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	<title>Timo Neuscheler, Autor bei .:blueprint fanzine:.</title>
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		<title>TULP &#8211; Für Tiere Namen</title>
		<link>https://blueprint-fanzine.de/tulp-fuer-tiere-namen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Timo Neuscheler]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 20 Feb 2015 13:00:00 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Seit dem tragischen Tod des DELBO-Schlagzeugers Florian Lüning im Mai letzten Jahres und dem darauf folgenden Split der Band klafft eine große Lücke dort, wo hierzulande vertrackter Noisepop und Postcore-irgendwas-Gefrickel mit um die Ecke gedachten Texten gespielt wird. Doch jetzt kommen TULP ganz lässig mit ihrem vierten Album &#8222;Für Tiere Namen&#8220; um die Ecke und [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Seit dem tragischen Tod des DELBO-Schlagzeugers Florian Lüning im Mai letzten Jahres und dem darauf folgenden Split der Band klafft eine große Lücke dort, wo hierzulande vertrackter Noisepop und Postcore-irgendwas-Gefrickel mit um die Ecke gedachten Texten gespielt wird. Doch jetzt kommen TULP ganz lässig mit ihrem vierten Album &#8222;Für Tiere Namen&#8220; um die Ecke und schlagen genau dort ihr Lager auf. Das bedeutet nicht, dass TULP ein DELBO-Klon sind. Wie soll das auch gehen? Daran kann man nur scheitern. Sie benennen DELBO nicht einmal als musikalischen Bezugspunkt. Nein, TULP machen ihr eigenes Ding, geben sich angenehm sperrig und kryptisch verkopft, ohne dabei unzugänglich oder peinlich zu wirken. Auch bei ihnen funktioniert dieses gewisse Zusammenspiel von unverstehbaren Texten, verschachtelten Arrangements, schrägen Melodien und nicht vorhersehbaren Wendungen außerordentlich gut. Das erinnert neben DELBO manchmal auch an KARATE, RADIOHEAD zu Zeiten von &#8222;My iron lung&#8220; und irgendwelche alten Emobands, die sich nach einer 7-Inch aus Prinzip wieder aufgelöst haben. &#8222;Für Tiere Namen&#8220; bleibt immer einen Schritt voraus und entzieht sich dem direkten Zugriff von außen. TULP nehmen sich dabei glücklicherweise zu Herzen, was bei dieser Art von Musik besonders wichtig ist: trotz all der Vertracktheit und hohem intellektuellen Anspruch müssen die Songs fühlbar bleiben, sie müssen auch außerhalb des Gehirns im Bauch funktionieren, oder all die Mühe war umsonst. TULP schaffen diese schwierige Gratwanderung ohne fatales Abrutschen in jene Untiefen, in denen knödelig schon der Diskursrock lauert und sich nachdenklich den angegrauten Stoppelbart reibt.<br />
Das liegt zum einen bestimmt an den Texten von Kay Lehmkuhl, die in all ihrer intellektuellen Verschlüsselung immer auch auf emotionaler Ebene berühren. Laut Presseinfo thematisiert Lehmkuhl darin vordergründig die Mensch-Tier-Beziehung. Eine Ebene darunter soll es dann um Daseinszyklen und das Abschiednehmen vom Leben gehen. Ich habe zwar absolut keine Ahnung, was das bedeuten soll und wie man das in die Texte reinlesen kann ohne französische Lyrik des 18. Jahrhunderts studiert zu haben, lasse mich aber trotzdem gerne von ihnen mitreißen. Was sagte Harald Schmidt noch zu Christian Kracht: &#8222;Ich glaube, sie können vieles formulieren, was ich nur dumpf empfinde.&#8220; Ja, genau.<br />
Zum anderen bleiben TULP auch durch ihre gute Produktion immer obenauf. Die Gitarrensounds stimmen und sind mit schönen Hallräumen versehen, welche dem Klang der Band eine Tiefe verleihen, die sich in den Texten wiederfindet. Besonders stark sind TULP jedoch immer dann, wenn sie ihren Parts freien Lauf lassen, ausgedehnte Quasi-Steigerungen spielen und herrlich schräge Pickings bis zum Schluss auskosten. Dann ertappt sich der Hörer dabei, wie er, Kopf aus, mit dem Bauch voran in die Musik eingetaucht ist. Ungewöhnlicherweise kann ich TULP sogar die oft benutzten Akustikgitarren verzeihen. Aber das ist ein persönliches Ding, das mit mir und den Akustikgitarren.<br />
Was ich mir allerdings von dieser Platte gewünscht hätte, ist ein bisschen mehr Griffigkeit, ein bisschen mehr Struktur. So sehr ich &#8222;Für Tiere Namen&#8220; auch mag: der eine oder andere echte Refrain hätte bestimmt nicht geschadet. Gibt es überhaupt einen deutlich erkennbaren Refrain auf dem Album? Oder ist das etwa Absicht, soll es das gerade nicht geben? Das kann auch funktionieren. Dann müssen die einzelnen Parts der Songs aber stark genug sein, um für sich stehen zu können, und auch die Arrangements müssen knallhart sitzen. Irgendwo dazwischen bewegen sich TULP auf ihrem ganz eigenen kunterbunten Trip. Warum sind die eigentlich nicht auf Sinnbus?</p>
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		<title>MY EDUCATION &#8211; A drink for all my friends</title>
		<link>https://blueprint-fanzine.de/my-education-a-drink-for-all-my-friends/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Timo Neuscheler]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 20 Apr 2013 13:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Tonträger]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Das neue Album von MY EDUCATION beginnt ganz ruhig mit leisen Streicherflächen, die sich nach und nach, unterstützt von Piano, Gitarren, Bass, Synthesizern, Samples und Schlagzeug, zu einem wahren Instrumentalsturm aufbauen, der wie ein startender Düsenjet aus meinen Boxen fegt und mir die Frisur glattbügelt. Das ist Postrock, wie er sein muss! MY EDUCATION bleiben [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Das neue Album von MY EDUCATION beginnt ganz ruhig mit leisen Streicherflächen, die sich nach und nach, unterstützt von Piano, Gitarren, Bass, Synthesizern, Samples und Schlagzeug, zu einem wahren Instrumentalsturm aufbauen, der wie ein startender Düsenjet aus meinen Boxen fegt und mir die Frisur glattbügelt. Das ist Postrock, wie er sein muss! MY EDUCATION bleiben immer interessant und abwechslungsreich, und das ganz ohne Gesang. Die Band spielt sich durch sämtliche Dynamikstufen auf und ab und steigert sich dabei immer wieder von minutenlangen Ambiences hinein in wüste Klangorkane. Das erinnert stark an Bands wie MASERATI, EXPLOSIONS IN THE SKY, GODSPEED YOU BLACK EMPEROR und wie sie alle heißen. MY EDUCATION müssen sich jedoch keineswegs hinter diesen Größen des Genres verstecken. Was sie dabei von anderen abhebt, sind die oft sehr präsenten Streicher und der Einsatz einer Akustikgitarre in mehreren der insgesamt sieben Songs. Das verleiht der Platte insgesamt eine ziemlich pathetische Grundstimmung, die auch vor den ganz großen Gefühlen nicht halt macht. Dieser Umstand dürfte gemischte Reaktionen bei der Hörerschaft hervorrufen, was ich aber nicht per se als negativ bewerten möchte. Ganz im Gegenteil finde ich es durchaus erstrebenswert, als Band ein scharfes Profil zu haben und das dann bis zum Schluss durchzuziehen. Produktionstechnisch wurde hier jedenfalls sehr sauber gearbeitet. Die Songs haben die richtige Länge, um sich entfalten zu können, es wurden zu den für dieses Genre obligatorischen Gitarrensounds mit großen Hallräumen einige interessante Spielereien hinzugefügt und Mischung bzw. Mastering klingen druckvoll und definiert. Diese Platte hat alles, was ein gutes Postrock-Album braucht. Wenn man große Gefühle zulassen kann.</p>
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		<title>SEX JAMS &#8211; Trouble honey</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Timo Neuscheler]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 20 Mar 2013 13:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Tonträger]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Bandfoto mit NASUM-Shirt? Check. Knallbuntes Artwork mit Stylefaktor 1000? Check. Als Gimmick ein Aufkleber mit dem Bandlogo, das einen &#8222;Weed-Fox&#8220; genannten Fuchs mit Hanfblatt auf der Stirn darstellt? Check! Das hier kann also schonmal keines der ganz schlechten Reviews werden. Das Einlegen des neuen Albums der fünf Wiener katapultiert mich dann ad hoc zurück in [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Bandfoto mit NASUM-Shirt? Check. Knallbuntes Artwork mit Stylefaktor 1000? Check. Als Gimmick ein Aufkleber mit dem Bandlogo, das einen &#8222;Weed-Fox&#8220; genannten Fuchs mit Hanfblatt auf der Stirn darstellt? Check! Das hier kann also schonmal keines der ganz schlechten Reviews werden.<br />
Das Einlegen des neuen Albums der fünf Wiener katapultiert mich dann ad hoc zurück in Zeiten, in denen MTV 120 Minutes auf dem elterlichen Fernseher lief und ich zu Songs von SONIC YOUTH, DINOSAUR JR, COME oder HOLE stagedivend mit langen, fettigen Haaren über den Couchtisch in das geblümte Ecksofa gesprungen bin. Fuzzig verstimmte Gitarren, der angenehm schräge Gesang der Sängerin Katie Trenk, die tollen Feedbacks und die grungig verlotterte Atmosphäre machen das Album zu einem ganz speziellen Hörgenuss, der dieses Gefühl meiner Jugend wieder aufleben lässt, als der Begriff &#8222;Indie&#8220; noch mehr als nur eine leere Hülle war. Trotz all dieser Authentizität klingen SEX JAMS dabei nicht altbacken oder anachron. Vielleicht liegt das ja zum Teil an ihren Wurzeln im Hardcore, die in ihrer Musik immer unterschwellig präsent sind. Ähnlich den großartigen MONOCHROME, die es geschafft haben, die brachiale Energie aus ihrer Vergangenheit als DAWNBREED auf melodische Popsongs zu übertragen, schaffen es auch SEX JAMS, dem Hörer immer die volle Peitsche ins Gesicht zu schlagen. Sogar in ihren ruhigen Songs. Für ein Livekonzert von denen würde ich sogar meinen rot-schwarz gestreiften Strickpulli wieder rausholen und mein Shampoo öffentlich verbrennen!</p>
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		<title>SYCAMORE AGE &#8211; s/t</title>
		<link>https://blueprint-fanzine.de/sycamore-age-s-t/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Timo Neuscheler]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 20 Mar 2013 13:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Tonträger]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Ich habe Angst vor dieser Platte. Dabei habe ich sie noch nicht einmal gehört. Warum sollte ich also Angst vor ihr haben? Um diese Frage zu beantworten, zitiere ich einfach mal frei heraus aus der Pressemitteilung. Dort heißt es, SYCAMORE AGE hätten sich nach einem Platanengewächs benannt, weil die Stile, derer sie sich bedienen, wie [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Ich habe Angst vor dieser Platte. Dabei habe ich sie noch nicht einmal gehört. Warum sollte ich also Angst vor ihr haben? Um diese Frage zu beantworten, zitiere ich einfach mal frei heraus aus der Pressemitteilung. Dort heißt es, SYCAMORE AGE hätten sich nach einem Platanengewächs benannt, weil die Stile, derer sie sich bedienen, wie Äste in unterschiedliche Richtungen ragen und ihre kreative Unermüdlichkeit sprieße wie Blätter im Frühjahr. 70er Jahre Progressive Rock, Folk, Krautrock, zeitgemäße Elektronik, Experimentalmusik, verwunschene Melodien, SUFJAN STEVENS, TIM BUCKLEY, FLAMING LIPS und EINSTÜRZENDE NEUBAUTEN können dabei nur provisorische Orientierungspunkte im fraktalen Sounduniversum von SYCAMORE AGE sein. Infolge dessen dürften laut Info selbst die erfahrensten Kritiker Probleme haben, diese Musik zu kategorisieren. Die &#8222;enthusiastisch umjubelte Ausnahmeband Italiens&#8220; (mit schon über 3000 Plays auf Myspace), die aus sieben Multiinstrumentalisten besteht, performt dafür auch schon mal live mit einer elektrischen Zahnbürste! Ich kann nichts dagegen tun: vor meinem inneren Auge manifestieren sich Bilder von den wilden Rock-Orgien der 70er Jahre. Von wuselnden Fellwesten, strömendem Schweiß, nackten Brüsten im bunten Nebellicht der ganz großen Bühnen, von langen Haaren und Bärten, schlammbeschmiert, von Haschspritzen rauchenden Hippies im Peyote-Nirvana, von jeder Menge hautengen Lederhosen und andersweltlichem Sex auf undefinierten Drogen, Hauptsache es bringt dich auf deiner spirituellen Reise ein Stück weiter in Richtung der großen Freiheit. Bilder von Cowboystiefeln an bemalten, eng miteinander verschlungenen Körpern ziehen in Zeitlupe an mir vorbei. Und elektrische Zahnbürsten. Das alles lässt mich ehrfurchtsvoll erbeben ob der schieren Größe dieses wahnsinnigen Projektes namens SYCAMORE AGE aus Italien. Was mir hingegen echte, ungefilterte Angst bereitet, ist der letzte Absatz ihrer Botschaft an die weltliche Presse. Dort heißt es wörtlich: &#8222;Wir glauben, dass Kunst mehr sein kann als ein bequemes Sofa. Mehr wie der Sitz einer Propellermaschine, die dich an unerwartete Orte bringt. Orte, an denen du alles finden kannst: Paradies oder Hölle. Gehst du das Risiko ein?&#8220; Ja, ich muss es tun! Ich lege dieses epochale Werk jetzt auf. Paradies oder Hölle. Wir sehen uns auf der anderen Seite&#8230;</p>
<p>Also gut. Jetzt läuft das Ding, und eines kann ich gleich zu Anfang sagen: Angst muss vor dieser Platte niemand haben. Dies ist keine dauergewellte Rock-Oper aus den Abgründen der leinensakkotragenden DREAM THEATER Hölle. Nein, denn obwohl hier offensichtlich sehr fähige Musiker am Werk sind, wird auf schmierige minutenlange Technikeinlagen zum Glück komplett verzichtet. Das sauber produzierte Album gibt sich vielmehr durchweg ruhig, lässt sich tatsächlich nicht in irgendetwas einordnen. Oft werden akustische Gitarren, Klavier, Streicher und Sounds aus alten analogen Synthesizern benutzt. Dazu kommen relativ zahme E-Gitarren- und Basssounds, jede Menge perkussive Elemente und Geräusche. Das Ganze wird von technisch perfektem, facettenreichem Gesang begleitet, der, häufig mit QUEEN-artigen Chören und Gesangsharmonien hinterlegt, butterweich durch die Ohren fließt und ein warmes Gefühl in der Magengegend hervorruft. Und tatsächlich, die angekündigten verwunschenen Melodien ziehen sich wie ein roter Faden durch das Album, versetzen den Hörer in diese schaurig-schöne Stimmung, die sonst nur bei TIM BURTON Filmen aufkommt: Leise fallender Schnee in einer viel zu bunten amerikanischen Vorstadt, nächtlich tanzende Skelettpuppen, verrückte Apparate zur Herstellung von Schokolade oder Drei-Gänge-Menü-Kaugummi, schiefe kleine Holzhäuser und Winona Ryder in schwarzen Kleidern am Dachbodenfenster eines unheimlichen Spukhauses. Das erinnert hier und da an OPETH (&#8222;Damnation&#8220;), PATRICK WOLF und irgendwie auch COCO ROSIE. Und viele Dinge dazwischen. Ganz genau kann das wohl auch der erfahrenste Kritiker nicht sagen. Was ich aber sagen kann ist, dass SYCAMORE AGE es trotz ihrer vielen Einflüsse geschafft haben, erstaunlich homogen und eingängig schön zu klingen. Das fühlt sich am Ende eher wie ein Filmsoundtrack und nicht wie ein Krautrock- oder Folkalbum an. Vor allem, weil auf dem Album keine emotionalen Höhepunkte zu erkennen sind und sowohl auf prägnante Refrains als auch auf etablierte Songstrukturen verzichtet wird. Ungeachtet all der überraschend positiven Eindrücke kann ich mir, obwohl &#8222;Sycamore age&#8220; ein schönes, gut durchdachtes, technisch perfekt aufgenommenes Album ist, nicht vorstellen, wer sich so etwas zu Hause anhört. Es fällt bei mir durch jegliches Raster. Seltsam.</p>
<p>P.S.: Sollte auf diesem Album eine elektrische Zahnbürste zum Einsatz gekommen sein, habe ich sie nicht gehört.</p>
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		<title>SOMA &#8211; Nobody&#8217;s hotter than god</title>
		<link>https://blueprint-fanzine.de/soma-nobodys-hotter-than-god/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Timo Neuscheler]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 20 Mar 2013 13:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Tonträger]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>SOMA aus Frankreich legen mit ihrem zweiten Album &#8222;Nobody´s hotter than god&#8220; eine durchwachsene Rock-Pop-Platte mit Erfolgsgarantie vor. Fast hätte ich sie nach den ersten beiden Songs wieder ausgemacht und gehofft, die Chefetage würde vergessen, dass ich versprochen hatte, darüber zu schreiben. Doch dann wären mir ein paar echte Songperlen entgangen. Aber eins nach dem [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>SOMA aus Frankreich legen mit ihrem zweiten Album &#8222;Nobody´s hotter than god&#8220; eine durchwachsene Rock-Pop-Platte mit Erfolgsgarantie vor. Fast hätte ich sie nach den ersten beiden Songs wieder ausgemacht und gehofft, die Chefetage würde vergessen, dass ich versprochen hatte, darüber zu schreiben. Doch dann wären mir ein paar echte Songperlen entgangen. Aber eins nach dem anderen.<br />
SOMA haben bereits mit den ganz großen Produzenten zusammengearbeitet. Für das Debüt wurde Starproduzent Dave Sardy (u.a. OASIS, NINE INCH NAILS, RED HOT CHILI PEPPERS) verpflichtet, was ihnen große Aufmerksamkeit in Frankreich beschert hat. Auch an ihrem zweiten Album arbeitete einer der Großen in der Branche mit. Tony Hoffer (u.a. BECK, DEPECHE MODE, PHOENIX) ließ es sich nicht nehmen, &#8222;Nobody´s hotter than god&#8220; zu mischen. Was dabei herauskam, ist allerdings in weiten Teilen belanglos vor sich hin rockender Radiopop. Abgeklärtes Standard-Songwriting trifft auf Lollypop-Melodien mit Ohrwurmgarantie. Stilistisch wurzelt die Platte im amerikanischen und englischen Indie-Rock der 90er Jahre. Diese Einflüsse wurden hier allerdings derartig glattgebügelt, dass es schmerzt. Demnächst dann auch auf Ihrem Welt-Astra-Tag. Doch es gibt auch ein paar wirklich starke Songs auf &#8222;Nobody´s hotter than god&#8220;. Und die kommen immer dann, wenn SOMA ihr Standard-Schema aufbrechen und einen Schritt in Richtung Disco gehen. Das mit seinem &#8222;four to the floor&#8220;-Beat und den Synthie-Strings im Chorus straight nach vorne rockende &#8222;Nowhere fast&#8220; beispielsweise ist eine dieser Songperlen. Oder das darauf folgende, entspannt groovende &#8222;Letters to unwrite&#8220;, das sehr modern daherkommt und entfernt an PHOENIX erinnert. Davon hätte ich gerne mehr gehört. Vielleicht ja auf der nächsten Platte. Bis dahin halte ich mich lieber von Drachenfesten und Hafengeburtstagen fern.</p>
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