Output haben. Und es gibt Musiker, bei denen sich dieser Output lohnt. Geert van der Velde ist einer von denen, und nach THE BLACK ATLANTIC hat er sich mit Thijs Kuijken von I AM OAK einen Gleichgesinnten gesucht, mit dem er nun als Duo oder wahlweise auch mit Backing Band, wie heute Abend im Mojo Jazz Café und auf dem in Kürze erscheinenden Debütalbum, seine neuesten Songs unter dem Namen BLACK OAK veröffentlicht. Dass derselbe Geert früher in diversen Hardcore-Bands geschrien hat, kann man sich heute kaum noch vorstellen. Stattdessen setzen BLACK OAK genau dort an, wo die beiden Zweitband ihrer Sänger agieren: gefühlvolle Singer/Songwriter-Stellen, kombiniert mit indiefolkigen Klängen, wobei man vor allem live feststellt, wie toll sich die Stimmen der beiden Sänger ergänzen. Auf der einen Seite die dunkle, ruhige Stimme von Thijs, die nicht selten an Eirik Glambek Bøe von den KINGS OF CONVENIENCE erinnert. Im Gegensatz dazu steht Geerts hohe, markante Stimme klar im Vordergrund, doch gerade die Kombination aus beidem führt zu einem großen Ganzen mit einer eigenen Note. Dass der um Bass und Schlagzeug/Percussions ergänzte Bandsound dabei nur eine untergeordnete Rolle einnimmt, spiegelte sich daran wieder, dass ich mich während des Konzertes fragte, ob die Songs auf Platte eigentlich mit oder ohne Backing Band eingespielt wurden. Ich wusste es nicht mehr.
Supporten durfte heute übrigens TORBEN STOCK, ein Hamburger Singer/Songwriter, von dem ich überraschenderweise noch nie gehört hatte, der mit seiner schönen an WILLIAM FITZSIMMONS erinnernden Stimme aber für eine passende Eröffnung des Abends sorgte.

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