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	<title>Akki, Autor bei .:blueprint fanzine:.</title>
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		<title>A Summer&#8217;s Tale 2017</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Akki]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 12 Aug 2017 12:46:44 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Es war von Anfang an klar: dieses Festival ist nicht das übliche, auf welches wir normalerweise gehen würden. Aber dennoch überwog vor einigen Monaten die Neugier: Was ist das für eine Veranstaltung, auf der Filz-Workshops. Yoga in etlichen Varianten, Kinderschminken und Kräuterwanderungen angeboten werden, doch zeitgleich Bands wie PJ HARVEY, PIXIES, THE NOTWIST und ELEMENT [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Es war von Anfang an klar: dieses Festival ist nicht das übliche, auf welches wir normalerweise gehen würden. Aber dennoch überwog vor einigen Monaten die Neugier: Was ist das für eine Veranstaltung, auf der Filz-Workshops. Yoga in etlichen Varianten, Kinderschminken und Kräuterwanderungen angeboten werden, doch zeitgleich Bands wie PJ HARVEY, PIXIES, THE NOTWIST und ELEMENT OF CRIME spielen? Die Neugier war auf jeden Fall gerechtfertigt. Also sitzen wir Monate später im Auto von Hamburg nach Luhmühlen. Bier gibt es zwar nicht, dafür aber Weißwein – schließlich muss das Getränk den Umständen angepasst werden. Nach gemütlicher Fahrt über modernisierte Dörfer – wir sind nicht im Osten hier, so viel ist klar – folgen wir der spärlichen Beschilderung zum Festival. Schnell kriegen wir unsere Pressebändchen und machen uns auf die Suche nach dem Crew-Campingplatz. Die Laune steigt, doch etwas ist anders, merken wir, als wir unseren Wein wahllos teilen wollen: Keiner nimmt unser Angebot an und die typischerweise trinkenden Massen fehlen komplett. Egal, bleibt mehr für uns. Wir bauen das Zelt auf und machen uns auf zu einer ersten Erkundung. Das Gelände ist am Donnerstag bereits gut gefüllt, doch bevor wir uns eine erste Meinung erlauben, holen wir uns ein Summer’s Ale. Die lokale Variante Bier, etwas süffig, süßlich sogar, kopfschmerzverdächtig. Wir setzen uns auf eine Holzpalette und blicken uns um. Das Erste, was uns klar wird: Wir fallen nicht auf. Im Gegenteil. Die ersten Grauhaar-Ansätzigen sind hier in der Überzahl, alles von Ende dreißig bis Anfang fünfzig. Dann eine Menge Kinder, vollständig vertreten von Milchsäugern bis zur Pubertät. Die Altersgruppe, die fehlt, tummelt sich wahrscheinlich gerade auf dem Wacken, dem Garbicz oder dem Nature One Festival. Kurzzeitig denke ich, dass ich auf mittlerem auch gerne wäre, anstatt hier, aber der Gedanke verfliegt. <img decoding="async" loading="lazy" class="alignright size-medium wp-image-24607" src="http://blueprintfanzine.de/wp/bpfz/wp-content/uploads/ast2017-barfuss-300x200.jpg" alt="ast2017-barfuss" width="300" height="200" srcset="https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/ast2017-barfuss-300x200.jpg 300w, https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/ast2017-barfuss.jpg 600w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" />Keine Reue, nur Elektro ist dann auch zu viel. Mütter und Väter mit Kinderwagen ziehen vorbei, Kinder mit aufgeblasenen Einhörnern (ein Geschenk von Fritz Kola) und vereinzelt trinkende Grüppchen. Ein befremdliches Gefühl bleibt, als wir uns PJ HARVEY ansehen. Auch bei Polly Jean ist der Punk der Anfangstage verflogen, stattdessen umgibt sie sich heute mit einer illustren Big Band, die die wilden Songs von früher braver klingen lassen. Ich war nie besonderer PJ HARVEY-Fan und freue mich deshalb auf die PIXIES, die in der Tat kraftvoller sind als gedacht. Das Summer’s Ale ist mittlerweile trinkbarer geworden, und wir haben das Gefühl, auf einem wirklichen Festival zu sein, vor allem dann, als um Mitternacht die Discoscheune ihre Pforten öffnet. DJ Krümel versorgt die Menge mit Alternative Music, und bei RAGE AGAINST THE MACHINE fühle ich mich plötzlich wie auf einer Neunziger Party. Das Durchschnittsalter der Menge ist drastisch gesunken, und alles wirkt unglaublich stressfrei. Leider weiß ich nicht mehr genau wann, aber vielleicht gegen drei machen wir uns auf, um unser Zelt zu finden.</p>
<p><img decoding="async" loading="lazy" class="alignleft size-medium wp-image-24609" src="http://blueprintfanzine.de/wp/bpfz/wp-content/uploads/ast2017-holz-300x200.jpg" alt="ast2017-holz" width="300" height="200" srcset="https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/ast2017-holz-300x200.jpg 300w, https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/ast2017-holz.jpg 600w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" />Meine Einschätzung bzgl. des Summer’s Ale war richtig, ist mein erster Gedanke, als ich mit üblen Kopfschmerzen aufwache. Heute nur Beck’s, als mittlerweile imperialistische Alternative hier angeboten, um zu überprüfen, ob es zu ebensolchen Katererscheinungen führt. An den kleinen, liebevollen Ständen gönnen wir uns für 4 Euro ein Rührei aus dem Tetrapak (so viel also zu lokaler Bauern-Unterstützung) und nehmen uns die Teilnahme an einem Yoga-Kurs vor. Doch schnell merken wir: die Workshop-Angebote sind gnadenlos überbucht. Ohne eine Stunde Voranmeldung – Minimum – geht hier nichts. Das mag möglich sein für Familien, doch für verplante Menschen, wie wir es sind, erscheint das nahezu unmöglich. Auch Spontaneität wird so nicht gerade gefördert. Also bedienen wir uns an den Kinderspielsachen und betreiben mit Radschlag und Handstand selbst etwas Impro-Yoga. Musikalisch begleitet wird dies von GET WELL SOON – passt irgendwie. Am Abend spielen THE NOTWIST und zeigen auch ohne Martin Gretschmann ihren Hang zu elektronischer Musik. Auch hier ist das Publikum durchmischt, und ältere Menschen, Kinder und Eltern mit schiebbaren Transportmitteln wechseln sich an unserer Seite ab. Doch das Neue ist: ich freue mich für sie, dass sie trotz Kindern an einem solchen musikalisch perfekten Konzert teilhaben können. Und genau an diesem Punkt mache ich meinen Frieden mit diesem Festival: es ist nicht für mich gemacht, ich muss es gar nicht mögen. Es richtet sich an diejenigen, die dafür kämpfen, dass ihr Leben mit dem Erscheinen von Kindern nicht vorbei ist. Dass Mensch das Leben auch anders gestalten kann als der Durchschnitt. Inwiefern dieses „anders“ vom Festivalveranstalter wirklich <img decoding="async" loading="lazy" class="alignright size-medium wp-image-24612" src="http://blueprintfanzine.de/wp/bpfz/wp-content/uploads/ast2017-tisch-300x200.jpg" alt="ast2017-tisch" width="300" height="200" srcset="https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/ast2017-tisch-300x200.jpg 300w, https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/ast2017-tisch.jpg 800w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" />gefördert wird (bei „Komfort“-Familienzelten für &gt; 700€, bei der Durchsuchung von Kinderwagen nach alkoholischen Getränken), sei dahingestellt. Für mich ist klar, das hier ist ein Geschäft, ein klares Geschäft, aber vielleicht ist es auch erst der Anfang. Vielleicht wird es besser, vielleicht das Angebot besser, ehrlicher. Doch möglicherweise will das auch niemand, und die Vorstellung, anders zu „sein“, reicht vollkommen aus. Mag es so sein. Mir ist es momentan recht. Ich hoffe nur, es entwickelt sich weiter. Leider ist bei uns nach THE NOTWIST die Luft raus, auch wenn wir es noch einige Stunden probieren. Die wissenschaftliche Überprüfung, ob Summer’s Ale einen stärkeren Kopfschmerz hervorruft als Beck’s bleibe ich dem interessierten Leser schuldig.</p>
<p>Der nächste Tag gestaltet sich kurz. Wir nehmen noch an einigen Lesungen teil, den Winzer-Anekdoten, dem Poetry Slam und ROCKO SCHAMONI, dessen Humor allerdings nicht so recht funkt. Das Gefühl, fehl am Platz zu sein, überwiegt. Vielleicht auch bei ihm. Doch nach wie vor: Das Festival ist nicht für uns gemacht, und so verlassen wir das Gelände um da zu sein, wohin wir gehören. Ohne Groll zu haben, da gewesen zu sein, wo andere hingehören.</p>
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		<title>RISE AGAINST &#8211; Appeal to reason</title>
		<link>https://blueprint-fanzine.de/rise-against-appeal-to-reason/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Akki]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 20 Nov 2008 08:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Tonträger]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Was kommt nach einer grandiosen EP wie der &#8222;This is noise&#8220;-EP? Ein ebenbürtiges Album sagen die einen, eine herbe Enttäuschung meinen die anderen. Leider haben in diesem Fall die anderen Recht, wo sie doch sonst immer so falsch liegen. Mit &#8222;Appeal to reason&#8220; hat das Chicagoer Melodic Hardcore-Quartett um Sänger Tim McIlrath einen Langspieler vorgelegt, [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Was kommt nach einer grandiosen EP wie der &#8222;This is noise&#8220;-EP? Ein ebenbürtiges Album sagen die einen, eine herbe Enttäuschung meinen die anderen. Leider haben in diesem Fall die anderen Recht, wo sie doch sonst immer so falsch liegen. Mit &#8222;Appeal to reason&#8220; hat das Chicagoer Melodic Hardcore-Quartett um Sänger Tim McIlrath einen Langspieler vorgelegt, welcher zugegebenermaßen mit fast 52 Minuten recht lange spielt, in dieser Zeit allerdings nicht überzeugen kann.<br />
Die Energie und (T)rotzigkeit der Vorgängeralben lässt das aktuelle Machwerk leider komplett vermissen. Obwohl der Opener &#8222;Collapse (post amerika) noch ganz gut nach vorne geht, erinnert er doch zu stark an die guten alten BAD RELIGION. Dies bedeutet jedoch auch, dass man das Gefühl nicht los wird, das gesungene und gespielte schon in tausendfacher Variation gehört zu haben, und dieses ungute Gefühl hält über die Dauer der 13 folgenden Tracks an. RISE AGAINST appellieren währenddessen so aufdringlich und plump an die Vernunft des Zuhörers, dass man unwillkürlich die linke Faust in die Luft streckt, nur um sie kurz darauf auf die Fernbedienung des CD-Spielers zu schmettern. Wenn Phrasenschweine der Stromgitarre mächtig wären, käme es dem hier Geboteten wohl erschreckend nahe. Leider sucht man das geniale &#8222;Obstructed view&#8220; der &#8222;This is noise&#8220;-EP oder ebenbürtige Songs auf &#8222;Appeal to reason&#8220; vergeblich, welches sich somit endgültig der mediokren Anti-Alles-Beschallung preisgibt. Hoffentlich versuchen es RISE AGAINST entgegen ihrer üblichen &#8222;Lasst uns treffen und spielen&#8220;-Philosophie im nächsten Album mit einem &#8222;Lasst uns treffen, nachdem wir uns künstlerisch weiterentwickelt haben und spielen&#8220;-Ansatz, dann klappts auch wieder mit dem Rocken.</p>
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		<title>Musikparade 2008 &#8211; Europas größte Tournee der Militär- und Blasmusik</title>
		<link>https://blueprint-fanzine.de/musikparade-2008/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Akki]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 03 Feb 2008 08:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Livereviews]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Bevor dieser Samstag kam, hätte man die drei Gestalten fragen können: &#8222;Welches Konzert hättet ihr denn am liebsten noch einmal gesehen?&#8220; Die Antworten wären gewesen: &#8222;ALANIS MORISSETTE&#8220; (Jens), &#8222;TUBESTRIKE&#8220; (Arne) und &#8222;YAGE&#8220; (Akki). Doch wie gesagt, das war vor Samstag. Nach dem 02.02 fällt die Antwort anders, dafür aber einheitlich aus: die Militär- und Blasmusikparade [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Bevor dieser Samstag kam, hätte man die drei Gestalten fragen können: &#8222;Welches Konzert hättet ihr denn am liebsten noch einmal gesehen?&#8220; Die Antworten wären gewesen: &#8222;ALANIS MORISSETTE&#8220; (Jens), &#8222;TUBESTRIKE&#8220; (Arne) und &#8222;YAGE&#8220; (Akki). Doch wie gesagt, das war vor Samstag. Nach dem 02.02 fällt die Antwort anders, dafür aber einheitlich aus: die Militär- und Blasmusikparade 2008 in der Color Line Arena!<br />
Es gibt multiple Gründe für diesen Sinneswandel. Zum einen wäre da der penetrante, süßliche Geruch von alten Menschen, der trotz der riesigen Halle in der Luft klebt und die herrliche Erinnerung an die Urgroßoma hervorruft, die einem eine Tafel Ritter-Sport Schokolade schenkt. Des weiteren seien die erzieherischen Blicke erwähnt, die einem gnadenlos entgegen geworfen werden, weil zerfetzte Jeans nun mal absolut nicht in diese Welt gehören. Und sie haben recht; die Erziehung greift: warum um Himmels Willen habe ich nicht meine braune Cordhose und die Jägerweste angezogen, ich Depp! Was habe ich bloß meiner armen Mutter mit meinem Outfit angetan? Und zu guter letzt natürlich die Sicherheit des musikalischen Verständnisses. Nirgendwo findet man so viele begnadete, taktsichere Hände-Klatscher wie an diesem Ort. Man, die Kraft der Masse wird hier mal wieder deutlich, und ich krieg jetzt noch &#8217;ne Gänsehaut.<br />
Und wenn ich nach diesem Erlebnis an all die Rock-Pop-Punk-Techno-Hardcore-Bands denke, die musikalisch eher einer Chaostheorie zu folgen scheinen, wird mir ganz schlecht. Ein bisschen Ordnung ist in einer Welt voll von Selbstmordattentätern, Immobiliencrashs und dem lateinamerikanischen Sozialismus des 21. Jahrhundert schon wünschenswert. Und genau eine solche Welt verbirgt sich hinter der Militär- und Blasmusikparade. Zünftiges Bier zu Strauß&#8216; Radetzkymarsch, ein paar schottische Männer in Röcken und ein Moderator, der sich für keinen Witz zu schade ist. Aber das macht auch nichts, solange das Publikum lacht. Und genau das haben die drei Gestalten auch getan: sie haben sich köstlich amüsiert!</p>
<p>(jg) In der Tat. Aber hätte ich bereits vorher gewusst, um was für ein Geburtstagsgeschenk es sich handelt, hätte ich es wahrscheinlich abgelehnt. Denn ich hatte die Wahl: entweder eines, das so bescheuert ist, dass es schon wieder gut ist oder ein eher funktionelles. Meine Wahl fiel natürlich auf ersteres, und so wird mein Handy auch zukünftig nicht mit einem solarbetriebenen Ladegerät wieder aufgetankt. Aber wie heißt es so schön? Wer nichts erwartet, kann auch nicht enttäuscht werden. Immerhin musste ich nicht alleine hin, und letztlich trafen wir direkt neben der ehemaligen AOL-Arena, die wir wegen des Derbys gegen 96 (Arne) ja eigentlich besuchen wollten, dann doch nicht nur auf verkappte Altnazis, wie zuvor befürchtet. Vielleicht lag&#8217;s daran, dass neben dem deutschen Orchester auch ausländische Truppen aufspielten. Und es gab letztlich nicht nur Frohsinn im Vier-Viertel-Takt, sondern auch so manche Exkursion in den Swing, Jazz und Klezmer. Vor allem der Militärmusikkorps Odessa stach dabei positiv hervor und überzeugte im Gegensatz zu den meisten anderen Uniformierten statt durch akkuraten Stechschritt eher durch musikalische Virtuosität, wohingegen der deutsche Umzug ungelogen &#8222;Highway to hell&#8220; und &#8222;Smoke on the water&#8220; intonierte. Wenn die Zuschauer gewusst hätten, zu welch unchristlicher Musik sie da soeben mitgeschunkelt haben&#8230;<br />
Achso, und um Euch den Witz des Abends nicht vorzuenthalten:<br />
Nach der letzten Musikparade habe der Moderator mit einem Zuschauer gesprochen, der vor allem von den goldenen Toiletten überrascht war. Worauf er sich gewundert, aber auch nicht weiter nachgefragt habe. Geklärt hat sich die Sache ein paar Tage später als er einen der beteiligten Musiker auf selbige Parade ansprach. Der fand sie zwar auch sehr gut, aber wenn er nur wüsste, welcher Sack ihm da in seine Tuba gekackt hat… In diesem Sinne: lasst&#8217;s krachen!</p>
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		<title>NUCCINI &#8211; Matters of love and death</title>
		<link>https://blueprint-fanzine.de/nuccini-matters-of-love-and-death/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Akki]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 20 Oct 2006 07:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Tonträger]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>NUCCINI!, klingt wie eine raffinierte Schokoladenpraline, ist es aber nicht. Gemeint ist vielmehr das erste Soloalbum von Gorrando Nuccini, hauptamtlich Gitarrist der italienischen Band GIARDINI DI MIRO. Aber egal, ich hole mir trotzdem erst einmal einen Kaffee dazu und höre mir das Ding an. Die ersten Gedanken, die meinen Kopf bei den einleitenden Stücken durchkreuzen, [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>NUCCINI!, klingt wie eine raffinierte Schokoladenpraline, ist es aber nicht. Gemeint ist vielmehr das erste Soloalbum von Gorrando Nuccini, hauptamtlich Gitarrist der italienischen Band GIARDINI DI MIRO. Aber egal, ich hole mir trotzdem erst einmal einen Kaffee dazu und höre mir das Ding an. Die ersten Gedanken, die meinen Kopf bei den einleitenden Stücken durchkreuzen, gehen in Richtung Anticon, um genauer zu sein erinnert mich der Gesang stark an SAGE FRANCIS und die Vertracktheit an cLOUDDEAD. Auch eine dominante Ähnlichkeit zu 2nd rec-Labelkollegen ZUCCHINI DRIVE ist ebenfalls nicht zu leugnen, zumal Siaz in einigen Stücken als Gast-MC auftritt. Ein Ausflug des Italieners in die HipHop-Szene also. Aber so einfach lässt sich die Scheibe nur anfänglich beschreiben und einordnen. Die Wurzeln von Gorrando liegen nun mal in seinem „emotionalen Lebensrhythmus“, wie er selber einmal sagte, und dieses lässt sich schlecht in schnellen Beats und Raps verpacken, daher tauchen in fast jedem Stück, mal länger, mal kürzer, wirklich gute Streicherarrangements auf, die dadurch die Scheibe von den genannten Vergleichen abheben lässt. Auf der anderen Seite wirkt das Album dadurch etwas unstetig, sprunghaft. Irgendwie habe ich das Gefühl, das es nicht weiß, wohin es gehört oder wohin es will. Hiervon ein bisschen und davon, schad’ ja nicht, Hauptsache vertrackt und intelligent inszeniert. Aber was soll’s, genau darum geht es ja und so bleibt mir nichts anderes übrig, als zu sagen: Keine Frage, „Matters of Love and Death“ ist ein gutes Album; es ist ein perfekter Kompromiss, oder netter gesagt: eine perfekte Mischung aus HipHop und melancholischen Gitarrenmelodien. Somit ist es prädestiniert für eine Autofahrt, bei der einer mehr auf Indierock oder ähnlichen Quatsch steht, der andere aber eher auf Rap. Also, wenn ihr je in eine solche Situation kommt, nehmt diese Scheibe mit, und Kaffee muss man dazu auch nicht zwingend trinken. Ich stelle meinen jetzt auch weg und höre mir das Ding noch einmal an.</p>
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		<title>DÄLEK &#8211; Absence</title>
		<link>https://blueprint-fanzine.de/daelek-absence/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Akki]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 20 Feb 2005 05:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Tonträger]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>DÄLEK ist ein akustisches Phänomen – daran gibt es nichts zu rütteln. Nach dem unbekannten Debüt von 1998 und dem großartigen Nachfolger „From filthy tongue of gods and griots“ ist nun DÄLEK’s neue Scheibe „Absence“ draußen, die es in unglaublicher Weise schafft, noch intensiver zu klingen als die vorherige. New Jersey’s DÄLEK knüpfen zwar mit [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>DÄLEK ist ein akustisches Phänomen – daran gibt es nichts zu rütteln.<br />
Nach dem unbekannten Debüt von 1998 und dem großartigen Nachfolger „From filthy tongue of gods and griots“ ist nun DÄLEK’s neue Scheibe „Absence“ draußen, die es in unglaublicher Weise schafft, noch intensiver zu klingen als die vorherige. New Jersey’s DÄLEK knüpfen zwar mit ihrem neuen Werk nahtlos an den Vorgänger an, reduzieren dies aber noch extremer auf die metallischen Beats und die Eindringlichkeit der Vocals. Das Resultat aus dieser Destillation ist der progressivste und extremste Hip-Hop, den ich je vernommen habe. Aus diesem Grund fällt ein Vergleich mit anderen Künstlern dieses Genres schwer. Vielleicht kann EL-P in diesem Kontext genannt werden, der ebenso wie DÄLEK große, laute Strukturen favorisiert, allerdings verfolgen DÄLEK nicht das Ziel der microphone-gymastics und legen auch keinen Wert auf komplexe Beats. Daher bleibt als einziger wirklich zählender Vergleich nur SPECTRE übrig, deren Beats ebenso düster und visionär klingen, wie die von DÄLEK. Allerdings gelingt es MC Dälek noch, eine enorme Note an (politisch) verbaler Aggresivität in die Musik zu bringen, die bei SPECTRE fehlt. Doch bei alledem ist keine Spur von HipHop-typischen lyrischen Klischees zu finden.<br />
Obwohl DÄLEK eine Hip-Hop Combo sind, stammt die Inspiration für ihr musikalisches Schaffen von Bands wie SONIC YOUTH oder FLYING SAUCER ATTACK. Die psychedelisch wirkenden Ausbrüche dieser Bands sind für DÄLEK zum Programm geworden. Es werden zwar keine Gitarren minutenlang malträtiert, dafür zeigt aber (DJ) Still mindestens ebenso lang seine perfekte Kunst an den Turntables („a beast caged“ &amp; „opiate the masses“). Einzig schade an dem neuen Album ist, das DÄLEK diesmal ganz auf die Verwendung von Schlagzeug und Gitarre verzichten, wie es noch in „From filthy tongue“’s der Fall war.<br />
Alles in allem haben DÄLEK mit „Absence“ ein unkommerzielles, wahnsinnig gutes Werk geschaffen, das auch noch auf Ipecac daherkommt – das spricht für sich selbst. Ein Album für Freunde, bei denen nicht immer die Sonne scheint, die aber auch Musik für den Walkman bauchen. Ich zumindest gehe damit jetzt verkatert raus – Ende.</p>
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