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	<title>album_tipp Archive - .:blueprint fanzine:.</title>
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		<title>SHAKING HAND &#8211; s/t</title>
		<link>https://blueprint-fanzine.de/shaking-hand-s-t/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Jens Gerdes]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 07 May 2026 21:30:08 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Tonträger]]></category>
		<category><![CDATA[album_tipp]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Dass wir bei Blueprint die weltweit führenden Musik- und Audio-Streaming-Dienste loben, kommt eher selten vor. Zu miserabel ist die Vergütung vieler Künstler:innen, zu fragwürdig der Umgang mit KI-generierter Musik und zu umstritten ihre Investition in dubiose Konzerne. Und auch die Algorithmen, die uns tagtäglich neue Lieblingsbands vorsetzen sollen, wirken meist wie ein kommerziell gesteuertes Nadelöhr [&#8230;]</p>
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<p class="has-white-background-color has-background">Dass wir bei Blueprint die weltweit führenden Musik- und Audio-Streaming-Dienste loben, kommt eher selten vor. Zu miserabel ist die Vergütung vieler Künstler:innen, zu fragwürdig der Umgang mit KI-generierter Musik und zu umstritten ihre Investition in dubiose Konzerne. Und auch die Algorithmen, die uns tagtäglich neue Lieblingsbands vorsetzen sollen, wirken meist wie ein kommerziell gesteuertes Nadelöhr als wie ein Werkzeug musikalischer Entdeckungen. Da loben wir uns doch ein sorgfältig kuratiertes Radioprogramm von Menschen mit Musikgeschmack.<br>Doch in diesem einen Fall muss ich eingestehen: Der Algorithmus hat tatsächlich mal funktioniert. Mir wurde eine Band vorgeschlagen, die exakt meinen Nerv trifft, von der ich bis dahin aber noch nie gehört hatte — und die mir womöglich komplett durchs Raster gefallen wäre.<br>Die Rede ist von SHAKING HAND, einem Trio aus Manchester, das sich irgendwo zwischen Post-Rock, Midwest-Emo, 90s Indierock und einer Prise Math Rock bewegt. Musik machen sie bereits seit Teenagerzeiten — was vermutlich auch damit zusammenhängt, dass mit George Hunter (Gesang/Gitarre) und Freddie Hunter (Drums) gleich zwei Brüder Teil der Band sind. Komplettiert wird das Line-up von Ellis Hodgkiss am Bass. Anfang des Jahres erschien ihr unbetiteltes Debütalbum beim Independent-Label Melodic Records.<br>Doch was macht SHAKING HAND nun so besonders? Referenzen wie SONIC YOUTH, SLINT, PAVEMENT, BIG THIEF oder YO LA TENGO werden gerne genannt. Mir persönlich kommen zudem ältere Sachen von KARATE, DELBO oder MOTORPSYCHO in den Sinn.<br>Vor allem aber lebt diese Band von Gegensätzen, die hier erstaunlich organisch zusammenfinden. Da sind einerseits die offensichtlichen Wurzeln in Papas gut sortierter Plattenkiste — und gleichzeitig klingt das alles bemerkenswert frisch und gegenwärtig. Die Songs sind spannend und dynamisch, strahlen dabei aber eine fast stoische Ruhe und Abgeklärtheit aus. Besonders beeindruckend sind die Sounds: leise Töne, die sich langsam ausdehnen und eine gar hypnotische Wirkung entfalten, Saiten, die nur vorsichtig angespielt werden, und eruptive Passagen, die einen förmlich überrollen. Dazu kommen abrupte Tempowechsel und Polyrhythmen, die nie verkopft wirken, sondern stets nachvollziehbar bleiben. Und trotzdem klingt alles warm, organisch und so fein aufeinander abgestimmt, dass es schlicht eine Freude ist. Dass dieser Eindruck nicht bloß auf Platte funktioniert, zeigte schließlich auch ein <a href="https://www.youtube.com/watch?v=CVmoQkwdoDk">Auftritt im Low Four Studio</a>, der die Qualitäten der Band live noch einmal eindrucksvoll bestätigte.<br>Und so lande ich am Ende doch wieder bei diesem Algorithmus, den ich eigentlich lieber ignorieren würde: Zwischen all der austauschbaren Hintergrundmusik und den kalkulierten Empfehlungen taucht manchmal eben doch etwas auf, das sich nicht berechnen lässt — eine Band wie SHAKING HAND, die einen sofort packt und nicht mehr loslässt. Genau dafür hört man am Ende schließlich Musik.</p>



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<p class="responsive-video-wrap clr"><iframe title="Shaking Hand - Mantras (Official Video)" width="1200" height="675" src="https://www.youtube.com/embed/YOzl1c0pqNU?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen></iframe></p>
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		<title>HI MUM &#8211; Ghostwood</title>
		<link>https://blueprint-fanzine.de/hi-mum-ghostwood/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Emil Drexler]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 22 Mar 2026 10:43:01 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Tonträger]]></category>
		<category><![CDATA[album_tipp]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Videos, die auf Volksfesten spielen, haben bei mir immer einen kleinen Bonus. Auch wenn ich schon lange kein regelmäßiger Kirmesgänger mehr bin, habe ich es als Kind geliebt, in diese Welt einzutauchen. Der Duft, die Geschwindigkeit und Höhe der Fahrgeschäfte, die bunten Lichter in der Nacht – all das hatte früher eine große Wirkung auf [&#8230;]</p>
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<p class="has-white-background-color has-background">Videos, die auf Volksfesten spielen, haben bei mir immer einen kleinen Bonus. Auch wenn ich schon lange kein regelmäßiger Kirmesgänger mehr bin, habe ich es als Kind geliebt, in diese Welt einzutauchen. Der Duft, die Geschwindigkeit und Höhe der Fahrgeschäfte, die bunten Lichter in der Nacht – all das hatte früher eine große Wirkung auf mich. „Impossible“ von den SHOUT OUT LOUDS ist so ein Video, das bis heute nostalgische Gefühle in mir auslöst. Es gibt noch viele solcher Musikvideos, wie zum Beispiel &#8222;Tunnel of Love&#8220; von BRUCE SPRINGSTEEN oder auch das kitschige &#8222;Fairground&#8220; von SIMPLY RED.<br>Und nun reihen sich auch HI MUM in diese Kategorie ein. Ihr Song <a href="https://www.youtube.com/watch?v=6U4fGc43Wxw">„Caller ID“ </a>zeigt die Nürnberger Band auf der Fürther Kärwa – also quasi im „verfeindeten“ Nachbarort (zumindest, wenn man es aus Fußballperspektive betrachtet).<br>Doch kommen wir zum Musikalischen: HI MUM spielen einen wunderbar nostalgischen Mix aus Alternative Rock, Grunge, Shoegaze und Indie. Der Gesang variiert dabei zwischen glasklar – wie im poppigen „Salem“ (was für ein Hit!) – und angenehm verzerrt, wie bei „Caller ID“. Kaum zu glauben, dass es sich hierbei um ein Debütalbum handelt, denn alles wirkt durchweg souverän arrangiert. Das liegt vermutlich auch daran, dass ein Großteil der Band bereits bei MAFFAI zusammen Musik gemacht hat und entsprechend viel Erfahrung mitbringt.<br>Ob HI MUM nun erfolgreicher werden als MAFFAI, bleibt abzuwarten – zu wünschen wäre es ihnen auf jeden Fall. Dass Musik mit Grunge- und Alternative-Anleihen wieder hervorragend funktioniert, haben Bands wie TURNOVER, SUPERHEAVEN und BALANCE AND COMPOSURE in den letzten Jahren eindrucksvoll bewiesen. Und wem diese Namen nichts sagen, kann sich den Sound irgendwo an der Schnittstelle von WEEZER und den DEFTONES vorstellen.<br>Von mir gibt es dafür auf jeden Fall einen dicken Daumen nach oben – mein aktueller Blueprint-Albumtipp!</p>



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<p class="responsive-video-wrap clr"><iframe loading="lazy" title="Hi Mum - Salem (official video)" width="1200" height="675" src="https://www.youtube.com/embed/-zV7MI7c96c?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen></iframe></p>
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		<title>THE CRIBS &#8211; Selling a vibe</title>
		<link>https://blueprint-fanzine.de/the-cribs-selling-a-vibe/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Jens Gerdes]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 07 Jan 2026 18:39:02 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Tonträger]]></category>
		<category><![CDATA[album_tipp]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Es gibt Bands, die ein Leben lang vergeblich daran herumdoktern, eingängige Popsongs zu schreiben. Andere zielen auf die Charts und greifen dabei auf allzu belanglose Melodien zurück. Oder – ein Trend der letzten Jahre – sie recyceln bereits erfolgreiche Songs, unterlegen sie mit neuen Beats und verkaufen das Ergebnis als eigenes Werk. Alles wenig erstrebenswert.Und [&#8230;]</p>
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<p class="has-white-background-color has-background">Es gibt Bands, die ein Leben lang vergeblich daran herumdoktern, eingängige Popsongs zu schreiben. Andere zielen auf die Charts und greifen dabei auf allzu belanglose Melodien zurück. Oder – ein Trend der letzten Jahre – sie recyceln bereits erfolgreiche Songs, unterlegen sie mit neuen Beats und verkaufen das Ergebnis als eigenes Werk. Alles wenig erstrebenswert.<br>Und dann gibt es Bands wie THE BEATLES oder THE CRIBS, die scheinbar ein Naturrecht auf gute Melodien besitzen und mühelos Ohrwürmer aus dem Ärmel schütteln. Der Vergleich mit den BEATLES soll hier allerdings auch schon enden: Stilistisch könnten die drei Brüder aus Wakefield kaum weiter von der Band aus Liverpool entfernt sein. Auch wenn sie mit ihrer neuen Platte „Selling a vibe“ betonen, nicht mehr verkrampft in Richtung Indie oder Punk schielen zu wollen. Keine Sorge, Jungs – ich sortiere euch dort trotzdem ein.<br>Gepackt hatten mich die Jarman-Brüder bereits 2007, als sie im Hamburger Stadtpark für die großen KAISER CHIEFS eröffneten. Und ihnen mühelos den Schneid abkauften. Die bessere Band an diesem Abend waren eindeutig die mir bis dahin völlig unbekannten THE CRIBS. Zumindest für mich. Die Jungs waren Mitte zwanzig, der Auftritt hatte etwas angenehm Schluffiges, fast Slackermäßiges. Doch der mehrstimmige Gesang saß, die Melodien ebenso. Bei heutigen Sichtungen alter Live-Mitschnitte fällt zwar auf, dass man es mit der Intonation nicht immer ganz genau nahm – aber das Songmaterial war schlicht zu gut, um sich daran zu stören. Die ersten drei Alben zählen bis heute zu meinen Lieblingsplatten.<br>In den Jahren danach erschien regelmäßig neues Material, auch wenn die späteren Alben ein wenig an mir vorbeigingen. Zuletzt wurde es stiller um die Band. Eine längere Pause folgte, die Brüder konzentrierten sich auf ihr Privatleben – nicht zuletzt, weil sie mittlerweile über drei Zeitzonen hinweg voneinander getrennt lebten. Nach fünf Jahren Funkstille und einem gemeinsamen Sommer ohne Musik fanden sie jedoch wieder zueinander. Und mit der Nähe kam auch die Kreativität zurück.<br>Gemeinsam mit Produzent Patrick Wimberly (u. a. SOLANGE, MGMT) haben THE CRIBS nun zwölf neue Songs aufgenommen, die zeigen, dass ihnen weder das Gespür für einnehmende Melodien noch der familiäre Zusammenhalt abhandengekommen ist. „Selling a vibe“ wirkt persönlicher, offener und zugleich eingängiger als vieles zuvor.<br>Dass das Album mit dem programmatischen Titel „Brothers won’t break“ endet, passt da nur zu gut. Gary Jarman bringt es auf den Punkt: „Es gibt etwas Besonderes daran, mit meinen Brüdern in THE CRIBS zu sein.“<br>Wohl wahr. Auf dass es noch lange so weitergeht.</p>



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<p class="responsive-video-wrap clr"><iframe loading="lazy" title="The Cribs - Never The Same (Official Video)" width="1200" height="675" src="https://www.youtube.com/embed/3xIjUGJ1dW8?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen></iframe></p>
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		<title>PLOSIVS &#8211; Yell at cloud</title>
		<link>https://blueprint-fanzine.de/plosivs-yell-at-cloud/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Jens Gerdes]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 18 Dec 2025 16:59:42 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Tonträger]]></category>
		<category><![CDATA[album_tipp]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Wenn ein renommierter Winzer und ein verdienter Kellermeister gemeinsame Sache machen, um einen neuen Schaumwein zu kreieren, ist die Erwartungshaltung in der vinophilen Szene naturgemäß hoch. Christmann &#38; Kaufmann mussten aufgrund der enormen Nachfrage die maximale Bestellmenge bereits begrenzen, noch bevor die erste Flasche überhaupt geöffnet wurde. Und tatsächlich schlug das Projekt ein: Nicht wenige [&#8230;]</p>
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<p class="has-white-background-color has-background">Wenn ein renommierter Winzer und ein verdienter Kellermeister gemeinsame Sache machen, um einen neuen Schaumwein zu kreieren, ist die Erwartungshaltung in der vinophilen Szene naturgemäß hoch. Christmann &amp; Kaufmann mussten aufgrund der enormen Nachfrage die maximale Bestellmenge bereits begrenzen, noch bevor die erste Flasche überhaupt geöffnet wurde. Und tatsächlich schlug das Projekt ein: Nicht wenige sprechen seitdem von „Sekt auf Champagnerniveau“.<br>Ähnliche Konstellationen gibt es gelegentlich auch in der Musik. Eine der derzeit spannendsten hört auf den Namen PLOSIVS. Dahinter stehen John Reis (HOT SNAKES, ROCKET FROM THE CRYPT, DRIVE LIKE JEHU) und Rob Crow (PINBACK, GOBLIN COCK), die gemeinsam Musik erschaffen haben, in der sich das Beste beider Welten bündelt. Gitarrenspiel und Sound: eindeutig Swami Records. Melodie und feines Gespür im Gesang: ein freundliches Hallo an PINBACK.<br>Das <a href="https://blueprint-fanzine.de/plosivs-s-t/">selbstbetitelte Debüt</a> aus dem Jahr 2022 avancierte für mich unmittelbar zum Album des Jahres – und kaum ist der Jubel verklungen, steht auch schon der Nachfolger bereit. „Yell at cloud“ knüpft nahtlos an den Erstling an, was wenig überrascht, wenn man weiß, dass das Album bereits vor der Veröffentlichung des Debüts aufgenommen wurde. Die Sessions fanden mitten im Corona-Lockdown statt, abgeschieden in der kanadischen Wildnis. Als schlechtes Wetter schließlich auch noch den Strom lahmlegte, machte die Band das Beste daraus: Kerzen an, Generatoren anwerfen, loslegen. Diese Umstände hört man der Platte an – sie klingt intensiv, konzentriert und ausgefeilt.<br>Schon der Opener „Death kicks in“ lässt die Kälte des Windes spürbar werden: kraftvoll und wuchtig – gebrochen durch Crows zarte Stimme. Wer ein Faible für ungewöhnliche Songstrukturen hat, wird hier sofort fündig. Ein schweres Riff trägt den Song fast allein, ohne je zu ermüden. Tonlagenverschiebungen, ein druckvolles, variables Drumming von Atom Willard (SOCIAL DISTORTION, ALKALINE TRIO, AGAINST ME!) und eine amtliche Produktion von Mike Bridavsky (THE RESIDENTS, DEERHOOF) halten alles in Bewegung. Ein Stück, bei dem man unweigerlich mit der Zunge schnalzt.<br>Im folgenden „Falls equivalency“ steht das PINBACKsche, melodische Gitarrenpicking im Vordergrund. Nach gut einer Minute öffnet sich der Song mit einem Refrain, der seine Schönheit noch weiter entfaltet. Auch hier überzeugt das ungewöhnliche Drumming, während der Bass von Jordan Clark (THE FRIGHTS) geschickt die offenen Räume füllt.<br>Wie schon beim Debüt gilt: Es schadet nicht, wenn man der Musik der Neunziger noch etwas abgewinnen kann. Immer wieder drängen sich Vergleiche zu A PERFECT CIRCLE auf – ebenfalls ein Supergroup-Nebenprojekt, das unterschiedliche musikalische Temperamente produktiv zusammenführt und im kommenden Jahr wieder auf Tour geht.<br>Viel mehr muss man über dieses zweite Werk eigentlich nicht sagen. „Yell at cloud“ ist prädestiniert für einen Blindkauf (kleiner Tipp: ein Blick zu <a href="https://www.flight13.com/plosivs-yell-at-cloud-cd-lp-vinyl/158774">flight13</a> lohnt sich, dort gibt es hübsches Vinyl). Der Abwechslungsreichtum lädt zum wiederholten Hören ein, und Fans der genannten Bands dürften hier kaum etwas falsch machen. Bleibt nur noch ein Wunsch: PLOSIVS dürfen diese Songs nun gerne auch einmal auf einer Europa-Tour präsentieren.</p>



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<p class="responsive-video-wrap clr"><iframe loading="lazy" title="PLOSIVS - Metacine" width="1200" height="675" src="https://www.youtube.com/embed/iLf6_rVXXN4?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen></iframe></p>
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		<title>DAVE HAUSE &#8211; &#8230; and the mermaid</title>
		<link>https://blueprint-fanzine.de/dave-hause-and-the-mermaid/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Simon-Dominik Otte]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 18 Oct 2025 15:59:23 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Tonträger]]></category>
		<category><![CDATA[album_tipp]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Ach, es ist so schön. Es dauert wieder nur 20 Sekunden &#8211; und schon hat uns DAVE HAUSE doch schon wieder alle gepackt, oder? Dieser besondere nordamerikanische Rock à la BRUCE SPRINGSTEEN, diese Stimme von DAVE HAUSE, das Songwriting, die Melodien &#8211; ach, einfach alles ist wieder schlicht überzeugend. Und schlicht ist dabei natürlich absolut [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="has-black-color has-white-background-color has-text-color has-background">Ach, es ist so schön. Es dauert wieder nur 20 Sekunden &#8211; und schon hat uns DAVE HAUSE doch schon wieder alle gepackt, oder? Dieser besondere nordamerikanische Rock à la BRUCE SPRINGSTEEN, diese Stimme von DAVE HAUSE, das Songwriting, die Melodien &#8211; ach, einfach alles ist wieder schlicht überzeugend. Und schlicht ist dabei natürlich absolut das falsche Wort, denn schlicht ist hier gar nichts. Opulente Rocksongs, in denen ein zartes Piano sich durchzusetzen versteht, die Gitarren sich gerade machen und loskrachen, die &#8222;ohohoho&#8220;-Phasen und überhaupt das alles alleine im ersten Song. <br>&#8222;&#8230; and the mermaid&#8220; ist ein weiterer Beweis dafür, dass DAVE HAUSE einfach viel mehr Menschen kennen und hören müssen. Wie sagt HAUSE selbst? &#8222;Dieses Album ist eine Rock&#8217;n&#8217;Roll-Band, destilliert in zehn Songs.&#8220; Und wie recht er damit hat. Man kann diesem Mann einfach stundenlang zuhören, es wird nicht langweilig, dieser stets leicht klagenden Stimme zu lauschen, die uns die Geschichten erzählt, die wichtig sind, vom Aufstehen für die Schwachen, vom Aufstehen gegen die Starken, vom Aufstehen für die Liebe. Als kleine Side-Info sei noch gesagt, dass sich Konzert von DAVE HAUSE auch absolut lohnen. <br>Und das &#8222;&#8230; and the Mermaid&#8220; auch die Fähigkeit hat, sich dem Punk und Protestsong zu widmen, zeigt dann allerspätestens &#8222;Revisionist history&#8220;, hier darf es lärmen und krachen, dass es nur so eine Art hat. Und womit? Mit Recht! Die Singleauskopplung &#8222;Enough hope&#8220; nimmt hin und wieder die Abzweigung in Richtung Ska, was dem Song auch nur gut tut und zeigt, wie viel Bandbreite in dieser Musik steckt. Dass dann auch noch mein Lieblingswort der Amish als Songtitel vorkommt (&#8222;Rumspringa&#8220;), setzt dem ganzen die Krone auf. <br>Das verflixte siebte Album ist bei DAVE HAUSE mehr als gut gelungen. Es ist die Essenz des Rock&#8217;n&#8217;Roll in 2025.<br></p>



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<p class="responsive-video-wrap clr"><iframe loading="lazy" title="Enough Hope" width="1200" height="900" src="https://www.youtube.com/embed/9tIeco8MYc4?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen></iframe></p>
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