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	<title>Sebastian Schwab, Autor bei .:blueprint fanzine:.</title>
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		<title>PETER WOLFF + CHELSEA WOLFE &#8211; 12.08.2018, Kampnagel (Hamburg)</title>
		<link>https://blueprint-fanzine.de/peter-wolff-chelsea-wolfe-12-08-2018-kampnagel-hamburg/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Sebastian Schwab]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 15 Aug 2018 20:41:20 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Livereviews]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Das Wolff und Wolfe Konzert &#8211; drei Tage nach dem Auftakt des Sommerfestivals 2018 auf Kampnagel steht das Konzert von PETER WOLFF (Hamburg) und CHELSEA WOLFE (Sacramento) auf dem sommerlich warmen Abendprogramm. In der ausverkauften Halle KMH des Kampnagels macht sich erster Bühnennebel breit, Scheinwerfer einfarbig ruhig zu dahinfließenden Visuals. Der Support PETER WOLFF lässt [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Das Wolff und Wolfe Konzert &#8211; drei Tage nach dem Auftakt des Sommerfestivals 2018 auf Kampnagel steht das Konzert von PETER WOLFF (Hamburg) und CHELSEA WOLFE (Sacramento) auf dem sommerlich warmen Abendprogramm.<br />
In der ausverkauften Halle KMH des Kampnagels macht sich erster Bühnennebel breit, Scheinwerfer einfarbig ruhig zu dahinfließenden Visuals. Der Support PETER WOLFF lässt seine ersten Sounds von der Bühne sich aus den Lautsprechen schieben, düster und ruhig ohne Beats ohne Gefrickel. Tiefe und Länge erreichen das Publikum, das sich mit gründlichem Applaus anerkennend zeigt und auch am Merch-Stand, wo bis jetzt noch seine einzige Langspielplatte „Repeat“ ausliegt, ein Lob ausspricht. Das nächste Album, so verrät mir PETER WOLFF, befinde sich gerade in der Mischphase und solle Anfang nächsten Jahres wieder über das Label My Proud Mountain erscheinen.<br />
Im Laufe der gut 45 Minuten macht sich in Sachen Sound- und Kompositions-Qualität keine Lücke bemerkbar. Es ist eine runde Dreiviertelstunde, die die schwarze Halle klangvoll auskleidet. Es kommen Trommeln hinzu, alles per Midi, und die monotone Sphäre wird<br />
noch breiter und tiefer. Klavier, Gitarre, Field Recordings und Streicher formen, weben und stecken anteilig ihre Eigenschaften ins Gehör und tiefer ins Bewusstsein der Rezipienten. Rhythmisch zu den Schnitten der schwarz-weißen Formen, Kurven und Kanten in den<br />
Visuals entpuppt sich der Auftritt als ein sehr gelungener Act, der sich nicht nur als Vorband zu etwas Anderem zeigen lassen kann. Eine Filmmusik in Schwarz-Weiß zu einem Zustand der lang und tief in einem währt, wenn du hinschaust und zuhörst.</p>
<p>Der gemeinsame Nenner zwischen Support und dem Main-Act CHELSEA WOLFE, die auch RUSSIAN CIRCLES ihre Stimme in Ausschnitten leiht, ergibt sich aus Folgendem: Drone, düster, kraftvoll, deep.<br />
Für mich ist es das erste Mal, CHELSEA WOLFE samt Band live zu sehen. Desweiteren kenne ich nur wenige Stücke aus ihrer vielseitigen Musikkarriere. Der Auftritt gestaltet sich aus rockig gekonnten Elementen, die mit Druck und Färbungen aus Klavier und tiefem E-Bass<br />
genügend Platz für Soundschnipsel in ruhigeren Parts lassen. Das Lichtspektakel wurde auf viele Details in der Musik abgestimmt. Die langen schwarzen Haare der Frontfrau, passend zur Verzierung des Mikrofonständers, verstecken den unverkennbaren Klang der Stimme, der mich Anleihen verschiedener Musikgenres erahnen lässt. Ein Blick in das Internet verrät auch die verschiedenen Quellen, aus denen Wolfe ihre Inspirationen schöpft. Ihr Können, der daraus resultierende Erfolg könnte auch darin begründet sein, dass ihr Konzept, das auch im Gesamtbild aus Ästhetik in Klang und Auftreten auf der Bühne nebst der Merch-Produkte, auch in der breiteren Masse Anklang findet. Das<br />
Publikum an diesem Abend gibt sich erst nach der zweiten Zugabe zufrieden.</p>
<p>Die mit Hitze und Atmosphäre gefüllte Halle kommt heute erst spät zur Ruhe. Viele Gesichter verschwinden erfüllt in der Laue der Sommernacht, vielleicht ja auch aufgrund des weiter oben erwähnten gemeinsamen Nenners aus Vor- und Haupt-Act Wolff und<br />
Wolfe.</p>
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		<title>AT THE DRIVE-IN &#8211; 02.03.2018, Hamburg (Alsterdorfer Sporthalle)</title>
		<link>https://blueprint-fanzine.de/at-the-drive-in-02-03-2018-hamburg-alsterdorfer-sporthalle/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Sebastian Schwab]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 08 Mar 2018 22:35:53 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Livereviews]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>AT THE DRIVE-IN am 2. März, einem eisigen Freitag im Jahr 2018, in der Alsterdorfer Sporthalle/Hamburg (Das müsste ich mir eigentlich sparen, deshalb setze ich es in Klammern. Und überlege gerade, ob es nicht doch besser wäre, damit am Ende fortzusetzen. Die beiden Vorbands LE BUTCHERETTES und DEATH FROM ABOVE vernachlässige ich vollends in diesem [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>AT THE DRIVE-IN am 2. März, einem eisigen Freitag im Jahr 2018, in der Alsterdorfer Sporthalle/Hamburg</p>
<p>(Das müsste ich mir eigentlich sparen, deshalb setze ich es in Klammern. Und überlege gerade, ob es nicht doch besser wäre, damit am Ende fortzusetzen. Die beiden Vorbands LE BUTCHERETTES und DEATH FROM ABOVE vernachlässige ich vollends in diesem Artikel. Darüber bin ich mir im Klaren.)</p>
<p>Hier eine Übersicht über die fünf Musiker auf der Bühne:<br />
Die Gitarre auf der linken Seite gekonnt und zurückhaltend. Der Mann mit dem großen Haar tänzerisch und sängerisch brilliant. Zweite Gitarre tragend und im Gesang eine Unterstützung. Der Bassist straight und harmonisch. Vom Schlagzeug viele Fills und Breaks.</p>
<p>Dann etwas zur Bühne:<br />
Im Hintergrund zwei riesige Bilder, ein Stier, der später von einer Art Lattenzaun abgewechselt wird. Beides in Schwarz-Weiß. Die Lichtshow zunächst verhalten und doch passend. Im Verlauf wird es mir doch zu viel. Zu viele Spielereien mit den Effekten.</p>
<p>Kurz eine Anmerkung zum Sound:<br />
&#8230;</p>
<p>Abschließend drei gute Bemerkungen:<br />
1) Mir gefiel am besten, dass ich die Lieder in voller Lautstärke hören konnte, die ich mir im Vorfeld gewünscht hatte, zum Beispiel “One armed scissor”. Dadurch konnte ich sowohl ihre immer noch faszinierende Kunst an den Instrumenten sehen und mit meinen Bildern aus der Vergangenheit vermischen.<br />
2) Mir gefiel fast genauso gut ihr Zusammenspiel. Jedes Instrument ergänzte das andere und ließ Platz für die teils hohe, teils energische Stimme. Die Bescheidenheit im Auftreten von Omar Rodriguez begeisterte mich im gleichen Maße wie sein Können an den sechs Saiten. Es war ein großes Vergnügen, sein Fingerspiel und seinen Sound miterleben zu können. Einige Male stand ich kurz da, hielt inne, während das Publikum sprang, rempelte und drängelte, und konnte dieses Ereignis an der Gitarre in seinen vollen Zügen genießen.<br />
3) Mir gefiel die Routine, die die fünf an diesem Abend zeigten und wieder einmal beweisen konnten. Dazu gehörte auch, dass der Gesang und der Sänger zusammenpassten: durch das druckvolle, gefauchte, liebliche, angreifende, deklarierende, gesprochene oder melodiöse Darstellen der Texte einerseits und durch das interaktive und tänzerisch frische Auftreten Cedric Bixler-Zavalas andererseits. Außerdem erzählte Bixler-Zavala Anekdoten und forderte das Publikum auf, den großen Raum der Sporthalle zumindest vorne an dem Übergang zur Bühne zu verkleinern, zu verdichten und somit ein intimeres Verhältnis zwischen uns zu schaffen.</p>
<p>(An dieser Stelle möchte ich den Anfangsverweis wieder aufgreifen: Es gab eine lange Pause bei AT THE DRIVE-IN, dann die Reunion und mittlerweile ein vor kurzem veröffentlichtes neues Album. Wie so oft passt das Alte nicht mehr zum Neuen, und es passt irgendwie doch. Doch das Publikum nimmt auch an Alter zu. Und hinzu sind die Erwartungen und Erinnerungen schwierig unter einen Hut zu bringen. Also ein Abend voll problematisch verzwickter Verknüpfungen. So passierte es mir auch an diesem Abend. Ein Freund sagte zuvor, er möchte sich die Erinnerungen bewahren. Ich aber fokussierte mich darauf, die Chance zu ergreifen, die Band in ihren älteren Jahren mit ihrem Live-Spektakel erleben zu können.<br />
Und so kam es: Ein Mix aus Klassentreffen, also Erinnerungen, alten Hits auf der einen Seite und stadionähnlichem Rock auf der anderen Seite entstand. Was für ein Abend aus Bierdusche, mittanzen und Freude teilen, dachte ich.<br />
Am Ende lag die Entscheidung bei mir, was ich mir mit nach Hause nehmen wollte. Für mich war es ein Wiedersehen mit Bekannten und Freundinnen und Freunden, mit denen es sich in dieser Location, irgendwie ein High-School-Feeling aus dem Kino, prima tanzen ließ.<br />
Danke, dass Ihr da wart, Ihr sehr geehrten fünf AT THE DRIVE-INs.)</p>
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		<title>KLOTZS &#8211; Schwarzer Planet</title>
		<link>https://blueprint-fanzine.de/klotzs-schwarzer-planet/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Sebastian Schwab]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 20 Feb 2014 14:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Tonträger]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Sie meinen es ernst. Ein dunkler Fleck mitten in dir, von dem du dich befreist. Bei all den schwarzen Löchern und diesen Flecken, die im Inneren sind und auch von außen verursacht sind, gibt es einen Willen, der ausweglos erscheint. Selbstgemalt, D.I.Y. treten KLOTZS für 24 Minuten in ihrem direkten, einfachen Klang auf. Sich sträuben, [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Sie meinen es ernst. Ein dunkler Fleck mitten in dir, von dem du dich befreist. Bei all den schwarzen Löchern und diesen Flecken, die im Inneren sind und auch von außen verursacht sind, gibt es einen Willen, der ausweglos erscheint. Selbstgemalt, D.I.Y. treten KLOTZS für 24 Minuten in ihrem direkten, einfachen Klang auf. Sich sträuben, sich aufbäumen, bloß nicht untergehen gegen das Überrollende des Lebens: &#8222;Man hätte uns gern abgeschrieben. Doch so einfach geht das nicht!”<br />
Bis ich beim zweiten, schwarzen Planeten angelangt bin, gibt es ein super Bassintro, Punk,<br />
eine Akustikgitarre zu dem sonstigen Verzerrten und einen Hauch Delay auf einer Melodie. Und es gibt etwas, das mir sagen will, dass sie es ernst meinen.<br />
Die Planeten-Allegorie nutzt das Duo für Trostloses, das in verlorener Zuversicht ein Teil von ihm ist. Er müsse entkommen, allein, doch fehle ihm die Kraft dafür. Hierzu fügt sich das Effektarme, das Einzelne für dunkle Affekte, die nicht im Düsteren zu verharren haben. Doch dreht sich der Planet, wie sich eine Drehtür auch dreht und lässt das Trostlose da, wo der Wille aber nicht verblasst.<br />
Auch arbeiten KLOTZS mit musikalischen Bildern für die Stille, indem sie mit Obertönen und einem kalten Ende das Textliche unterzeichnen. Der Bass hakt nach in seinem Lauf, versucht den ersten, kurzen Weg erneut und beginnt aber immer stets von vorne: Er ist die Wiederkehr.<br />
Die ersten Schritte auf dem zweiten Planeten machen KLOTZS mit Stimmung schaffenden Elementen erlebbar, die für mich im bisherigen Vergleich überzeugend sind und bei mir eine eigene Marke erkennbar machen. Das Duo drängelt sich hier nicht in eine Richtung, sondern ist New Wave und Punk. Hier passt die Sprache, die Gesangsart und die Tonlage zusammen und zur Musik. Hier singt er so, wo ich an anderer Stelle etwas Unselbstbewusstes oder Ausdrucksarmes bemängle. Was in anderen Songs eher ernst gewollt klingt, ist hier vielleicht freier, unbelasteter.<br />
Der Planet rollt gar so weit, dass mir das nächste Stück erscheint, als habe ich mich nach den fünf vorherigen nun an sie gewöhnt. Jetzt würde ich bei einem Konzert auch dabei bleiben.<br />
Aber auch der schwache Zwischenteil in &#8222;Drehtür” bleibt mir, erinnert er mich fast an Coverrock-Band-Sounds und steht somit konträr zu dem gelungenen Song- und Albumaufbau, auch in seiner Kürze.<br />
Ich lobe den eigenen langen Weg seit 1996, den das Duo nicht verlässt, jetzt weder Elektro noch Anderes macht.<br />
Dennoch sticht dieses Kurzwerk in der Welt der Planeten nicht hervor: weder instrumental, gesanglich noch textlich. Und ist nur solide.</p>
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		<title>MODERAT – Tour Januar &#8211; März 2014</title>
		<link>https://blueprint-fanzine.de/moderat-tour-januar-maerz-2014/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Sebastian Schwab]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 15 Feb 2014 14:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Livereviews]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Kathedralesk. Es sind die Lieder, die hängen bleiben. Die Beats in der Nähe, in ihrer Stärke und ihre Raumveränderungen, die mich an sie bannen: MODERAT. &#8222;Hallo Hamburg!” verkündet Sascha Ring das Unikat des zweimaligen Auftritts in der norddeutschen Stadt mit der gleichen Platte im Nacken. Lauter! Geht das nicht lauter? ruft es aus den Reihen [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Kathedralesk.<br />
Es sind die Lieder, die hängen bleiben. Die Beats in der Nähe, in ihrer Stärke und ihre Raumveränderungen, die mich an sie bannen: MODERAT. &#8222;Hallo Hamburg!” verkündet Sascha Ring das Unikat des zweimaligen Auftritts in der norddeutschen Stadt mit der gleichen Platte im Nacken.</p>
<p>Lauter! Geht das nicht lauter? ruft es aus den Reihen des gut gemischten und eng gedrängten Publikums. 34 Gigs vom 26.1. in München bis zum 31.3. in Poznan, 27 davon bis zur Zählung am 16.2. ausverkauft, wie auch der heutige Abend. Der Club mit rotem Stern und türkisem Schein am Dockshimmel eignet sich sehr für den Körper MODERAT in seiner Ausstrahlung und Klangart. Die Docks gestalten sich zutreffend für die technolastigen Kräfte, die auf der Platte seichter wirken. Es passt genau dieser Gegensatz. Gern etwas gerade und zu stark zeigen sie sich auf den Fotos, was sie durch ihren Humor auch wieder verflachen. Liegt in diesem Humor vielleicht auch der Zugang zur Melodie, Dramatik und zur Seichtheit, wogegen sich die Deepness des für mich Urbanen stemmt. Der Sound ist diesmal erträglicher als im Sommer auf Kampnagel. Es hat weniger Kraft und ist dennoch so sehr durchdringend, dass sie mich von Anfang an erwischen.</p>
<p>Die drei Gestalten hinter der Musik stehen an ihren Schraubtischen, von links nach rechts:<br />
Der Einzige, der eher ruhig ist: Sebastian Szary in seinem Ganzkörperanzug.<br />
Der Einzige, der sich offensichtlich bewegt und der für die Witze in Dialekt dazwischen: Gernot Bronsert als DJ hinter seinem Tisch wippend und groovend, die Beats ein- und ausdrehend, die Technokicks manövrierend.<br />
Der Einzige der zu direkten und organisch-analogen Klängen von seinen Stimmbändern und den E-Gitarrensaiten greift: Sascha Ring grazil und mit viel Gefühl in seinen Tönen.<br />
Als viertes Element künstelt das Visual Artists Collective. Die PFADFINDEREI, die auch für die Bilder in den Videos – u.a. &#8222;The Last Light” – sorgen, machen sich auf großen, zum X-drapierten, weißen Leinwänden in räumlicher Wirkung erlebbar.</p>
<p>Im Ganzen ist es ein sehr runder Abend, der von vier Zugaben beendet wird, in denen Rings Stimme reichhaltig und tragend zur Geltung kommt. Noch bevor sie diese beginnen, räumt er ein, dass es ihm aufgrund des Essens hinter der Bühne schwer falle, erneut die Bühne zu betreten. Sie prosten mit ihren Wasserflaschen den Zuschauenden zu und hinterlassen etwas, was ich erneut zu erleben hoffe: Das Trockene, Stumpfe, Nahe und das Tiefe, Erfüllende und kathedralesk Niemals-Enden-Wollende.</p>
<p>Hier ein Link zur letzten Review MODERATs auf Kampnagel am 11. August 2013:<br />
<a href="http://blueprintfanzine.de/wp/moderat-tour-januar-maerz-2014/" class="broken_link">http://blueprintfanzine.de/wp/moderat-tour-januar-maerz-2014/</a></p>
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		<item>
		<title>TELLAVISION &#8211; Funnel walk</title>
		<link>https://blueprint-fanzine.de/tellavision-funnel-walk/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Sebastian Schwab]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 20 Jan 2014 14:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Tonträger]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Rekordierung: Zwischen Selbst- und Fremdaufnahme tingelt die Solistin in einer Mehrschichtigkeit mit sich und ihren Loops: Fee R. Kürten, aus Hamburg. Ich nehme ihr &#8222;Funnel walk” als minimalistisch, effektreich und LoFi wahr, das nimmer die Betonung auf Stimmung auslässt. Unquantifiziertes und geradlinige Technik rollen sich gegeneinander auf und bilden mehrere Rhythmusschichten aus Shaker, Güiro, Claps [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://blueprint-fanzine.de/tellavision-funnel-walk/">TELLAVISION &#8211; Funnel walk</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://blueprint-fanzine.de">.:blueprint fanzine:.</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Rekordierung: Zwischen Selbst- und Fremdaufnahme tingelt die Solistin in einer Mehrschichtigkeit mit sich und ihren Loops: Fee R. Kürten, aus Hamburg. Ich nehme ihr &#8222;Funnel walk” als minimalistisch, effektreich und LoFi wahr, das nimmer die Betonung auf Stimmung auslässt.<br />
Unquantifiziertes und geradlinige Technik rollen sich gegeneinander auf und bilden mehrere Rhythmusschichten aus Shaker, Güiro, Claps und anderen Perkussionen. Diese ergeben oder halten und kleben den Beat zusammen, der auch die Stimme als ein Element seiner vorgibt.<br />
Ohne viel Schnickschnack oder Dekorationen erzeugt die Künstlerin simpel gehaltene und charaktervolle Räume, in denen der Gesang hin- und her-, auf- und abwandert und sich übereinanderlegt. Missgestimmte Klänge fügen sich im schwebenden Choruseffekt hinzu und phasen zu den im Klang und Tempo oft ähnlichen Beats. Sie kehrt ihre Stimme im Effekt nach außen und gewinnt dabei an Soul, während mich die Aufnahme als Gesamtbild an eine frühere, durchsichtigere erinnert.<br />
In &#8222;Laughter” schafft die Solistin es, eine Art Gospelklage durch ihre Mehrstimmigkeit aufzubauen. Weitestgehend macht sich in mir die Stimmung von etwas Darkem breit, ohne aber EBM oder Gothic zu werden.<br />
In &#8222;Betony” ist die 26-Jährige auf einmal tief und reif geworden, hat das Hüpfige, Missmutige, Naive, Reklamierende abgelegt und legt inhaltlich und stimmungsmäßig noch einen on top, indem sie die verständlich-genormte Ebene verlässt. Hier nutzt sie Stimmenphasing, Roboter und gibt sich den Gesangwellen hin. Dies geschieht in einem Downtempo, der mit seinem dumpfen Bass einen Hauch Slow-Trip-Hop hervorruft. Bis alles in einer Stimme beendet wird.<br />
&#8222;Apex’ Apex” weist das einzig Klare in Bezug auf die Instrumentierung auf. Fee R. Kürten nutzt das Rudimentäre aus Akustikgitarre, Bass, Pads, Schellenkranz, kann sich akustisch sehen lassen und beendet das Album mit der Frage: &#8222;Where does it begin, where is its end”.</p>
<p>Mein Favorit ist &#8222;Sub species”, der für mich konkreter, etwas mehr nach vorne geht und ist das, was mir bleiben wird. Meinen Favoritpart gibt es in &#8222;Cruel kids”. Zunächst erfolgt der Aufbau aus Dramatik und Fragen. Dann kommt die Stimme dichter heran und tritt aus den Saiten hervor:</p>
<p>I am still feeding her<br />
still solace her<br />
still putting her to bed</p>
<p>Als trockenes Resümee stelle ich hintenan:<br />
Das, was sie live macht, ist auch auf dem Album. Gut so!<br />
Die ersten beiden Songs spiegeln den Stil des Albums wieder: Stimmung. Gut so!<br />
Und wenn TELLAVISION nur ein Lied sein soll, dann das &#8222;Haters you love”. Weiter so!</p>
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