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	<title>Specials Archive - .:blueprint fanzine:.</title>
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		<title>Kurz &#038; schmerzlos (Juli – September 2026)</title>
		<link>https://blueprint-fanzine.de/kurz-schmerzlos-juli-september-2026/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Simon-Dominik Otte]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 05 Oct 2026 19:31:39 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Specials]]></category>
		<category><![CDATA[bp_highlight]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Man wird älter. Die Wehwehchen nehmen zu und bleiben einem auch länger erhalten. Erlebe ich gerade mit meinem Kniegelenk. Kein großer Spaß, das kann ich sagen und in keinem Falle etwas, das man unbedingt länger an sich binden möchte. Aber manchmal kann man auch wenig dagegen tun, außer vielleicht die Symptome zu bekämpfen. So lernt [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="has-black-color has-white-background-color has-text-color has-background">Man wird älter. Die Wehwehchen nehmen zu und bleiben einem auch länger erhalten. Erlebe ich gerade mit meinem Kniegelenk. Kein großer Spaß, das kann ich sagen und in keinem Falle etwas, das man unbedingt länger an sich binden möchte. Aber manchmal kann man auch wenig dagegen tun, außer vielleicht die Symptome zu bekämpfen. So lernt man dann auch neue Ärzt:innen kennen. Und neue Diagnosen. Und man merkt immer mehr, dass die Jugend nun zumindest körperlich wirklich hinter einem liegt. Ist ja auch mal ne Erfahrung. Auch, wenn man sie nicht unbedingt braucht. <br>Und wenn man dann so zu Hause rumhängt und sich schonen muss, obwohl es doch so viel zu tun gibt und man doch absolut unersetzlich ist, dann nutzt man die Zeit, um zumindest mal die k&amp;s zu erledigen &#8211; und dabei fällt mir auf, wie viele Parallelen das, was ich eben geschrieben habe, zu unseren Kurzreviews aufweist. Ich fühle mich immer etwas schlecht, wenn es mal wieder &#8222;nur&#8220; für ein k&amp;s reicht, oft sind die Alben aber auch nicht der große Genuss, dem man sich längerfristig widmen möchte. Und die Symptome bekämpfe ich dann eben mit den besseren Alben, denen ich dann auch eine Vollrezension gönne. Eins ist klar (oder sollte klar sein): Jedes k&amp;s ist auch eine Erfahrung, auch, wenn man sie nicht unbedingt braucht. <br>Viel Spaß mit unseren Kurzreviews von Juli bis September.</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="alignleft size-thumbnail"><img decoding="async" width="150" height="150" src="https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/2026/10/bismut-matsutake-150x150.jpg" alt="" class="wp-image-48139" srcset="https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/2026/10/bismut-matsutake-150x150.jpg 150w, https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/2026/10/bismut-matsutake.jpg 350w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px" /></figure></div>


<p class="has-white-background-color has-background"><strong>BISMUT – Matsutake</strong> (Label: Tonzonen Records, VÖ: 24.04.2026)<br>(jg) Instrumentaler Metal/Post-Rock aus Nimwegen mit psychedelischen Exkursen und Songlängen von bis zu neun Minuten. Dass es sich bei „Matsutake“ um einen Speisepilz und nicht um Magic Mushrooms handelt, sei an dieser Stelle nur kurz erwähnt – die Musik und die bewusstseinserweiternde Optik des Vinyls könnten durchaus anderes vermuten lassen. Wobei BISMUT eben nicht nur nach Psychedelic klingen. Fühlt man sich in einem Moment noch an MASTODON erinnert, könnte eine andere Stelle auf der Platte problemlos Naturaufnahmen aus Japan untermalen. Schräge Kombi, in sich aber absolut stimmig. Und so läuft man auch nicht Gefahr, irgendwann wegzudösen.<br><a href=" https://bismut.bandcamp.com/" class="broken_link">https://bismut.bandcamp.com/</a></p>


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<figure class="alignleft size-thumbnail"><img decoding="async" loading="lazy" width="150" height="150" src="https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/2026/10/black-mode-revival-one-150x150.png" alt="" class="wp-image-48155" srcset="https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/2026/10/black-mode-revival-one-150x150.png 150w, https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/2026/10/black-mode-revival-one.png 250w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px" /></figure></div>


<p class="has-black-color has-white-background-color has-text-color has-background"><strong>BLACK MODE REVIVAL – One (EP) </strong>(Label: Timezone, VÖ: 18.09.2026)<br>(so) Entschuldigung, aber beim ersten Track musste ich denken: „Meinen die das ernst, dieses naaa, naaa, naaa?“ und musste feststellen, dass ja. Danach wird der Song zwar noch etwas besser und geht in Richtung Tarantino-Soundtrack, aber schon der zweite ist dann wieder so repetitiv, dass es wirklich langweilig wird. Ja, ja, wir lassen dich schon nicht down, keine Sorge. Insgesamt versammeln sich auf „One“ vier Songs, die alle ganz gut (so irgendwie) zu einem Actionfilm aus den 70ern passen könnten, aber auf eine seltsame Art unausgereift wirken, als wären die Instrumente und die Stimme geixt worden. Gitarrenmusik für Freund:innen eben solcher Actionfilme, würde ich sagen.<br><a href="https://blackmoderevival.com">https://blackmoderevival.com</a></p>


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<figure class="alignleft size-thumbnail"><img decoding="async" loading="lazy" width="150" height="150" src="https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/2026/10/cmon-tigre-lumina-150x150.jpg" alt="" class="wp-image-48157" srcset="https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/2026/10/cmon-tigre-lumina-150x150.jpg 150w, https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/2026/10/cmon-tigre-lumina-700x700.jpg 700w, https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/2026/10/cmon-tigre-lumina-1024x1024.jpg 1024w, https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/2026/10/cmon-tigre-lumina-600x600.jpg 600w, https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/2026/10/cmon-tigre-lumina.jpg 1155w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px" /></figure></div>


<p class="has-black-color has-white-background-color has-text-color has-background"><strong>C’MON TIGRE – Lumina </strong>(Label: CMT, VÖ: 02.10.2026)<br>(so) Es gibt ja doch immer recht viel Musik, die sich dem Themenbereich „anstrengend“ unterordnen lässt. „Lumina“ reiht sich in diese Phalanx ziemlich locker-flockig ein. Für C’MON TIGRE öffnet sich die Schublade „anstrengende Elektronik“ sehr weit, lässt aber auch noch ein bisschen Platz für verquere Ethnospielereien. Musik, wie sie auf dem Kampnagel-Festival sicherlich eine große Menge an Freund:innen finden dürfte. Ich muss mal wieder feststellen, dass mein musikalischer Intellekt für derartige Alben einfach nicht ausreicht. Wenn sich „Lumina“ mehr in Richtung Breakbeat von APOLLO 440 o.ä. entwickelt hätten, dann hätte ich sicherlich lauter dafür getrommelt.<br><a href="https://cmontigrek7.bandcamp.com/album/racines">https://cmontigrek7.bandcamp.com/album/racines</a></p>


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<figure class="alignleft size-thumbnail"><img decoding="async" loading="lazy" width="150" height="150" src="https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/2026/10/dm-fhr-150x150.jpg" alt="" class="wp-image-48141" srcset="https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/2026/10/dm-fhr-150x150.jpg 150w, https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/2026/10/dm-fhr.jpg 700w, https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/2026/10/dm-fhr-600x600.jpg 600w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px" /></figure></div>

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<figure class="alignleft size-thumbnail"><img decoding="async" loading="lazy" width="150" height="150" src="https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/2026/10/grafik-1-150x150.jpg" alt="" class="wp-image-48142" srcset="https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/2026/10/grafik-1-150x150.jpg 150w, https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/2026/10/grafik-1.jpg 700w, https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/2026/10/grafik-1-600x600.jpg 600w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px" /></figure></div>


<p class="has-white-background-color has-background"><strong>DAVID MOSS – Full house (1984) &amp; Dense band (1985) &#8211; Remastered</strong> (Label: Yatak Records, VÖ: 07.08.2026)<br>(jg) Wer sich fragt, was Anfang der Achtziger in der New Yorker Downtown-Szene eigentlich so los war, bekommt hier eine ziemlich kompromisslose Antwort. DAVID MOSS versammelt auf &#8222;Full house&#8220; und &#8222;Dense band&#8220; unter anderem FRED FRITH, ARTO LINDSAY, JOHN ZORN, CHRISTIAN MARCLAY und BILL LASWELL und lässt sie gemeinsam Dinge tun, die sich nur bedingt als Musik im klassischen Sinn bezeichnen lassen. Freie Improvisation, Noise, experimentelle Percussion, Stimme, Feedback und allerlei Geräusche treffen aufeinander, manchmal völlig durcheinander, manchmal überraschend groovend. <br>Vor allem &#8222;Dense band&#8220; zeigt, dass Moss durchaus an etwas dachte, das man mit viel gutem Willen als Songs bezeichnen könnte. Seine Idee von Noise-Musik, zu der man tanzen kann, ist jedenfalls nicht völlig aus der Luft gegriffen. Das Problem: Bis dahin muss man erst einmal kommen. Denn diese beiden Alben sind teilweise schon ziemlich anstrengend. Wer nicht gerade täglich mit Würggeräuschen, Hämmern in einem Besteckfach und anderen akustischen Zumutungen seinen Alltag gestaltet, braucht womöglich ein paar Anläufe. Für alle anderen: faszinierendes Dokument einer Zeit, in der in New York offenbar wirklich alles ausprobiert werden musste.<br><a href="https://david-moss.bandcamp.com/" class="broken_link">https://david-moss.bandcamp.com/</a></p>


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<figure class="alignleft size-thumbnail"><img decoding="async" loading="lazy" width="150" height="150" src="https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/2026/10/fl-voliii-150x150.jpg" alt="" class="wp-image-48149" srcset="https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/2026/10/fl-voliii-150x150.jpg 150w, https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/2026/10/fl-voliii.jpg 700w, https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/2026/10/fl-voliii-600x600.jpg 600w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px" /></figure></div>


<p class="has-white-background-color has-background"><strong>FLORE LAURENTIENNE &#8211; Volume III</strong> (Label: , VÖ: 10.04.2026)<br>(ed) Kennt noch jemand den Film „Jenseits der Stille“ aus dem Jahr 1996? Genau daran musste ich denken, als ich mir FLORE LAURENTIENNE mit „Volume III“ angehört habe. Auch wenn die Klarinette hier keine Rolle spielt, erinnert mich das rein instrumentale Album mit seinen klassischen Instrumenten wie Violine und Harfe an den Film aus den 90ern. Das Ganze ist ein wunderschöner warmer Sound, wie ein Klangteppich zum Reinlegen. Manchmal wird es aber auch opulenter, und man kann sich gut vorstellen, wie Komponist und Keyboarder Mathieu David Gagnon das mit seinen sechs Mitmusiker:innen auf die Bühne bringt. Das ist bestimmt großes Kino, um in der Filmsprache zu bleiben. Mathieu selbst spielt dabei hauptsächlich den Mini Moog. Die Sounds des Synthesizers fügen sich brillant ein und ergeben zusammen mit den klassischen Instrumenten ein harmonisches Zusammenspiel. Wer auf klassische Musik und/oder Filmmusik steht, sollte bei FLORE LAURENTIENNE unbedingt mal reinhören.<br><a href="https://florelaurentienne.bandcamp.com/" class="broken_link">https://florelaurentienne.bandcamp.com/</a></p>


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<figure class="alignleft size-thumbnail"><img decoding="async" loading="lazy" width="150" height="150" src="https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/2026/10/otlrpo-lor-150x150.jpg" alt="" class="wp-image-48150" srcset="https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/2026/10/otlrpo-lor-150x150.jpg 150w, https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/2026/10/otlrpo-lor.jpg 225w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px" /></figure></div>


<p class="has-white-background-color has-background"><strong>OLLI &amp; THE LONDON RADIO POP ORCHESTRA – Life on Rennes</strong> (Label: , VÖ: )<br>(ed) Mit „Life on Rennes“ legt der französische Künstler Olivier Leroy (Olli) eine cineastische Liebeserklärung an seine Wahlheimat Rennes vor. Auf den insgesamt elf Titeln des Albums – fast alle aus seiner eigenen Feder – verschmelzen opulente Streicher-Arrangements, klassisches Piano und große Pop-Melodien. Dieses Werk ist keine Musik für nebenbei: Um komplett in die dichten Klangwelten abzutauchen, sollte man sich bewusst Zeit nehmen. Erst unter dem Kopfhörer entfaltet das Album seine volle emotionale Wirkung und lässt den Hörer die Zeit vergessen. Während die gelegentlich eingestreuten elektronischen Sounds fast schon ablenken und für mich nicht zwingend nötig gewesen wären, glänzt das Album in den reduzierten Momenten. Bestes Beispiel hierfür ist die packende Neuinterpretation des THE SMITHS-Klassikers „There is a light that never goes out“, die zeigt, wie stark diese Musik ist, wenn sie sich auf das Wesentliche konzentriert.<br><a href="https://soundcloud.com/ollithelondonradiopoporchestra">https://soundcloud.com/ollithelondonradiopoporchestra</a></p>


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<figure class="alignleft size-thumbnail"><img decoding="async" loading="lazy" width="150" height="150" src="https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/2026/10/KuS_pornscars-150x150.jpg" alt="" class="wp-image-48203" srcset="https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/2026/10/KuS_pornscars-150x150.jpg 150w, https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/2026/10/KuS_pornscars-600x600.jpg 600w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px" /></figure></div>


<p class="has-white-background-color has-background"><strong>PORNSCARS &#8211; Victimless crimes (Label: Smith &amp; Miller Records, VÖ 05.06.2026)</strong><br>(bc) Was die PORNSCARS aus Berlin auf &#8222;Victimless crimes&#8220; abliefern, würde ich mal als Garage Punk mit ADHS-Tendenzen bezeichnen. Hektische Songs und eine innere Rastlosigkeit treffen auf Texte, die sich vorwiegend mit den dunklen Seiten der menschlichen Seele befassen. Und immer wenn man denkt, das Ritalin fängt gerade an zu wirken, wird man doch noch eines Besseren belehrt &#8211; wie etwa in &#8222;Party in prison&#8220;, das mit einer beschwingten Offbeat-Strophe beginnt, ehe der Song plötzlich in einen Breakdown-Refrain kippt. Insofern verhält es sich bei diesem Album wie mit einem guten Horror-Film: Nichts für schwache Nerven, aber spannend ist es allemal.<br><a href="https://pornscars.bandcamp.com" target="_blank" rel="noreferrer noopener" class="broken_link">https://pornscars.bandcamp.com</a></p>


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<figure class="alignleft size-thumbnail"><img decoding="async" loading="lazy" width="150" height="150" src="https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/2026/10/rl-aer-150x150.jpg" alt="" class="wp-image-48147"/></figure></div>


<p class="has-white-background-color has-background"><strong>REINHARD LAKOMY – Aër</strong> (Label: Lacky Music, VÖ: 28.08.2026)<br>(jg) Noch gar nicht so lange her – etwa ein Vierteljahr –, dass ich bei Blueprint mit REINHARD LAKOMY eine Ikone der DDR besprochen habe. Nun also schon die nächste Wiederveröffentlichung aus seinem Backkatalog: das 1991 erschienene Elektronik-Album „Aër“. Im Vergleich zum<a href="https://blueprint-fanzine.de/reinhard-lakomy-palastkonzert/"> Live-Album „Palastkonzert“</a> fällt es stilistisch natürlich anders aus, ist dadurch aber auch weniger avantgardistisch und deutlich nahbarer. Dabei grenzt sich Lakomy bewusst von der klassischen Berliner Schule ab und verbindet Synthesizer mit orchestralen Klangvorstellungen. Mehr JEAN MICHEL JARRE als TANGERINE DREAM-Klon.<br><a href="https://www.traumzauberbaum.de/">https://www.traumzauberbaum.de/</a></p>


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<figure class="alignleft size-thumbnail"><img decoding="async" loading="lazy" width="150" height="150" src="https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/2026/10/sauvageoness-maze-150x150.jpg" alt="" class="wp-image-48158" srcset="https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/2026/10/sauvageoness-maze-150x150.jpg 150w, https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/2026/10/sauvageoness-maze-700x700.jpg 700w, https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/2026/10/sauvageoness-maze-1024x1024.jpg 1024w, https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/2026/10/sauvageoness-maze-600x600.jpg 600w, https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/2026/10/sauvageoness-maze.jpg 1200w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px" /></figure></div>


<p class="has-black-color has-white-background-color has-text-color has-background"><strong>SAUVAGEONESS – A maze deep in </strong>(Label: Eigenregie, VÖ: 22.05.2026)<br>(so) Es gibt ja doch immer recht viel Musik, die sich dem Themenbereich „anstrengend“ unterordnen lässt. „A maze deep in“ reiht sich in diese Phalanx ziemlich locker-flockig ein. Habt ihr heute schon mal gelesen? Na, das beweist doch, dass ich recht habe. SAUVAGEONESS sind aber anders anstrengend als C’MON TIGRE. Nicht nur aufgrund der schweren Gitarren, nein, auch der irgendwie verhuschte Gesang stressen ordentlich. Als würde ein Doom-Gewitter über einem herabrauschen, dazu läuft der Staubsauger auf Hochtouren und die Tochter des Hauses singt die Lyrics ihres Lieblingsliedes falsch mit. Das ist sicherlich Kunst, aber sicherlich nichts für mich.<br><a href="https://sauvageoness.bandcamp.com/album/a-maze-deep-in">https://sauvageoness.bandcamp.com/album/a-maze-deep-in</a></p>


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<figure class="alignleft size-thumbnail"><img decoding="async" loading="lazy" width="150" height="150" src="https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/2026/10/schneckenkoenich-a-150x150.jpg" alt="" class="wp-image-48152" srcset="https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/2026/10/schneckenkoenich-a-150x150.jpg 150w, https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/2026/10/schneckenkoenich-a.jpg 700w, https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/2026/10/schneckenkoenich-a-600x600.jpg 600w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px" /></figure></div>


<p class="has-white-background-color has-background"><strong>SCHNECKENKÖNICH – Alright</strong> (Label: , VÖ: 14.06.2026)<br>(jg) Erdiger, angenehm staubiger Mix aus Americana, Bluesrock, Soul und Classic Rock mit deutlicher 60s/70s-Schlagseite. Ich gebe zu, dass ich mir selten mit einer Veröffentlichung von Sounds of Subterrania so schwer getan habe wie mit dieser. Und wo ich mich ständig gefragt habe, welchen Bezug Gregor dazu haben mag. Er spricht im Info selbst von &#8222;Arbeiter Hippie Rock&#8220; und &#8222;aus der Zeit gefallenen, unprätentiösem Straßenrock&#8220;. Dazu dieses merkwürdige Knetfiguren-Artwork und dieser seltsame Bandname. Irgendwie passte hier in meinen Augen rein gar nichts zusammen, jedenfalls nichts auf der gemeinsamen Geschmacksebene. Vielleicht hat Gregor recht, als er weiter unten im Info sagt, dass es diese Band hierzulande schwer hat, weil sie so puristisch daherkommt und Pubrock in Deutschland nicht so richtig in der Gesellschaft angekommen ist. Während ich an dieser Rezension schrieb, hörte ich das Album komplett durch. Und plötzlich musste ich mir eingestehen: Die Stimme hat durchaus etwas, die Gitarren sitzen, und auch die Produktion funktioniert erstaunlich gut. Am Ende ertappte ich mich sogar dabei, wie mein linker Fuß anfing mitzuwippen. Vielleicht schaue ich einfach mal im Pub vorbei, wenn der SCHNECKENKÖNICH in Hamburg Station macht.<br><a href="https://soundsofsubterrania.bandcamp.com/album/alright">https://soundsofsubterrania.bandcamp.com/album/alright</a></p>


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<figure class="alignleft size-thumbnail"><img decoding="async" loading="lazy" width="150" height="150" src="https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/2026/10/grafik-150x150.png" alt="" class="wp-image-48140" srcset="https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/2026/10/grafik-150x150.png 150w, https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/2026/10/grafik.png 350w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px" /></figure></div>


<p class="has-white-background-color has-background"><strong>SIYOU – About me</strong> (Label: 36Music, VÖ: 10.07.2026)<br>(jg) SIYOU verbindet Soul, Gospel, Pop und Jazz mit ihrer sehr präsenten, ausdrucksstarken Stimme. Eher organisch und spirituell als glatt produzierter Soul-Pop, mit ruhigen, persönlichen Songs ebenso wie groovigeren Nummern. Wobei der in Kamerun geborenen und in Ulm verwurzelten Sängerin auch ihr christlicher Glaube wichtig ist – der Name „Siyou“ bedeutet schließlich so viel wie „von Gott gehört“. ARETHA FRANKLIN, LAURYN HILL und ANGÉLIQUE KIDJO sind insofern nur grobe musikalische Bezugspunkte. SIYOU geht es weniger um bloße Stilübungen als darum, persönliche Erfahrungen und ihren Glauben in ihre Musik einfließen zu lassen.<br><a href="https://siyou.bandcamp.com/" class="broken_link">https://siyou.bandcamp.com/</a></p>


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<figure class="alignleft size-thumbnail"><img decoding="async" loading="lazy" width="150" height="150" src="https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/2026/10/sm-itt-150x150.jpg" alt="" class="wp-image-48137" srcset="https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/2026/10/sm-itt-150x150.jpg 150w, https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/2026/10/sm-itt.jpg 700w, https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/2026/10/sm-itt-600x600.jpg 600w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px" /></figure></div>


<p class="has-white-background-color has-background"><strong>SMOKEMASTER &#8211; In the temple</strong> (Label: Tonzonen Records, VÖ: 19.06.2026)<br>(jg) Vielschichtiger Psychedelic Rock aus Köln mit 60s-Flair, Neo-Psych-Soundscapes und entspanntem 70s-Pop. Dass die Aufnahme stellenweise auch mal etwas schief klingt oder in „Sounds from the ether“ ein wenig „leiert“, geschieht hier aus Authentizitätsgründen natürlich ganz sicher nicht versehentlich. Zwischen THE STONE ROSES, KING GIZZARD, COLOUR HAZE, THE DOORS und TEMPLES – verspielt, verträumt und angenehm hypnotisch. Ich schalte die Lavalampe schon mal ein.<br><a href="https://smokemaster.bandcamp.com/" class="broken_link">https://smokemaster.bandcamp.com/</a></p>


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<figure class="alignleft size-thumbnail"><img decoding="async" loading="lazy" width="150" height="150" src="https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/2026/10/vibravoid-arfn-150x150.jpg" alt="" class="wp-image-48148" srcset="https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/2026/10/vibravoid-arfn-150x150.jpg 150w, https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/2026/10/vibravoid-arfn.jpg 300w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px" /></figure></div>


<p class="has-white-background-color has-background"><strong>VIBRAVOID – A reason for now</strong> (Label: Tonzonen Records, VÖ: 18.09.2026)<br>(jg) Optisch beim bunten Vinyl und auch musikalisch gibt es bei VIBRAVOID ein paar Parallelen zu BISMUT (siehe oben). Die Metal-Komponente fällt bei den Miterfindern des Neo-Krautrock allerdings gänzlich weg. Stattdessen bleiben die Düsseldorfer ihrem Weg treu, den sie nun seit mehr als 35 Jahren und mit über 20 Alben gepflastert haben: Psychedelic-Space-Rock mit klarer Orientierung an der Klangwelt von 1966–68. Viel Fuzz, viel Hall, dazu Sitar-/Orgel-artige Psychedelik und tanzbare Krautrock-Grooves. KRAFTWERK und NEU! lassen dabei mit ihren monotonen, hypnotischen Beats durchaus grüßen. Ob die Relevanz von VIBRAVOID allerdings über die sehr treue, aber überschaubare Szene aus Vinyl-Sammlern, Krautrock- und Space-Rock-Fans hinausreicht, wage ich dann doch zu bezweifeln.<br><a href="https://www.facebook.com/vibravoidofficial/">https://www.facebook.com/vibravoidofficial/</a></p>
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		<title>Kurz &#038; schmerzlos (April – Juni 2026)</title>
		<link>https://blueprint-fanzine.de/kurz-schmerzlos-april-juni-2026/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Jens Gerdes]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 28 Jun 2026 12:48:34 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Specials]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Da Kollege Otti sich diesmal ausgiebig durch allerlei anstrengende Platten kämpfen musste, erhörte ich seine Bitte, zur Abwechslung die Einleitung mit meinem ganz persönlichen Klagelied zu bestreiten. Es geht diesmal allerdings nicht um die berüchtigte Männergrippe, sondern um ihren sommerlichen Ableger – nennen wir ihn einfach die Männersommergrippe oder, etwas wissenschaftlicher, eine ausgewachsene Schniefitis.Bislang war [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="has-white-background-color has-background">Da Kollege Otti sich diesmal ausgiebig durch allerlei anstrengende Platten kämpfen musste, erhörte ich seine Bitte, zur Abwechslung die Einleitung mit meinem ganz persönlichen Klagelied zu bestreiten. Es geht diesmal allerdings nicht um die berüchtigte Männergrippe, sondern um ihren sommerlichen Ableger – nennen wir ihn einfach die Männersommergrippe oder, etwas wissenschaftlicher, eine ausgewachsene Schniefitis.<br>Bislang war ich nämlich der festen Überzeugung, dass ein grippaler Infekt im Sommer doch deutlich angenehmer sein müsste als im Winter. Schließlich friert man nicht, dachte ich. Weit gefehlt. Denn an erster Stelle stehen ohnehin Abgeschlagenheit, ein brummender Kopf, eine tropfende Nase und regelmäßige Nasenkanonaden, mit denen man seine Bazillen großzügig unter die Menschheit bringt.<br>Der entscheidende Unterschied zur winterlichen Schnupfocalypse ist jedoch ein anderer: Während man sich im Dezember einfach unter eine warme Decke verkriecht oder die Heizung aufdreht, lässt sich ein Thermometer, das ohnehin schon an der 40-Grad-Marke kratzt, nur äußerst widerwillig nach unten regulieren. Das sorgt dafür, dass der Schädel gleich doppelt dröhnt und das unvermeidliche Taschentuch-Abo mindestens genauso auf die Nerven geht wie der Nasenwasserfall selbst.<br>Immerhin gibt es derzeit genügend Ablenkung – ob mit der WM oder unseren Kurzreviews –, solange einen das Kuschelvirus nicht doch wieder Richtung Bett schickt und der Niesaster wenigstens nachts eine kleine Pause einlegt.<br>In diesem Sinne: Bleibt gesund! Und allen, die gerade ebenfalls mit Schniefitis, Rotz-Deluxe oder einer gepflegten Sommergrippe kämpfen, wünschen wir gute Besserung.</p>


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<figure class="alignleft size-thumbnail"><img decoding="async" loading="lazy" width="150" height="150" src="https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/2026/06/13suns-saerge-1-150x150.jpg" alt="" class="wp-image-47731" srcset="https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/2026/06/13suns-saerge-1-150x150.jpg 150w, https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/2026/06/13suns-saerge-1-700x696.jpg 700w, https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/2026/06/13suns-saerge-1-1024x1018.jpg 1024w, https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/2026/06/13suns-saerge-1-600x600.jpg 600w, https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/2026/06/13suns-saerge-1.jpg 1155w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px" /></figure></div>


<p class="has-black-color has-white-background-color has-text-color has-background"><strong>13SUNS – Särge, Erde, Damen und Herren </strong>(Label: Krakenduft Records, VÖ: 02.05.2026)<br>(so) In den starken Momenten dieses Albums erinnern 13SUNS recht deutlich an PLACEBO, sowohl musikalisch als auch stimmlich. Bestes Beispiel hierfür dürfte wohl „Vatican girl“ sein. In den weniger starken Momenten merkt man dann aber, dass diese Latte doch um einiges zu hoch gelegt ist – sowohl musikalisch als auch stimmlich. Richtig gut sind 13SUNS, wenn sie sich so ein bisschen im Spielfeld von FLIEHENDE STÜRME bewegen und eine Art dunklen Punk spielen („Die stummen Gesänge der Höhlenzikaden“). Deutlich weniger überzeugen können sie mit der harten Rocknummer, für die ihnen die Tiefe zu fehlen scheint. Ein durchwachsenes Album mit Höhen und Tiefen. Und die wird wahrscheinlich jede:r anders bewerten.<br><a href="https://13suns.bandcamp.com/album/s-rge-erde-damen-herren">https://13suns.bandcamp.com/album/s-rge-erde-damen-herren</a></p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="alignleft size-thumbnail"><img decoding="async" loading="lazy" width="150" height="150" src="https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/2026/06/ANTONIO-FARAO-STEPHANE-BELMONDO-QUARTET-–-Do-it-150x150.jpg" alt="" class="wp-image-47720" srcset="https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/2026/06/ANTONIO-FARAO-STEPHANE-BELMONDO-QUARTET-–-Do-it-150x150.jpg 150w, https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/2026/06/ANTONIO-FARAO-STEPHANE-BELMONDO-QUARTET-–-Do-it-700x700.jpg 700w, https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/2026/06/ANTONIO-FARAO-STEPHANE-BELMONDO-QUARTET-–-Do-it-600x600.jpg 600w, https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/2026/06/ANTONIO-FARAO-STEPHANE-BELMONDO-QUARTET-–-Do-it.jpg 970w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px" /></figure></div>


<p class="has-white-background-color has-background"><strong>ANTONIO FARAÒ &amp; STÉPHANE BELMONDO QUARTET – Do it!</strong> (Label: Notesaround, VÖ: 22.05.2026)<br>(jg) In einer anderen Rezension habe ich kürzlich bereits das ELBJAZZ in Hamburg erwähnt. Auch das ANTONIO FARAÒ &amp; STÉPHANE BELMONDO QUARTET würde sehr gut in das vielseitige Jazzfestival am Hamburger Hafen passen – allerdings mit einer deutlich anderen Ausrichtung als etwa <a href="https://blueprint-fanzine.de/massa-dembele-falato/">MASSA DEMBÉLÉ</a>. Eher sehe ich diese Musik in der bestuhlten Schiffbauhalle als auf einer Open-Air-Bühne.<br>Hier treffen zwei europäische Jazz-Schwergewichte aufeinander: Der virtuose Piano-Jazz von ANTONIO FARAÒ verbindet sich mit dem lyrischen Trompetenspiel von STÉPHANE BELMONDO zu einem modernen, melodischen Jazzalbum. Technisch brillant, aber nicht wirklich verkopft – eher in der Tradition von HERBIE HANCOCK, ENRICO PIERANUNZI oder TOM HARRELL als im avantgardistischen Spektrum.<br><a href="https://www.antoniofarao.net/">https://www.antoniofarao.net/</a></p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="alignleft size-thumbnail"><img decoding="async" loading="lazy" width="150" height="150" src="https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/2026/06/bbcc-king-michael-150x150.jpeg" alt="" class="wp-image-47730" srcset="https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/2026/06/bbcc-king-michael-150x150.jpeg 150w, https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/2026/06/bbcc-king-michael.jpeg 300w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px" /></figure></div>


<p class="has-black-color has-white-background-color has-text-color has-background"><strong>BBCC – King Michael II and the trial of the axe </strong>(Label: October Tone, VÖ: 12.06.2026)<br>(so) Die Band aus Straßburg hat sich in riesigen Lettern das Wort „KUNST“ auf ihre musikalischen Fahnen geschrieben. Grotesk und surreal kommt „King Michael II and the trial of the axe“ daher, suhlt sich in den eigenen Ideen, die sich seit ihrem Beginn als Indieband deutlich verändert haben und sich eben mehr und mehr dem Verworrenen, Kunstvollen widmen. Auf eine ganz seltsame Art ist das fesselnd und interessant, dann doch wieder enervierend. Insbesondere dann, wenn die Songs sich in die Länge ziehen, verlieren BBCC ihren Charme, den sie in kürzeren, prägnanteren Nummern durchaus zu entwickeln verstehen. Ein zweischneidiges Album.<br><a href="https://bbcc.bandcamp.com/album/michael">https://bbcc.bandcamp.com/album/michael</a></p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="alignleft size-thumbnail"><img decoding="async" loading="lazy" width="150" height="150" src="https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/2026/06/bw-bw-150x150.jpg" alt="" class="wp-image-47693" srcset="https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/2026/06/bw-bw-150x150.jpg 150w, https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/2026/06/bw-bw.jpg 700w, https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/2026/06/bw-bw-600x600.jpg 600w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px" /></figure></div>


<p class="has-white-background-color has-background"><strong>BOY WITCH – s/t</strong> (Label: Papillon Jaune, VÖ: 20.02.2026)<br>(ed) Obwohl BOY WITCH ein reines DIY-Solo-Projekt des Berliners Felix Rörig sind, hört sich das Album astrein nach einer ganzen Band an. Das Ganze würde ich als psychedelischen Rock mit leichten elektronischen Einflüssen bezeichnen. Am meisten hängen bleibt mir aber vor allem der Gesang, denn hier erinnert mich viel an Layne Staley, ehemaliger und leider schon längst verstorbener Sänger von ALICE IN CHAINS. Vor allem bei „Echolalia“ ist das der Fall, was auch gleichzeitig der beste Song des Albums ist. Felix selbst nennt als Referenzen auch Bands wie QUEENS OF THE STONE AGE und BOARDS OF CANADA. Nun habt ihr einen kleinen Einblick, was auf euch zu kommt, wenn ihr euch dieses selbstbetitelte Album anhört. Es gibt auf jeden Fall einiges zu entdecken, auch wenn manchmal die Songs zu wenig auf den Punkt kommen, sondern das Experimentelle im Vordergrund steht.<br><a href="https://boywitch.bandcamp.com/album/boy-witch">https://boywitch.bandcamp.com/album/boy-witch</a></p>


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<figure class="alignleft size-thumbnail"><img decoding="async" loading="lazy" width="150" height="150" src="https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/2026/06/angelini-together-150x150.jpg" alt="" class="wp-image-47735" srcset="https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/2026/06/angelini-together-150x150.jpg 150w, https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/2026/06/angelini-together-700x700.jpg 700w, https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/2026/06/angelini-together.jpg 1024w, https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/2026/06/angelini-together-600x600.jpg 600w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px" /></figure></div>


<p class="has-black-color has-white-background-color has-text-color has-background"><strong>BRUNO ANGELINI – Alone together! </strong>(Label: Illusions, VÖ: 15.05.2026)<br>(so) Ohjemine, der nächste Endgegner. Jazz-Piano. Ich bin ja großer Fan des Grand Pianos, sonst wäre ich wohl nicht so ein großer Freund der Musik von AMANDA PALMER. Und ich finde es auch absolut beneidenswert, das Piano so spielen zu können, wie es BRUNO ANGELINI zu tun vermag. Dennoch ist mir das immer zu verkünstelt, zu intellektuell und ich weiß häufig nicht genug damit anzufangen. So ist es hier eben leider auch. Ich gratuliere Herrn ANGELINI dazu, dass er solch ein Virtuose ist und entschuldige mich zugleich bei ihm, dass ich dem nichts abgewinnen kann. Für mich wird „Alone together!“, zusammen mit einigen anderen Album dieser Rubrik, unter „anstrengend“ abgelegt.<br><a href="https://brunoangelini.bandcamp.com" class="broken_link">https://brunoangelini.bandcamp.com</a></p>


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<figure class="alignleft size-thumbnail"><img decoding="async" loading="lazy" width="150" height="150" src="https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/2026/06/cr-or-150x150.jpg" alt="" class="wp-image-47722" srcset="https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/2026/06/cr-or-150x150.jpg 150w, https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/2026/06/cr-or.jpg 700w, https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/2026/06/cr-or-600x600.jpg 600w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px" /></figure></div>


<p class="has-white-background-color has-background"><strong>CRIMSON ROOTS – Open roads</strong> (Label: Tonzonen Records, VÖ: 22.05.2026)<br>(jg) Blues beeinflusster Prog &amp; Psychedelic Rock, weiträumig und eindringlich – so beschreibt die Band selbst ihr Album, das die Geschichte eines Reisenden erzählt, der sich durch Entfernung, Veränderung und Entdeckung bewegt.<br>In der Praxis wirkt diese Reise allerdings eher wie eine vorab minutiös durchgeplante Luxusliner-Tour entlang der Route 66, inklusive „Grand-Canyon-Nationalpark-Tour mit Mittagessen“. Alles ist da, alles ist korrekt – nur Überraschungen haben sich offenbar frühzeitig krankgemeldet. So aufregend wie ein vor drei Tagen geöffneter Sekt, der schon beim ersten Schluck jede Hoffnung auf Spannung verloren hat. Abenteuer klingt jedenfalls anders. Wer allerdings auf den klassischen Sound von THE ALLMAN BROTHERS BAND, SHERYL CROW oder TOM PETTY steht, kann hier durchaus mal reinhören.<br><a href="https://crimsonrootsband.bandcamp.com/album/open-roads">https://crimsonrootsband.bandcamp.com/album/open-roads</a></p>


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<figure class="alignleft size-thumbnail"><img decoding="async" loading="lazy" width="150" height="150" src="https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/2026/06/gregory_privat-darling-150x150.jpg" alt="" class="wp-image-47715" srcset="https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/2026/06/gregory_privat-darling-150x150.jpg 150w, https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/2026/06/gregory_privat-darling.jpg 225w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px" /></figure></div>


<p class="has-white-background-color has-background"><strong>GREGORY PRIVAT &#8211; Darling</strong> (Label: Buddham Jazz, VÖ: 22.05.2026)<br>(jg) GREGORY PRIVAT neigt beim Cover-Artwork gerne zur großen Geste. Auf <a href="https://blueprint-fanzine.de/gregory-privat-phoenix/">„Phoenix“</a> posierte er oberkörperfrei bei sanfter Beleuchtung neben einem Klavier, auf seinem neuen Album hält er – ebenfalls oberkörperfrei – eine Rose im Mund, während der Titel „Darling“ in einer Schrift daherkommt, die unweigerlich an „Dirty Dancing“ erinnert.<br>Ein Stück weit spiegelt sich diese Theatralik auch in seiner Musik wider. Neben Contemporary Jazz, karibischen Einflüssen und klassischen Elementen durchzieht vor allem eine gehörige Portion Soul das Album. Im Mittelpunkt stehen dabei nicht instrumentale Selbstdarstellung oder technische Brillanz, sondern Melodie, Atmosphäre und emotionale Tiefe. Wer etwas mit SOFIANE PAMART, HANIA RANI oder LUDOVICO EINAUDI anfangen kann, dürfte auch an „Darling“ Gefallen finden.<br><a href="https://www.gregoryprivat.com/en/home/">https://www.gregoryprivat.com/en/home/</a></p>


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<figure class="alignleft size-thumbnail"><img decoding="async" loading="lazy" width="150" height="150" src="https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/2026/06/maniac-maison-st-150x150.jpg" alt="" class="wp-image-47736" srcset="https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/2026/06/maniac-maison-st-150x150.jpg 150w, https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/2026/06/maniac-maison-st-700x700.jpg 700w, https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/2026/06/maniac-maison-st-1024x1024.jpg 1024w, https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/2026/06/maniac-maison-st-600x600.jpg 600w, https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/2026/06/maniac-maison-st.jpg 1200w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px" /></figure></div>


<p class="has-black-color has-white-background-color has-text-color has-background"><strong>MANIAC MAISON – s/t </strong>(Label: Humpty Dumpty Records, VÖ: 22.05.2026)<br>(so) Hier treffen Wolfgang Amadeus Mozart und japanische Videospielmusik aufeinander, zumindest lässt dies die Presseinfo vermuten. Hinzu kommt noch eine gute Portion Free-Jazz, vermischt mit Einflüssen der japanischen Orchestermusik und etwas, das ich einmal mit Pornomusik aus den 70ern vergleichen möchte. Bunte Mischung, anstrengendes Album (von denen haben mich in den letzten Monaten deutlich zu viele erreicht), ich bin dafür einfach nicht gemacht. Tut mir immer leid für die Band, aber man kann nicht immer Glück mit den Rezensent:innen haben … wenn ihr auf experimentelles Musizieren steht, hört ruhig mal rein. Ich hätte hier ein Album zu verschenken.<br><a href="https://maniacmaison.bandcamp.com/album/maniac-maison">https://maniacmaison.bandcamp.com/album/maniac-maison</a></p>


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<figure class="alignleft size-thumbnail"><img decoding="async" loading="lazy" width="150" height="150" src="https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/2026/06/nj-loe-150x150.jpg" alt="" class="wp-image-47708" srcset="https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/2026/06/nj-loe-150x150.jpg 150w, https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/2026/06/nj-loe.jpg 700w, https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/2026/06/nj-loe-600x600.jpg 600w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px" /></figure></div>


<p class="has-white-background-color has-background"><strong>NAISSAM JALAL – Landscapes of eternity</strong> (Label: Les Couleurs Du Son, VÖ: 24.04.2026)<br>(jg) Schon der Opener „Tears in Delhi’s fog“ macht deutlich: NAISSAM JALAL ist nicht nur eine herausragende Flötistin, sondern verfügt auch über eine beeindruckende Gesangsstimme – oft wechselt sie mühelos zwischen beidem. Als nach rund sechs Minuten das bis dahin zurückhaltend agierende Schlagzeug kraftvoll einsetzt und das Stück seinen hypnotischen Einstieg hinter sich lässt, um sich zu einem groovenden Jazzstück zu entfalten, ist der Bann endgültig gezogen.<br>Mit „Landscapes of eternity“ präsentiert NAISSAM JALAL ein spirituell geprägtes Album zwischen Jazz, indischer Klassik und Weltmusik, das Grenzen im besten Sinne überschreitet. Flöte, Gesang, Sarod, Tabla und ausgedehnte Improvisationen schaffen eine meditative, beinahe tranceartige Atmosphäre, die weniger auf klassische Jazz-Dramaturgie als vielmehr auf Versenkung und innere Bewegung setzt.<br><a href="https://naissamjalal.bandcamp.com/" class="broken_link">https://naissamjalal.bandcamp.com/</a></p>


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<figure class="alignleft size-thumbnail"><img decoding="async" loading="lazy" width="150" height="150" src="https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/2026/06/serguei-transcend-150x150.jpeg" alt="" class="wp-image-47737" srcset="https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/2026/06/serguei-transcend-150x150.jpeg 150w, https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/2026/06/serguei-transcend.jpeg 300w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px" /></figure></div>


<p class="has-black-color has-white-background-color has-text-color has-background"><strong>SERGUEI SPOUTNIK – Transcend </strong>(Label: Independent Practice, VÖ: 29.05.2026)<br>(so) Hatte ich in dieser Ausgabe von k&amp;s eigentlich schon von anstrengender Musik gesprochen? Nein? Tatsächlich nicht? Na, dann ist’s ja gut. Denn SERGUEI SPOUTNIK gehört jedenfalls in diese Abteilung meiner Musiksammlung. Verhallte Synthies, verhallter Gesang, hier und da hingelegte Melodien, die sich mit anderen um den Vordergrund battlen, irgendwie sphärisch-spacig, das Ganze. Was fehlt, ist das Prägnante, das Packende, das, was dann auch einfach mal aus dem mit „Kunst“ beschrifteten Rahmen herausfällt, sich einfach mal Zeit für den Song nimmt, ohne darauf zu achten, dass es bitte möglichst anspruchsvoll bleibt. Ein Album, das klingt, als hätte sich SERGUEI SPOUTNIK vorgenommen, die Musik der Außerirdischen aus 70er-Jahre-Filmen auf ein Album aus dem Jahr 2026 zu pressen.<br><a href="https://sergueispoutnik.bandcamp.com/album/transcend">https://sergueispoutnik.bandcamp.com/album/transcend</a></p>


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<figure class="alignleft size-thumbnail"><img decoding="async" loading="lazy" width="150" height="150" src="https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/2026/06/kopmajer-you-150x150.jpg" alt="" class="wp-image-47738" srcset="https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/2026/06/kopmajer-you-150x150.jpg 150w, https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/2026/06/kopmajer-you.jpg 600w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px" /></figure></div>


<p class="has-black-color has-white-background-color has-text-color has-background"><strong>SIMONE KOPMAJER &amp; VIKTOR GERNOT – You wonderful you </strong>(Label: Lucky Mojo Records, VÖ: 05.06.2026)<br>(so) Ja, nun, … Dieses Album vereinigt alles, was ich an Jazz so anstrengend finde. Diese ständige Baratmosphäre, zwei Stimmen (Frau und Mann), die sich gegenseitig anschmachten, Klavierspiel, das ich nur bei HELGE SCHNEIDER halbwegs erträglich finde und dazu dann diese wahnsinnig machenden Drumloops. Was dann noch fehlt, wären Gitarrensoli … ach, Moment, da sind sie ja schon! Also, wirklich alles, was mich davon abhält, ein Jazzfan zu werden, ist auf „You wonderful you“ vertreten. Aber, und das möchte ich ganz klar sagen, das heißt nicht, dass es sich hier nicht um ein gutes Jazz-Album handeln kann. Dafür fehlt mir schlicht die Expertise.<br><a href="https://www.simonekopmajer.com">https://www.simonekopmajer.com</a></p>


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<figure class="alignleft size-thumbnail"><img decoding="async" loading="lazy" width="150" height="150" src="https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/2026/06/sibq-cosmo-150x150.jpg" alt="" class="wp-image-47712" srcset="https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/2026/06/sibq-cosmo-150x150.jpg 150w, https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/2026/06/sibq-cosmo.jpg 700w, https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/2026/06/sibq-cosmo-600x600.jpg 600w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px" /></figure></div>


<p class="has-white-background-color has-background"><strong>SRDJAN IVANOVIC &#8211; Cosmogonie</strong> (Label: Rue Des Balkans, VÖ: 08.05.2026)<br>(jg) Der in Paris lebende Schlagzeuger verbindet auf „Cosmogonie“ modernen Jazz mit Balkan-Einflüssen, World Music und elektronischen Elementen. Trotz aller Virtuosität bleibt das Album stets melodisch und zugänglich. Das Stück „Gaia“ erinnert mich sogar an eines der entspanntesten Jazzstücke überhaupt: „The Pink Panther Theme“ von HENRY MANCINI.<br>Mit seinem BLAZIN&#8216; QUARTET beherrscht SRDJAN IVANOVIC jedoch beide Seiten gleichermaßen: Komplexe Rhythmen treffen auf eingängige Themen, hypnotische Gitarrensoli und eine mitreißende Energie. Musikalisch bewegt sich „Cosmogonie“ dabei irgendwo zwischen AVISHAI COHEN, NILS PETTER MOLVAER und der typischen ECM-Ästhetik auf der einen sowie den orientalisch geprägten Klangwelten eines DHAFER YOUSSEF oder BOJAN Z auf der anderen Seite.<br><a href="https://srdjanivanovic.bandcamp.com/album/cosmogonie">https://srdjanivanovic.bandcamp.com/album/cosmogonie</a></p>


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<figure class="alignleft size-thumbnail"><img decoding="async" loading="lazy" width="150" height="150" src="https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/2026/06/tellkujira-la-lucha-150x150.jpg" alt="" class="wp-image-47739" srcset="https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/2026/06/tellkujira-la-lucha-150x150.jpg 150w, https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/2026/06/tellkujira-la-lucha-700x700.jpg 700w, https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/2026/06/tellkujira-la-lucha-1024x1024.jpg 1024w, https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/2026/06/tellkujira-la-lucha-600x600.jpg 600w, https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/2026/06/tellkujira-la-lucha.jpg 1200w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px" /></figure></div>


<p class="has-black-color has-white-background-color has-text-color has-background"><strong>TELLKUJIRA – La lucha es un poema colectivo </strong>(Label: SuperPang Records, VÖ: 29.05.2026)<br>(so) Ich verspreche euch, für diese Runde ist es das letzte anstrengende Album. TELLKUJIRA improvisieren ihre Songs, die auf Freejazz und Art Rock basieren, und damit fordern sie die Hörenden heraus, sich diesem Projekt intensiv zu widmen. Denn mal so nebenbei kann man „La lucha …“ definitiv nicht hören, eignet sich auch nicht als Hintergrundmusik für nette Gespräche. Allein die Länge so mancher „Songs“ auf diesem Album lässt schon erzittern, spielt sie sich doch teilweise im Bereich von 17 Minuten ab. Und das ist definitiv zu lang. Ja, man kann mit hundertprozentiger Sicherheit sagen, dass TELLKUJIRA hier ein künstlerisch wertvolles Album gelungen ist, das sich der Welt und ihrer Musik hingibt, aber wirklich eingängig ist es nicht. Jedenfalls eindeutig nicht für mich.<br><a href="https://tellkujira.bandcamp.com/album/la-lucha-es-un-poema-colectivo">https://tellkujira.bandcamp.com/album/la-lucha-es-un-poema-colectivo</a></p>
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		<title>Kurz &#038; schmerzlos (Januar – März 2026)</title>
		<link>https://blueprint-fanzine.de/kurz-schmerzlos-januar-maerz-2026/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Simon-Dominik Otte]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 07 Apr 2026 20:29:35 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Specials]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Ich sage mir jetzt einfach, dass 2026 ab jetzt bitte besser werden wird. Gab ja schon genug zu jammern, ob politisch oder persönlich. Man (in Worten: ich) wird älter und gebrechlicher, alles das, was &#8222;damals&#8220; ja noch gar kein Problem war oder von dem man nicht einmal wusste, dass es weh tun kann, wird langsam [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="has-white-background-color has-background">Ich sage mir jetzt einfach, dass 2026 ab jetzt bitte besser werden wird. Gab ja schon genug zu jammern, ob politisch oder persönlich. Man (in Worten: ich) wird älter und gebrechlicher, alles das, was &#8222;damals&#8220; ja noch gar kein Problem war oder von dem man nicht einmal wusste, dass es weh tun kann, wird langsam zum Problem und tut weh. Und zweimal hintereinander Bronchitis rockt wirklich auch nicht gerade das Leben. <br>Kleiner Tipp: Lieber auskurieren, als zu denken, dass dich auf der Arbeit niemand ersetzen kann. Das stimmt in den allermeisten Fällen nicht (Selbstständige sind hier leider wohl ausgenommen &#8230;). Aber es gibt ja auch positive Dinge. Ob es die Artemis II / Orion-Mission ist, die Menschen weiter von der Erde wegbringt, als jemals ein Mensch gewesen ist, ob es die kleinen Begegnungen mit Ex-Schülern sind, die fast weinen, wenn sie von früher erzählen und &#8222;Sie der einzige waren, der an mich geglaubt hat!&#8220; Oder auch ein sich verbesserndes Gefühl, was einen selbst angeht, irgendwie mehr Power, mehr Spaß und auch die freien Ostertage endlich mal wieder genießend.<br>In diesem Text stecken viele Worte, die man auch über unsere k&amp;s verlieren könnte. Jammern, weh tun, rockt nicht, aber auch Power, Spaß und genießen. Insofern deckt sich das Leben wieder einmal mit unseren Rezensionen. Auch wenn es nicht gerade kurz und schmerzlos ist. Aber das ist ja auch gut so!<br>Auf ein ab jetzt viel besseres 2026!</p>


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<figure class="alignleft size-thumbnail"><img decoding="async" loading="lazy" width="150" height="150" src="https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/2026/04/abls-b-150x150.jpg" alt="" class="wp-image-47445" srcset="https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/2026/04/abls-b-150x150.jpg 150w, https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/2026/04/abls-b.jpg 224w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px" /></figure></div>


<p class="has-white-background-color has-background"><strong>AIRELLE BESSON &amp; LIONEL SUAREZ – Blossom </strong>(Label: Papillon Jaune, VÖ: 20.02.2026)<br>(jg) AIRELLE BESSON und LIONEL SUAREZ reduzieren ihre Musik auf das Wesentliche. „Blossom“ ist ein leises Zwiegespräch zwischen Trompete und Akkordeon, das mehr andeutet als ausspricht. Die Stücke entfalten sich in behutsamen Bewegungen, getragen von Klangfarben, Pausen und einem feinen Gespür für Melodie. Jazz im klassischen Sinne ist das nur noch am Rand; näher liegt diese Musik an europäischer Kammerkunst oder der Zurückhaltung eines ERIK SATIE. Gleichzeitig blitzen immer wieder improvisatorische Momente auf, die das Duo in Bewegung halten. Ein stilles, aber hochkonzentriertes Album mit einer subtilen Intensität.<br><a href="https://airellebesson.bandcamp.com/album/blossom" class="broken_link">https://airellebesson.bandcamp.com/album/blossom</a></p>


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<figure class="alignleft size-thumbnail"><img decoding="async" loading="lazy" width="150" height="150" src="https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/2026/04/aol-rtm-150x150.jpg" alt="" class="wp-image-47443" srcset="https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/2026/04/aol-rtm-150x150.jpg 150w, https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/2026/04/aol-rtm.jpg 225w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px" /></figure></div>


<p class="has-white-background-color has-background"><strong>ANGELS OF LIBRA – Road to mandalay</strong> (Label: Waterfall Records, VÖ: 30.01.2026)<br>(jg) ANGELS OF LIBRA spielen Soul, als wäre er nie verschwunden – warm, analog und mit einem unerschütterlichen Gefühl für Groove. „Road to mandalay“ zelebriert den Sound der 60er und 70er, ohne in bloßer Nostalgie stecken zu bleiben: Bläserarrangements, Rhythmusgruppe und Produktion greifen perfekt ineinander und klingen dabei angenehm staubfrei. Unterstützt von Gastsänger:innen wie SARIFE und NATHAN JOHNSTON entsteht ein abwechslungsreiches, detailverliebtes Album, das eher nach Studio-Feinarbeit als nach Revue-Bühne klingt. Die Songs tänzeln zwischen lässiger Leichtigkeit und tief verwurzeltem Soul, irgendwo in der Nähe von THE DAP-KINGS oder DURAND JONES &amp; THE INDICATIONS &#8211; wobei ihnen mit dem Opener &#8222;Ain&#8217;t no lovin'&#8220; gar ein formidabler Sommerhit gelungen ist. Ein Album wie ein auf Vinyl gebannter sonnendurchfluteter Nachmittag.<br><a href="https://angelsoflibra.bandcamp.com/album/road-to-mandalay">https://angelsoflibra.bandcamp.com</a></p>


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<figure class="alignleft size-thumbnail"><img decoding="async" loading="lazy" width="150" height="150" src="https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/2026/04/bunch-wasser-150x150.jpg" alt="" class="wp-image-47451" srcset="https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/2026/04/bunch-wasser-150x150.jpg 150w, https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/2026/04/bunch-wasser.jpg 452w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px" /></figure></div>


<p class="has-black-color has-white-background-color has-text-color has-background"><strong>BUNCH OF ACE – Tanz im Wasser </strong>(Label: Bunch of Ace, VÖ: 23.01.2026)<br>(so) Ich weiß nicht so recht … sind BUNCH OF ACE mir zu süßlich? Zu poppig? Zu engelsgleich? Die Texte zu einfach? Zu bedeutungslos? Irgendwie alles davon? Ja. „Am Strand von Palma glitzert das Meer / das nicht zu mögen, wäre nicht fair“. Hmtja. Und solche Textzeilen tanzen hier nicht im Wasser, sondern auf poppig-niedlichen Melodien, die schon fast etwas Schlagereskes haben, in jedem Fall aber mein musikalisches Ohr komplett verfehlen. Diese EP ist etwas für Freund:innen von The Voice und ähnlichen Formaten, würde ich einfach mal behaupten wollen. Denen wünsche ich damit viel Spaß.<br><a href="https://bunchoface.bandcamp.com" class="broken_link">https://bunchoface.bandcamp.com</a></p>


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<figure class="alignleft size-thumbnail"><img decoding="async" loading="lazy" width="150" height="150" src="https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/2026/04/che-arthur-describe-150x150.jpg" alt="" class="wp-image-47452" srcset="https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/2026/04/che-arthur-describe-150x150.jpg 150w, https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/2026/04/che-arthur-describe-700x700.jpg 700w, https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/2026/04/che-arthur-describe-1024x1024.jpg 1024w, https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/2026/04/che-arthur-describe-600x600.jpg 600w, https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/2026/04/che-arthur-describe.jpg 1200w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px" /></figure></div>


<p class="has-black-color has-white-background-color has-text-color has-background"><strong>CHE ARTHUR – Describe this present moment </strong>(Label: Past / Future Records, VÖ: 09.01.2026)<br>(so) CHE ARTHUR auf Solopfaden, das aber auch schon zum fünften Mal. Präsentiert wird auf „Describe this present moment“ so etwas wie Post-Hardcore, da bin ich nun wirklich nicht so tief drin, dass ich mir zutraue, eine genaue Einordnung vorzunehmen. Aber es ist ein Album, das mich mal an LIMP BIZKIT, dann wieder an JIMMY EAT WORLD erinnert. Ein Album, das rockt und auch die Balladen nicht zu kurz kommen lässt. Aber eben auch nicht viel mehr als ein weiteres Album, das rockt. Was CHE ARTHUR aber gelingt, ist, dass die Songs recht abwechslungsreich klingen. Dennoch eher etwas für nebenher.<br><a href="https://chearthur.bandcamp.com/album/describe-this-present-moment">https://chearthur.bandcamp.com/album/describe-this-present-moment</a></p>


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<figure class="alignleft size-thumbnail"><img decoding="async" loading="lazy" width="150" height="150" src="https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/2026/04/dz-snapshots-150x150.jpg" alt="" class="wp-image-47439" srcset="https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/2026/04/dz-snapshots-150x150.jpg 150w, https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/2026/04/dz-snapshots.jpg 225w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px" /></figure></div>


<p class="has-white-background-color has-background"><strong>DANIEL ZIMMERMANN – Snapshots</strong> (Label: Label Bleu, VÖ: 23.01.2026)<br>(jg) DANIEL ZIMMERMANN denkt Jazz nicht als Bühne für Solisten, sondern als Spielfeld für feine Verschiebungen – und genau darin liegt der Reiz von „Snapshots“. Der französische Posaunist und Komponist lässt sein Quartett mit eleganten Grooves und einem Augenzwinkern zwischen Neobop, Swing und souligen Einsprengseln mäandern. Die Posaune fungiert dabei weniger als Leitinstrument denn als schillernde Klangfarbe im Ensemble, das immer wieder kleine Haken schlägt und Erwartungen unterläuft. Es sind diese Momente subtiler Ironie und Leichtigkeit, die dem Album seine eigene Handschrift geben – irgendwo zwischen kammermusikalischer Präzision und lässigem Clubgefühl. Anklänge an das BRAD MEHLDAU QUARTETT blitzen auf, ohne sich festzusetzen, während vereinzelte Vocals und Gäste für zusätzliche Abwechslung sorgen. Ein Album wie eine lose Serie musikalischer Momentaufnahmen: flüchtig, verspielt und gerade deshalb bemerkenswert kohärent.<br><a href="https://danielzimmermann.bandcamp.com/album/snapshots" class="broken_link">https://danielzimmermann.bandcamp.com/</a></p>


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<figure class="alignleft size-thumbnail"><img decoding="async" loading="lazy" width="150" height="150" src="https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/2026/04/en-route-boys-150x150.jpg" alt="" class="wp-image-47453" srcset="https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/2026/04/en-route-boys-150x150.jpg 150w, https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/2026/04/en-route-boys.jpg 300w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px" /></figure></div>


<p class="has-black-color has-white-background-color has-text-color has-background"><strong>EN ROUTE,&nbsp; BOYS – s/t </strong>(Label: Groupe Fovea, VÖ: 20.02.2026)<br>(so) Ich möchte das, was auf „En route, boys“ ertönt, gerne mal als Plätschermusik umschreiben. Denn dieses Album plätschert ganz angenehm nebenher, begleitet dich vielleicht bei der Küchenarbeit oder anderen Dingen, die im Haushalt so anfallen. Vielleicht aber auch, wenn du den Unterricht am Laptop vorbereitest oder es einfach nicht so still sein soll im Haus. Für all das taugt das selbstbetitelte Album der Kanadier:innen. Beim Hören dachte ich öfter: So, aber der nächste Song wird spannend. Entscheidet selbst, ob ich recht hatte.<br><a href="https://www.instagram.com/enrouteboys/" class="broken_link">https://www.instagram.com/enrouteboys/</a></p>


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<figure class="alignleft size-thumbnail"><img decoding="async" loading="lazy" width="150" height="150" src="https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/2026/04/gsq-ed-150x150.jpg" alt="" class="wp-image-47461" srcset="https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/2026/04/gsq-ed-150x150.jpg 150w, https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/2026/04/gsq-ed-700x694.jpg 700w, https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/2026/04/gsq-ed-1024x1015.jpg 1024w, https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/2026/04/gsq-ed-600x600.jpg 600w, https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/2026/04/gsq-ed.jpg 1200w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px" /></figure></div>


<p class="has-white-background-color has-background"><strong>GEORGE DORN QUINTET – Everybody&#8217;s darling </strong>(Label: Eigenregie, VÖ: 29.12.2025)<br>(jg) Das GEORGE DORN QUINTET bleibt auch auf „Everybody&#8217;s darling“ seinem unaufgeregten Ansatz treu – und trifft gerade damit ins Schwarze. Zwischen jangligen Gitarren, Sixties-Reminiszenzen und einem ausgeprägten Gespür für Melodien entfaltet sich ein Indie-/Power-Pop, der lieber entspannt flaniert als nach vorne drängt. Die Songs wirken leichtfüßig, mit einem feinen Gespür für Hooks, ohne je ins Überzuckerte zu kippen. Einflüsse von TEENAGE FANCLUB, THE KINKS oder BIG STAR blitzen immer wieder durch, ergänzt um eine Spur Psychedelic und Beat. Gleichzeitig schimmert in manchen Momenten eine rauere, lakonische Kante durch, die nicht nur an die RAMONES oder IGGY POP erinnert, sondern auch an frühe THE STROKES. Ein Album wie eine liebevoll kuratierte Plattensammlung – nostalgisch, aber keineswegs rückwärtsgewandt.<br><a href="https://georgedornquintet.bandcamp.com/album/everybodys-darling">https://georgedornquintet.bandcamp.com/</a></p>


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<figure class="alignleft size-thumbnail"><img decoding="async" loading="lazy" width="150" height="150" src="https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/2026/04/ht-healing_songs-150x150.jpg" alt="" class="wp-image-47440" srcset="https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/2026/04/ht-healing_songs-150x150.jpg 150w, https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/2026/04/ht-healing_songs.jpg 224w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px" /></figure></div>


<p class="has-white-background-color has-background"><strong>HENRI TEXIER – Healing songs</strong> (Label: Label Bleu, VÖ: 23.01.2026)<br>(jg) HENRI TEXIER bleibt auch im Spätwerk ein Erzähler – einer, der seine Geschichten nicht in großen Gesten ausbreitet, sondern im warmen Puls des Kontrabasses verankert. „Healing songs“ versammelt neu gedachte Kompositionen aus einem langen Musikerleben und führt sie mit einem neuen, aber eingespielten Quintett zurück in eine Form, die zugleich geerdet und offen klingt. Zwischen Post-Bop, bluesigem Groove und einer fast nachdenklichen ECM-Ästhetik entsteht ein Sound, der weniger auf Virtuosität zielt als auf Atmosphäre und Melodie. Texier spielt dabei nicht vor, sondern vor allem mit – lässt Raum, wo andere füllen würden, und findet gerade darin seine Stärke. Das erinnert stellenweise an die späten Arbeiten von DAVE HOLLAND oder JAN GARBAREK, ohne je in bloße Referenz zu kippen. Ein leises, aber eindringliches Album, das seine Kraft aus Reife und Reduktion zieht.<br><a href="https://www.facebook.com/HenriTexierJazz/">https://www.facebook.com/HenriTexierJazz/</a></p>


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<figure class="alignleft size-thumbnail"><img decoding="async" loading="lazy" width="150" height="150" src="https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/2026/04/hidas-asoid-150x150.jpg" alt="" class="wp-image-47441" srcset="https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/2026/04/hidas-asoid-150x150.jpg 150w, https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/2026/04/hidas-asoid.jpg 225w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px" /></figure></div>


<p class="has-white-background-color has-background"><strong>HIDAS – A sense of impending doom</strong> (Label: Tonzonen Records, VÖ: 23.01.2026)<br>(jg) HIDAS setzen auf ihrem Debüt nicht auf Dramatik, sondern auf Druck – und lassen ihre Riffs so lange kreisen, bis sie sich ins Bewusstsein fräsen. „A sense of impending doom“ ist ein zähes, weitgehend instrumentales Doom-Album, das weniger an klassischen Songstrukturen interessiert ist als an Verdichtung und Wiederholung. Dabei schichtet das Münchner Trio Gitarre, Bass und Schlagzeug zu einer klaustrophobischen Wand, die sich nur gelegentlich in sludgeartige Ausbrüche auflöst. Bei HIDAS dominiert eine meditative Schwere, die an die hypnotischen Minimalismen von EARTH oder OM erinnert. Gerade in der Reduktion entfaltet die Musik ihre eigentliche Wucht – langsam, unerbittlich und vereinnahmend. Ich sehe die langen Haare im Betty schon kreisen.<br><a href="https://hidas.bandcamp.com/album/a-sense-of-impending-doom" class="broken_link">https://hidas.bandcamp.com/album/a-sense-of-impending-doom</a></p>


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<figure class="alignleft size-thumbnail"><img decoding="async" loading="lazy" width="150" height="150" src="https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/2026/04/mr-sinfonico-150x150.jpg" alt="" class="wp-image-47444" srcset="https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/2026/04/mr-sinfonico-150x150.jpg 150w, https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/2026/04/mr-sinfonico.jpg 224w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px" /></figure></div>


<p class="has-white-background-color has-background"><strong>MARIANA RAMOS – Sinfonico</strong> (Label: Casa Verde, VÖ: 06.02.2026)<br>(jg) MARIANA RAMOS hebt die Morna aus den Bars der Kapverdischen Inseln hinein in den Konzertsaal – und verleiht ihr dabei eine neue, fast filmische Eindrücklichkeit. „Sinfonico“ kleidet die kapverdischen Traditionen in opulente Orchesterarrangements, die zwischen Musical, Filmmusik und klassischer Gala pendeln. Ihre Stimme bleibt dabei das emotionale Zentrum, getragen von Streichern, Bläsern und dramatischen Zuspitzungen. Das erinnert stellenweise an CESÁRIA ÉVORA in großem symphonischem Rahmen oder an orchestrale Projekte im Fahrwasser des BUENA VISTA SOCIAL CLUB. Nicht jeder Moment entgeht dem Pathos, doch genau darin liegt auch der Reiz dieses Albums. Große Gefühle, große Bühne – und der Versuch, Tradition neu zu inszenieren.<br><a href="https://marianaramos.bandcamp.com/album/sinfonico" class="broken_link">https://marianaramos.bandcamp.com</a></p>


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<figure class="alignleft size-thumbnail"><img decoding="async" loading="lazy" width="150" height="150" src="https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/2026/04/mr-sfa-150x150.jpg" alt="" class="wp-image-47442" srcset="https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/2026/04/mr-sfa-150x150.jpg 150w, https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/2026/04/mr-sfa.jpg 225w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px" /></figure></div>


<p class="has-white-background-color has-background"><strong>MARION RAMPAL – Song for Abbey</strong> (Label: Les Rivieres Souterraines, VÖ: 23.01.2026)<br>(jg) MARION RAMPAL nähert sich dem Erbe von ABBEY LINCOLN nicht ehrfürchtig, sondern suchend – als würde sie die Songs erst im Moment des Singens entdecken. „Song for Abbey“ ist weniger Tribute als Transformation, ein freier, oft kammermusikalischer Vocal Jazz, der Folk- und Blues-Elemente in fragile Arrangements einbettet. Ihre Stimme bleibt dabei warm und nahbar, die Musik leicht, aber nie gefällig; MARION RAMPAL tastet sich durch die Stücke, dekonstruiert, verschiebt, lässt Leerstellen zu. Zwischen intimer Reduktion und subtiler Expressivität entstehen Momente, die eher an JEANNE LEE oder CÉCILE MCLORIN SALVANT erinnern als an klassisches Songbook-Repertoire. Gerade diese Offenheit macht das Album so besonders. Ein leises, aber tiefgehendes Werk über Aneignung und Erinnerung.<br><a href="https://marionrampal.bandcamp.com/album/song-for-abbey">https://marionrampal.bandcamp.com/</a></p>


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<figure class="alignleft size-thumbnail"><img decoding="async" loading="lazy" width="150" height="150" src="https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/2026/04/monolithe-gelee-150x150.jpg" alt="" class="wp-image-47454" srcset="https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/2026/04/monolithe-gelee-150x150.jpg 150w, https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/2026/04/monolithe-gelee.jpg 700w, https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/2026/04/monolithe-gelee-600x600.jpg 600w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px" /></figure></div>


<p class="has-black-color has-white-background-color has-text-color has-background"><strong>MONOLITHE NOIR – La foi gelée </strong>(Label: Humpty Dumpty Records, VÖ: 27.02.2026)<br>(so) Mal fast schon Noise, dann wieder ganz zarte Klänge – insgesamt könnte man dieses vierte Album von MONOLITHE NOIR unter „seltsam“ einordnen. Mainstream und Charts sind extrem weit entfernt von dem, was Antoine Messager Pasqualini hier veranstaltet. Aber für die nächste Vernissage mit moderner Kunst eignet sich das durchaus, obwohl dafür fast ein bisschen viel gesungen bzw. gesprochen wird. Ein Album, das fraglos „Kunst“ ruft und sich dabei fast die Seele aus dem Leibe schreit.<br><a href="https://monolithenoir.bandcamp.com/album/la-foi-gel-e">https://monolithenoir.bandcamp.com/album/la-foi-gel-e</a></p>


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<figure class="alignleft size-thumbnail"><img decoding="async" loading="lazy" width="150" height="150" src="https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/2026/04/pl-wal-150x150.jpg" alt="" class="wp-image-47446" srcset="https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/2026/04/pl-wal-150x150.jpg 150w, https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/2026/04/pl-wal.jpg 225w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px" /></figure></div>


<p class="has-white-background-color has-background"><strong>PAUL LAY – Waves of light</strong> (Label: Dragon Fly, VÖ: 20.03.2026)<br>(jg) Auf Blueprint sind wir mittlerweile ja einiges gewohnt, aber choräle Gesänge tauchen hier insgesamt doch eher selten auf. PAUL LAY verbindet auf „Waves of light“ aber genau das miteinander: pianogetriebenen Jazz mit einer fast cineastischen Weite, offene Strukturen, die sich zwischen Klassik, Contemporary Jazz und kammermusikalischen Einflüssen bewegen. Wenn dann noch der Kammerchor hinzutritt, erweitert das die Stücke in unerwartete, fast sakrale Räume. Sicherlich eines der ungewöhnlichsten Alben im Programm von Blueprint.<br><a href="https://paullay.bandcamp.com/album/waves-of-light" class="broken_link">https://paullay.bandcamp.com</a></p>


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<figure class="alignleft size-thumbnail"><img decoding="async" loading="lazy" width="150" height="150" src="https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/2026/04/sos-mirage-150x150.jpg" alt="" class="wp-image-47447" srcset="https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/2026/04/sos-mirage-150x150.jpg 150w, https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/2026/04/sos-mirage.jpg 224w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px" /></figure></div>


<p class="has-white-background-color has-background"><strong>SOUND OF SMOKE – Mirage</strong> (Label: Tonzonen Records, VÖ: 27.03.2026)<br>(jg) SOUND OF SMOKE graben sich tief in den 70er-Sound ein, ohne dabei im Retro-Sumpf stecken zu bleiben. „Mirage“ kombiniert schweren Blues-Rock, psychedelische Ausuferungen und satte Orgeln zu einem druckvollen, erstaunlich organischen Gesamtbild. Das Besondere liegt im weiblichen Gesang, der dem Genre eine frische, eigenständige Note verleiht und die klassischen Riffstrukturen elegant konterkariert. Zwischen DEEP PURPLE, BLACK SABBATH und einer Prise Stoner-Rock entsteht ein Sound, der vertraut, aber dadurch nicht abgestanden wirkt. Ein Album, das den Staub der Vergangenheit mit hörbarer Freude aufwirbelt.<br><a href="https://soundofsmoke.bandcamp.com/album/mirage">https://soundofsmoke.bandcamp.com</a></p>
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		<title>Kurz &#038; schmerzlos (Oktober – Dezember 2025)</title>
		<link>https://blueprint-fanzine.de/kurz-schmerzlos-oktober-dezember-2025/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Simon-Dominik Otte]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 29 Dec 2025 12:57:23 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Specials]]></category>
		<category><![CDATA[bp_highlight]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>In den letzten Jahren ist es wie verhext, oder, wie es in einem berühmten Klassiker heißt: &#8222;Same procedure as every year?&#8220; &#8230; Ja, leider. Mittlerweile das dritte Jahr in Folge bin ich in den Weihnachtsferien krank. Mal leichter, mal schwerer, aber immer so, dass gemachten Plänen ein dicker, fetter Strich durch die Rechnung gemacht wird. [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="has-white-background-color has-background">In den letzten Jahren ist es wie verhext, oder, wie es in einem berühmten Klassiker heißt: &#8222;Same procedure as every year?&#8220; &#8230; Ja, leider. Mittlerweile das dritte Jahr in Folge bin ich in den Weihnachtsferien krank. Mal leichter, mal schwerer, aber immer so, dass gemachten Plänen ein dicker, fetter Strich durch die Rechnung gemacht wird. Das nervt, so habe ich schon zwei tolle Konzerte und zwei Kurzurlaube sowie eine schöne Silvesterfeier verpasst. Das hat doch System, oder? Immer dann, wenn ich denke: &#8222;Hey, cool, Ferien, da liegt ja dies und das an, worauf ich mich freue!&#8220;, denkt sich irgendjemand anders (in Worten: Mein Körper): &#8222;Nö, lass&#8216; mal. Ich finde, du solltest im Bett liegen und krank sein. Damit du zum Ende der Ferien zumindest noch den ganzen Schulkram zu erledigen hast und nix Schönes mehr schaffst.&#8220; Ganz wunderbar, das. Okay, nun interessieren mich weder Weihnachten noch Silvester besonders, aber hin und wieder würde ich dann doch gerne mal unter Menschen, ohne eine Gefahr für sie zu sein und einfach nur Spaß zu haben. Neuer Versuch 2026. Warum ich all das hier schreibe? Nun ja. Vielleicht denken sich auch einige unserer k&amp;s-Kandidat:innen manchmal: &#8222;Menno, schon wieder nur k&amp;s, same procedure as every month. Dabei bringe ich so viele schöne Dinge mit und wäre doch gern mal auch unter anderen Alben. Aber nein.&#8220; Könnte ja sein. Und selbst, wenn nicht: <br>Kommt alle gut ins neue Jahr 2026. Lasst uns alle dafür sorgen, dass es ein gutes wird. Endlich mal wieder. Und eben nicht noch schlimmer oder &#8222;same procedure as last year&#8220;. Das wäre schön. Viel Spaß mit unseren kurzen und schmerzlosen Rezensionen. </p>


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<figure class="alignleft size-thumbnail"><img decoding="async" loading="lazy" width="150" height="150" src="https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/2025/12/avsat-rl-150x150.jpg" alt="" class="wp-image-47103" srcset="https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/2025/12/avsat-rl-150x150.jpg 150w, https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/2025/12/avsat-rl.jpg 224w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px" /></figure></div>


<p class="has-white-background-color has-background"><strong>ANTOINE VILLOUTREIX &amp; SUPER ANTENA TROPICAL – Radio Liberté</strong> (Label: Sungroove, VÖ: 17.10.2025)<br>(ed) Radio Liberté ist ein imaginärer Radiosender, der uns mitnimmt auf eine musikalische Reise. Leichte nach Chansons klingende Musik, die perfekt dazu geeignet ist, auf dem Balkon einen Eistee zu trinken oder leicht tänzelnd die Wohnung zu putzen. Gute Laune ist quasi vorprogrammiert. Gesungen wird dabei auf französisch und deutsch. Mich erinnert das Ganze an eine Mischung aus MANU CHAO und ERLEND ØYE. Wer also seinen Winterblues musikalisch verdrängen will, hört hier rein, und schon strahlt die Sonne, und das Gemüt wird sich (hoffentlich) erhellen.<br><a href="https://www.facebook.com/antoinevilloutreix/">https://www.facebook.com/antoinevilloutreix/</a></p>


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<figure class="alignleft size-thumbnail"><img decoding="async" loading="lazy" width="150" height="150" src="https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/2025/12/bobo-welt-150x150.jpg" alt="" class="wp-image-47109" srcset="https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/2025/12/bobo-welt-150x150.jpg 150w, https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/2025/12/bobo-welt.jpg 559w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px" /></figure></div>


<p class="has-black-color has-white-background-color has-text-color has-background"><strong>BOBO &amp; HERZFELD – Ich bin der Welt abhanden gekommen </strong>(Label: Traumton Records, VÖ: 24.10.2025)<br>(so) Na, wer erinnert sich noch an BOBO IN WHITE WOODEN HOUSES? Ja, genau daher kommt die Hälfte der Band. Herzfeld hingegen kommt aus der Theatermusik. Und beides merkt man deutlich. Hier wird Lyrik vertont – und dieses Album ist größtenteils eine Neuinterpretation bereits veröffentlichter Songs, arrangiert nur mit Klavier, Harmonium und Stimme. Für Freunde der zarteren Gangart und lyrischer Texte sicher eine Reise wert.<br><a href="https://boboundherzfeld.bandcamp.com" class="broken_link">https://boboundherzfeld.bandcamp.com</a></p>


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<figure class="alignleft size-thumbnail"><img decoding="async" loading="lazy" width="150" height="150" src="https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/2025/12/KuS_deathbyhorse-150x150.jpg" alt="" class="wp-image-47123" srcset="https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/2025/12/KuS_deathbyhorse-150x150.jpg 150w, https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/2025/12/KuS_deathbyhorse-696x700.jpg 696w, https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/2025/12/KuS_deathbyhorse-600x600.jpg 600w, https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/2025/12/KuS_deathbyhorse.jpg 782w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px" /></figure></div>


<p class="has-black-color has-white-background-color has-text-color has-background"><strong>DEATH BY HORSE &#8211; Liminal state </strong>(Label: Sunny Bastards, VÖ: 19.09.2025)<br>(bc) Würde man DEATH BY HORSE nicht kennen, würde man sie vermutlich irgendwo in Kalifornien verorten. Denn obwohl das Vierer-Gespann in Schweden beheimatet ist, versprüht „Liminal state“ mit seiner Mischung aus Skate-Punk, Alternative Rock und Melodic-Hardcore absolutes Westcoast-Flair. Nach einem zunächst melancholischen Einstieg &nbsp;treibt Frontfrau Janna die Songs mit ihrem Gesang schnell auf ein hohes Energielevel. Egal ob „Blood on my hands“ mit seinen zackigen Gitarren-Riffs, das mit Polka-Klängen versetzte „Nightcrawler“ oder das hymnische „I can feel later“ – hier jagt ein Highlight das nächste. Für mich eines der spannendsten Punkrock-Alben der letzten Monate!<br><a href="https://www.deathbyhorse.com">https://www.deathbyhorse.com</a></p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="alignleft size-thumbnail"><img decoding="async" loading="lazy" width="150" height="150" src="https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/2025/12/ingferno-b-150x150.jpg" alt="" class="wp-image-47100" srcset="https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/2025/12/ingferno-b-150x150.jpg 150w, https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/2025/12/ingferno-b.jpg 700w, https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/2025/12/ingferno-b-600x600.jpg 600w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px" /></figure></div>


<p class="has-white-background-color has-background"><strong>ING FERNO – Bettminton</strong> (Label: Eigenregie, VÖ: 12.06.2025)<br>(ed) So einen WIZO-Style-Punk habe ich schon ewig nicht mehr gehört, wobei ich WIZO hier nicht Unrecht tun möchte, denn ING FERNO geht noch eine Stufe weiter. Das ist astreiner Schlager-Punk mit Texten, die absurder nicht sein könnten! ING FERNO selbst nennen es sogar Mallorca Punk. Doch auf dem Ballermann wird diese Mucke dennoch nie laufen. Denn das Album hat zu viel DIY-Charme, zu viel Krach und zu viel Geschrei am Start. Wer keine Angst vor Liedern wie „Pissbombe“, „Die Hau-Sauf-Gabe“ oder „Och Mossen posson“ hat und Musik nicht allzu ernst nimmt, soll in dieses Tape ruhig mal rein hören.<br>Ach ja, ein klein wenig hat es mich an ATOM AND HIS PACKAGE erinnert. Macht der eigentlich noch Musik?<br><a href="https://lesbianrankingferno.bandcamp.com/" class="broken_link">https://lesbianrankingferno.bandcamp.com/</a></p>


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<figure class="alignleft size-thumbnail"><img decoding="async" loading="lazy" width="150" height="150" src="https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/2025/12/jussel-this-town-150x150.jpg" alt="" class="wp-image-47110" srcset="https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/2025/12/jussel-this-town-150x150.jpg 150w, https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/2025/12/jussel-this-town.jpg 600w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px" /></figure></div>


<p class="has-black-color has-white-background-color has-text-color has-background"><strong>JUSSEL – This town </strong>(Label: Heavy Rhythm &amp; Roll Records, VÖ: 26.09.2025)<br>(so) Hören wir hier den österreichischen ROBBIE WILLIAMS? Urteilt selbst! Netter Pop mit dem Hang zur großen Geste. Und mein erster Gedanke (und auch der zweite und dritte) ist eben: ROBBIE WILLIAMS. Machste nix. Alles andere als ein negativer Vergleich. Ein wirklich gelungenes Popalbum, das hier vorgelegt wird, aber eben ein Popalbum, das sehr laut nach Zuschauermassen und Stadion schreit. The show must go on. Na dann, viel Spaß!<br><a href="https://jussel.art">https://jussel.art</a></p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="alignleft size-thumbnail"><img decoding="async" loading="lazy" width="150" height="150" src="https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/2025/12/ka-humanity-150x150.jpg" alt="" class="wp-image-47094"/></figure></div>


<p class="has-white-background-color has-background"><strong>KENNEDY ADMINISTRATION – Humanity</strong> (Label: Leopard, VÖ: 21.11.2025)<br>(jg) Die Mischung aus Soul, Jazz, Funk, Pop und R&amp;B taucht ja nicht selten bei Blueprint auf – und meistens können sich unsere Autoren kaum dafür begeistern. Nur selten findet ein Album besondere Erwähnung, doch KENNEDY ADMINISTRATION hätte das Zeug dazu. Gerade zu Beginn verströmt „Humanity“ so viel 80s-Vibe, dass es die reinste Freude ist: als KYLIE MINOGUE noch überlegte, ob sie eigentlich lucky sein sollte, WHITNEY HOUSTON mit somebody dancen wollte (und noch nicht Kevin Costner anschmachtete). Leider hält der fröhliche Retro-Touch nicht auf Albumlänge durch: Mal wird es etwas TLC-souliger, der „Reject song“ erinnert eher an ein Mitsinglied auf dem Kirchentag. „Humanity“ bietet eine breite Vielfalt – ein Teil davon gefällt mir.<br><a href="https://www.kennedyadministration.com/">https://www.kennedyadministration.com/</a></p>


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<figure class="alignleft size-thumbnail"><img decoding="async" loading="lazy" width="150" height="150" src="https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/2025/12/like-we-are-diary-150x150.jpg" alt="" class="wp-image-47111" srcset="https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/2025/12/like-we-are-diary-150x150.jpg 150w, https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/2025/12/like-we-are-diary-700x700.jpg 700w, https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/2025/12/like-we-are-diary-1024x1024.jpg 1024w, https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/2025/12/like-we-are-diary-600x600.jpg 600w, https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/2025/12/like-we-are-diary.jpg 1200w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px" /></figure></div>


<p class="has-black-color has-white-background-color has-text-color has-background"><strong>LIKE WE ARE – Your diary </strong>(Label: Inked Owl, VÖ: 12.12.2025)<br>(so) So ein bisschen klingen LIKE WE ARE, als hätten BLINK-182, SUCH A SURGE und FURY IN THE SLAUGHTERHOUSE gemeinsam versucht, ein Metal-Album aufzunehmen. Brennende Gitarren, wuchtige Drums, dabei aber immer mit dem Pop-Gedanken im Hintergrund (mal rockig, mal punkig, eben die beiden o.g. Bands), und spätestens beim dritten Song weiß man nicht mehr, ob man sich noch im zweiten befindet, oder bereits in den vierten gerutscht ist. Zu gleich klingen diese Gitarren, zu wenig wird sich aus dem gemütlichen Crossover-Nest gewagt. Zu eintönig, um überzeugend zu sein.<br><a href="https://www.likeweare.eu">https://www.likeweare.eu</a></p>


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<figure class="alignleft size-thumbnail"><img decoding="async" loading="lazy" width="150" height="150" src="https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/2026/01/lt-sb-150x150.jpg" alt="" class="wp-image-47147" srcset="https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/2026/01/lt-sb-150x150.jpg 150w, https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/2026/01/lt-sb.jpg 700w, https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/2026/01/lt-sb-600x600.jpg 600w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px" /></figure></div>


<p class="has-black-color has-white-background-color has-text-color has-background"><strong>LINEAR TELEVISION – Sandy beach </strong>(Label: Eigenregie, VÖ: 21.11.25)<br>(so) Sie heißen lineares Fernsehen, veröffentlichen auf Tape und spielen auch recht retro gehaltenen Punkrock bis -pop, wie man ihn von amerikanischen Collegebands oder auch frühen MONTREAL o.ä. kennt. Macht Spaß, lädt zum Hüpfen ein, die Songs sind knackige zweieinhalb Minuten lang, also alles typisch Punkrock, wie man ihn erwartet. Herausstechend allerdings ist der Songtitel „Marie von Medimops“, das muss man den Münsteraner:innen lassen. Ansonsten eben eher das, was die Schublade verspricht. Alles andere als schlecht, aber auch alles andere als besonders neu und aufregend.<br><a href="https://linear-television.bandcamp.com" class="broken_link">https://linear-television.bandcamp.com</a></p>


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<figure class="alignleft size-thumbnail"><img decoding="async" loading="lazy" width="150" height="150" src="https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/2025/12/liz-hogg-goodbye-150x150.jpg" alt="" class="wp-image-47112" srcset="https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/2025/12/liz-hogg-goodbye-150x150.jpg 150w, https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/2025/12/liz-hogg-goodbye-600x600.jpg 600w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px" /></figure></div>


<p class="has-black-color has-white-background-color has-text-color has-background"><strong>LIZ HOGG – Goodbye world hello something </strong>(Label: Aagoo Records, VÖ: 12.11.2025)<br>(so) Ich weiß nicht. Manchmal klingt LIZ HOGG wie die Akustikversion der PIXIES, mal wie die verhallte Version von SUZANNE VEGA, dann wieder nach Kamin-Romantik im Winter und dann auch wieder einfach nichtssagend. Also irgendwie abwechslungsreich, aber zumeist nicht auf die gute Art, sondern eher auf die anstrengende. Das Album hat klare Höhe-, aber auch ebensolche Tiefpunkte. Nichts Halbes und nichts Ganzes, man könnte sagen: „Tschüss Welt, hallo Irgendwas!“<br><a href="https://lizhogg.bandcamp.com" class="broken_link"><strong>https://lizhogg.bandcamp.com</strong></a></p>


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<figure class="alignleft size-thumbnail"><img decoding="async" loading="lazy" width="150" height="150" src="https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/2025/12/md-pure-150x150.jpg" alt="" class="wp-image-47079"/></figure></div>


<p class="has-white-background-color has-background"><strong>MARCUS DEML &#8211; Pure</strong> (Label: Triple Coil Music, VÖ: 07.11.2025) <br>(jg) Es ist schon verrückt &#8211; ich wollte als Teenager unbedingt E-Gitarre lernen und spiele etwa 30 Jahre später noch immer in einer Band. Man sollte also meinen, dass ich an einem Album mit instrumentaler Gitarrenmusik die reinste Freunde haben dürfte. Tatsächlich fand ich Gitarrensoli aber immer öde, und Gitarristen wie EDDIE VAN HALEN, GARY MOORE und Co haben mich im Grunde nie interessiert. Mit einer Ausnahme: GEORDIE GREEP. Denn ich bevorzuge Musik, in der neue Ideen, ungewöhnliche Harmonien oder schöne Arrangements im Vordergrund stehen. An genau diesem Punkt scheitert für mich „Pure“. MARCUS DEML ist ohne Zweifel ein hochvirtuoser Gitarrist, dessen technisches Können beeindruckt. Musikalisch aber lässt mich das Album kalt.  Die Virtuosität steht zu sehr im Zentrum, ohne darüber hinaus neue Perspektiven zu eröffnen. Handwerklich makellos, ästhetisch jedoch nicht meine Baustelle.<br><a href="https://marcusdeml.com/de/">https://marcusdeml.com/de/</a></p>


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<figure class="alignleft size-thumbnail"><img decoding="async" loading="lazy" width="150" height="150" src="https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/2025/12/mlwdr-as4-150x150.jpg" alt="" class="wp-image-47098"/></figure></div>


<p class="has-white-background-color has-background"><strong>MARK LETTIERI &amp; WDR BIG BAND – At studio 4</strong> (Label: Leopard, VÖ: 28.11.2025)<br>(jg) Und gleich noch ein Ausnahme-Gitarrist hinterher – diesmal in Kombination mit der renommierten WDR BIG BAND, die regelmäßig mit externen Musikern kooperiert und bei Blueprint schon mehrfach aufgetaucht ist. Bei MARK LETTIERI geht es mal funky, mal jazzig, nicht selten hochvirtuos zu. Die Big Band macht das für mich einigermaßen hörbar, doch mit artistischem Gitarrenspiel werde ich in diesem Leben wohl keinen Frieden mehr schließen. Sorry, Mark!<br><a href="https://www.marklettieri.com/">https://www.marklettieri.com/</a></p>


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<figure class="alignleft size-thumbnail"><img decoding="async" loading="lazy" width="150" height="150" src="https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/2025/12/sosgwl-oarl-150x150.jpg" alt="" class="wp-image-47078" srcset="https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/2025/12/sosgwl-oarl-150x150.jpg 150w, https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/2025/12/sosgwl-oarl.jpg 225w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px" /></figure></div>


<p class="has-white-background-color has-background"><strong>SIMON OSLENDER &amp; STEVE GADD &amp; WILL LEE – On a roll – live</strong> (Label: Leopard, VÖ: 07.11.2025)<br>(jg) Das Beste an einer guten Live-Platte ist, wenn man kaum bemerkt, dass es sich um eine handelt: weil der Sound stimmt und die Musiker nahezu fehlerfrei spielen. Genau das gelingt dieser All-Star-Besetzung mühelos – was angesichts der Beteiligten kaum überrascht. Schlagzeuger STEVE GADD arbeitete unter anderem mit ERIC CLAPTON, PETER GABRIEL, PAUL MCCARTNEY und CHICK COREA, Bassist WILL LEE spielte unter anderem mit PETER ALLEN und war jahrelang Teil der David Letterman Late Show. Ergänzt wird das Line-up u.a. durch NILS LANDGREN an der Posaune und JAKOB MANZ am Altsaxophon.<br>Dabei geht die eigentliche Hauptfigur, der junge Hammond- und Rhodes-Spieler SIMON OSLENDER, keineswegs unter – vielmehr agieren hier alle nahezu gleichberechtigt. Das Ergebnis ist ein Doppelalbum, das Jazz, R&amp;B, Funk, Blues, Soul und Gospel verbindet und trotz aller Virtuosität erstaunlich entspannt nebenbei funktioniert. Was ausdrücklich als Kompliment zu verstehen ist.<br><a href="https://simonoslender.com/">https://simonoslender.com/</a></p>


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<figure class="alignleft size-thumbnail"><img decoding="async" loading="lazy" width="150" height="150" src="https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/2025/12/sladek-tgc-150x150.jpg" alt="" class="wp-image-47077" srcset="https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/2025/12/sladek-tgc-150x150.jpg 150w, https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/2025/12/sladek-tgc.jpg 225w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px" /></figure></div>


<p class="has-white-background-color has-background"><strong>SLADEK – Things gotta change</strong> (Label: Eigenregie, VÖ: 24.10.2025)<br>(jg) Diesen geschmeidigen Neo-Soul und modernen R&amp;B mit viel Wärme, laid-back Grooves und hübschen Arrangements würde man nicht unbedingt in Österreich verorten. Umso schöner, dass SLADEK genau von dort kommen – und dabei so angenehm retro klingen, dass man sich fast wundert, warum bei „Things gotta change“ nicht automatisch das obligatorische Knistern einsetzt. Gut, mir liegt eine Promo-CD vor, Vinyl ist aber erhältlich. Die Songs leben von einer entspannten Grundstimmung und einer souligen Stimme, die irgendwo zwischen urbanem Jazzpop und Bedroom-Soul angesiedelt ist. Nach Neuzeit klingt hier gar nichts – und das ist gut so!<br><a href="https://www.instagram.com/sladekmusic/" class="broken_link">https://www.instagram.com/sladekmusic/</a></p>


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<figure class="alignleft size-thumbnail"><img decoding="async" loading="lazy" width="150" height="150" src="https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/2025/12/templeton-pek-savages-150x150.jpg" alt="" class="wp-image-47113" srcset="https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/2025/12/templeton-pek-savages-150x150.jpg 150w, https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/2025/12/templeton-pek-savages-700x696.jpg 700w, https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/2025/12/templeton-pek-savages-1024x1019.jpg 1024w, https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/2025/12/templeton-pek-savages-600x600.jpg 600w, https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/2025/12/templeton-pek-savages.jpg 1155w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px" /></figure></div>


<p class="has-black-color has-white-background-color has-text-color has-background"><strong>TEMPLETON PEK – Savages </strong>(Label: SBÄM, VÖ: 03.10.2025)<br>(so) Es reicht bei TEMPLETON PEK eigentlich, sich die Supportshows anzuschauen: NOFX, RISE AGAINST, ALKALINE TRIO, PENNYWISE oder auch LAGWAGON heißen die – und sie zeigen ziemlich genau, was uns auf „Savages“ erwartet. Es geht kraftvoll nach vorne, die Drums hämmern sich in deinen Schädel, die Gitarren zerreißen dein Nervensystem und darüber wird teils geschrien, teils gesungen. Das machen die Briten gar nicht mal schlecht, aber eben auch nicht so herausragend, dass es für eine volle Besprechung reichen würde.<br><a href="https://melodicpunkrecords.bandcamp.com/album/savages" class="broken_link">https://melodicpunkrecords.bandcamp.com/album/savages</a></p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="alignleft size-thumbnail"><img decoding="async" loading="lazy" width="150" height="150" src="https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/2025/12/tender-ender-black-swan-150x150.jpg" alt="" class="wp-image-47114" srcset="https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/2025/12/tender-ender-black-swan-150x150.jpg 150w, https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/2025/12/tender-ender-black-swan-700x700.jpg 700w, https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/2025/12/tender-ender-black-swan-1024x1024.jpg 1024w, https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/2025/12/tender-ender-black-swan-600x600.jpg 600w, https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/2025/12/tender-ender-black-swan.jpg 1200w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px" /></figure></div>


<p class="has-black-color has-white-background-color has-text-color has-background"><strong>TENDER ENDER – Black swan </strong>(Label: A Tree In A Field, VÖ: 21.11.2025)<br>(so) Hier scheint jemand nicht so genau zu wissen, ob er nun Opernsänger, Andrew Eldritch oder doch ROBBIE WILLIAMS sein möchte, so sehr wackelt auf „Black swan“ die Stimme hin und her, während die Musik es schafft, durchaus zu gefallen. Sie bewegt sich zwischen Wave, Dreampop und Rock, irgendwo im Nirgendwo. Da ihr die Stimme keine klare Richtung gibt, findet sie diese auch nicht, bleibt unklar düster, aber eben unentschlossen. TENDER ENDER ist hier ein zu verhalltes, zu gewolltes Album aus den Händen gefallen, das irgendwie unfertig wirkt. So, als hätte ein Buch kein Lektorat gehabt.<br><a href="https://tenderender.bandcamp.com/album/black-swan">https://tenderender.bandcamp.com/album/black-swan</a></p>


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<figure class="alignleft size-thumbnail"><img decoding="async" loading="lazy" width="150" height="150" src="https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/2025/12/tc-wib-150x150.jpg" alt="" class="wp-image-47101" srcset="https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/2025/12/tc-wib-150x150.jpg 150w, https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/2025/12/tc-wib.jpg 225w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px" /></figure></div>


<p class="has-white-background-color has-background"><strong>THE CORPS – Watch it burn</strong> (Label: Rebellion Records, VÖ: 03.10.2025)<br>(ed) Aus Australien erreichte uns das neuste THE CORPS-Album, 13 Jahre nach dem Vorgänger „Know the code“. Nach so langer Zeit könnte man meinen, die Band hat an ihrem Sound gefeilt und/oder probiert mal etwas Neues aus. Nicht so THE CORPS. Die Band ist sich treu geblieben, was ihre Fans wahrscheinlich freuen wird. Es gibt wieder jede Menge klassischen Hardrock, der mal Ausflüge in in Richtung Metal, mal in Richtung Punk nimmt. Auch die Blues-Gitarre wird immer mal wieder rausgeholt. Das Ganze ist kraftvoll produziert und klingt sehr eingängig. Für mich ist das aber zu eintönig. Alle, die aber auf Bands wie ROSE TATTOO oder AC/DC stehen, sollten mal in das Album reinhören.<br><a href="https://www.facebook.com/TheCorpsAustralia">https://www.facebook.com/TheCorpsAustralia</a></p>


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<figure class="alignleft size-thumbnail"><img decoding="async" loading="lazy" width="150" height="150" src="https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/2025/12/tp-wirvii-150x150.jpg" alt="" class="wp-image-47097" srcset="https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/2025/12/tp-wirvii-150x150.jpg 150w, https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/2025/12/tp-wirvii.jpg 224w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px" /></figure></div>


<p class="has-white-background-color has-background"><strong>TUTU PUOANE – Wrapped in rhythm Vol. II</strong> (Label: SoulFactory, VÖ: 21.11.2015)<br>(jg) Der erste Song schreckte mich zunächst ab: Macht TUTU PUOANE hier Musical? Doch schon gegen Ende des Stückes schimmern ihre afrikanischen Wurzeln durch. Im folgenden „Elasticity“ steuert SHARRIF SIMMONS Gast-Raps bei, während sich Puoane in ihren Texten von den Gedichten Lebo Mashiles inspirieren ließ, die die Gefühlswelt einer jungen schwarzen Südafrikanerin nach der Apartheid reflektieren. Also doch alles anspruchsvoller und abwechslungsreicher als zunächst vermutet? Leider blitzt die gefühlsselige Musical-Assoziation immer wieder auf – wozu nicht zuletzt die epische Breite des Metropole Orkest beiträgt.<br><a href="https://www.tutupuoanemusic.com/">https://www.tutupuoanemusic.com/</a></p>


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<figure class="alignleft size-thumbnail"><img decoding="async" loading="lazy" width="150" height="150" src="https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/2025/12/KuS_uniporn-2-150x150.jpg" alt="" class="wp-image-47126" srcset="https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/2025/12/KuS_uniporn-2-150x150.jpg 150w, https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/2025/12/KuS_uniporn-2.jpg 437w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px" /></figure></div>


<p class="has-black-color has-white-background-color has-text-color has-background"><strong>UNIPORN &#8211; Coming harder </strong>(Label: Pauli Punk Records, VÖ: 15.05.2025)<br>(bc) Der Bandname, der Albumtitel, das Artwork… bei UNIPORN scheint sich vieles in ein- oder auch zweideutiger Weise um Sexualität zu drehen. Ansonsten spielt die Kölner Band um die ukrainische Frontfrau Olga Love auf ihrem Debüt einen soliden Punk&#8217;n&#8217;Roll-Stiefel herunter, der stellenweise zudem einen leichten Grunge-Touch aufweist. Einige der Songs knallen zwar ganz ordentlich („Neighbour“, „Beauty oft he music“), doch auf Albumlänge betrachtet kann mich „Coming harder“ dann leider doch nicht wirklich überzeugen. Oder wie die Band es möglicherweise formulieren würde: Es mangelt hier schlicht an richtigen Höhepunkten.<br><a href="https://uniporn.rocks">https://uniporn.rocks</a></p>


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<figure class="alignleft size-thumbnail"><img decoding="async" loading="lazy" width="150" height="150" src="https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/2025/12/yms-siii-150x150.jpg" alt="" class="wp-image-47082" srcset="https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/2025/12/yms-siii-150x150.jpg 150w, https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/2025/12/yms-siii.jpg 225w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px" /></figure></div>


<p class="has-white-background-color has-background"><strong>YVONNE MORIEL SWEETLIFE QUARTET – Sweetlife III</strong> (Label: Minor Seven Records, VÖ: 21.11.2025)<br>(jg) Ziemlich experimenteller Jazz, der bewusst die Grenzen auslotet und zeigt, wie man das Genre ins neue Zeitalter transportieren kann. Mal wird improvisiert, mal mit Elektro- oder Dub-Einflüssen gearbeitet, mal, wie es im Info heißt, „in Richtung akustischer Klangwelten“. Neben diverser Jazzgrößen werden auch RADIOHEAD und NIRVANAs „In utero“ als Einfluss genannt – wohl eher in der Herangehensweise als im Stil. Gute Ideen, die für meinen Geschmack noch nicht ganz ausgereift sind. Gleiches gilt auch für die Produktion.<br><a href="https://yvonnemoriel.com/">https://yvonnemoriel.com/</a></p>
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		<title>Emils Konzert-Kolumne</title>
		<link>https://blueprint-fanzine.de/emils-konzert-kolumne/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Emil Drexler]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 29 Oct 2025 22:53:07 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Livereviews]]></category>
		<category><![CDATA[Specials]]></category>
		<category><![CDATA[bp_highlight]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Als treue Blueprint-Leser:innen kennt Ihr sicher unsere quartalsweise erscheinende Rubrik „Kurz &#38; schmerzlos“ – das Format, in dem wir neue Platten im Schnelldurchlauf besprechen. Mal, weil sie nicht so recht in unser Konzept passen, mal, weil die Zeit zu knapp war – oder weil unser Schreiber schlichtweg keinen Zugang dazu gefunden hat.Nach demselben Prinzip gibt’s [&#8230;]</p>
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<p class="has-white-background-color has-background">Als treue Blueprint-Leser:innen kennt Ihr sicher unsere quartalsweise erscheinende Rubrik „Kurz &amp; schmerzlos“ – das Format, in dem wir neue Platten im Schnelldurchlauf besprechen. Mal, weil sie nicht so recht in unser Konzept passen, mal, weil die Zeit zu knapp war – oder weil unser Schreiber schlichtweg keinen Zugang dazu gefunden hat.<br>Nach demselben Prinzip gibt’s diesmal eine Premiere: einen kompakten Rundumschlag an Konzertberichten. Unser neuer Autor Emil hat sich innerhalb von zwei Wochen gleich vier Shows gegeben – und wollte Euch die Eindrücke nicht vorenthalten.<br>Keine Sorge: Unsere Konzertberichte wird es auch künftig in gewohnter Ausführlichkeit geben. Aber Emils kleine Konzert-Kolumne bietet einen frischen Blick darauf, was sich live derzeit so im Süden der Republik tut.<br><br>Viel Spaß mit Emils Konzert-Kolumne!</p>



<p class="has-white-background-color has-background"><strong>DUESENJAGER – 08.10.2025, Z-Bau (Nürnberg)</strong></p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" loading="lazy" width="1024" height="768" src="https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/2025/10/duesenjaeger_emil-1024x768.jpg" alt="" class="wp-image-46830" srcset="https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/2025/10/duesenjaeger_emil-1024x768.jpg 1024w, https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/2025/10/duesenjaeger_emil-700x525.jpg 700w, https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/2025/10/duesenjaeger_emil-1536x1152.jpg 1536w, https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/2025/10/duesenjaeger_emil.jpg 2048w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure>



<p class="has-white-background-color has-background">DUESENJAGER feiern ihr 25jähriges Jubiläum. Da musste ich natürlich unbedingt hin, auch weil sie befreundete Bands eingeladen haben. In diesem Fall waren das ES WAR MORD mit u.a. Marten Ebsen von TURBOSTAAT, aber auch Mitgliedern von alten Legenden wie JINGO DE LUNCH und DIE SKEPTIKER. Und da ist mir was passiert, was ich schon bestimmt über zehn Jahre nicht mehr auf einem Konzert gemacht habe. Es war so unfassbar laut, dass ich bereits beim zweiten Lied an der Bar nach Ohrstöpseln gefragt habe. Natürlich muss dieser brachiale Punkkrach laut rüberkommen, aber hier war das einfach einen Ticken zu krass. Das hat dann das Konzert etwas getrübt, auch wenn die Band gut drauf war und Sänger Stunk am Mikro alles gab.<br>Bei DUESENJAGER war komischerweise der Sound astrein, sauber und von der Lautstärke genau richtig. Die spielten ein wunderbares Set voller Hits (&#8222;Everyday is like monday&#8220;, &#8222;Jauchetaucher&#8220;, &#8222;Grabeland&#8220;, &#8222;Las Plamas O.K.&#8220; uvm), aber auch Songs ihrer neuen EP &#8222;Solaire&#8220; wurden gespielt. &#8222;Kantholz&#8220; ist so ein geiles Stück, ich musste das die Tage rund ums Konzert rauf und runter hören. Auf jeden Fall stellt man sich so einen rundum gelungenen Konzertabend vor: gut aufgelegte und spielfreudige Band mit lustigen Anekdoten aus 25 Jahren Bandgeschichte und einem gut gelaunten, textsicheren Publikum. Einzig der Zuspruch in der mit 150 Besucher*innen fassenden Halle, die mit knapp 2/3 gefüllt war, hätte etwas besser sein können.</p>



<p class="has-white-background-color has-background"><strong>HVOB – 09.10.2025, Muffathalle (München)</strong></p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-medium"><img decoding="async" loading="lazy" width="529" height="700" src="https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/2025/10/hvob_emil-529x700.jpg" alt="" class="wp-image-46831" srcset="https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/2025/10/hvob_emil-529x700.jpg 529w, https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/2025/10/hvob_emil-773x1024.jpg 773w, https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/2025/10/hvob_emil.jpg 1080w" sizes="(max-width: 529px) 100vw, 529px" /></figure></div>


<p class="has-white-background-color has-background">Bereits einen Tag später ging es nach München zu HVOB. Die werden vielleicht einigen Blueprint Leser:innen gar nichts sagen, obwohl sie schon eine relativ große Band sind. Das liegt wahrscheinlich am Genre, denn HVOB machen astreinen Electro-Sound. Aber sie kommen durchaus aus dem Indie-Electro-Bereich. Zum ersten Mal gesehen habe ich sie 2015 auf dem guten alten Phono Pop-Festival in Rüsselsheim. Und dann nochmal 2019 in Mannheim auf dem Maifeld Derby. Das Duo Anna Müller und Paul Wallner, die an ihren Reglern den Sound kreieren, werden live oft von einem Schlagzeuger ergänzt. So auch in München. Ihre Musik ist sphärisch und minimalistisch, und meist bauen sich die Songs langsam auf, aber es gibt auch richtige Banger. Das besondere Kennzeichen ihrer Songs ist aber die Stimme von Anna Müller, die fast schon hauchend jedem Lied das gewisse Etwas gibt. Die Muffathalle war schon Wochen vorher ausverkauft, und so hat es sich auch angefühlt – Platz zum Tanzen war nicht wirklich vorhanden, was schade, aber auch erwartbar war. So konnte man sich mehr auf die Visuals einlassen, die extra für die Tour aufwendig produziert wurden. Die Lightshow war dann auch wirklich bombastisch. Den Charme des Kleinen und Neuartigen bei meinem ersten HVOB-Konzerts vor vielleicht knapp 200 Leuten hatte das Konzert heute mit rund 1200 Besucher:innen natürlich nicht mehr, aber ein mehr als toller Konzertabend war es dennoch!</p>



<p class="has-white-background-color has-background"><strong>HERRENMAGAZIN – 18.10.2025, Feierwerk (München)</strong></p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" loading="lazy" width="1024" height="768" src="https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/2025/10/herrenmagazin_emil-1024x768.jpg" alt="" class="wp-image-46832" srcset="https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/2025/10/herrenmagazin_emil-1024x768.jpg 1024w, https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/2025/10/herrenmagazin_emil-700x525.jpg 700w, https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/2025/10/herrenmagazin_emil-1536x1152.jpg 1536w, https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/2025/10/herrenmagazin_emil.jpg 2048w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure>



<p class="has-white-background-color has-background">Ich will es gleich vorwegnehmen: von diesen vier Konzerten war HERRENMAGAZIN das beste. Im ausverkauften Feierwerk durfte aber erst mal WIM ran, eine Songwriterin, die mich stark an ENNO BUNGER erinnert hat. Sie war sehr aufgeregt, was wiederum sehr sympathisch war. Aber musikalisch hat mich das nicht so abgeholt.<br>HERRENMAGAZIN starteten dann überpünktlich mit einem Intro von MARLENE DIETRICH („Wenn ich mir was wünschen dürfte“) stilvoll in das Set. Und bereits als zweiten eigenen Song spielten sie „In den dunkelsten Stunden“. Da gab es spätestens für mich kein Halten mehr. Ich liebe diesen Song einfach. Der Rest um mich herum war da noch etwas verhaltener. Doch das sollte sich im Laufe des Abends ändern, denn mit zunehmender Spieldauer nahm die Euphorie im Raum zu. Die Band war zudem sehr gut aufgelegt, es gab einige Anekdoten und auch die ein oder andere Publikumsinteraktion. Dazu beigetragen hat die auch seitlich offene Bühne, wo einige Besucher:innen standen. Die Band hat somit zwei Seiten bespielt und das souverän gemeistert. Das neue Album „Du hast hier nichts verloren“ war mit acht Songs stark vertreten, und vor allem „Alter Debütant“ und „Fragment“ sind live auch wirkliche Banger. Ein wenig Gänsehaut gab es dann auch noch beim ruhigen „Ich bin für dich da“. Was auffiel, wie viele Menschen die Texte mitsingen konnten und zwar nicht nur bei zwei oder drei bekannten Liedern, sondern die eine oder der andere haben wirklich fast alle Lieder mit gegrölt. Durch den frühen Beginn hatten wir dann kein Problem, noch den letzten Zug nach Nürnberg zu bekommen, der – wie sollte es auch anders sein bei der Deutschen Bahn – natürlich zu spät losfuhr. Und total voll mit Fußballfans war, da am Abend der BVB in München gastierte. Aber immerhin blieb alles friedlich im Zug, und man konnte das sehr schöne Konzert nochmal Revue passieren lassen.</p>



<p class="has-white-background-color has-background"><strong>CLICKCLICKDECKER – 21.10.2025 Club Stereo (Nürnberg)</strong></p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" loading="lazy" width="1024" height="768" src="https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/2025/10/clickclickdecker_emil-1024x768.jpg" alt="" class="wp-image-46833" srcset="https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/2025/10/clickclickdecker_emil-1024x768.jpg 1024w, https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/2025/10/clickclickdecker_emil-700x525.jpg 700w, https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/2025/10/clickclickdecker_emil-1536x1152.jpg 1536w, https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/2025/10/clickclickdecker_emil.jpg 2048w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure>



<p class="has-white-background-color has-background">Nur drei Tage später ging es schon zum nächsten Konzert. Leider verpassten wir die Vorband PETULA weil Konzerte im Club Stereo unter der Woche immer sehr früh anfangen (denn länger als 22 Uhr darf es dort nicht gehen). Aber immerhin schafften wir es genau rechtzeitig zum Start, der etwas kurios war. Die Band kommt auf die Bühne, macht noch so einen Mini-Soundcheck bzw. checkt noch kurz was ab, als ein Typ in der ersten Reihe Sänger Kevin zutextet. So genau habe ich es nicht verstanden, aber an Kevins Reaktion konnte man erkennen, dass er den Moment direkt vor Konzertbeginn nicht ideal für einen Plausch hält. Kevin hat dann sichtlich genervt einfach mitten in das Gelabere des Typen hinein das erste Lied begonnen. Das war wirklich etwas schräg, denn so gab es irgendwie keinen richtigen Start, sondern es begann irgendwie aus dem Nichts. Was ein wenig schade war, denn das sehr schöne Lied „Am Ende“ vom neuen Album ist somit etwas untergegangen. Ob das der Grund war, warum der Funke nur so halb heute übergesprungen ist? Schwer zu sagen, aber irgendwie agierte die Band ein wenig mit angezogener Handbremse. Im Laufe des Abends wurde es zwar besser, aber die Leichtigkeit, die man online bei den anderen CLICKCLICKDECKER-Konzerten sehen kann, stellte sich nicht ein. Eine Ausnahme war das von fast allen mitgesungene „Wer hat mir auf die Schuhe gekotzt“, was ziemlich am Ende der Setlist der Höhepunkt des Abends war. Und mir zusammen mit „Rumours &amp; Prospekte“ am besten gefallen hat. Es war definitiv ein gutes Konzert, aber irgendwie wäre wohl unter anderen Umständen mehr drin gewesen.</p>
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