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	<title>Henrike Rohloff, Autor bei .:blueprint fanzine:.</title>
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		<title>THE HIRSCH EFFEKT &#8211; Holon: Anamnesis</title>
		<link>https://blueprint-fanzine.de/the-hirsch-effekt-holon-anamnesis/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Henrike Rohloff]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 20 Sep 2012 12:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Tonträger]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Der epische Hörgenuss beginnt mit einem Seitenhieb. Wie das Debüt &#8222;Holon: Hiberno&#8220; ist auch der Nachfolger von THE HIRSCH EFFEKT ein anspruchsvolles Gesamtkunstwerk mit philosophischem Überbau, welches durch seine Komplexität zur intensiven Auseinandersetzung auffordert, aber dabei trotzdem wunderbar hörbar ist. In neun Songs und 66 Minuten erschaffen die drei Musiker aus Hannover ein kraftvolles Album, [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Der epische Hörgenuss beginnt mit einem Seitenhieb. Wie das Debüt &#8222;Holon: Hiberno&#8220; ist auch der Nachfolger von THE HIRSCH EFFEKT ein anspruchsvolles Gesamtkunstwerk mit philosophischem Überbau, welches durch seine Komplexität zur intensiven Auseinandersetzung auffordert, aber dabei trotzdem wunderbar hörbar ist. In neun Songs und 66 Minuten erschaffen die drei Musiker aus Hannover ein kraftvolles Album, welches zu dem besten gehört, was der experimentelle Metalcore-Bereich derzeit zu bieten hat. Mutig wird mit einer ganzen Armada an Instrumenten, Chören, Gastmusikern und Einspielungen gearbeitet, Tempus- und Rhythmuswechsel sind ohnehin inklusive. Poetische deutschsprachige Texte vereinen sich mit der wunderbar verständlichen Stimme von Nils Wittrock.<br />
Langeweile kommt bei &#8222;Holon: Anamnesis&#8220; auf keinen Fall auf. Nach einer dreiminütigen melodischen Einführung mit Streichern und klarem Gesang (&#8222;Anamnesis&#8220;), geht das Intro direkt in das verstörende Chaos von &#8222;Limerent&#8220; über. Der Gesang überschlägt sich, ohne seine Präsenz einzubüßen, wird verstärkt durch weitere Stimmen und präzise platzierte Instrumente. Das Tempo wird deutlicher aggressiver, die Wechsel kommen abrupt, doch auch hier ist noch Luft nach oben. Zunächst wieder ruhiger schafft sich &#8222;Absenz&#8220; mit sanft treibenden Gitarrenlinien einen weiten Raum, in dem Bass, Gitarre, Schlagzeug und Gesang harmonisch miteinander kombiniert werden. Mit &#8222;Agitation&#8220;, &#8222;Ligaphob&#8220; und &#8222;Mara&#8220; folgt nun der zentrale Teil der Platte. Die drei umfangreichen Stücke mit einer jeweiligen Länge von zirka zehn Minuten sind allesamt bestechen stark und fragil zugleich. Das melodische &#8222;Agitation&#8220; wartet mit intensiven Instrumentenwänden und Streichern auf. Langsam geht es in &#8222;Ligaphob&#8220; zu: Gesang und Instrumente sind zurückgenommen, schwebende Chöre und tiefe Bässe unterstützen die himmlischen Heerscharen bis zum kraftvollen Ausbruch in der Songmitte. Großartig! &#8222;Mara&#8220; hingegen ist verhältnismäßig düster und wenig eingängig. &#8222;Irrath&#8220; und &#8222;Ira&#8220; schließen sich an die Düsternis an und leben von den Gegensätzen der Chöre und Instrumente. &#8222;Ira&#8220; endet mit Klavier und Gitarre, was von dem letzten Stück &#8222;Datorie&#8220; fortgeführt wird und zu einem würdigen Abschluss gebracht wird.<br />
Auch live sind die Jungs bedingungslos empfehlenswert und noch bis Ende des Jahres auf Tour. Unbedingt anhören!</p>
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		<title>THE HIRSCH EFFEKT / CALEYA &#8211; Apogaeum / Perigaeum</title>
		<link>https://blueprint-fanzine.de/the-hirsch-effekt-caleya-apogaeum-perigaeum/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Henrike Rohloff]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 20 Dec 2010 11:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Tonträger]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Ein kleines Kunstwerk haben die Labels Ampire und Midsummer Records bereits im November veröffentlicht. Doch ist die Split-Vinyl der deutschen Hardcorebands THE HIRSCH EFFEKT und CALEYA eine so schöne Miniatur, dass sie nicht unbeachtet bleiben sollte. Insgesamt vier Songs erwarten den Hörer mit einer Gesamtlänge von 20 Minuten. Die perfekte Untergangsliaison startet mit drei Songs [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Ein kleines Kunstwerk haben die Labels Ampire und Midsummer Records bereits im November veröffentlicht. Doch ist die Split-Vinyl der deutschen Hardcorebands THE HIRSCH EFFEKT und CALEYA eine so schöne Miniatur, dass sie nicht unbeachtet bleiben sollte. Insgesamt vier Songs erwarten den Hörer mit einer Gesamtlänge von 20 Minuten.<br />
Die perfekte Untergangsliaison startet mit drei Songs von THE HIRSCH EFFEKT, die 2010 mit &#8222;Holon : Hiberno&#8220; ihr außergewönliches Artcore-Debüt herausgebracht haben. Alle drei Titel sind bereits auf dem Album enthalten, werden aber auf der Split in ansprechenden Neufassungen im Kammerorchester-Stil re-interpretiert. Auf elektronische Instrumente und die typischen überdrehten Effekte der Band wird hier also verzichtet. Damit fallen die Songs zwar deutlich softer aus als auf dem Debüt, verlieren jedoch nichts an ihrer Eindringlichkeit. Die beindruckenden deutschsprachigen Texte und der intensive Gesang kriechen durch die Leichtigkeit und Reduziertheit der Musik förmlich in die Gehörgänge.<br />
Danach erscheint CALEYAS &#8222;Apogaeum&#8220; fast gewalttätig. Statt klassischer Instrumente, Chor und verständlichem Gesang gibt es hier von den fünf Musikern eine Gitarrenwand, präzises Schlagzeug und englischsprachige Texte, die leidenschaftlich geschrien werden. Die &#8222;melodramatische&#8220; Postcore-Band beginnt zunächst zögerlich und haut dann im genretypischen Stil einen brachialen und abwechslungsreichen Song heraus. Allerdings gibt es darin immer wieder Unterbrechungen, wo mit sehr sparsamer Instrumentaldynamik gearbeitet wird. Zum Schluss bleibt nur ein Schrei zurück.</p>
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		<title>DEAR JOHN LETTER &#8211; Part &#038; Fragment</title>
		<link>https://blueprint-fanzine.de/dear-john-letter-part-fragment/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Henrike Rohloff]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 20 Dec 2010 10:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Tonträger]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Artwork ist eines der Zauberwörter von DEAR JOHN LETTER. Das Debüt war ein Kunstwerk aus einer genähten Hülle, sorgfältig ausgestanztem Innensleeve und gefaltetem Lyricsbogen samt Bandfoto. Inzwischen heimisch geworden bei dem Hamburger Label Labelship, lebt auch der Nachchfolger von seiner aparten Aufmachung &#8211; diesmal zieht sich eine gezeichnete, facettenreiche und lückenlose Häuserreihe über die gesamte [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Artwork ist eines der Zauberwörter von DEAR JOHN LETTER. Das Debüt war ein Kunstwerk aus einer genähten Hülle, sorgfältig ausgestanztem Innensleeve und gefaltetem Lyricsbogen samt Bandfoto. Inzwischen heimisch geworden bei dem Hamburger Label Labelship, lebt auch der Nachchfolger von seiner aparten Aufmachung &#8211; diesmal zieht sich eine gezeichnete, facettenreiche und lückenlose Häuserreihe über die gesamte Platte. Was erwartet uns dieses Mal musikalisch auf &#8222;Part &amp; Fragment&#8220;? Ebenfalls eine Aneinanderreihung von sehr variantenreichen Songs &#8211; gleich der verschiedenen Häuser auf dem Cover ohne Pause. Zudem lassen sich die Augsburger Jungs nicht in eine feste Schublade pressen &#8211; irgendwo zwischen Post- und Progressiv Rock. In den knapp 60 Minuten trifft der Hörer auf zehn knackig-kurze bis hin zu extrem ausladenden Songs. Das betrifft nicht nur die Länge der Tracks, sondern auch den musikalischen Inhalt &#8211; von kurzweilig bis langatmig.<br />
Ein softer Einstieg ist durch &#8222;You remain unshakeably calm&#8220; gegeben, das zunächst langsam und geradlinig in das Album einführt. Ähnlich entspannt gibt sich &#8222;The looking glass&#8220;, erst mit dem großartigen &#8222;Silent sirens&#8220; wird die vertrackte Kunstfertigkeit demonstriert, welche die Band bereits auf ihrer ersten Platte so wunderbar ausgeführt hat. Düster-ausladend wird es immer wieder auf dem Album, im Gegensatz dazu hebt sich die einprägsam helle Stimme von Martin Fischer ab. Auch die Fragmente dürfen natürlich nicht fehlen, z. B. &#8222;That´s the way the cookie crambles&#8220; und &#8222;The silver ring of the bell&#8220;. Die fünf Musiker bedienen sich neben Gitarre, Schlagzeug und Bass auch an Keyboard, Synths, Percussions und Stabspielen. Einen würdigen Abschluss bildet das längste Stück des Albums &#8222;Kandi&#8220;, welches noch einmal die ganze Kunst von DEAR JOHN LETTER in einem Song vereint. Eine Platte, bei der eine intensive musikalische Auseinandersetzung nur von Vorteil sein kann.</p>
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		<title>BYE BYE BICYCLE &#8211; Zieht eure Tanzschuhe an!</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Henrike Rohloff]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 30 Sep 2010 10:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Livereviews]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Ein knackiges Konzert, welches die fünf Schweden am Samstag, den 25.09.10, beim Reeperbahn Festival in Hamburg im Beatlemania präsentierten. Von Anfang an voller Energie rockten die Jungs dynamisch eine gute Stunde lang vor knapp 130 gut gelaunten Zuschauern. Dabei hätte man der Band eine größere Bühne zur vollen Entfaltung gewünscht, denn der niemals im Stillstand [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Ein knackiges Konzert, welches die fünf Schweden am Samstag, den 25.09.10, beim Reeperbahn Festival in Hamburg im Beatlemania präsentierten. Von Anfang an voller Energie rockten die Jungs dynamisch eine gute Stunde lang vor knapp 130 gut gelaunten Zuschauern. Dabei hätte man der Band eine größere Bühne zur vollen Entfaltung gewünscht, denn der niemals im Stillstand verharrende Sänger fand kaum Platz für seine extrovertierte Bühnenshow. Da blieben auch die Zuhörer nicht still stehen.<br />
Der wavige Indie-Pop von BYE BYE BICYCLE erinnert an FRANZ FERDINAND und hat auch ein vergleichbares Potential. Denn das aktuelle Debütalbum &#8222;Compass&#8220; kann sich durchaus hören lassen und hat insbesondere live eine mitreißende Wirkung. Der gefällige Retro-Sound, das interessante Wechselspiel der zwei Gitarren und der treibende Gesang des charismatischen Sängers wirken so schön schnoddrig-authentisch. Gerade der Lead-Gitarrist spielte beeindruckend präsent seine Parts, welche den Stücken erst das gewisse Etwas verleihen. Eine Band, die sicherlich noch eine Zeit auf größeren Bühnen haben wird und wieder einmal ein skandinavischer Meistergriff, den das Hamburger Label Popup Records da getan hat.</p>
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		<title>KNUT &#8211; Wonder</title>
		<link>https://blueprint-fanzine.de/knut-wonder/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Henrike Rohloff]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 20 Jul 2010 10:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Tonträger]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Für die Schweizer Band KNUT ist ein &#8222;Wonder&#8220; musikalisch gesehen offensichtlich weniger ein farbenfroher Garten Eden als vielmehr eine morbide Monstermutation. Die fünf derzeitigen Musiker der seit 1994 existierenden Band nageln dem Hörer in knapp 40 Minuten in elf Songs jede gedankliche Fluchttür mit soliden Brettern zu. Denn nicht anders hört sich das vertrackte Hardcore-Gebolze [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Für die Schweizer Band KNUT ist ein &#8222;Wonder&#8220; musikalisch gesehen offensichtlich weniger ein farbenfroher Garten Eden als vielmehr eine morbide Monstermutation. Die fünf derzeitigen Musiker der seit 1994 existierenden Band nageln dem Hörer in knapp 40 Minuten in elf Songs jede gedankliche Fluchttür mit soliden Brettern zu. Denn nicht anders hört sich das vertrackte Hardcore-Gebolze mit Metal-Elementen und aggressivem Schrei-Gesang an. KNUT, die schon mit CONVERGE und BOTCH auf Tour waren und bereits diverse Platten veröffentlicht haben, sind auch auf ihrem neusten Album ein Feind der Eingängigkeit und halten sich selten bei einem Rhythmus auf. Der ins düstere Math-Metal hinab gleitende Sound füllt abwechslungsreich die Stücke, die von knackigen 1:40 Minuten bis hin zur epischen Weitläufigkeit von 8:28 Minuten reichen. Freundlich geht anders &#8211; gleich der erste Titel &#8222;Leet&#8220; erinnert an einen nervenzerrenden Horrorfilmsoundtrack, wenn mit Äxten Köpfe gespalten werden. Das folgende kurze &#8222;Damned extroverts&#8220; schließt nahtlos an, auch &#8222;Suckers&#8220; haut in die gleiche Schiene: wütendes Geschrei über einer komplexen Songstruktur. &#8222;Calamity&#8220; zeigt in kompakten 1:43 Minuten die ganze Kunst von KNUT und gleicht rhythmisch einer zornigen, mehrköpfigen Hydra. Ein wenig ruhiger wegen des fehlenden Gesangs wird es auf der zweiten Hälfte der Platte, wo in vielen rein instrumentale Songs bis zu drei Gitarren chaotisch um die Wette spielen. &#8222;Fast forward bastard&#8220; hingegen zerrt noch einmal an den Nerven wie ein tollwütiger Hund, auch das rasant-verschachtelte &#8222;Lemmings&#8220; ist ein Glanzstück auf dem Album. Fast andächtig lauscht man teilweise dem ausufernden &#8222;If we can’t fly there, we’ll take the boat&#8220;, noch umfangreicher ist &#8222;Wonder/Daily grind&#8220; angelegt. Mit einem Feedback geht schließlich die Welt zugrunde. Oder zumindest das Album. Schönes Ding.</p>
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