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	<title>Specials Archive - .:blueprint fanzine:.</title>
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		<title>Kurz &#038; schmerzlos (Januar – März 2026)</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Jens Gerdes]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 07 Apr 2026 20:29:35 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Specials]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Ich sage mir jetzt einfach, dass 2026 ab jetzt bitte besser werden wird. Gab ja schon genug zu jammern, ob politisch oder persönlich. Man (in Worten: ich) wird älter und gebrechlicher, alles das, was &#8222;damals&#8220; ja noch gar kein Problem war oder von dem man nicht einmal wusste, dass es weh tun kann, wird langsam [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="has-white-background-color has-background">Ich sage mir jetzt einfach, dass 2026 ab jetzt bitte besser werden wird. Gab ja schon genug zu jammern, ob politisch oder persönlich. Man (in Worten: ich) wird älter und gebrechlicher, alles das, was &#8222;damals&#8220; ja noch gar kein Problem war oder von dem man nicht einmal wusste, dass es weh tun kann, wird langsam zum Problem und tut weh. Und zweimal hintereinander Bronchitis rockt wirklich auch nicht gerade das Leben. <br>Kleiner Tipp: Lieber auskurieren, als zu denken, dass dich auf der Arbeit niemand ersetzen kann. Das stimmt in den allermeisten Fällen nicht (Selbstständige sind hier leider wohl ausgenommen &#8230;). Aber es gibt ja auch positive Dinge. Ob es die Artemis II / Orion-Mission ist, die Menschen weiter von der Erde wegbringt, als jemals ein Mensch gewesen ist, ob es die kleinen Begegnungen mit Ex-Schülern sind, die fast weinen, wenn sie von früher erzählen und &#8222;Sie der einzige waren, der an mich geglaubt hat!&#8220; Oder auch ein sich verbesserndes Gefühl, was einen selbst angeht, irgendwie mehr Power, mehr Spaß und auch die freien Ostertage endlich mal wieder genießend.<br>In diesem Text stecken viele Worte, die man auch über unsere k&amp;s verlieren könnte. Jammern, weh tun, rockt nicht, aber auch Power, Spaß und genießen. Insofern deckt sich das Leben wieder einmal mit unseren Rezensionen. Auch wenn es nicht gerade kurz und schmerzlos ist. Aber das ist ja auch gut so!<br>Auf ein ab jetzt viel besseres 2026!</p>


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<figure class="alignleft size-thumbnail"><img decoding="async" width="150" height="150" src="https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/2026/04/abls-b-150x150.jpg" alt="" class="wp-image-47445" srcset="https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/2026/04/abls-b-150x150.jpg 150w, https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/2026/04/abls-b.jpg 224w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px" /></figure></div>


<p class="has-white-background-color has-background"><strong>AIRELLE BESSON &amp; LIONEL SUAREZ – Blossom </strong>(Label: Papillon Jaune, VÖ: 20.02.2026)<br>(jg) AIRELLE BESSON und LIONEL SUAREZ reduzieren ihre Musik auf das Wesentliche. „Blossom“ ist ein leises Zwiegespräch zwischen Trompete und Akkordeon, das mehr andeutet als ausspricht. Die Stücke entfalten sich in behutsamen Bewegungen, getragen von Klangfarben, Pausen und einem feinen Gespür für Melodie. Jazz im klassischen Sinne ist das nur noch am Rand; näher liegt diese Musik an europäischer Kammerkunst oder der Zurückhaltung eines ERIK SATIE. Gleichzeitig blitzen immer wieder improvisatorische Momente auf, die das Duo in Bewegung halten. Ein stilles, aber hochkonzentriertes Album mit einer subtilen Intensität.<br><a href="https://airellebesson.bandcamp.com/album/blossom" class="broken_link">https://airellebesson.bandcamp.com/album/blossom</a></p>


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<figure class="alignleft size-thumbnail"><img decoding="async" loading="lazy" width="150" height="150" src="https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/2026/04/aol-rtm-150x150.jpg" alt="" class="wp-image-47443" srcset="https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/2026/04/aol-rtm-150x150.jpg 150w, https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/2026/04/aol-rtm.jpg 225w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px" /></figure></div>


<p class="has-white-background-color has-background"><strong>ANGELS OF LIBRA – Road to mandalay</strong> (Label: Waterfall Records, VÖ: 30.01.2026)<br>(jg) ANGELS OF LIBRA spielen Soul, als wäre er nie verschwunden – warm, analog und mit einem unerschütterlichen Gefühl für Groove. „Road to mandalay“ zelebriert den Sound der 60er und 70er, ohne in bloßer Nostalgie stecken zu bleiben: Bläserarrangements, Rhythmusgruppe und Produktion greifen perfekt ineinander und klingen dabei angenehm staubfrei. Unterstützt von Gastsänger:innen wie SARIFE und NATHAN JOHNSTON entsteht ein abwechslungsreiches, detailverliebtes Album, das eher nach Studio-Feinarbeit als nach Revue-Bühne klingt. Die Songs tänzeln zwischen lässiger Leichtigkeit und tief verwurzeltem Soul, irgendwo in der Nähe von THE DAP-KINGS oder DURAND JONES &amp; THE INDICATIONS &#8211; wobei ihnen mit dem Opener &#8222;Ain&#8217;t no lovin'&#8220; gar ein formidabler Sommerhit gelungen ist. Ein Album wie ein auf Vinyl gebannter sonnendurchfluteter Nachmittag.<br><a href="https://angelsoflibra.bandcamp.com/album/road-to-mandalay">https://angelsoflibra.bandcamp.com</a></p>


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<figure class="alignleft size-thumbnail"><img decoding="async" loading="lazy" width="150" height="150" src="https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/2026/04/bunch-wasser-150x150.jpg" alt="" class="wp-image-47451" srcset="https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/2026/04/bunch-wasser-150x150.jpg 150w, https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/2026/04/bunch-wasser.jpg 452w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px" /></figure></div>


<p class="has-black-color has-white-background-color has-text-color has-background"><strong>BUNCH OF ACE – Tanz im Wasser </strong>(Label: Bunch of Ace, VÖ: 23.01.2026)<br>(so) Ich weiß nicht so recht … sind BUNCH OF ACE mir zu süßlich? Zu poppig? Zu engelsgleich? Die Texte zu einfach? Zu bedeutungslos? Irgendwie alles davon? Ja. „Am Strand von Palma glitzert das Meer / das nicht zu mögen, wäre nicht fair“. Hmtja. Und solche Textzeilen tanzen hier nicht im Wasser, sondern auf poppig-niedlichen Melodien, die schon fast etwas Schlagereskes haben, in jedem Fall aber mein musikalisches Ohr komplett verfehlen. Diese EP ist etwas für Freund:innen von The Voice und ähnlichen Formaten, würde ich einfach mal behaupten wollen. Denen wünsche ich damit viel Spaß.<br><a href="https://bunchoface.bandcamp.com" class="broken_link">https://bunchoface.bandcamp.com</a></p>


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<figure class="alignleft size-thumbnail"><img decoding="async" loading="lazy" width="150" height="150" src="https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/2026/04/che-arthur-describe-150x150.jpg" alt="" class="wp-image-47452" srcset="https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/2026/04/che-arthur-describe-150x150.jpg 150w, https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/2026/04/che-arthur-describe-700x700.jpg 700w, https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/2026/04/che-arthur-describe-1024x1024.jpg 1024w, https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/2026/04/che-arthur-describe-600x600.jpg 600w, https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/2026/04/che-arthur-describe.jpg 1200w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px" /></figure></div>


<p class="has-black-color has-white-background-color has-text-color has-background"><strong>CHE ARTHUR – Describe this present moment </strong>(Label: Past / Future Records, VÖ: 09.01.2026)<br>(so) CHE ARTHUR auf Solopfaden, das aber auch schon zum fünften Mal. Präsentiert wird auf „Describe this present moment“ so etwas wie Post-Hardcore, da bin ich nun wirklich nicht so tief drin, dass ich mir zutraue, eine genaue Einordnung vorzunehmen. Aber es ist ein Album, das mich mal an LIMP BIZKIT, dann wieder an JIMMY EAT WORLD erinnert. Ein Album, das rockt und auch die Balladen nicht zu kurz kommen lässt. Aber eben auch nicht viel mehr als ein weiteres Album, das rockt. Was CHE ARTHUR aber gelingt, ist, dass die Songs recht abwechslungsreich klingen. Dennoch eher etwas für nebenher.<br><a href="https://chearthur.bandcamp.com/album/describe-this-present-moment">https://chearthur.bandcamp.com/album/describe-this-present-moment</a></p>


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<figure class="alignleft size-thumbnail"><img decoding="async" loading="lazy" width="150" height="150" src="https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/2026/04/dz-snapshots-150x150.jpg" alt="" class="wp-image-47439" srcset="https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/2026/04/dz-snapshots-150x150.jpg 150w, https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/2026/04/dz-snapshots.jpg 225w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px" /></figure></div>


<p class="has-white-background-color has-background"><strong>DANIEL ZIMMERMANN – Snapshots</strong> (Label: Label Bleu, VÖ: 23.01.2026)<br>(jg) DANIEL ZIMMERMANN denkt Jazz nicht als Bühne für Solisten, sondern als Spielfeld für feine Verschiebungen – und genau darin liegt der Reiz von „Snapshots“. Der französische Posaunist und Komponist lässt sein Quartett mit eleganten Grooves und einem Augenzwinkern zwischen Neobop, Swing und souligen Einsprengseln mäandern. Die Posaune fungiert dabei weniger als Leitinstrument denn als schillernde Klangfarbe im Ensemble, das immer wieder kleine Haken schlägt und Erwartungen unterläuft. Es sind diese Momente subtiler Ironie und Leichtigkeit, die dem Album seine eigene Handschrift geben – irgendwo zwischen kammermusikalischer Präzision und lässigem Clubgefühl. Anklänge an das BRAD MEHLDAU QUARTETT blitzen auf, ohne sich festzusetzen, während vereinzelte Vocals und Gäste für zusätzliche Abwechslung sorgen. Ein Album wie eine lose Serie musikalischer Momentaufnahmen: flüchtig, verspielt und gerade deshalb bemerkenswert kohärent.<br><a href="https://danielzimmermann.bandcamp.com/album/snapshots" class="broken_link">https://danielzimmermann.bandcamp.com/</a></p>


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<figure class="alignleft size-thumbnail"><img decoding="async" loading="lazy" width="150" height="150" src="https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/2026/04/en-route-boys-150x150.jpg" alt="" class="wp-image-47453" srcset="https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/2026/04/en-route-boys-150x150.jpg 150w, https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/2026/04/en-route-boys.jpg 300w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px" /></figure></div>


<p class="has-black-color has-white-background-color has-text-color has-background"><strong>EN ROUTE,  BOYS – s/t </strong>(Label: Groupe Fovea, VÖ: 20.02.2026)<br>(so) Ich möchte das, was auf „En route, boys“ ertönt, gerne mal als Plätschermusik umschreiben. Denn dieses Album plätschert ganz angenehm nebenher, begleitet dich vielleicht bei der Küchenarbeit oder anderen Dingen, die im Haushalt so anfallen. Vielleicht aber auch, wenn du den Unterricht am Laptop vorbereitest oder es einfach nicht so still sein soll im Haus. Für all das taugt das selbstbetitelte Album der Kanadier:innen. Beim Hören dachte ich öfter: So, aber der nächste Song wird spannend. Entscheidet selbst, ob ich recht hatte.<br><a href="https://www.instagram.com/enrouteboys/">https://www.instagram.com/enrouteboys/</a></p>


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<figure class="alignleft size-thumbnail"><img decoding="async" loading="lazy" width="150" height="150" src="https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/2026/04/gsq-ed-150x150.jpg" alt="" class="wp-image-47461" srcset="https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/2026/04/gsq-ed-150x150.jpg 150w, https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/2026/04/gsq-ed-700x694.jpg 700w, https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/2026/04/gsq-ed-1024x1015.jpg 1024w, https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/2026/04/gsq-ed-600x600.jpg 600w, https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/2026/04/gsq-ed.jpg 1200w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px" /></figure></div>


<p class="has-white-background-color has-background"><strong>GEORGE DORN QUINTET – Everybody&#8217;s darling </strong>(Label: Eigenregie, VÖ: 29.12.2025)<br>(jg) Das GEORGE DORN QUINTET bleibt auch auf „Everybody&#8217;s darling“ seinem unaufgeregten Ansatz treu – und trifft gerade damit ins Schwarze. Zwischen jangligen Gitarren, Sixties-Reminiszenzen und einem ausgeprägten Gespür für Melodien entfaltet sich ein Indie-/Power-Pop, der lieber entspannt flaniert als nach vorne drängt. Die Songs wirken leichtfüßig, mit einem feinen Gespür für Hooks, ohne je ins Überzuckerte zu kippen. Einflüsse von TEENAGE FANCLUB, THE KINKS oder BIG STAR blitzen immer wieder durch, ergänzt um eine Spur Psychedelic und Beat. Gleichzeitig schimmert in manchen Momenten eine rauere, lakonische Kante durch, die nicht nur an die RAMONES oder IGGY POP erinnert, sondern auch an frühe THE STROKES. Ein Album wie eine liebevoll kuratierte Plattensammlung – nostalgisch, aber keineswegs rückwärtsgewandt.<br><a href="https://georgedornquintet.bandcamp.com/album/everybodys-darling">https://georgedornquintet.bandcamp.com/</a></p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="alignleft size-thumbnail"><img decoding="async" loading="lazy" width="150" height="150" src="https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/2026/04/ht-healing_songs-150x150.jpg" alt="" class="wp-image-47440" srcset="https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/2026/04/ht-healing_songs-150x150.jpg 150w, https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/2026/04/ht-healing_songs.jpg 224w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px" /></figure></div>


<p class="has-white-background-color has-background"><strong>HENRI TEXIER – Healing songs</strong> (Label: Label Bleu, VÖ: 23.01.2026)<br>(jg) HENRI TEXIER bleibt auch im Spätwerk ein Erzähler – einer, der seine Geschichten nicht in großen Gesten ausbreitet, sondern im warmen Puls des Kontrabasses verankert. „Healing songs“ versammelt neu gedachte Kompositionen aus einem langen Musikerleben und führt sie mit einem neuen, aber eingespielten Quintett zurück in eine Form, die zugleich geerdet und offen klingt. Zwischen Post-Bop, bluesigem Groove und einer fast nachdenklichen ECM-Ästhetik entsteht ein Sound, der weniger auf Virtuosität zielt als auf Atmosphäre und Melodie. Texier spielt dabei nicht vor, sondern vor allem mit – lässt Raum, wo andere füllen würden, und findet gerade darin seine Stärke. Das erinnert stellenweise an die späten Arbeiten von DAVE HOLLAND oder JAN GARBAREK, ohne je in bloße Referenz zu kippen. Ein leises, aber eindringliches Album, das seine Kraft aus Reife und Reduktion zieht.<br><a href="https://www.facebook.com/HenriTexierJazz/">https://www.facebook.com/HenriTexierJazz/</a></p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="alignleft size-thumbnail"><img decoding="async" loading="lazy" width="150" height="150" src="https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/2026/04/hidas-asoid-150x150.jpg" alt="" class="wp-image-47441" srcset="https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/2026/04/hidas-asoid-150x150.jpg 150w, https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/2026/04/hidas-asoid.jpg 225w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px" /></figure></div>


<p class="has-white-background-color has-background"><strong>HIDAS – A sense of impending doom</strong> (Label: Tonzonen Records, VÖ: 23.01.2026)<br>(jg) HIDAS setzen auf ihrem Debüt nicht auf Dramatik, sondern auf Druck – und lassen ihre Riffs so lange kreisen, bis sie sich ins Bewusstsein fräsen. „A sense of impending doom“ ist ein zähes, weitgehend instrumentales Doom-Album, das weniger an klassischen Songstrukturen interessiert ist als an Verdichtung und Wiederholung. Dabei schichtet das Münchner Trio Gitarre, Bass und Schlagzeug zu einer klaustrophobischen Wand, die sich nur gelegentlich in sludgeartige Ausbrüche auflöst. Bei HIDAS dominiert eine meditative Schwere, die an die hypnotischen Minimalismen von EARTH oder OM erinnert. Gerade in der Reduktion entfaltet die Musik ihre eigentliche Wucht – langsam, unerbittlich und vereinnahmend. Ich sehe die langen Haare im Betty schon kreisen.<br><a href="https://hidas.bandcamp.com/album/a-sense-of-impending-doom" class="broken_link">https://hidas.bandcamp.com/album/a-sense-of-impending-doom</a></p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="alignleft size-thumbnail"><img decoding="async" loading="lazy" width="150" height="150" src="https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/2026/04/mr-sinfonico-150x150.jpg" alt="" class="wp-image-47444" srcset="https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/2026/04/mr-sinfonico-150x150.jpg 150w, https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/2026/04/mr-sinfonico.jpg 224w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px" /></figure></div>


<p class="has-white-background-color has-background"><strong>MARIANA RAMOS – Sinfonico</strong> (Label: Casa Verde, VÖ: 06.02.2026)<br>(jg) MARIANA RAMOS hebt die Morna aus den Bars der Kapverdischen Inseln hinein in den Konzertsaal – und verleiht ihr dabei eine neue, fast filmische Eindrücklichkeit. „Sinfonico“ kleidet die kapverdischen Traditionen in opulente Orchesterarrangements, die zwischen Musical, Filmmusik und klassischer Gala pendeln. Ihre Stimme bleibt dabei das emotionale Zentrum, getragen von Streichern, Bläsern und dramatischen Zuspitzungen. Das erinnert stellenweise an CESÁRIA ÉVORA in großem symphonischem Rahmen oder an orchestrale Projekte im Fahrwasser des BUENA VISTA SOCIAL CLUB. Nicht jeder Moment entgeht dem Pathos, doch genau darin liegt auch der Reiz dieses Albums. Große Gefühle, große Bühne – und der Versuch, Tradition neu zu inszenieren.<br><a href="https://marianaramos.bandcamp.com/album/sinfonico" class="broken_link">https://marianaramos.bandcamp.com</a></p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="alignleft size-thumbnail"><img decoding="async" loading="lazy" width="150" height="150" src="https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/2026/04/mr-sfa-150x150.jpg" alt="" class="wp-image-47442" srcset="https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/2026/04/mr-sfa-150x150.jpg 150w, https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/2026/04/mr-sfa.jpg 225w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px" /></figure></div>


<p class="has-white-background-color has-background"><strong>MARION RAMPAL – Song for Abbey</strong> (Label: Les Rivieres Souterraines, VÖ: 23.01.2026)<br>(jg) MARION RAMPAL nähert sich dem Erbe von ABBEY LINCOLN nicht ehrfürchtig, sondern suchend – als würde sie die Songs erst im Moment des Singens entdecken. „Song for Abbey“ ist weniger Tribute als Transformation, ein freier, oft kammermusikalischer Vocal Jazz, der Folk- und Blues-Elemente in fragile Arrangements einbettet. Ihre Stimme bleibt dabei warm und nahbar, die Musik leicht, aber nie gefällig; MARION RAMPAL tastet sich durch die Stücke, dekonstruiert, verschiebt, lässt Leerstellen zu. Zwischen intimer Reduktion und subtiler Expressivität entstehen Momente, die eher an JEANNE LEE oder CÉCILE MCLORIN SALVANT erinnern als an klassisches Songbook-Repertoire. Gerade diese Offenheit macht das Album so besonders. Ein leises, aber tiefgehendes Werk über Aneignung und Erinnerung.<br><a href="https://marionrampal.bandcamp.com/album/song-for-abbey">https://marionrampal.bandcamp.com/</a></p>


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<figure class="alignleft size-thumbnail"><img decoding="async" loading="lazy" width="150" height="150" src="https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/2026/04/monolithe-gelee-150x150.jpg" alt="" class="wp-image-47454" srcset="https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/2026/04/monolithe-gelee-150x150.jpg 150w, https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/2026/04/monolithe-gelee.jpg 700w, https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/2026/04/monolithe-gelee-600x600.jpg 600w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px" /></figure></div>


<p class="has-black-color has-white-background-color has-text-color has-background"><strong>MONOLITHE NOIR – La foi gelée </strong>(Label: Humpty Dumpty Records, VÖ: 27.02.2026)<br>(so) Mal fast schon Noise, dann wieder ganz zarte Klänge – insgesamt könnte man dieses vierte Album von MONOLITHE NOIR unter „seltsam“ einordnen. Mainstream und Charts sind extrem weit entfernt von dem, was Antoine Messager Pasqualini hier veranstaltet. Aber für die nächste Vernissage mit moderner Kunst eignet sich das durchaus, obwohl dafür fast ein bisschen viel gesungen bzw. gesprochen wird. Ein Album, das fraglos „Kunst“ ruft und sich dabei fast die Seele aus dem Leibe schreit.<br><a href="https://monolithenoir.bandcamp.com/album/la-foi-gel-e">https://monolithenoir.bandcamp.com/album/la-foi-gel-e</a></p>


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<figure class="alignleft size-thumbnail"><img decoding="async" loading="lazy" width="150" height="150" src="https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/2026/04/pl-wal-150x150.jpg" alt="" class="wp-image-47446" srcset="https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/2026/04/pl-wal-150x150.jpg 150w, https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/2026/04/pl-wal.jpg 225w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px" /></figure></div>


<p class="has-white-background-color has-background"><strong>PAUL LAY – Waves of light</strong> (Label: Dragon Fly, VÖ: 20.03.2026)<br>(jg) Auf Blueprint sind wir mittlerweile ja einiges gewohnt, aber choräle Gesänge tauchen hier insgesamt doch eher selten auf. PAUL LAY verbindet auf „Waves of light“ aber genau das miteinander: pianogetriebenen Jazz mit einer fast cineastischen Weite, offene Strukturen, die sich zwischen Klassik, Contemporary Jazz und kammermusikalischen Einflüssen bewegen. Wenn dann noch der Kammerchor hinzutritt, erweitert das die Stücke in unerwartete, fast sakrale Räume. Sicherlich eines der ungewöhnlichsten Alben im Programm von Blueprint.<br><a href="https://paullay.bandcamp.com/album/waves-of-light" class="broken_link">https://paullay.bandcamp.com</a></p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="alignleft size-thumbnail"><img decoding="async" loading="lazy" width="150" height="150" src="https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/2026/04/sos-mirage-150x150.jpg" alt="" class="wp-image-47447" srcset="https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/2026/04/sos-mirage-150x150.jpg 150w, https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/2026/04/sos-mirage.jpg 224w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px" /></figure></div>


<p class="has-white-background-color has-background"><strong>SOUND OF SMOKE – Mirage</strong> (Label: Tonzonen Records, VÖ: 27.03.2026)<br>(jg) SOUND OF SMOKE graben sich tief in den 70er-Sound ein, ohne dabei im Retro-Sumpf stecken zu bleiben. „Mirage“ kombiniert schweren Blues-Rock, psychedelische Ausuferungen und satte Orgeln zu einem druckvollen, erstaunlich organischen Gesamtbild. Das Besondere liegt im weiblichen Gesang, der dem Genre eine frische, eigenständige Note verleiht und die klassischen Riffstrukturen elegant konterkariert. Zwischen DEEP PURPLE, BLACK SABBATH und einer Prise Stoner-Rock entsteht ein Sound, der vertraut, aber dadurch nicht abgestanden wirkt. Ein Album, das den Staub der Vergangenheit mit hörbarer Freude aufwirbelt.<br><a href="https://soundofsmoke.bandcamp.com/album/mirage">https://soundofsmoke.bandcamp.com</a></p>
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		<title>Kurz &#038; schmerzlos (Oktober – Dezember 2025)</title>
		<link>https://blueprint-fanzine.de/kurz-schmerzlos-oktober-dezember-2025/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Simon-Dominik Otte]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 29 Dec 2025 12:57:23 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Specials]]></category>
		<category><![CDATA[bp_highlight]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>In den letzten Jahren ist es wie verhext, oder, wie es in einem berühmten Klassiker heißt: &#8222;Same procedure as every year?&#8220; &#8230; Ja, leider. Mittlerweile das dritte Jahr in Folge bin ich in den Weihnachtsferien krank. Mal leichter, mal schwerer, aber immer so, dass gemachten Plänen ein dicker, fetter Strich durch die Rechnung gemacht wird. [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="has-white-background-color has-background">In den letzten Jahren ist es wie verhext, oder, wie es in einem berühmten Klassiker heißt: &#8222;Same procedure as every year?&#8220; &#8230; Ja, leider. Mittlerweile das dritte Jahr in Folge bin ich in den Weihnachtsferien krank. Mal leichter, mal schwerer, aber immer so, dass gemachten Plänen ein dicker, fetter Strich durch die Rechnung gemacht wird. Das nervt, so habe ich schon zwei tolle Konzerte und zwei Kurzurlaube sowie eine schöne Silvesterfeier verpasst. Das hat doch System, oder? Immer dann, wenn ich denke: &#8222;Hey, cool, Ferien, da liegt ja dies und das an, worauf ich mich freue!&#8220;, denkt sich irgendjemand anders (in Worten: Mein Körper): &#8222;Nö, lass&#8216; mal. Ich finde, du solltest im Bett liegen und krank sein. Damit du zum Ende der Ferien zumindest noch den ganzen Schulkram zu erledigen hast und nix Schönes mehr schaffst.&#8220; Ganz wunderbar, das. Okay, nun interessieren mich weder Weihnachten noch Silvester besonders, aber hin und wieder würde ich dann doch gerne mal unter Menschen, ohne eine Gefahr für sie zu sein und einfach nur Spaß zu haben. Neuer Versuch 2026. Warum ich all das hier schreibe? Nun ja. Vielleicht denken sich auch einige unserer k&amp;s-Kandidat:innen manchmal: &#8222;Menno, schon wieder nur k&amp;s, same procedure as every month. Dabei bringe ich so viele schöne Dinge mit und wäre doch gern mal auch unter anderen Alben. Aber nein.&#8220; Könnte ja sein. Und selbst, wenn nicht: <br>Kommt alle gut ins neue Jahr 2026. Lasst uns alle dafür sorgen, dass es ein gutes wird. Endlich mal wieder. Und eben nicht noch schlimmer oder &#8222;same procedure as last year&#8220;. Das wäre schön. Viel Spaß mit unseren kurzen und schmerzlosen Rezensionen. </p>


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<figure class="alignleft size-thumbnail"><img decoding="async" loading="lazy" width="150" height="150" src="https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/2025/12/avsat-rl-150x150.jpg" alt="" class="wp-image-47103" srcset="https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/2025/12/avsat-rl-150x150.jpg 150w, https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/2025/12/avsat-rl.jpg 224w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px" /></figure></div>


<p class="has-white-background-color has-background"><strong>ANTOINE VILLOUTREIX &amp; SUPER ANTENA TROPICAL – Radio Liberté</strong> (Label: Sungroove, VÖ: 17.10.2025)<br>(ed) Radio Liberté ist ein imaginärer Radiosender, der uns mitnimmt auf eine musikalische Reise. Leichte nach Chansons klingende Musik, die perfekt dazu geeignet ist, auf dem Balkon einen Eistee zu trinken oder leicht tänzelnd die Wohnung zu putzen. Gute Laune ist quasi vorprogrammiert. Gesungen wird dabei auf französisch und deutsch. Mich erinnert das Ganze an eine Mischung aus MANU CHAO und ERLEND ØYE. Wer also seinen Winterblues musikalisch verdrängen will, hört hier rein, und schon strahlt die Sonne, und das Gemüt wird sich (hoffentlich) erhellen.<br><a href="https://www.facebook.com/antoinevilloutreix/">https://www.facebook.com/antoinevilloutreix/</a></p>


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<figure class="alignleft size-thumbnail"><img decoding="async" loading="lazy" width="150" height="150" src="https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/2025/12/bobo-welt-150x150.jpg" alt="" class="wp-image-47109" srcset="https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/2025/12/bobo-welt-150x150.jpg 150w, https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/2025/12/bobo-welt.jpg 559w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px" /></figure></div>


<p class="has-black-color has-white-background-color has-text-color has-background"><strong>BOBO &amp; HERZFELD – Ich bin der Welt abhanden gekommen </strong>(Label: Traumton Records, VÖ: 24.10.2025)<br>(so) Na, wer erinnert sich noch an BOBO IN WHITE WOODEN HOUSES? Ja, genau daher kommt die Hälfte der Band. Herzfeld hingegen kommt aus der Theatermusik. Und beides merkt man deutlich. Hier wird Lyrik vertont – und dieses Album ist größtenteils eine Neuinterpretation bereits veröffentlichter Songs, arrangiert nur mit Klavier, Harmonium und Stimme. Für Freunde der zarteren Gangart und lyrischer Texte sicher eine Reise wert.<br><a href="https://boboundherzfeld.bandcamp.com" class="broken_link">https://boboundherzfeld.bandcamp.com</a></p>


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<figure class="alignleft size-thumbnail"><img decoding="async" loading="lazy" width="150" height="150" src="https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/2025/12/KuS_deathbyhorse-150x150.jpg" alt="" class="wp-image-47123" srcset="https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/2025/12/KuS_deathbyhorse-150x150.jpg 150w, https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/2025/12/KuS_deathbyhorse-696x700.jpg 696w, https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/2025/12/KuS_deathbyhorse-600x600.jpg 600w, https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/2025/12/KuS_deathbyhorse.jpg 782w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px" /></figure></div>


<p class="has-black-color has-white-background-color has-text-color has-background"><strong>DEATH BY HORSE &#8211; Liminal state </strong>(Label: Sunny Bastards, VÖ: 19.09.2025)<br>(bc) Würde man DEATH BY HORSE nicht kennen, würde man sie vermutlich irgendwo in Kalifornien verorten. Denn obwohl das Vierer-Gespann in Schweden beheimatet ist, versprüht „Liminal state“ mit seiner Mischung aus Skate-Punk, Alternative Rock und Melodic-Hardcore absolutes Westcoast-Flair. Nach einem zunächst melancholischen Einstieg &nbsp;treibt Frontfrau Janna die Songs mit ihrem Gesang schnell auf ein hohes Energielevel. Egal ob „Blood on my hands“ mit seinen zackigen Gitarren-Riffs, das mit Polka-Klängen versetzte „Nightcrawler“ oder das hymnische „I can feel later“ – hier jagt ein Highlight das nächste. Für mich eines der spannendsten Punkrock-Alben der letzten Monate!<br><a href="https://www.deathbyhorse.com">https://www.deathbyhorse.com</a></p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="alignleft size-thumbnail"><img decoding="async" loading="lazy" width="150" height="150" src="https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/2025/12/ingferno-b-150x150.jpg" alt="" class="wp-image-47100" srcset="https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/2025/12/ingferno-b-150x150.jpg 150w, https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/2025/12/ingferno-b.jpg 700w, https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/2025/12/ingferno-b-600x600.jpg 600w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px" /></figure></div>


<p class="has-white-background-color has-background"><strong>ING FERNO – Bettminton</strong> (Label: Eigenregie, VÖ: 12.06.2025)<br>(ed) So einen WIZO-Style-Punk habe ich schon ewig nicht mehr gehört, wobei ich WIZO hier nicht Unrecht tun möchte, denn ING FERNO geht noch eine Stufe weiter. Das ist astreiner Schlager-Punk mit Texten, die absurder nicht sein könnten! ING FERNO selbst nennen es sogar Mallorca Punk. Doch auf dem Ballermann wird diese Mucke dennoch nie laufen. Denn das Album hat zu viel DIY-Charme, zu viel Krach und zu viel Geschrei am Start. Wer keine Angst vor Liedern wie „Pissbombe“, „Die Hau-Sauf-Gabe“ oder „Och Mossen posson“ hat und Musik nicht allzu ernst nimmt, soll in dieses Tape ruhig mal rein hören.<br>Ach ja, ein klein wenig hat es mich an ATOM AND HIS PACKAGE erinnert. Macht der eigentlich noch Musik?<br><a href="https://lesbianrankingferno.bandcamp.com/" class="broken_link">https://lesbianrankingferno.bandcamp.com/</a></p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="alignleft size-thumbnail"><img decoding="async" loading="lazy" width="150" height="150" src="https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/2025/12/jussel-this-town-150x150.jpg" alt="" class="wp-image-47110" srcset="https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/2025/12/jussel-this-town-150x150.jpg 150w, https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/2025/12/jussel-this-town.jpg 600w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px" /></figure></div>


<p class="has-black-color has-white-background-color has-text-color has-background"><strong>JUSSEL – This town </strong>(Label: Heavy Rhythm &amp; Roll Records, VÖ: 26.09.2025)<br>(so) Hören wir hier den österreichischen ROBBIE WILLIAMS? Urteilt selbst! Netter Pop mit dem Hang zur großen Geste. Und mein erster Gedanke (und auch der zweite und dritte) ist eben: ROBBIE WILLIAMS. Machste nix. Alles andere als ein negativer Vergleich. Ein wirklich gelungenes Popalbum, das hier vorgelegt wird, aber eben ein Popalbum, das sehr laut nach Zuschauermassen und Stadion schreit. The show must go on. Na dann, viel Spaß!<br><a href="https://jussel.art">https://jussel.art</a></p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="alignleft size-thumbnail"><img decoding="async" loading="lazy" width="150" height="150" src="https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/2025/12/ka-humanity-150x150.jpg" alt="" class="wp-image-47094"/></figure></div>


<p class="has-white-background-color has-background"><strong>KENNEDY ADMINISTRATION – Humanity</strong> (Label: Leopard, VÖ: 21.11.2025)<br>(jg) Die Mischung aus Soul, Jazz, Funk, Pop und R&amp;B taucht ja nicht selten bei Blueprint auf – und meistens können sich unsere Autoren kaum dafür begeistern. Nur selten findet ein Album besondere Erwähnung, doch KENNEDY ADMINISTRATION hätte das Zeug dazu. Gerade zu Beginn verströmt „Humanity“ so viel 80s-Vibe, dass es die reinste Freude ist: als KYLIE MINOGUE noch überlegte, ob sie eigentlich lucky sein sollte, WHITNEY HOUSTON mit somebody dancen wollte (und noch nicht Kevin Costner anschmachtete). Leider hält der fröhliche Retro-Touch nicht auf Albumlänge durch: Mal wird es etwas TLC-souliger, der „Reject song“ erinnert eher an ein Mitsinglied auf dem Kirchentag. „Humanity“ bietet eine breite Vielfalt – ein Teil davon gefällt mir.<br><a href="https://www.kennedyadministration.com/">https://www.kennedyadministration.com/</a></p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="alignleft size-thumbnail"><img decoding="async" loading="lazy" width="150" height="150" src="https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/2025/12/like-we-are-diary-150x150.jpg" alt="" class="wp-image-47111" srcset="https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/2025/12/like-we-are-diary-150x150.jpg 150w, https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/2025/12/like-we-are-diary-700x700.jpg 700w, https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/2025/12/like-we-are-diary-1024x1024.jpg 1024w, https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/2025/12/like-we-are-diary-600x600.jpg 600w, https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/2025/12/like-we-are-diary.jpg 1200w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px" /></figure></div>


<p class="has-black-color has-white-background-color has-text-color has-background"><strong>LIKE WE ARE – Your diary </strong>(Label: Inked Owl, VÖ: 12.12.2025)<br>(so) So ein bisschen klingen LIKE WE ARE, als hätten BLINK-182, SUCH A SURGE und FURY IN THE SLAUGHTERHOUSE gemeinsam versucht, ein Metal-Album aufzunehmen. Brennende Gitarren, wuchtige Drums, dabei aber immer mit dem Pop-Gedanken im Hintergrund (mal rockig, mal punkig, eben die beiden o.g. Bands), und spätestens beim dritten Song weiß man nicht mehr, ob man sich noch im zweiten befindet, oder bereits in den vierten gerutscht ist. Zu gleich klingen diese Gitarren, zu wenig wird sich aus dem gemütlichen Crossover-Nest gewagt. Zu eintönig, um überzeugend zu sein.<br><a href="https://www.likeweare.eu" class="broken_link">https://www.likeweare.eu</a></p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="alignleft size-thumbnail"><img decoding="async" loading="lazy" width="150" height="150" src="https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/2026/01/lt-sb-150x150.jpg" alt="" class="wp-image-47147" srcset="https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/2026/01/lt-sb-150x150.jpg 150w, https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/2026/01/lt-sb.jpg 700w, https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/2026/01/lt-sb-600x600.jpg 600w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px" /></figure></div>


<p class="has-black-color has-white-background-color has-text-color has-background"><strong>LINEAR TELEVISION – Sandy beach </strong>(Label: Eigenregie, VÖ: 21.11.25)<br>(so) Sie heißen lineares Fernsehen, veröffentlichen auf Tape und spielen auch recht retro gehaltenen Punkrock bis -pop, wie man ihn von amerikanischen Collegebands oder auch frühen MONTREAL o.ä. kennt. Macht Spaß, lädt zum Hüpfen ein, die Songs sind knackige zweieinhalb Minuten lang, also alles typisch Punkrock, wie man ihn erwartet. Herausstechend allerdings ist der Songtitel „Marie von Medimops“, das muss man den Münsteraner:innen lassen. Ansonsten eben eher das, was die Schublade verspricht. Alles andere als schlecht, aber auch alles andere als besonders neu und aufregend.<br><a href="https://linear-television.bandcamp.com" class="broken_link">https://linear-television.bandcamp.com</a></p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="alignleft size-thumbnail"><img decoding="async" loading="lazy" width="150" height="150" src="https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/2025/12/liz-hogg-goodbye-150x150.jpg" alt="" class="wp-image-47112" srcset="https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/2025/12/liz-hogg-goodbye-150x150.jpg 150w, https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/2025/12/liz-hogg-goodbye-600x600.jpg 600w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px" /></figure></div>


<p class="has-black-color has-white-background-color has-text-color has-background"><strong>LIZ HOGG – Goodbye world hello something </strong>(Label: Aagoo Records, VÖ: 12.11.2025)<br>(so) Ich weiß nicht. Manchmal klingt LIZ HOGG wie die Akustikversion der PIXIES, mal wie die verhallte Version von SUZANNE VEGA, dann wieder nach Kamin-Romantik im Winter und dann auch wieder einfach nichtssagend. Also irgendwie abwechslungsreich, aber zumeist nicht auf die gute Art, sondern eher auf die anstrengende. Das Album hat klare Höhe-, aber auch ebensolche Tiefpunkte. Nichts Halbes und nichts Ganzes, man könnte sagen: „Tschüss Welt, hallo Irgendwas!“<br><a href="https://lizhogg.bandcamp.com" class="broken_link"><strong>https://lizhogg.bandcamp.com</strong></a></p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="alignleft size-thumbnail"><img decoding="async" loading="lazy" width="150" height="150" src="https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/2025/12/md-pure-150x150.jpg" alt="" class="wp-image-47079"/></figure></div>


<p class="has-white-background-color has-background"><strong>MARCUS DEML &#8211; Pure</strong> (Label: Triple Coil Music, VÖ: 07.11.2025) <br>(jg) Es ist schon verrückt &#8211; ich wollte als Teenager unbedingt E-Gitarre lernen und spiele etwa 30 Jahre später noch immer in einer Band. Man sollte also meinen, dass ich an einem Album mit instrumentaler Gitarrenmusik die reinste Freunde haben dürfte. Tatsächlich fand ich Gitarrensoli aber immer öde, und Gitarristen wie EDDIE VAN HALEN, GARY MOORE und Co haben mich im Grunde nie interessiert. Mit einer Ausnahme: GEORDIE GREEP. Denn ich bevorzuge Musik, in der neue Ideen, ungewöhnliche Harmonien oder schöne Arrangements im Vordergrund stehen. An genau diesem Punkt scheitert für mich „Pure“. MARCUS DEML ist ohne Zweifel ein hochvirtuoser Gitarrist, dessen technisches Können beeindruckt. Musikalisch aber lässt mich das Album kalt.  Die Virtuosität steht zu sehr im Zentrum, ohne darüber hinaus neue Perspektiven zu eröffnen. Handwerklich makellos, ästhetisch jedoch nicht meine Baustelle.<br><a href="https://marcusdeml.com/de/">https://marcusdeml.com/de/</a></p>


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<figure class="alignleft size-thumbnail"><img decoding="async" loading="lazy" width="150" height="150" src="https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/2025/12/mlwdr-as4-150x150.jpg" alt="" class="wp-image-47098"/></figure></div>


<p class="has-white-background-color has-background"><strong>MARK LETTIERI &amp; WDR BIG BAND – At studio 4</strong> (Label: Leopard, VÖ: 28.11.2025)<br>(jg) Und gleich noch ein Ausnahme-Gitarrist hinterher – diesmal in Kombination mit der renommierten WDR BIG BAND, die regelmäßig mit externen Musikern kooperiert und bei Blueprint schon mehrfach aufgetaucht ist. Bei MARK LETTIERI geht es mal funky, mal jazzig, nicht selten hochvirtuos zu. Die Big Band macht das für mich einigermaßen hörbar, doch mit artistischem Gitarrenspiel werde ich in diesem Leben wohl keinen Frieden mehr schließen. Sorry, Mark!<br><a href="https://www.marklettieri.com/">https://www.marklettieri.com/</a></p>


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<figure class="alignleft size-thumbnail"><img decoding="async" loading="lazy" width="150" height="150" src="https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/2025/12/sosgwl-oarl-150x150.jpg" alt="" class="wp-image-47078" srcset="https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/2025/12/sosgwl-oarl-150x150.jpg 150w, https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/2025/12/sosgwl-oarl.jpg 225w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px" /></figure></div>


<p class="has-white-background-color has-background"><strong>SIMON OSLENDER &amp; STEVE GADD &amp; WILL LEE – On a roll – live</strong> (Label: Leopard, VÖ: 07.11.2025)<br>(jg) Das Beste an einer guten Live-Platte ist, wenn man kaum bemerkt, dass es sich um eine handelt: weil der Sound stimmt und die Musiker nahezu fehlerfrei spielen. Genau das gelingt dieser All-Star-Besetzung mühelos – was angesichts der Beteiligten kaum überrascht. Schlagzeuger STEVE GADD arbeitete unter anderem mit ERIC CLAPTON, PETER GABRIEL, PAUL MCCARTNEY und CHICK COREA, Bassist WILL LEE spielte unter anderem mit PETER ALLEN und war jahrelang Teil der David Letterman Late Show. Ergänzt wird das Line-up u.a. durch NILS LANDGREN an der Posaune und JAKOB MANZ am Altsaxophon.<br>Dabei geht die eigentliche Hauptfigur, der junge Hammond- und Rhodes-Spieler SIMON OSLENDER, keineswegs unter – vielmehr agieren hier alle nahezu gleichberechtigt. Das Ergebnis ist ein Doppelalbum, das Jazz, R&amp;B, Funk, Blues, Soul und Gospel verbindet und trotz aller Virtuosität erstaunlich entspannt nebenbei funktioniert. Was ausdrücklich als Kompliment zu verstehen ist.<br><a href="https://simonoslender.com/">https://simonoslender.com/</a></p>


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<figure class="alignleft size-thumbnail"><img decoding="async" loading="lazy" width="150" height="150" src="https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/2025/12/sladek-tgc-150x150.jpg" alt="" class="wp-image-47077" srcset="https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/2025/12/sladek-tgc-150x150.jpg 150w, https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/2025/12/sladek-tgc.jpg 225w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px" /></figure></div>


<p class="has-white-background-color has-background"><strong>SLADEK – Things gotta change</strong> (Label: Eigenregie, VÖ: 24.10.2025)<br>(jg) Diesen geschmeidigen Neo-Soul und modernen R&amp;B mit viel Wärme, laid-back Grooves und hübschen Arrangements würde man nicht unbedingt in Österreich verorten. Umso schöner, dass SLADEK genau von dort kommen – und dabei so angenehm retro klingen, dass man sich fast wundert, warum bei „Things gotta change“ nicht automatisch das obligatorische Knistern einsetzt. Gut, mir liegt eine Promo-CD vor, Vinyl ist aber erhältlich. Die Songs leben von einer entspannten Grundstimmung und einer souligen Stimme, die irgendwo zwischen urbanem Jazzpop und Bedroom-Soul angesiedelt ist. Nach Neuzeit klingt hier gar nichts – und das ist gut so!<br><a href="https://www.instagram.com/sladekmusic/" class="broken_link">https://www.instagram.com/sladekmusic/</a></p>


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<figure class="alignleft size-thumbnail"><img decoding="async" loading="lazy" width="150" height="150" src="https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/2025/12/templeton-pek-savages-150x150.jpg" alt="" class="wp-image-47113" srcset="https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/2025/12/templeton-pek-savages-150x150.jpg 150w, https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/2025/12/templeton-pek-savages-700x696.jpg 700w, https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/2025/12/templeton-pek-savages-1024x1019.jpg 1024w, https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/2025/12/templeton-pek-savages-600x600.jpg 600w, https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/2025/12/templeton-pek-savages.jpg 1155w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px" /></figure></div>


<p class="has-black-color has-white-background-color has-text-color has-background"><strong>TEMPLETON PEK – Savages </strong>(Label: SBÄM, VÖ: 03.10.2025)<br>(so) Es reicht bei TEMPLETON PEK eigentlich, sich die Supportshows anzuschauen: NOFX, RISE AGAINST, ALKALINE TRIO, PENNYWISE oder auch LAGWAGON heißen die – und sie zeigen ziemlich genau, was uns auf „Savages“ erwartet. Es geht kraftvoll nach vorne, die Drums hämmern sich in deinen Schädel, die Gitarren zerreißen dein Nervensystem und darüber wird teils geschrien, teils gesungen. Das machen die Briten gar nicht mal schlecht, aber eben auch nicht so herausragend, dass es für eine volle Besprechung reichen würde.<br><a href="https://melodicpunkrecords.bandcamp.com/album/savages">https://melodicpunkrecords.bandcamp.com/album/savages</a></p>


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<figure class="alignleft size-thumbnail"><img decoding="async" loading="lazy" width="150" height="150" src="https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/2025/12/tender-ender-black-swan-150x150.jpg" alt="" class="wp-image-47114" srcset="https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/2025/12/tender-ender-black-swan-150x150.jpg 150w, https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/2025/12/tender-ender-black-swan-700x700.jpg 700w, https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/2025/12/tender-ender-black-swan-1024x1024.jpg 1024w, https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/2025/12/tender-ender-black-swan-600x600.jpg 600w, https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/2025/12/tender-ender-black-swan.jpg 1200w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px" /></figure></div>


<p class="has-black-color has-white-background-color has-text-color has-background"><strong>TENDER ENDER – Black swan </strong>(Label: A Tree In A Field, VÖ: 21.11.2025)<br>(so) Hier scheint jemand nicht so genau zu wissen, ob er nun Opernsänger, Andrew Eldritch oder doch ROBBIE WILLIAMS sein möchte, so sehr wackelt auf „Black swan“ die Stimme hin und her, während die Musik es schafft, durchaus zu gefallen. Sie bewegt sich zwischen Wave, Dreampop und Rock, irgendwo im Nirgendwo. Da ihr die Stimme keine klare Richtung gibt, findet sie diese auch nicht, bleibt unklar düster, aber eben unentschlossen. TENDER ENDER ist hier ein zu verhalltes, zu gewolltes Album aus den Händen gefallen, das irgendwie unfertig wirkt. So, als hätte ein Buch kein Lektorat gehabt.<br><a href="https://tenderender.bandcamp.com/album/black-swan">https://tenderender.bandcamp.com/album/black-swan</a></p>


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<figure class="alignleft size-thumbnail"><img decoding="async" loading="lazy" width="150" height="150" src="https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/2025/12/tc-wib-150x150.jpg" alt="" class="wp-image-47101" srcset="https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/2025/12/tc-wib-150x150.jpg 150w, https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/2025/12/tc-wib.jpg 225w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px" /></figure></div>


<p class="has-white-background-color has-background"><strong>THE CORPS – Watch it burn</strong> (Label: Rebellion Records, VÖ: 03.10.2025)<br>(ed) Aus Australien erreichte uns das neuste THE CORPS-Album, 13 Jahre nach dem Vorgänger „Know the code“. Nach so langer Zeit könnte man meinen, die Band hat an ihrem Sound gefeilt und/oder probiert mal etwas Neues aus. Nicht so THE CORPS. Die Band ist sich treu geblieben, was ihre Fans wahrscheinlich freuen wird. Es gibt wieder jede Menge klassischen Hardrock, der mal Ausflüge in in Richtung Metal, mal in Richtung Punk nimmt. Auch die Blues-Gitarre wird immer mal wieder rausgeholt. Das Ganze ist kraftvoll produziert und klingt sehr eingängig. Für mich ist das aber zu eintönig. Alle, die aber auf Bands wie ROSE TATTOO oder AC/DC stehen, sollten mal in das Album reinhören.<br><a href="https://www.facebook.com/TheCorpsAustralia">https://www.facebook.com/TheCorpsAustralia</a></p>


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<figure class="alignleft size-thumbnail"><img decoding="async" loading="lazy" width="150" height="150" src="https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/2025/12/tp-wirvii-150x150.jpg" alt="" class="wp-image-47097" srcset="https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/2025/12/tp-wirvii-150x150.jpg 150w, https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/2025/12/tp-wirvii.jpg 224w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px" /></figure></div>


<p class="has-white-background-color has-background"><strong>TUTU PUOANE – Wrapped in rhythm Vol. II</strong> (Label: SoulFactory, VÖ: 21.11.2015)<br>(jg) Der erste Song schreckte mich zunächst ab: Macht TUTU PUOANE hier Musical? Doch schon gegen Ende des Stückes schimmern ihre afrikanischen Wurzeln durch. Im folgenden „Elasticity“ steuert SHARRIF SIMMONS Gast-Raps bei, während sich Puoane in ihren Texten von den Gedichten Lebo Mashiles inspirieren ließ, die die Gefühlswelt einer jungen schwarzen Südafrikanerin nach der Apartheid reflektieren. Also doch alles anspruchsvoller und abwechslungsreicher als zunächst vermutet? Leider blitzt die gefühlsselige Musical-Assoziation immer wieder auf – wozu nicht zuletzt die epische Breite des Metropole Orkest beiträgt.<br><a href="https://www.tutupuoanemusic.com/">https://www.tutupuoanemusic.com/</a></p>


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<figure class="alignleft size-thumbnail"><img decoding="async" loading="lazy" width="150" height="150" src="https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/2025/12/KuS_uniporn-2-150x150.jpg" alt="" class="wp-image-47126" srcset="https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/2025/12/KuS_uniporn-2-150x150.jpg 150w, https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/2025/12/KuS_uniporn-2.jpg 437w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px" /></figure></div>


<p class="has-black-color has-white-background-color has-text-color has-background"><strong>UNIPORN &#8211; Coming harder </strong>(Label: Pauli Punk Records, VÖ: 15.05.2025)<br>(bc) Der Bandname, der Albumtitel, das Artwork… bei UNIPORN scheint sich vieles in ein- oder auch zweideutiger Weise um Sexualität zu drehen. Ansonsten spielt die Kölner Band um die ukrainische Frontfrau Olga Love auf ihrem Debüt einen soliden Punk&#8217;n&#8217;Roll-Stiefel herunter, der stellenweise zudem einen leichten Grunge-Touch aufweist. Einige der Songs knallen zwar ganz ordentlich („Neighbour“, „Beauty oft he music“), doch auf Albumlänge betrachtet kann mich „Coming harder“ dann leider doch nicht wirklich überzeugen. Oder wie die Band es möglicherweise formulieren würde: Es mangelt hier schlicht an richtigen Höhepunkten.<br><a href="https://uniporn.rocks">https://uniporn.rocks</a></p>


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<figure class="alignleft size-thumbnail"><img decoding="async" loading="lazy" width="150" height="150" src="https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/2025/12/yms-siii-150x150.jpg" alt="" class="wp-image-47082" srcset="https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/2025/12/yms-siii-150x150.jpg 150w, https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/2025/12/yms-siii.jpg 225w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px" /></figure></div>


<p class="has-white-background-color has-background"><strong>YVONNE MORIEL SWEETLIFE QUARTET – Sweetlife III</strong> (Label: Minor Seven Records, VÖ: 21.11.2025)<br>(jg) Ziemlich experimenteller Jazz, der bewusst die Grenzen auslotet und zeigt, wie man das Genre ins neue Zeitalter transportieren kann. Mal wird improvisiert, mal mit Elektro- oder Dub-Einflüssen gearbeitet, mal, wie es im Info heißt, „in Richtung akustischer Klangwelten“. Neben diverser Jazzgrößen werden auch RADIOHEAD und NIRVANAs „In utero“ als Einfluss genannt – wohl eher in der Herangehensweise als im Stil. Gute Ideen, die für meinen Geschmack noch nicht ganz ausgereift sind. Gleiches gilt auch für die Produktion.<br><a href="https://yvonnemoriel.com/">https://yvonnemoriel.com/</a></p>
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		<title>Emils Konzert-Kolumne</title>
		<link>https://blueprint-fanzine.de/emils-konzert-kolumne/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Emil Drexler]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 29 Oct 2025 22:53:07 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Livereviews]]></category>
		<category><![CDATA[Specials]]></category>
		<category><![CDATA[bp_highlight]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Als treue Blueprint-Leser:innen kennt Ihr sicher unsere quartalsweise erscheinende Rubrik „Kurz &#38; schmerzlos“ – das Format, in dem wir neue Platten im Schnelldurchlauf besprechen. Mal, weil sie nicht so recht in unser Konzept passen, mal, weil die Zeit zu knapp war – oder weil unser Schreiber schlichtweg keinen Zugang dazu gefunden hat.Nach demselben Prinzip gibt’s [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="has-white-background-color has-background">Als treue Blueprint-Leser:innen kennt Ihr sicher unsere quartalsweise erscheinende Rubrik „Kurz &amp; schmerzlos“ – das Format, in dem wir neue Platten im Schnelldurchlauf besprechen. Mal, weil sie nicht so recht in unser Konzept passen, mal, weil die Zeit zu knapp war – oder weil unser Schreiber schlichtweg keinen Zugang dazu gefunden hat.<br>Nach demselben Prinzip gibt’s diesmal eine Premiere: einen kompakten Rundumschlag an Konzertberichten. Unser neuer Autor Emil hat sich innerhalb von zwei Wochen gleich vier Shows gegeben – und wollte Euch die Eindrücke nicht vorenthalten.<br>Keine Sorge: Unsere Konzertberichte wird es auch künftig in gewohnter Ausführlichkeit geben. Aber Emils kleine Konzert-Kolumne bietet einen frischen Blick darauf, was sich live derzeit so im Süden der Republik tut.<br><br>Viel Spaß mit Emils Konzert-Kolumne!</p>



<p class="has-white-background-color has-background"><strong>DUESENJAGER – 08.10.2025, Z-Bau (Nürnberg)</strong></p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" loading="lazy" width="1024" height="768" src="https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/2025/10/duesenjaeger_emil-1024x768.jpg" alt="" class="wp-image-46830" srcset="https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/2025/10/duesenjaeger_emil-1024x768.jpg 1024w, https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/2025/10/duesenjaeger_emil-700x525.jpg 700w, https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/2025/10/duesenjaeger_emil-1536x1152.jpg 1536w, https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/2025/10/duesenjaeger_emil.jpg 2048w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure>



<p class="has-white-background-color has-background">DUESENJAGER feiern ihr 25jähriges Jubiläum. Da musste ich natürlich unbedingt hin, auch weil sie befreundete Bands eingeladen haben. In diesem Fall waren das ES WAR MORD mit u.a. Marten Ebsen von TURBOSTAAT, aber auch Mitgliedern von alten Legenden wie JINGO DE LUNCH und DIE SKEPTIKER. Und da ist mir was passiert, was ich schon bestimmt über zehn Jahre nicht mehr auf einem Konzert gemacht habe. Es war so unfassbar laut, dass ich bereits beim zweiten Lied an der Bar nach Ohrstöpseln gefragt habe. Natürlich muss dieser brachiale Punkkrach laut rüberkommen, aber hier war das einfach einen Ticken zu krass. Das hat dann das Konzert etwas getrübt, auch wenn die Band gut drauf war und Sänger Stunk am Mikro alles gab.<br>Bei DUESENJAGER war komischerweise der Sound astrein, sauber und von der Lautstärke genau richtig. Die spielten ein wunderbares Set voller Hits (&#8222;Everyday is like monday&#8220;, &#8222;Jauchetaucher&#8220;, &#8222;Grabeland&#8220;, &#8222;Las Plamas O.K.&#8220; uvm), aber auch Songs ihrer neuen EP &#8222;Solaire&#8220; wurden gespielt. &#8222;Kantholz&#8220; ist so ein geiles Stück, ich musste das die Tage rund ums Konzert rauf und runter hören. Auf jeden Fall stellt man sich so einen rundum gelungenen Konzertabend vor: gut aufgelegte und spielfreudige Band mit lustigen Anekdoten aus 25 Jahren Bandgeschichte und einem gut gelaunten, textsicheren Publikum. Einzig der Zuspruch in der mit 150 Besucher*innen fassenden Halle, die mit knapp 2/3 gefüllt war, hätte etwas besser sein können.</p>



<p class="has-white-background-color has-background"><strong>HVOB – 09.10.2025, Muffathalle (München)</strong></p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-medium"><img decoding="async" loading="lazy" width="529" height="700" src="https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/2025/10/hvob_emil-529x700.jpg" alt="" class="wp-image-46831" srcset="https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/2025/10/hvob_emil-529x700.jpg 529w, https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/2025/10/hvob_emil-773x1024.jpg 773w, https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/2025/10/hvob_emil.jpg 1080w" sizes="(max-width: 529px) 100vw, 529px" /></figure></div>


<p class="has-white-background-color has-background">Bereits einen Tag später ging es nach München zu HVOB. Die werden vielleicht einigen Blueprint Leser:innen gar nichts sagen, obwohl sie schon eine relativ große Band sind. Das liegt wahrscheinlich am Genre, denn HVOB machen astreinen Electro-Sound. Aber sie kommen durchaus aus dem Indie-Electro-Bereich. Zum ersten Mal gesehen habe ich sie 2015 auf dem guten alten Phono Pop-Festival in Rüsselsheim. Und dann nochmal 2019 in Mannheim auf dem Maifeld Derby. Das Duo Anna Müller und Paul Wallner, die an ihren Reglern den Sound kreieren, werden live oft von einem Schlagzeuger ergänzt. So auch in München. Ihre Musik ist sphärisch und minimalistisch, und meist bauen sich die Songs langsam auf, aber es gibt auch richtige Banger. Das besondere Kennzeichen ihrer Songs ist aber die Stimme von Anna Müller, die fast schon hauchend jedem Lied das gewisse Etwas gibt. Die Muffathalle war schon Wochen vorher ausverkauft, und so hat es sich auch angefühlt – Platz zum Tanzen war nicht wirklich vorhanden, was schade, aber auch erwartbar war. So konnte man sich mehr auf die Visuals einlassen, die extra für die Tour aufwendig produziert wurden. Die Lightshow war dann auch wirklich bombastisch. Den Charme des Kleinen und Neuartigen bei meinem ersten HVOB-Konzerts vor vielleicht knapp 200 Leuten hatte das Konzert heute mit rund 1200 Besucher:innen natürlich nicht mehr, aber ein mehr als toller Konzertabend war es dennoch!</p>



<p class="has-white-background-color has-background"><strong>HERRENMAGAZIN – 18.10.2025, Feierwerk (München)</strong></p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" loading="lazy" width="1024" height="768" src="https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/2025/10/herrenmagazin_emil-1024x768.jpg" alt="" class="wp-image-46832" srcset="https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/2025/10/herrenmagazin_emil-1024x768.jpg 1024w, https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/2025/10/herrenmagazin_emil-700x525.jpg 700w, https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/2025/10/herrenmagazin_emil-1536x1152.jpg 1536w, https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/2025/10/herrenmagazin_emil.jpg 2048w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure>



<p class="has-white-background-color has-background">Ich will es gleich vorwegnehmen: von diesen vier Konzerten war HERRENMAGAZIN das beste. Im ausverkauften Feierwerk durfte aber erst mal WIM ran, eine Songwriterin, die mich stark an ENNO BUNGER erinnert hat. Sie war sehr aufgeregt, was wiederum sehr sympathisch war. Aber musikalisch hat mich das nicht so abgeholt.<br>HERRENMAGAZIN starteten dann überpünktlich mit einem Intro von MARLENE DIETRICH („Wenn ich mir was wünschen dürfte“) stilvoll in das Set. Und bereits als zweiten eigenen Song spielten sie „In den dunkelsten Stunden“. Da gab es spätestens für mich kein Halten mehr. Ich liebe diesen Song einfach. Der Rest um mich herum war da noch etwas verhaltener. Doch das sollte sich im Laufe des Abends ändern, denn mit zunehmender Spieldauer nahm die Euphorie im Raum zu. Die Band war zudem sehr gut aufgelegt, es gab einige Anekdoten und auch die ein oder andere Publikumsinteraktion. Dazu beigetragen hat die auch seitlich offene Bühne, wo einige Besucher:innen standen. Die Band hat somit zwei Seiten bespielt und das souverän gemeistert. Das neue Album „Du hast hier nichts verloren“ war mit acht Songs stark vertreten, und vor allem „Alter Debütant“ und „Fragment“ sind live auch wirkliche Banger. Ein wenig Gänsehaut gab es dann auch noch beim ruhigen „Ich bin für dich da“. Was auffiel, wie viele Menschen die Texte mitsingen konnten und zwar nicht nur bei zwei oder drei bekannten Liedern, sondern die eine oder der andere haben wirklich fast alle Lieder mit gegrölt. Durch den frühen Beginn hatten wir dann kein Problem, noch den letzten Zug nach Nürnberg zu bekommen, der – wie sollte es auch anders sein bei der Deutschen Bahn – natürlich zu spät losfuhr. Und total voll mit Fußballfans war, da am Abend der BVB in München gastierte. Aber immerhin blieb alles friedlich im Zug, und man konnte das sehr schöne Konzert nochmal Revue passieren lassen.</p>



<p class="has-white-background-color has-background"><strong>CLICKCLICKDECKER – 21.10.2025 Club Stereo (Nürnberg)</strong></p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" loading="lazy" width="1024" height="768" src="https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/2025/10/clickclickdecker_emil-1024x768.jpg" alt="" class="wp-image-46833" srcset="https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/2025/10/clickclickdecker_emil-1024x768.jpg 1024w, https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/2025/10/clickclickdecker_emil-700x525.jpg 700w, https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/2025/10/clickclickdecker_emil-1536x1152.jpg 1536w, https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/2025/10/clickclickdecker_emil.jpg 2048w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure>



<p class="has-white-background-color has-background">Nur drei Tage später ging es schon zum nächsten Konzert. Leider verpassten wir die Vorband PETULA weil Konzerte im Club Stereo unter der Woche immer sehr früh anfangen (denn länger als 22 Uhr darf es dort nicht gehen). Aber immerhin schafften wir es genau rechtzeitig zum Start, der etwas kurios war. Die Band kommt auf die Bühne, macht noch so einen Mini-Soundcheck bzw. checkt noch kurz was ab, als ein Typ in der ersten Reihe Sänger Kevin zutextet. So genau habe ich es nicht verstanden, aber an Kevins Reaktion konnte man erkennen, dass er den Moment direkt vor Konzertbeginn nicht ideal für einen Plausch hält. Kevin hat dann sichtlich genervt einfach mitten in das Gelabere des Typen hinein das erste Lied begonnen. Das war wirklich etwas schräg, denn so gab es irgendwie keinen richtigen Start, sondern es begann irgendwie aus dem Nichts. Was ein wenig schade war, denn das sehr schöne Lied „Am Ende“ vom neuen Album ist somit etwas untergegangen. Ob das der Grund war, warum der Funke nur so halb heute übergesprungen ist? Schwer zu sagen, aber irgendwie agierte die Band ein wenig mit angezogener Handbremse. Im Laufe des Abends wurde es zwar besser, aber die Leichtigkeit, die man online bei den anderen CLICKCLICKDECKER-Konzerten sehen kann, stellte sich nicht ein. Eine Ausnahme war das von fast allen mitgesungene „Wer hat mir auf die Schuhe gekotzt“, was ziemlich am Ende der Setlist der Höhepunkt des Abends war. Und mir zusammen mit „Rumours &amp; Prospekte“ am besten gefallen hat. Es war definitiv ein gutes Konzert, aber irgendwie wäre wohl unter anderen Umständen mehr drin gewesen.</p>
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		<title>Kurz &#038; schmerzlos (Juli – September 2025)</title>
		<link>https://blueprint-fanzine.de/kurz-schmerzlos-juli-september-2025/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Jens Gerdes]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 13 Oct 2025 21:20:58 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Specials]]></category>
		<category><![CDATA[bp_highlight]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>So langsam kratze nicht nur ich, sondern auch ein großer Teil meines Freundeskreis an der Fünfzig. Und ja – da kommt man an den großen Themen des Lebens nicht vorbei. Gesundheitscheck? Abgehakt. Krebsvorsorge? Na logo. Altersvorsorge? Jeder, wie er mag. Sex im Alter? Nicht mehr ganz so gruselig wie früher. Aber mal ehrlich: Was hat [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="has-white-background-color has-background">So langsam kratze nicht nur ich, sondern auch ein großer Teil meines Freundeskreis an der Fünfzig. Und ja – da kommt man an den großen Themen des Lebens nicht vorbei. Gesundheitscheck? Abgehakt. Krebsvorsorge? Na logo. Altersvorsorge? Jeder, wie er mag. Sex im Alter? Nicht mehr ganz so gruselig wie früher. Aber mal ehrlich: Was hat es eigentlich mit dieser Schlagzeile auf sich, die regelmäßig durch die Presse geistert – „Darum wird Sex im Alter immer besser!“? Komisch nur, dass in meinem Umfeld kaum jemand darüber redet. Da fand ich Ina Müller neulich herrlich ehrlich, als sie meinte: „Warum behaupten eigentlich so viele: Mit 70 geht’s erst richtig los? Leute, setzt doch so nen Quatsch nicht in die Welt! Wir freuen uns ja schon, wenn wir ohne Schmerzen aus dem Bett steigen!“<br>Vielleicht liegt es gar nicht nur am Thema Sex. Vielleicht schwindet mit den Jahren generell ein Stück Begeisterungsfähigkeit. Immer öfter fragen mich Bekannte nach neuen Musik-Tipps – im Radio gäbe es ja eh nur noch Mist. Und auch ich merke: Neue Alben höre ich nicht mehr so euphorisch auf Dauerschleife wie früher. Passenderweise hat eine Studie aus Göteborg kürzlich gezeigt, dass sich der Musikgeschmack im Alter verfestigt. Jüngere sind offen für alles, Ältere bleiben lieber bei ihrem Lieblingsgenre. Schön bequem, aber auch ein bisschen schade – denn was wäre Musik ohne Neugier? Und wozu dann noch Festivals wie das Reeperbahn-Festival?<br>Wir jedenfalls sind noch nicht so weit, uns aufs Altenteil zu verabschieden. Deshalb gibt’s von uns wieder einen wilden Mix aus neuen Platten. Hier unsere Kurzreviews:</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="alignleft size-thumbnail"><img decoding="async" loading="lazy" width="150" height="150" src="https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/2025/09/aaatrd-wp-150x150.jpg" alt="" class="wp-image-46606" srcset="https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/2025/09/aaatrd-wp-150x150.jpg 150w, https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/2025/09/aaatrd-wp.jpg 300w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px" /></figure></div>


<p class="has-white-background-color has-background"><strong>ADAR ALFANDARI AND THE RUNNING DUCKS &#8211; Wet plaster</strong> (Label: Waldinsel Records, VÖ: 04.07.2025)<br>(ed) Zwei Songs finden sich auf der Single, dem Vorabboten des im Herbst erscheinenden Albums. „Wet plaster“ ist ein stampfender Banger, der mich in der Strophe sehr stark an JET mit „Are you gonna be my girl“ erinnert. „Cult vibes“ ist in der Strophe etwas ruhiger, explodiert dafür im Refrain so richtig.<br>Auf jeden Fall überrascht ADAR ALFANDARI, mit THE RUNNING DUCKS nun zum Trio angewachsen, mit diesen beiden Songs. Seine alte Sachen waren meist nur mit Akustikgitarre begleitet und eher ruhiger Natur, und jetzt rockt das Ganze schon enorm. Alle, die auf Bands wie JET, CAESARS oder ROYAL BLOOD stehen, kommen hier bestimmt auf ihre Kosten.<br><a href="https://www.facebook.com/adaralfa">https://www.facebook.com/adaralfa</a></p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="alignleft size-thumbnail"><img decoding="async" loading="lazy" width="150" height="150" src="https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/2025/10/anne-paceo-atlantis-150x150.jpg" alt="" class="wp-image-46667" srcset="https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/2025/10/anne-paceo-atlantis-150x150.jpg 150w, https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/2025/10/anne-paceo-atlantis-700x700.jpg 700w, https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/2025/10/anne-paceo-atlantis-1024x1024.jpg 1024w, https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/2025/10/anne-paceo-atlantis-600x600.jpg 600w, https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/2025/10/anne-paceo-atlantis.jpg 1155w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px" /></figure></div>


<p class="has-black-color has-white-background-color has-text-color has-background"><strong>ANNE PACEO – Atlantis </strong>(Label: Jusqu’à la nuit, VÖ: 29.08.2025)<br>(so) Ich weiß ja nicht. Irgendwie ist das ein schönes Album – und irgendwie auch nicht. Es gibt immer wieder Momente, in denen ich denke, ja, jetzt hat ANNE PACEO es geschafft und dieser Song ist nun wirklich gut, doch dann rutscht er schon wieder in jazzige Gefilde ab, mit anstrengenden Bläsersequenzen und changiert zu typischer Fahrstuhlmusik. Man denkt sich teilweise schon die Durchsage „4. Stock, Miederwaren, wir wünschen ein gutes Shoppingerlebnis!“ dazu. Dieses Album bietet sehr viele Chancen, doch sie werden leider reihenweise ausgelassen, fast so sicher, wie die Stürmer des Effzeh das Tor verfehlen.<br><a href="https://www.facebook.com/annepaceo">https://www.facebook.com/annepaceo</a></p>


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<figure class="alignleft size-thumbnail"><img decoding="async" loading="lazy" width="150" height="150" src="https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/2025/10/axel-one-memoirs-150x150.jpeg" alt="" class="wp-image-46668" srcset="https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/2025/10/axel-one-memoirs-150x150.jpeg 150w, https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/2025/10/axel-one-memoirs-700x700.jpeg 700w, https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/2025/10/axel-one-memoirs-1024x1024.jpeg 1024w, https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/2025/10/axel-one-memoirs-600x600.jpeg 600w, https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/2025/10/axel-one-memoirs.jpeg 1500w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px" /></figure></div>


<p class="has-black-color has-white-background-color has-text-color has-background"><strong>AXEL ONE – Memoirs of pain </strong>(Label: About Us Records, VÖ: 26.09.2025)<br>(so) Sicherlich nicht ganz zufällig klingt der Refrain von „Abusive people“ nahezu 1:1 wie „The beautiful people“ von MARILYN MANSON. Mit diesem Song holt sich AXEL ONE (und vielen anderen auch, die auf die unterschiedlichsten Arten Missbrauch erlebt haben) die Stimme und die Macht über das eigene Leben wieder zurück. „Memoirs of pain“ ist in jeder Hinsicht hart, nicht nur musikalisch, aber eben auch musikalisch. Die Gitarren lassen das eine oder andere Gewitter losbrechen und zerfetzen die Gehörgänge, der Gesang changiert zwischen Shouting und emotionaler Melodieführung. Die Themen der Songs stehen dem in nichts nach und lassen so auch den Gedanken keine Ruhe. AXEL ONE beschäftigt den ganzen Körper, den ganzen Menschen.<br><a href="https://www.facebook.com/koenigaxelone/?locale=de_DE">https://www.facebook.com/koenigaxelone/?locale=de_DE</a></p>


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<figure class="alignleft size-thumbnail"><img decoding="async" loading="lazy" width="150" height="150" src="https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/2025/10/BD-albarone-150x150.jpg" alt="" class="wp-image-46689" srcset="https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/2025/10/BD-albarone-150x150.jpg 150w, https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/2025/10/BD-albarone.jpg 700w, https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/2025/10/BD-albarone-600x600.jpg 600w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px" /></figure></div>


<p class="has-white-background-color has-background"><strong>BAXTER DURY – Allbarone </strong>(Label: Heavenly/PIAS, VÖ: 12.09.2025)<br>(jg) Moderne, elektronische Clubbeats treffen auf Dury’sche Wortakrobatik. Produziert von Paul Epworth (u.a. ADELE, FLORENCE + THE MACHINE), präsentiert Dury eine Mischung aus Dance-Pop und 80s-Synthpop, die an LCD SOUNDSYSTEM und CHARLI XCX erinnert, im gerapten &#8222;The other me&#8220; sogar an THE STREETS . Was mich beim <a href="https://blueprint-fanzine.de/maifeld-derby-2023-mannheim/">Maifeld Derby 2023</a> noch völlig abgeholt und tanzen lassen hat, wirkt an der heimischen Stereoanlage überraschend distanziert. Aber man kennt das ja: Im Urlaub schmeckt der Wein eben auch oft doppelt so gut wie am heimischen Küchentisch.<br><a href="https://baxterdury.bandcamp.com/album/allbarone">https://baxterdury.bandcamp.com/album/allbarone</a></p>


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<figure class="alignleft size-thumbnail"><img decoding="async" loading="lazy" width="150" height="150" src="https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/2025/10/caleb-nichols-stone-150x150.jpg" alt="" class="wp-image-46708" srcset="https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/2025/10/caleb-nichols-stone-150x150.jpg 150w, https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/2025/10/caleb-nichols-stone.jpg 700w, https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/2025/10/caleb-nichols-stone-600x600.jpg 600w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px" /></figure></div>


<p class="has-black-color has-white-background-color has-text-color has-background"><strong>CALEB NICHOLS – Stone Age is back</strong> (Label: Royal Oakie Records, VÖ: 03.10.2025)<br>(so) Eines ist klar, oder wird beim Hören von „Stone Age is back“ klar: Hier schreit es INDIE aus jeder Faser, mit jedem Akkord und jeder Melodie. CALEB NICHOLS beschäftigt sich auf seinem dritten Album mit der Vergänglichkeit der heutigen Zeit, den damit verbundenen Gedanken und vor allem mit dem damit einhergehenden Wandel, nicht nur dem des Klimas. Er tut dies in abwechslungsreichen Songs, die mal krachen, mal weinen und mal swingen. Am stärksten ist er, wenn es richtig rockt (wie beim Opener) oder aber sehr still wird (wie bspw. bei „Big soul“). Wenn sich der Steinzeit-Kreis dann mit „Stone Age is mad“ schließt, endet dieses durchaus ansprechende Album, und man ist um ein paar interessante Songs reicher.<br><a href="https://calebnichols.bandcamp.com" class="broken_link">https://calebnichols.bandcamp.com</a></p>


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<figure class="alignleft size-thumbnail"><img decoding="async" loading="lazy" width="150" height="150" src="https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/2025/10/KuS_carebender-150x150.jpg" alt="" class="wp-image-46719" srcset="https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/2025/10/KuS_carebender-150x150.jpg 150w, https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/2025/10/KuS_carebender-700x700.jpg 700w, https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/2025/10/KuS_carebender-600x600.jpg 600w, https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/2025/10/KuS_carebender.jpg 804w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px" /></figure></div>


<p class="has-black-color has-white-background-color has-text-color has-background"><strong>CAREBENDER &#8211; Bags </strong> (Label: Tomaten Platten, VÖ: 10.10.2025)<br>(bc) Ich gestehe, ich bin etwas perplex. Als ich diese Platte zum ersten Mal aufgelegt habe, hätte ich mit allem möglichen gerechnet, aber nicht mit Chor-Aufnahmen! Ihr habt richtig gelesen: Bei CAREBENDER handelt es sich um ein Chor-Kollektiv, wobei die insgesamt elf Lieder auf „Bags“ durchaus aufzeigen, wie facettenreich auch dieses Genre ausgestaltet werden kann. Mal werden die Lieder nahezu hingehaucht, an anderer Stelle regelrecht rausgebrüllt („Enter fast“). Und dabei sind sie stellenweise sogar überaus politisch. Ich stelle mir gerade bildhaft einen Chor-Abend in einem autonomen Zentrum vor… Mit CAREBENDER könnte das eine durchaus spannende Sache werden!<br><a href="https://carebender.bandcamp.com" class="broken_link">https://carebender.bandcamp.com</a></p>


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<figure class="alignleft size-thumbnail"><img decoding="async" loading="lazy" width="150" height="150" src="https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/2025/10/broetzmann-love-150x150.jpg" alt="" class="wp-image-46669" srcset="https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/2025/10/broetzmann-love-150x150.jpg 150w, https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/2025/10/broetzmann-love-700x700.jpg 700w, https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/2025/10/broetzmann-love-1024x1024.jpg 1024w, https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/2025/10/broetzmann-love-600x600.jpg 600w, https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/2025/10/broetzmann-love.jpg 1155w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px" /></figure></div>


<p class="has-black-color has-white-background-color has-text-color has-background"><strong>CASPAR BRÖTZMANN MASSAKER – It’s a love song </strong>(Label: Exile on Mainstream, VÖ: 20.06.2025)<br>(so) Was muss man noch groß zu CASPAR BRÖTZMANN sagen? Er ist schon seit den 1980er Jahren unterwegs, immer etwas verrückter als andere, immer experimenteller und immer auch kompromissloser. Hier wird auf niemanden Rücksicht genommen, es wird auch weiterhin viele Menschen geben, die das Lärm nennen. Die drei Tracks auf „It’s a love song“ spiegeln genau das wider. „All this violence“ beschreibt eigentlich ganz hervorragend die aktuelle Lage der Welt. Gleich zwei Mal gibt es Liveversionen zu hören, die beide beklemmend wie einst „Das Schaben“ von EINSTÜRZENDE NEUBAUTEN sind.<br><a href="https://casparbrotzmannmassakersl.bandcamp.com" class="broken_link">https://casparbrotzmannmassakersl.bandcamp.com</a></p>


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<figure class="alignleft size-thumbnail"><img decoding="async" loading="lazy" width="150" height="150" src="https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/2025/09/ddp-nlk-150x150.jpg" alt="" class="wp-image-46607" srcset="https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/2025/09/ddp-nlk-150x150.jpg 150w, https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/2025/09/ddp-nlk.jpg 700w, https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/2025/09/ddp-nlk-600x600.jpg 600w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px" /></figure></div>


<p class="has-white-background-color has-background"><strong>DR. DREXLER PROJECT – Neoliberale Kackscheiße</strong> (Label: Paulapaulplatten, Zann&#8217;s Records, VÖ: 01.08.2025)<br>(ed) Aufgrund der Namensgleichheit mit dem Verfasser dieser Zeilen habe ich mit sehr großer Neugier die CD eingelegt und auf Play gedrückt. Doch das Album „Neoliberale Kackscheiße“ konnte mich leider nicht wirklich catchen. Der Song „Eure Heimat kotzt mich an“ mit seinem groovenden Bass hat mir noch am besten gefallen. Die restlichen Songs sind im Prinzip auch nicht wirklich schlecht, aber leider sehr anstrengend anzuhören, da Disharmonie großgeschrieben wird. Ich muss dabei oft an DIE GOLDENEN ZITRONEN denken. Live wird mir das aber bestimmt viel besser gefallen, da bin ich mir relativ sicher.<br><a href="https://drdrexler.bandcamp.com/" class="broken_link">https://drdrexler.bandcamp.com/</a></p>


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<figure class="alignleft size-thumbnail"><img decoding="async" loading="lazy" width="150" height="150" src="https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/2025/10/electrio-sm-150x150.jpg" alt="" class="wp-image-46687" srcset="https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/2025/10/electrio-sm-150x150.jpg 150w, https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/2025/10/electrio-sm.jpg 700w, https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/2025/10/electrio-sm-600x600.jpg 600w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px" /></figure></div>


<p class="has-white-background-color has-background"><strong>ELECTRIO – „Stabat mater“</strong> (Label: Fresh Ribes, VÖ: 26.09.2025)<br>(jg) Dieses Album wird so sanft eingefadet, dass ich erst nach einer Minute sicher war, überhaupt etwas zu hören. Vielleicht sollte ich doch mal wieder zum HNO gehen – oder es liegt einfach an ELECTRIO. Das Trio bewegt sich zwischen sphärischem gregorianischem Gesang, barocken Strukturen und feiner Elektronik. Über allem schwebt die klare, hohe Stimme der Sängerin, die der Musik eine fast überirdische Ruhe verleiht. Das Ergebnis ist ein meditatives, beinahe rituelles Hörerlebnis – fragil, schwebend und von einer stillen Intensität, die einen nicht so schnell loslässt.<br><a href="https://electrio.bandcamp.com/album/stabat-mater">https://electrio.bandcamp.com/album/stabat-mater</a></p>


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<figure class="alignleft size-thumbnail"><img decoding="async" loading="lazy" width="150" height="150" src="https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/2025/10/gritty-unknown-150x150.jpeg" alt="" class="wp-image-46670" srcset="https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/2025/10/gritty-unknown-150x150.jpeg 150w, https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/2025/10/gritty-unknown-700x700.jpeg 700w, https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/2025/10/gritty-unknown-1024x1024.jpeg 1024w, https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/2025/10/gritty-unknown-600x600.jpeg 600w, https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/2025/10/gritty-unknown.jpeg 1500w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px" /></figure></div>


<p class="has-black-color has-white-background-color has-text-color has-background"><strong>GRITTY JUNE – Unknown gravity </strong>(Label: Eigenregie, VÖ: 03.10.2025)<br>(so) GRITTY JUNE ist der Solopfad von Jonas Lieber aus Berlin. Auf „Unknown gravity“ spielt er stilsicheren Indie-Pop bis -Rock, durchstreift dabei auch mal die Gefilde der gediegenen Arenahymne („Lonely mermaid“), lässt sich aber auch immer wieder auf dem Barhocker nieder, um sich Singer/Songwriter-mäßig nur mit Gitarre und Stimme seinen Songs zu widmen. So gelingt ihm mit „Unknown gravity“ eine durchaus vielschichtige EP, deren fünf Songs durchaus zu gefallen wissen und ganz besonders der Stimme von Lieber Raum zum Wirken lassen geben.<br><a href="https://www.instagram.com/grittyjune" class="broken_link">https://www.instagram.com/grittyjune</a></p>


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<figure class="alignleft size-thumbnail"><img decoding="async" loading="lazy" width="150" height="150" src="https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/2025/08/hattler-hbb-150x150.jpg" alt="" class="wp-image-46461" srcset="https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/2025/08/hattler-hbb-150x150.jpg 150w, https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/2025/08/hattler-hbb.jpg 225w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px" /></figure></div>


<p class="has-white-background-color has-background"><strong>HATTLER – „Happy birthday baby“</strong> (Label: 36music, VÖ: 13.06.2025)<br>(jg) Ein Vierteljahrhundert nach Gründung bleiben HATTLER schwer einzuordnen – und genau das scheint auch Programm. Zwischen Soul, Pop, Trip-Hop und Latin Jazz pendelt „Happy birthday baby“ souverän und entspannt dahin, fast schon zu mühelos. Die Vielseitigkeit überzeugt, aber manchmal fehlt dem Album ein klarer Kern, ein wiedererkennbarer eigener Sound. Als Soundtrack für ein sommerliches Geburtstagsfest ist das Album perfekt. Ob es aber für eine eigene Tour trägt, bleibt fraglich. <br><a href="https://hattler1.bandcamp.com" class="broken_link">https://hattler1.bandcamp.com</a></p>


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<figure class="alignleft size-thumbnail"><img decoding="async" loading="lazy" width="150" height="150" src="https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/2025/08/jsbgp-22-150x150.jpg" alt="" class="wp-image-46462" srcset="https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/2025/08/jsbgp-22-150x150.jpg 150w, https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/2025/08/jsbgp-22.jpg 224w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px" /></figure></div>


<p class="has-white-background-color has-background"><strong>JACQUES SCHWARZ-BART &amp; GRÉGORY PRIVAT – „22“</strong> (Label: Buddham Jazz, VÖ: 20.06.2025)<br>(jg) Ein Wiedersehen zweier Musiker, die mir aus anderen Projekten vertraut sind. JACQUES SCHWARZ-BART hatte ich einst beim <a href="https://blueprint-fanzine.de/elbjazz-2014-sonne-und-unwetter/">Elbjazz 2014</a> erlebt, wo er im Anschluss an GREGORY PORTER karibische Vibes lieferte. <a href="https://blueprint-fanzine.de/gregory-privat-phoenix/">GRÉGORY PRIVAT</a> wiederum hatte ich klanglich zwischen dem OPEN SOURCE TRIO und dem Soul von SEAL verortet – wobei letzterer hier keine Rolle spielt, da GRÉGORY PRIVAT auf „22“ nicht singt. Stattdessen trifft Piano auf Saxofon – puristisch, feinfühlig, unaufgeregt. Die karibischen Ausflüge bleiben diesmal dezent, stattdessen entstehen zurückgelehnte Jazzmomente, die bestens in eine gedimmte Hotelbar bei Nacht passen.<br><a href="https://brotherjacques.com/music/22-in-duet-with-gregory-privat/">https://brotherjacques.com/music/22-in-duet-with-gregory-privat/</a></p>


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<figure class="alignleft size-thumbnail"><img decoding="async" loading="lazy" width="150" height="150" src="https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/2025/08/k-rdo-150x150.jpg" alt="" class="wp-image-46460" srcset="https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/2025/08/k-rdo-150x150.jpg 150w, https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/2025/08/k-rdo.jpg 700w, https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/2025/08/k-rdo-600x600.jpg 600w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px" /></figure></div>


<p class="has-white-background-color has-background"><strong>K!NNERS – „Rebellion der Optimisten“</strong> (Label: Eigenregie, VÖ: Mai 2025)<br>(jg) In Eigenregie erstaunlich druckvoll produziertes Album der Punkrocker*innen aus Hamm, die sich selbst als uneheliche Kinder von Campino und Farin Urlaub bezeichnen – und dabei gar nicht mal so falsch liegen. Auch DONOTS und BROILERS werden als Einflüsse genannt, was stilistisch ebenfalls gut passt. Die deutschsprachigen Texte sind streckenweise arg pathetisch geraten, teils nah dran an Stadionhymnen, in denen der eigene Verein als unbesiegbar gefeiert wird. Wer das mag, wird hier sicher fündig – für alle anderen ist „Rebellion der Optimisten“ zumindest ein solides Stück bodenständigen Deutschpunks.<br><a href="https://kinners.bandcamp.com/" class="broken_link">https://kinners.bandcamp.com/</a></p>


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<figure class="alignleft size-thumbnail"><img decoding="async" loading="lazy" width="150" height="150" src="https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/2025/10/mr-bad-150x150.jpg" alt="" class="wp-image-46699" srcset="https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/2025/10/mr-bad-150x150.jpg 150w, https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/2025/10/mr-bad.jpg 700w, https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/2025/10/mr-bad-600x600.jpg 600w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px" /></figure></div>


<p class="has-white-background-color has-background"><strong>MORPHINE RIDGES &#8211; Bodies and distance</strong> (Label: Jukebox Baby Records, VÖ: 15.09.2025)<br>(jg) Man muss nicht lange in das Debütalbum von MORPHINE RIDGES hineinhören, um den Wüstenstaub zwischen den Zähnen zu spüren. Umso überraschender, dass das Quintett nicht aus Arizona, sondern aus Berlin stammt. So traurig singt die Lap-Steel-Gitarre, so weit hallen die anderen Saiten. Darüber der sehnsuchtsvolle Gesang von Andreas Miranda und Verita Egert – in Momenten erinnert das an CARI CARI. <br>Auch sonst drängen sich Assoziationen an David Lynch, Ennio Morricone, Quentin Tarantino und CALEXICO auf. Und erfreulicherweise hält die Produktion mit diesen Referenzen Schritt: warm, detailverliebt und mit großem Raumgefühl. MORPHINE RIDGES – diesen Namen sollte man sich merken.<br><a href="https://morphineridges.bandcamp.com/album/bodies-and-distance">https://morphineridges.bandcamp.com/album/bodies-and-distance</a></p>


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<figure class="alignleft size-thumbnail"><img decoding="async" loading="lazy" width="150" height="150" src="https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/2025/10/mckinnon-moon-150x150.jpg" alt="" class="wp-image-46709" srcset="https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/2025/10/mckinnon-moon-150x150.jpg 150w, https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/2025/10/mckinnon-moon-600x600.jpg 600w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px" /></figure></div>


<p class="has-black-color has-white-background-color has-text-color has-background"><strong>RODDY McKINNON – Tourist on the moon</strong> (Label: Silberblick Musik, VÖ: 05.09.2025)<br>(so) So, jetzt weiß ich definitiv mehr über den Urgroßvater von RODDY McKINNON als über meinen eigenen. Okay, über den weiß ich auch wortwörtlich gar nichts. RODDY McKINNON hat den Tattoos seines Urgroßvater direkt den Opener von „Tourist on the moon“ gewidmet – und das ganze Album der Erinnerung im Allgemeinen. Was wir dabei hören, ist klassischer (Scottish) Folk, geprägt von Gitarre und Stimme. Wir erfahren viel über die Vergangenheit, speziell auch den Vater von Roddy – und natürlich auch über „die Monroe“, war sie doch tatsächlich hin und wieder seine Babysitterin. So richtig packend ist das Album nicht, aber eine nette Bereicherung so mancher Folk-Sammlung.<br><a href="https://roddymckinnon.net">https://roddymckinnon.net</a></p>


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<figure class="alignleft size-thumbnail"><img decoding="async" loading="lazy" width="150" height="150" src="https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/2025/08/sanuye-wabs-150x150.jpg" alt="" class="wp-image-46481" srcset="https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/2025/08/sanuye-wabs-150x150.jpg 150w, https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/2025/08/sanuye-wabs.jpg 700w, https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/2025/08/sanuye-wabs-600x600.jpg 600w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px" /></figure></div>


<p class="has-white-background-color has-background"><strong>SANUYÉ – We all become stories</strong> (Label: Eigenregie, VÖ: 29.08.2025)<br>(jg) SANUYÉ geben sich auf ihrem Debüt betont lässig – irgendwo zwischen Jazz-Lounge und Singer-Songwriter-Soul. Frontfrau Katharina Koch bringt mit ihrer warmen, souligen Stimme Erinnerungen an NORAH JONES wach, begleitet von versierten Musikern, unter anderem vom Bundesjazzorchesters. Das klingt alles sehr rund, sehr sauber, sehr gefällig. „We all become stories“ könnte auch wunderbar auf einem frühen Sommerabend über den Dächern einer Stadt laufen, Aperol Spritz in der Hand, der Blick schweift in die Ferne. Und genau da liegt auch die Stärke – und vielleicht die kleine Schwäche – dieser Platte: Sie tut niemandem weh, will nicht anecken, sondern sanft begleiten. Man hört zu, nickt mit, lässt sich treiben – bis die Musik leise im Hintergrund verschwindet, wie ein Gespräch, dem man irgendwann nur noch halb folgt.<br><a href="https://sanuyemusic.bandcamp.com/album/we-all-become-stories">https://sanuyemusic.bandcamp.com/album/we-all-become-stories</a></p>


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<figure class="alignleft size-thumbnail"><img decoding="async" loading="lazy" width="150" height="150" src="https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/2025/10/spft-loft-modern-150x150.jpg" alt="" class="wp-image-46671" srcset="https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/2025/10/spft-loft-modern-150x150.jpg 150w, https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/2025/10/spft-loft-modern.jpg 700w, https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/2025/10/spft-loft-modern-600x600.jpg 600w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px" /></figure></div>


<p class="has-black-color has-white-background-color has-text-color has-background"><strong>SOFT LOFT – Modern roses </strong>(Label: PIAS, VÖ: 25.04.2025)<br>(so) „Indie-irgendwas“ (Zitat der Sängerin Jorina Stamm) beschreibt tatsächlich sehr passend, was auf „Modern roses“ passiert. Ein bisschen Schwermut hier, ein bisschen Leuchten hier, mal düster, mal heiter, immer etwas zerbrechlich. Dazu die variable, aber teils auch enervierende Stimme Stamms, die sich ab und zu in übertriebenem Maße kunstfertig darstellen möchte und dadurch an Natürlichkeit verliert. Nichtsdestotrotz überzeugen SOFT LOFT aus der Schweiz durch ihre Melodien und bleiben schnell hängen, geben oft auch das Gefühl: „Das habe ich doch schon mal gehört!“ Ein musikalisches Déjà-vu, ohne dabei ein Abklatsch zu sein. Insgesamt absolut gelungen.<br><a href="https://softloft.bandcamp.com/track/dorm">https://softloft.bandcamp.com/track/dorm</a></p>


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<figure class="alignleft size-thumbnail"><img decoding="async" loading="lazy" width="150" height="150" src="https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/2025/10/sp-tbp-150x150.jpg" alt="" class="wp-image-46686" srcset="https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/2025/10/sp-tbp-150x150.jpg 150w, https://blueprint-fanzine.de/wp-content/uploads/2025/10/sp-tbp.jpg 225w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px" /></figure></div>


<p class="has-white-background-color has-background"><strong>STRANGE PILGRIM – Too bright planet</strong> (Label: Royal Oakie Records, VÖ: 26.09.2025)<br>(jg) Dream Pop und Psych Rock aus Portland, Oregon – mit Mitgliedern von ROGUE WAVES und DANDY WARHOLS. Klingt auf dem Papier schon vielversprechend, und tatsächlich entfaltet „Too bright planet“ eine sanft leuchtende Atmosphäre, durchzogen von warmen Siebzigerjahre-Vibes. Namen wie THE GRATEFUL DEAD, FLEETWOOD MAC, BRIAN ENO oder VELVET UNDERGROUND stehen hier hörbar Pate, und auch die Produktion schwelgt angenehm im Retrocharme. Doch über die gesamte Albumlänge fehlt dem zweiten Longplayer von STRANGE PILGRIM etwas Zugkraft, ein Moment, der hängen bleibt. Vielleicht liegt es daran, dass mich schon die Vorgängerprojekte der beteiligten Musiker nie ganz erreicht haben – oder einfach daran, dass diese Platte ein wenig zu sehr in ihrem eigenen Dunstkreis herumirrt.<br><a href="https://strangepilgrim.bandcamp.com/album/too-bright-planet">https://strangepilgrim.bandcamp.com/album/too-bright-planet</a></p>
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		<title>JOHN ROBB &#8211; Goth: Die dunkle Seite des Punk</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Simon-Dominik Otte]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 21 Jul 2025 17:22:01 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Specials]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Hui. Als Jens mir diesen monströsen Wälzer in die Hand drückte (über 600 Seiten stark), dachte ich nur: &#8222;Was hast du dir da wieder vorgenommen, nur, weil du das Thema des Buches feierst?&#8220; Vielleicht ein paar Worte vorweg: Als ich damals, zu Beginn der 1990er Jahre endgültig in die Gothic-Szene rund um Köln-Bonn eintauchte, ging [&#8230;]</p>
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<p class="has-black-color has-white-background-color has-text-color has-background">Hui. Als Jens mir diesen monströsen Wälzer in die Hand drückte (über 600 Seiten stark), dachte ich nur: &#8222;Was hast du dir da wieder vorgenommen, nur, weil du das Thema des Buches feierst?&#8220; <br>Vielleicht ein paar Worte vorweg: Als ich damals, zu Beginn der 1990er Jahre endgültig in die Gothic-Szene rund um Köln-Bonn eintauchte, ging es mir so, wie es JOHN ROBB gleich im ersten Kapitel schildert. Das Rüschenhemd über die Jeans, die Winkelpicker an die Füße (ihr fragt euch nicht wirklich, ob diese Kleidungsstücke wohl schwarz waren, oder?) und noch ein wenig das Gesicht bleichen, die langen Haare zum Zopf binden, zum Schluss noch den Mantel drüber und auf ins Carpe in der Bonner Innenstadt, um sich mit den anderen verlorenen Seelen im Rhythmus unserer Idole bedächtig über die Tanzfläche zu schieben &#8211; vor, zurück, vor, zurück und dabei möglichst entrückt gucken. Und das fühlte sich so verdammt gut an. <br>Der britische Musikjournalist (und nicht zuletzt Musiker) JOHN ROBB hat sich nun dieser Musikrichtung, dieser Lebenseinstellung und dieser Szene angenommen und ihr dieses Prachtwerk geschenkt. Wobei der Begriff eigentlich und ehrlich gesagt mehr auf die deutsche Übersetzung (besten Dank und Glückwunsch an Joachim Hiller!) zutrifft, denn diese hat das Buch gegenüber der Originalausgabe noch einmal aufgeräumt &#8211; auch mit manchem Schreibfehler. <br>Wer die Geschichte des Genrebegriffs &#8222;Goth&#8220; noch nicht kennt, dem seien die ersten satten 12 Kapitel ans Herz gelegt, denn diese widmen sich in erster Linie eben dieser Herkunft und den Begründer:innen der musikalischen Variante. Das, was wir damals alle schon dachten, aber gar nicht großartig überprüfen wollten, wird nun unter anderem bestätigt: THE DOORS sind ein Teil des mächtigen Dreigestirns des Ur-Goth, zu dem noch THE VELVET UNDERGROUND und THE STOOGES gehören. Erst danach beginnt die Beschreibung der &#8222;eigentlichen Goth-Bands&#8220; wie SIOUXIE AND THE BANSHEES. Natürlich nehmen auch JOY DIVISION und THE CURE größere Kapitel ein und selbst ich als wirklich eingefleischter Fan beider Bands konnte hier noch einige Dinge erfahren, die mir vorher unbekannt waren. Auch den EINSTÜRZENDEN NEUBAUTEN wird ein eigener Teil gewidmet, ebenso wie den US-amerikanischen Auswüchsen des Goth. In allen Kapiteln beweist JOHN ROBB (und eben auch Hiller) seine Fähigkeit, die Leser:innen schnell zu fesseln und zu unterhalten &#8211; denn &#8222;Goth&#8220; ist definitiv keine Aneinanderreihung von Lexikonartikeln, sondern vielmehr ein durchaus persönlicher Blick auf eine Musikrichtung, die viel zu wenig Aufmerksamkeit erhält. Okay, das ist sicherlich nur meine Meinung als Fan. Aber gut. <br>Das Buch ist durchsetzt mit vergnüglichen Anekdoten, tiefen Einblicken in verschiedenste Ecken (vor allem Großbritanniens) und Beschreibungen einer Zeit, die nun schon bis zu fast fünfzig Jahren zurückreicht. Selbsternannte Fachleute beanstanden zwar den einen oder anderen Bestandteil und diskutieren sich in den sozialen Medien die Finger wund, aber &#8222;Goth&#8220; ist ein wundervoller Einblick in &#8222;die dunkle Seite des Punk&#8220;. Auch wenn ROBB zu den neueren (mittlerweile auch schon 20 Jahre alten) Auswüchsen eher schweigt und recht klar macht, dass aus seiner Sicht nur der Goth der 80er das wahre Ding ist. Darüber lässt sich selbstverständlich streiten. <br>Wenn du dich selbst der Gothic-Musik zugeneigt fühlst, aber auch, wenn du dich einfach nur mal grundlegend und intensiv informieren möchtest: Greife hier auf jeden Fall zu! Gelingt es dir, dieses schwere Buch bis nach Hause zu transportieren, wirst du es kaum noch aus der Hand legen wollen. Ich habe alleine schon Spaß daran, die Kapiteltitel zu erörtern. </p>
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