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	<title>Jens Gerdes, Autor bei .:blueprint fanzine:.</title>
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	<description>online fanzine seit 2003</description>
	<lastBuildDate>Thu, 18 Jun 2026 14:06:05 +0000</lastBuildDate>
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		<title>BROKEN SOCIAL SCENE – Remember the humans</title>
		<link>https://blueprint-fanzine.de/broken-social-scene-remember-the-humans/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Jens Gerdes]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 18 Jun 2026 14:06:02 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Tonträger]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Kürzlich erzählte mir jemand, dass er in diesem Jahr zum ersten Mal auf dem Immergut-Festival in Neustrelitz gewesen sei und das Festival als angenehm klein und familiär erlebt habe. Ich selbst war Anfang der 2000er mehrmals dort und verbinde mit dem Festival vor allem die Labels Arts &#38; Crafts, Sinnbus und das damals frisch gegründete [&#8230;]</p>
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<p class="has-white-background-color has-background">Kürzlich erzählte mir jemand, dass er in diesem Jahr zum ersten Mal auf dem Immergut-Festival in Neustrelitz gewesen sei und das Festival als angenehm klein und familiär erlebt habe. Ich selbst war Anfang der 2000er mehrmals dort und verbinde mit dem Festival vor allem die Labels Arts &amp; Crafts, Sinnbus und das damals frisch gegründete Grand Hotel van Cleef. Die Bands dieser Häuser waren regelmäßig vertreten. Und so ist für mich auch die Musik des kanadischen Indie-Kollektivs BROKEN SOCIAL SCENE untrennbar mit dem Immergut verbunden.<br>Ihre neue Platte „Remember the humans“ weckt nach fast einem Jahrzehnt Album-Pause genau jene Assoziationen. BROKEN SOCIAL SCENE klingen auch heute noch so heimelig und vertraut wie eh und je. Dabei gelingt es der Bigband der Indiestars weiterhin, nicht in gefühlsduselige Belanglosigkeit abzudriften. Stattdessen legen sie erneut ein vielschichtiges Werk vor: Üppige Arrangements aus Gitarren, Bläsern, Elektronik und wechselnden Stimmen treffen auf melancholische Melodien und einen warmen, zutiefst menschlichen Grundton.<br>Damit wären wir auch schon beim zentralen Thema des Albums. „Remember the humans“ handelt von Gemeinschaft, Empathie und echten zwischenmenschlichen Beziehungen. Es reagiert auf eine Gegenwart, die zugleich hypervernetzt und emotional distanziert wirkt, auf eine Welt, in der Autokraten an Einfluss gewinnen und bewaffnete Konflikte wieder zunehmen. Die Sehnsucht nach den guten alten Zeiten, die dabei mitschwingt, transportieren BROKEN SOCIAL SCENE auch musikalisch. Das ist keine große Neuerfindung, sondern vielmehr eine gereifte, nachdenklichere Version ihres vertrauten Sounds zwischen Indie Rock, Chamber Pop und Art Rock.<br>Wer mit dieser Band groß geworden ist, wird sich hier sofort zu Hause fühlen – und feststellen, dass sich manche Dinge zum Glück nicht verändern müssen.</p>



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<p class="responsive-video-wrap clr"><iframe title="Broken Social Scene - Only The Good I Keep" width="1200" height="675" src="https://www.youtube.com/embed/vCgvAb_cwBE?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen></iframe></p>
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		<title>Elbjazz 2026</title>
		<link>https://blueprint-fanzine.de/elbjazz-2026/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Jens Gerdes]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 14 Jun 2026 07:09:38 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Nach einer einjährigen Pause kehrt das Elbjazz-Festival 2026 zurück an den Hamburger Hafen. Dabei bleibt sich das Festival treu: Jazz dient weiterhin als Ausgangspunkt, doch stilistische Grenzen spielen im Booking schon lange nur noch eine untergeordnete Rolle. Stattdessen setzt das Elbjazz erneut auf musikalische Vielfalt und spannende Verbindungen zwischen Jazz, Soul, Pop, Funk und darüber [&#8230;]</p>
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<p class="has-white-background-color has-background">Nach einer einjährigen Pause kehrt das Elbjazz-Festival 2026 zurück an den Hamburger Hafen. Dabei bleibt sich das Festival treu: Jazz dient weiterhin als Ausgangspunkt, doch stilistische Grenzen spielen im Booking schon lange nur noch eine untergeordnete Rolle. Stattdessen setzt das Elbjazz erneut auf musikalische Vielfalt und spannende Verbindungen zwischen Jazz, Soul, Pop, Funk und darüber hinaus.<br>Mit TOM JONES, JAMIE CULLUM und JOSS STONE stehen auch in diesem Jahr Künstler auf dem Programm, die weit über die klassische Jazzszene hinaus bekannt sind. Gleichzeitig sorgen renommierte Acts wie SNARKY PUPPY, NUBYA GARCIA, JOSÉ JAMES oder die NDR BIGBAND gemeinsam mit JOHN BEASLEY für hochkarätige Jazzmomente. Dazu kommen genreübergreifende Projekte wie GOGO PENGUIN, GREENTEA PENG oder FUTURE UTOPIA, die Einflüsse aus Electronica, Hip-Hop und Alternative Pop einbringen.<br>Darüber hinaus bietet das Festival erneut Raum für neue Entdeckungen und ungewöhnliche Kooperationen – von lokalen Talenten bis hin zu internationalen Gästen. So verspricht ELBJAZZ nach der einem Jahr Pause nicht nur ein gelungenes Comeback, sondern einmal mehr ein stilistisch offenes Festival zu werden, das weit über die Grenzen des Jazz hinausgeht.</p>



<p class="has-white-background-color has-background"><strong>Musik</strong>: AMELIA feat. JAKOB SØRENSEN, CHILLY GONZALES, CHRISTONE „KINGFISH“ INGRAM, DAOUD, DOMINIQUE FILS-AIMÉ, DON WEST, FERGUS MCCREADIE, FUTURE UTOPIA, GOGO PENGUIN, GREENTEA PENG, HEARTHOLDER feat. KIKO FREITAS, HERBERT &amp; MOMOKO, HFMT BIGBAND &amp; CHINA MOSES, IN CAHOOTS feat. INGRID LAUBROCK, INCOGNITO, JAMIE CULLUM, JOSÉ JAMES feat. CHINA MOSES, JOSS STONE, JOWEE OMICIL, LIZZ WRIGHT, LUCA CIARLA MOLISOUND, MORITZ SCHÖWING´S CLOSE TO HOME, NDR BIGBAND &amp; JOHN BEASLEY, NICOLE JOHÄNNTGEN, NUBYA GARCIA, NUHUSSEL ORCHESTRA, RAFA MÜLLER QUARTETT, SAN GLASER, SNARKY PUPPY, TAWASUL., THE BAD PLUS, TOM JONES, TOM WENDLER QUINTETT feat. SVEN KERSCHEK<br><strong>Datum:</strong> 10./11.07.2026<br><strong>Ort:</strong> Hamburger Hafen und umzu<br><strong>Zuschauer:</strong> ca. 15.000<br><strong>Tickets:</strong> <a href="https://www.elbjazz.de" target="_blank" rel="noopener">https://www.elbjazz.de</a></p>
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		<title>König Boris &#8211; FC St. Pauli / Eine Liebeserklärung – 07.06.2026, Schanzenzelt (Hamburg)</title>
		<link>https://blueprint-fanzine.de/koenig-boris-fc-st-pauli-eine-liebeserklaerung-07-06-2026-schanzenzelt-hamburg/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Jens Gerdes]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 09 Jun 2026 19:11:53 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Livereviews]]></category>
		<category><![CDATA[bp_highlight]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Ein guter Freund von mir ist Journalist. Und HSV-Fan. Über den FC St. Pauli verliert er nur selten ein gutes Wort. Passenderweise schreibt er für ein Fußballmagazin. Unpassenderweise durfte er dort nun das Buch von KÖNIG BORIS über den FC St. Pauli besprechen. Wobei ich mir ziemlich sicher bin, dass er sich freiwillig dafür gemeldet [&#8230;]</p>
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<p class="has-white-background-color has-background">Ein guter Freund von mir ist Journalist. Und HSV-Fan. Über den FC St. Pauli verliert er nur selten ein gutes Wort. Passenderweise schreibt er für ein Fußballmagazin. Unpassenderweise durfte er dort nun das Buch von KÖNIG BORIS über den FC St. Pauli besprechen. Wobei ich mir ziemlich sicher bin, dass er sich freiwillig dafür gemeldet hat.<br>Und, man höre und staune: Die Rezension fiel äußerst wohlwollend aus und endete mit den Worten: „Alles locker weg erzählt und gut zu lesen – selbst für HSV-Fans.“ Hört, hört!<br>Das weckte bei mir – Gladbach-Fan mit Sympathien für den FCSP – natürlich das Interesse an einer Lesung von König Boris. Praktischerweise gastierte der ehemalige Hip-Hopper im Schanzenzelt, dessen Veranstaltungen wir in diesem Jahr wieder lokal präsentieren.<br>Die Entscheidung für den Besuch fiel jedoch erst am Tag selbst. Allerdings nicht ganz spontan, denn das Hamburger Wetter durfte durchaus noch Einfluss auf unsere Planung nehmen. Also Schirm eingepackt, in die U3 Richtung Schanze gestiegen, am Mövenpick-Hotel vorbei und gespannt darauf, wie voll es wohl werden würde. Sollte man in FETTES-BROT-Dimensionen denken? Würden die FCSP-Ultras auftauchen? Und was ist eigentlich mit den Fans von DER KÖNIG TANZT? Müsste man all das addieren oder eher die Schnittmenge betrachten?<br>Die Antwort lautete: weder noch. Als wir eine halbe Stunde vor Beginn eintrafen, waren noch reichlich Plätze frei. Kurz vor dem Start mussten dann allerdings doch noch zusätzliche Stühle herangeschafft werden.<br><br>Gegen 20 Uhr betrat König Boris die Bühne, tauschte seine obligatorische Sonnenbrille gegen eine Lesebrille und eröffnete den Abend mit den Worten: „Ihr habt das zweifelhafte Vergnügen meiner ersten Lesung in Hamburg nach dem Abstieg.“ Die Reaktionen im Publikum ließen zumindest vermuten, dass die St.-Pauli-Fans an diesem Abend klar in der Mehrheit waren.<br>Es ging um Auswärtsfahrten und Mallorca-Urlaube, um erste Küsse und jede Menge Lokalkolorit. Um übereifrige Polizisten in Schenefeld, Haschlähmung, Wildpinkeln, Kotzen gegen die Fahrtrichtung, Promikicks und natürlich um St. Pauli. Um den Verein ebenso wie um den Stadtteil, dem die Liebeserklärung im Untertitel des Buches offenbar genauso gilt.<br>Dass FETTES BROT auf der Bühne großartige Entertainer waren, zeigt sich nun auch bei KÖNIG BORIS als Solokünstler. Sowohl in den gelesenen Texten als auch in den Geschichten dazwischen. Etwa wenn er alte Jugendfotos kommentiert: „Wir waren damals so richtige Backpfeifengesichter, als man mit den Haaren noch experimentiert hat.“ Oder wenn er von seinem sonst eher wortkargen Dauerkarten-Nachbarn erzählt, der ihn nach der Winterpause mit den Worten begrüßte: „Ich habe dein Buch zu Weihnachten dreimal geschenkt bekommen.“<br>Nach rund zwei Stunden kurzweiliger Unterhaltung folgte noch die obligatorische Signierstunde. Und ich schließe mich am Ende dem HSV-Fan an: Wer aus Hamburg kommt, muss dieses Buch mögen. Vielleicht muss man dafür nicht einmal aus Hamburg kommen.</p>



<p class="has-white-background-color has-background">Weitere Lesungen:<br>20.06.2026 Kisdorf &#8211; Clubheim<br>25.06.2026 AT &#8211; Wien &#8211; MuseumsQuartier Sommerbühne<br>06.08.-08.08.2026 Georgsmarienhütte &#8211; Hütte Rockt Festival<br>08.10.2026 Potsdam &#8211; Buchhandlung Viktoriagarten</p>
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		<title>Schanzenzelt / Präsentation und Verlosung</title>
		<link>https://blueprint-fanzine.de/schanzenzelt-praesentation-und-verlosung/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Jens Gerdes]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 07 Jun 2026 10:24:39 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Verlosungen]]></category>
		<category><![CDATA[bp_highlight]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Der Hamburger Konzertsommer hat viele schöne Traditionen – und das Schanzenzelt gehört definitiv dazu. Seit Jahren verwandelt sich der Sternschanzenpark für einige Wochen in einen besonderen Kulturort, an dem Konzerte, Lesungen und andere Veranstaltungen in angenehm entspannter Atmosphäre stattfinden. Statt großer Hallen und Absperrgitter gibt es hier kurze Wege, ein Zirkuszelt mitten im Grünen und [&#8230;]</p>
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<p class="has-white-background-color has-background">Der Hamburger Konzertsommer hat viele schöne Traditionen – und das Schanzenzelt gehört definitiv dazu. Seit Jahren verwandelt sich der Sternschanzenpark für einige Wochen in einen besonderen Kulturort, an dem Konzerte, Lesungen und andere Veranstaltungen in angenehm entspannter Atmosphäre stattfinden. Statt großer Hallen und Absperrgitter gibt es hier kurze Wege, ein Zirkuszelt mitten im Grünen und ein Programm, das bewusst unterschiedliche Genres zusammenbringt. Die diesjährige Saison läuft vom 05. Juni bis zum 05. Juli.<br><br>Auch 2026 ist das Programm wieder erfreulich vielseitig: Den Auftakt macht KÖNIG BORIS mit einer Lesung und Liebeserklärung an St. Pauli sowie die Kinderrock-Institution RADAU! (07.06.), gefolgt von MADELINE JUNO (10.06.), MAEL &amp; JONAS (11.06.) und der brasilianisch inspirierten FESTA JUNINA (12.06.). Danach stehen FOOLS GARDEN (17.06.), KOLLEKTIV TURMSTRASSE (18.06.), das Theater hidden shakespeare (21.06.), TEMMIS (24.06.), eine Lesung mit RUEDE HAGELSTEIN (25.06.) sowie LARA HULO (02.07.) auf dem Programm. Ein schöner Mix aus etablierten Namen, spannenden Newcomer*innen und besonderen Formaten, der das Schanzenzelt jedes Jahr aufs Neue zu einem der charmantesten Sommer-Spots der Stadt macht. Wir freuen uns, die Konzertreihe auch in diesem Jahr als lokale Präsentatoren begleiten zu dürfen. Weitere Infos zum diesjährigen Programm findet ihr <a href="https://schanzenzelt.de/">hier</a>. </p>



<p class="has-white-background-color has-background"><strong>Verlosung:</strong><br><br>Zum Auftakt verlosen wir für das Konzert von FOOLS GARDEN am 17.06. im Schanzenzelt 2×2 Gästelistenplätze. Die Band steht seit Jahrzehnten für zeitlosen Gitarrenpop und hat mit „Lemon tree“ einen der prägendsten Popsongs der Neunziger geschaffen – live gibt es aber weit mehr zu entdecken als nur den großen Hit.<br><br>Schreibt uns einfach bis zum 14.06. eine Mail mit dem Betreff „Fools Garden Hamburg“ an: verlosung(at)blueprint-fanzine.de. Die Gewinner*innen werden rechtzeitig benachrichtigt. Unser Dank geht an Jacky von OHA Music. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.</p>
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		<title>MAMMAL HANDS – 30.05.2026, Mojo (Hamburg)</title>
		<link>https://blueprint-fanzine.de/mammal-hands-30-05-2026-mojo-hamburg/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Jens Gerdes]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 05 Jun 2026 21:55:20 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Livereviews]]></category>
		<category><![CDATA[bp_highlight]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Als ich las, dass Rob Turner, ehemaliger Schlagzeuger von GOGO PENGUIN, vor Kurzem bei MAMMAL HANDS gelandet ist, kaufte ich direkt Karten für ihr Konzert in Hamburg. In einer älteren Rezension hatte ich MAMMAL HANDS bereits als den „kleinen Bruder von GOGO PENGUIN“ bezeichnet. Tatsächlich gibt es einige Parallelen zwischen den beiden Trios: Beide stammen [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="has-white-background-color has-background">Als ich las, dass Rob Turner, ehemaliger Schlagzeuger von GOGO PENGUIN, vor Kurzem bei MAMMAL HANDS gelandet ist, kaufte ich direkt Karten für ihr Konzert in Hamburg. In einer <a href="https://blueprint-fanzine.de/mammal-hands-captured-spirits/">älteren Rezension</a> hatte ich MAMMAL HANDS bereits als den „kleinen Bruder von GOGO PENGUIN“ bezeichnet. Tatsächlich gibt es einige Parallelen zwischen den beiden Trios: Beide stammen aus England, wurden 2012 gegründet, bewegen sich stilistisch zwischen Jazz, Elektronik und Indie-Pop und veröffentlichten ihre frühen Werke bei Gondwana Records.<br>Dennoch wirkten GOGO PENGUIN lange wie die größere Band – mitreißender, dynamischer, vielleicht einfach einen Tick besser. Vor gut fünf Jahren verließ Rob Turner aus nicht näher geklärten Gründen die Gruppe. Seitdem betrieb er unter dem Namen RT808 seine eigene Plattform, spielte Solo-Shows oder trommelte in experimentell-elektronischen Projekten wie ELF TRAPS, bevor er schließlich bei MAMMAL HANDS einstieg.<br>Und tatsächlich verloren die Pinguine mit ihm eine entscheidende Säule. Zu prägend waren seine virtuosen, oft elektronisch anmutenden Beats für den charakteristischen Sound des Trios. Die spannende Frage lautete also: Würden MAMMAL HANDS im Gegenzug von seinem Wechsel profitieren?<br>Auf ihrem neuen Album <a href="https://mammalhands.bandcamp.com/album/circadia">„Circadia“</a> – dem ersten mit Turner – waren diese Veränderungen für mich zunächst kaum hörbar. Repetitive Modern-Jazz-Miniaturen, getragen von Saxofon, Klavier und den inzwischen vertrauten elektronisch klingenden Drums. Schön, atmosphärisch und präzise gespielt, aber nicht grundlegend anders als auf den fünf Vorgängeralben. Doch wie würde das Ganze live funktionieren?<br><br>Für MAMMAL HANDS war es längst nicht der erste Auftritt in Hamburg: <a href="https://blueprint-fanzine.de/ueberjazz-festival-2016/">2016 beim Überjazz auf Kampnagel</a>, 2017 in der Christianskirche in Altona, <a href="https://blueprint-fanzine.de/elbjazz-2018-2/">2018 beim Elbjazz</a>, 2023 beim Gondwana-Labelabend im Großen Saal der Elbphilharmonie – und nun als Headliner im Mojo Club.<br>Der Club am Anfang der Reeperbahn war auch ohne Vorband gut gefüllt, wenngleich die obere Galerie geschlossen blieb. Eröffnet wurde der Abend mit dem ruhigen Intro „Being here“, das nahtlos in den Opener „Window to your world“ vom aktuellen Album überging. Und sofort zeigte sich, dass Turners Einfluss auf die neuen Stücke größer ist, als „Circadia“ zunächst vermuten lässt. Mehr Dynamik, mehr Energie, mehr Dringlichkeit.<br>Das galt auch für die folgenden neuen Stücke. Je länger das Konzert dauerte, desto häufiger sah man Menschen entrückt mittanzen oder euphorischen Szenenapplaus spenden. Besonders eindrucksvoll geriet dabei „Becoming“, das live eine ganz eigene Wucht entwickelte. Danach wurde es mit dem gefühlvollen „A thread in the dark“ ruhiger. Klavier und Saxofon standen hier in einem ebenso reduzierten wie intensiven Dialog.<br>Nach rund neunzig Minuten verabschiedete sich die Band zunächst von der Bühne und attestierte dem Hamburger Publikum eine besondere Verbundenheit. Dieses forderte lautstark eine Zugabe – und bekam sie mit „Boreal forest“, einem der bekanntesten Stücke der Band aus dem Jahr 2017.<br><br>In gut einem Monat gibt es beim Elbjazz übrigens die Gelegenheit, GOGO PENGUIN wieder live in Hamburg zu erleben. Mal sehen, wer inzwischen der größere Bruder ist.</p>
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