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	<title>Enna Bonny, Autor bei .:blueprint fanzine:.</title>
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	<description>online fanzine seit 2003</description>
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		<title>TALL SHIPS &#8211; Everything touching</title>
		<link>https://blueprint-fanzine.de/tall-ships-everything-touching/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Enna Bonny]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 20 Sep 2012 13:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Tonträger]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Jungs mögen Math Rock. Vor allem kluge Jungs, die gerne über jeden Scheiß nachdenken. Denen bereitet das Gefrickel und Gezähle großes Vergnügen. Mir selten bis nie. Ich bin ein gedankenloses Pop-Mädchen, das, wenn es nur besoffen genug ist, den PUR-Hitmix mitsingen kann und sich dessen nicht mal schämt. Fick dich, Math Rock, dachte ich also [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Jungs mögen Math Rock. Vor allem kluge Jungs, die gerne über jeden Scheiß nachdenken. Denen bereitet das Gefrickel und Gezähle großes Vergnügen. Mir selten bis nie. Ich bin ein gedankenloses Pop-Mädchen, das, wenn es nur besoffen genug ist, den PUR-Hitmix mitsingen kann und sich dessen nicht mal schämt. Fick dich, Math Rock, dachte ich also bisher stets. Bis ich &#8222;Everything touching&#8220;, das Debüt des britischen Trios TALL SHIPS, in die Finger bekam und mich verliebte. Vom ersten krachig-schönen Akkord an. Kein Wunder, bei Melodien und Arrangements, die, obwohl ausgetüftelt und zweifellos eiskalt berechnet, Herzen rasend machen. Die in deinen Ohren kleben bleiben wie Möwenscheiße auf deinem &#8222;North Face&#8220;-Windbreaker. Und obwohl ich nur wenige Begriffe so sehr verabscheue und abgegriffen finde wie &#8222;Klanglandschaften&#8220;, erscheint mir dieses Wort als einzige Möglichkeit, den Sound der drei Jungs aus Brighton in Worte zu fassen. Vielschichtige, treibende Klänge – nein, Klanglandschaften -, die dich packen, weil du sie fühlen kannst, die so klingen, wie ein grauer Tag an der See schmeckt. Als hätten MINUS THE BEAR dir ein Fischbrötchen gekauft und SIGUR RÓS sängen darüber. Als hätten BIFFY CLYRO BATTLES zu einer Runde Armwrestling herausgefordert und würden sich anschließend heulend in den Armen liegen.<br />
Die erste Single &#8222;Gallop&#8220; mit ihrem MORRISSEY-esken Gesang und einem Aufbau, der sich von leise und unscheinbar zur peitschenden Mitsing-Hymne steigert, ist sowohl deep als auch hipster genug, um einzuschlagen wie eine Bombe. Eine Bombe der Liebe natürlich. Verziert mit zum Bandnamen passenden kleinen Ankern und Herzen darauf.<br />
Ein gutes, kraftvolles Debüt. Dass es Math Rock ist, müsst ihr euren Mädchen ja nicht verraten, ihr klugen Jungs. Sie werden die Platte trotzdem lieben.</p>
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		<title>THE WIND-UP ROBOTS KILLED MY CAT &#8211; Whiskers and guts</title>
		<link>https://blueprint-fanzine.de/the-wind-up-robots-killed-my-cat-whiskers-and-guts/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Enna Bonny]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 20 Mar 2012 12:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Tonträger]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Instrumentale Musik war mir seit jeher ein Graus. Wie ungezuckertes Popcorn. Etwas wahnsinnig Elementares fehlt beidem. Da bin ich ganz Mädchen: Ich singe gern mit und finde mich dann toll und total talentiert. Auf dieses Vergnügen musste ich beim Anhören des Debüts der Würzburger THE WIND-UP ROBOTS KILLED MY CAT verzichten. Als relativ klassisches Postrock-Album [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Instrumentale Musik war mir seit jeher ein Graus. Wie ungezuckertes Popcorn. Etwas wahnsinnig Elementares fehlt beidem. Da bin ich ganz Mädchen: Ich singe gern mit und finde mich dann toll und total talentiert. Auf dieses Vergnügen musste ich beim Anhören des Debüts der Würzburger THE WIND-UP ROBOTS KILLED MY CAT verzichten. Als relativ klassisches Postrock-Album verzichtet &#8222;Whiskers and guts&#8220;, so der Titel des Erstlings, gänzlich auf Gesungenes. Was mich wider Erwarten nicht stört. Im Gegenteil. &#8222;Whiskers and guts&#8220; ist ein schwelgend schönes Frühlingserwachen.<br />
Episch, sehnsüchtig, gestrickt aus Gitarrengeschredder und ganzen Klang-Fußballfeldern. Und trotz Ernsthaftigkeit und Anspruch fluffig leicht wie der junge Lenz. Gute Kompositionen mit orchestralen Momenten und elektronischen Tupfen hier und da, jeder Akkord wohldurchdacht, dabei aber selten so verkopft wie Postrock sich ja nun mal gerne gibt. So sind sechs Songs mit intensiven Steigerungen und Melodien entstanden, die mich nicht mitsingen, aber leise mitsummen lassen. Postrock mit einem Lächeln. Fast so schön wie leicht überzuckertes Popcorn.</p>
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		<title>MEURSAULT &#8211; Pissing on bonfires / Kissing with tongues</title>
		<link>https://blueprint-fanzine.de/meursault-pissing-on-bonfires-kissing-with-tongues/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Enna Bonny]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 20 Dec 2010 11:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Tonträger]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Es gibt Wörter, die ich besonders mag: &#8222;Hinreißend&#8220; gehört dazu, &#8222;reizend&#8220; auch, &#8222;zauberhaft&#8220; natürlich und &#8222;vollschöööön&#8220;. Mädchen-Vokabular. Nun, eigentlich &#8222;Ich war früher mal bei neon.de angemeldet und hab am liebsten Indiepop gehört&#8220;-Mädchen-Vokabular. Als Verfasserin von Alben-Reviews ist das fatal. Ständig läuft man Gefahr, sich zu wiederholen und im schlimmsten Fall wie ein Dummchen mit dem [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Es gibt Wörter, die ich besonders mag: &#8222;Hinreißend&#8220; gehört dazu, &#8222;reizend&#8220; auch, &#8222;zauberhaft&#8220; natürlich und &#8222;vollschöööön&#8220;. Mädchen-Vokabular. Nun, eigentlich &#8222;Ich war früher mal bei neon.de angemeldet und hab am liebsten Indiepop gehört&#8220;-Mädchen-Vokabular. Als Verfasserin von Alben-Reviews ist das fatal. Ständig läuft man Gefahr, sich zu wiederholen und im schlimmsten Fall wie ein Dummchen mit dem Wortschatz eines Kopfsalats zu wirken. Aber &#8222;Pissing on bonfires / Kissing with tongues”, das Debüt der schottischen Newcomer MEURSAULT, ist nun mal hinreißend und zauberhaft und all das.<br />
Interessant ist, dass besagtes Debüt im UK bereits 2008 released wurde, während man hierzulande zwei Jahre lang auf die Veröffentlichung warten musste. Zuvor erschien bei uns &#8222;All creatures will make merry&#8220;, das zweite Werk der Band um Sänger Neil Pennycook. Das ist verwirrend, macht aber im Grunde nichts.<br />
Eigentlich machen die sechs jungen Männer aus Edinburgh Folk: traditionell, altmodisch, mit Banjo, Cello, Akkordeon und viel Schmacht, manchmal auch mit viel Hoden und einem großen, testosteronverschmierten Penis. Weil MEURSAULT aber nicht nur Schotten, sondern auch wild und hungrig sind, mixen sie Schmacht und Hoden mit Elektronik. Das ergibt dann elektronische Schmacht-Hoden oder eben ein so reizendes Album wie dieses. Digital Folk, als würde BON IVER mit THE POSTAL SERVICE rumküssen. Außerdem finde ich, dass die Musik der Schotten oft an die Songs von MUMFORD &amp; SONS erinnert. Nicht ganz so radiotauglich und viel zu sperrig sind die Songstrukturen, und auch Sänger Neil Pennycook sieht nicht ganz so hübsch aus wie Marcus Mumford. Aber die Vorliebe fürs Dramatische, das teilen beide Bands.<br />
Um mal zu einem Fazit zu kommen: &#8222;Pissing on bonfires / Kissing with tongues” ist vollschööön. Und wenn ich mal heiraten sollte, muss mein Mann mindestens genauso hübsch singen können wie Neil Pennycook. Ein großer, testosteronverschmierter Penis schadet natürlich auch nicht.</p>
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		<title>THE GREAT BERTHOLINIS &#8211; Gradual unfolding of a conscious mind</title>
		<link>https://blueprint-fanzine.de/the-great-bertholinis-gradual-unfolding-of-a-conscious-mind/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Enna Bonny]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 20 Nov 2010 10:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Tonträger]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Lieber Blueprint-Jens. Das ist ein Brief an dich. Ich weiß, du meintest es nur gut mit mir, als du mir das neue Album von THE GREAT BERTHOLINIS reserviertest. &#8222;Du mochtest die letzten Platte von denen doch so gern&#8220;, schriebst du mir und ich hätte dich abknutschen mögen für soviel Umsicht und An-Enna-Denken. Bis… ja, bis [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Lieber Blueprint-Jens. Das ist ein Brief an dich. Ich weiß, du meintest es nur gut mit mir, als du mir das neue Album von THE GREAT BERTHOLINIS reserviertest. &#8222;Du mochtest die letzten Platte von denen doch so gern&#8220;, schriebst du mir und ich hätte dich abknutschen mögen für soviel Umsicht und An-Enna-Denken. Bis… ja, bis das Übel seinen Lauf nahm. Mit Übel meine ich, ganz liebevoll, &#8222;Gradual unfolding of a conscious mind&#8220;, das dritte Album der Nürnberger Husaren-Band. Es ist nämlich etwas ganz Schlimmes mit denen passiert. Ich glaube, die wollen in die Charts. Das wäre noch zu verzeihen, brotlose Kunst sieht bekanntlich nur von Weitem romantisch aus. Aber… ach, ich mag’s gar nicht aussprechen… THE GREAT BERTHOLINIS klingen an manchen Stellen wie REAMONN. Ja, lieber Jens, richtig gelesen. Atme bitte tief durch, nicht, dass du ohnmächtig wirst. Natürlich, das Grundgerüst haben die slawischen Vagabunden beibehalten und so ist die Instrumentierung mit Bläsern, Pauken, Akkordeon, Banjo und Balalaika immer noch alles andere als Hitparaden-affin. Auch sind die Songs gut durchdacht, komplex, und das vokale Zusammenspiel der Sänger Oszkár und Todor Bertholini ist angenehm und ganz reizend. Dennoch: Das Balkaneske, das die letzte Platte so verrucht machte, ist zu einem Accessoire verkommen. &#8222;Gradual unfolding of a conscious mind&#8220; ist Pop, der versucht, gefährlich zu klingen. Ein kläffender Pudel, der auf ungarischen Hirtenhund macht. Ich hab dich trotzdem lieb, Blueprint-Jens. Nur reservieren musst du mir nichts mehr. Alles Liebe. Deine Enna</p>
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		<title>REVEREND DEADEYE  &#8211; The trials and tribulations of Reverend Deadeye</title>
		<link>https://blueprint-fanzine.de/reverend-deadeye-the-trials-and-tribulations-of-reverend-deadeye/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Enna Bonny]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 20 May 2010 10:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Tonträger]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Es gibt Romanzen, die beginnen mit einem Paukenschlag, mit Funkengewitter und zuckrigem Herzchenregen. Andere legen einen Fehlstart nach dem anderen hin, bis es dann doch plötzlich läuft, als hätte man sämtliche Synapsen mit dem Bratenfett der Liebe eingeschmiert. So war das mit Reverend Deadeye und mir. Reverend Deadeye ist ein Prediger. Ein Mann Gottes, der [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Es gibt Romanzen, die beginnen mit einem Paukenschlag, mit Funkengewitter und zuckrigem Herzchenregen. Andere legen einen Fehlstart nach dem anderen hin, bis es dann doch plötzlich läuft, als hätte man sämtliche Synapsen mit dem Bratenfett der Liebe eingeschmiert. So war das mit Reverend Deadeye und mir.<br />
Reverend Deadeye ist ein Prediger. Ein Mann Gottes, der als Jüngling Schlangen im Navayo Reservat in Arizona zähmte. Und dem eines Tages eine schlechtgelaunte Reptilie ins Auge biss. Aua aua. Daher sein Name, so die Erzählung. Inzwischen hat der Reverend der Schlangendressur abgeschworen und ist ins One-Man-Band-Fach übergewechselt, um mit Blues, Punk, Folk und Rock’n’Roll Gottes Botschaft unters Volk zu bringen. Halleluja.<br />
Nun ist es so: Mit religiösen Inhalten kann man mich jagen. Ich glaube an Elvis Presley und Bettie Page, und Jesus ist definitiv nicht mein Homeboy. Vielleicht lag es daran, dass meine erste Reaktion auf &#8222;The trials and tribulations of Reverend Deadeye&#8220; aus einer hochgezogenen Augenbraue und einem gegrunzten &#8222;So’n Scheiß&#8220; bestand. Als ich dann aber genauer hinhörte, wurde mir warm ums Herz. Ganz ohne dressierte Schlangen.<br />
&#8222;The trials and tribulations&#8230;&#8220; ist old school, raubeinig, liebevoll. Der Soundtrack für eine bierselige Nacht in der Lieblingspinte. Eine mit Wok-Deckel modifizierte Gitarre, ein Bierdosenmikrophon, das mich an den Klang des Joghurtbecher-Telefons aus Kindertagen erinnert, dazu Kick Drum und Waschtrog-Snare, eine Stimme, die klingt wie zehn versoffene Cowboys, Texte über Gott und den Teufel, über Sünde und Verheißung, Songs, die mal stampfend und verwegen, mal melancholisch sind. Dass der Prediger sich dabei jedesmal in Trance-ähnliche Verzückung spielt und schreit, könnte man ganz toll finden. Von wegen Intensität und Inbrunst und so. Mich nervt’s aber auf die Dauer. Mehr Laid-Back-Attitüde hätte dem Album gut getan. Aber so ist das nun mal mit Romanzen. Am Anfang muss man sich ins Zeug legen, damit aus dem Flirt eine Lovestory mit Happy End wird. Ich nehme den Reverend jetzt mit ins Auto. Wir haben ein Date. &lt;3</p>
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