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	<title>Frieder Dähnhardt, Autor bei .:blueprint fanzine:.</title>
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		<title>Wasser im Souterrain</title>
		<link>https://blueprint-fanzine.de/wasser-im-souterrain/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Frieder Dähnhardt]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 29 Apr 2018 12:48:16 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Erinnert ihr euch? Eben noch hatten wir ein Special anlässlich des 20-jährigen Jubiläums des Hamburger Indie-Labels Sounds of Subterrania gemacht, nun erreicht uns leider die unschöne Nachricht, dass das Label den dritten Wasserschaden innerhalb eines Jahres verkraften muss. Falls ihr also gerade ein paar Taler übrig habt und eh mal wieder Platten bestellen wolltet, unterstützt [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Erinnert ihr euch? Eben noch hatten wir ein <a href="http://blueprintfanzine.de/wp/20-jahre-sounds-of-subterrania/" class="broken_link">Special</a> anlässlich des 20-jährigen Jubiläums des Hamburger Indie-Labels Sounds of Subterrania gemacht, nun erreicht uns leider die unschöne Nachricht, dass das Label den dritten Wasserschaden innerhalb eines Jahres verkraften muss.<br />
Falls ihr also gerade ein paar Taler übrig habt und eh mal wieder Platten bestellen wolltet, unterstützt doch den lieben Gregor vielleicht mit einer Plattenbestellung von SoS-Releases oder von anderen LPs aus seinem Mailorder:<br />
<a href="http://soundsofsubterrania.com/shop/shop.php?pg=1" target="_blank" rel="noopener">http://soundsofsubterrania.com/shop/shop.php?pg=1</a></p>
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		<title>Gregor Samsa über: DIY</title>
		<link>https://blueprint-fanzine.de/sounds-of-subterrania-und-diy/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Frieder Dähnhardt]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 29 Mar 2018 10:37:26 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Specials]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Im Rahmen unseres Specials zum 20jährigen Sounds of Subterrania-Jubiläum hier unser vierter Teil zum Begriff DIY: „Do-it-yourself“, etwas selbst machen &#8211; ein Begriff, der auf den ersten Blick, wie maßgeschneidert auf Gregor und sein Label Sounds of Subterrania zu passen scheint. Und dennoch hat Gregor Bauchschmerzen damit, diesen Begriff für sich zu verwenden: „Wenn ich [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Im Rahmen unseres <a href="http://blueprintfanzine.de/wp/20-jahre-sounds-of-subterrania/" target="_blank" class="broken_link">Specials zum 20jährigen Sounds of Subterrania-Jubiläum</a> hier unser vierter Teil zum Begriff DIY:</p>
<p>„Do-it-yourself“, etwas selbst machen &#8211; ein Begriff, der auf den ersten Blick, wie maßgeschneidert auf Gregor und sein Label Sounds of Subterrania zu passen scheint. Und dennoch hat Gregor Bauchschmerzen damit, diesen Begriff für sich zu verwenden: <em>„Wenn ich über DIY spreche, meine ich etwas völlig anderes als höchstwahrscheinlich neunzig Prozent der Leute. Deswegen mag ich das für meine Arbeit nicht mehr so gerne.“</em><br />
Um die unterschiedlichen Bedeutungsebenen und Verwendungsmodi zu entwirren, hilft es, sich die Historie des Begriffs vor Augen zu führen: <em>„Der DIY-Begriff kommt ursprünglich aus der Heimwerkerszene. Da geht es um die Freude darüber, dass wir selber etwas geschaffen haben: Wir haben einen Kuchen gebacken, wir haben Bier gebraut, wir haben einen Gartenzaun gemacht und gestrichen, wir haben ein Baumhaus gebaut, wir lernen Fahrrad &#8211; es ist die Freude darüber, dass wir etwas können.<br />
Und dann gibt es die politische Komponente des DIY-Begriffs. Sie stammt daher, dass Leute in kleinem Rahmen Konzerte gemacht haben und untereinander Netzwerke gegründet haben. Die DIY-Szene war eine nicht-kapitalistische Szene. Es ging nicht darum, Gewinn zu erwirtschaften, sondern etwas zu machen. Heute aber wird der Begriff häufig benutzt um Gewinn zu erwirtschaften. Es verhält sich ähnlich wie mit vielen anderen Begriffen: er ist fast nur noch eine Worthülse, weil man im Grunde alles, was man macht, mit DIY umschreiben kann. Heute wird er dann z.B. so benutzt: man macht etwas selber, weil man kein Geld ausgeben will und sagt dann ganz einfach DIY, damit es besser klingt. Im Grunde ist es aber egal, ob das auch eine Maschine bzw. Fabrik macht. Es spielt eben keine Rolle, weil es keine Ermächtigung ist, sondern nur eine Erledigung von Arbeit.“</em></p>
<p>War es einst der auf Freundschaft und Solidarität basierende soziale und subkulturelle Zusammenhang einer Szene, der den Begriff in den 1970er und 80er Jahren mit der ihm lange Zeit innewohnenden kapitalismuskritischen Bedeutung aufgeladen hat, um ihn bewusst in Stellung und Abgrenzung gegenüber einer als feindlich wahrgenommenen Musikindustrie zu bringen, ist der Begriff mittlerweile gut als Veranschaulichungsbeispiel geeignet, wie sich die subkulturell-kredibile Aufladung eines Begriffs für eigenes Marketing verwenden lässt.</p>
<p><em>„DIY wird als Begriff missbraucht. Wenn man eine Band hat, um ein Beispiel zu nennen, wie die DONOTS, die ein neues Album rausbringen und damit Werbung machen, dass das ja DIY sei, weil sie jetzt keine Plattenfirma mehr haben, aber Leute dafür anstellen, Arbeiten zu erledigen, dann hat das ja nichts damit zu tun, dass sie auf einmal das Bewusstsein gewonnen haben, dass das ein guter Weg ist. Es geht jetzt erstmal nicht um eine Wertung, ob das gut oder richtig ist.<br />
Es ist so, dass sich die Zeiten geändert haben und viele Bands, die auf ein Majorlabel gegangen sind, merken, dass sie da nicht weiterkommen und es für das Label auch okay ist, wenn die Band alle Aufgaben übernimmt und der Major nur noch als Vertrieb funktioniert. Es ist ja okay, wenn eine Band Geld verdienen will, das will ich ihnen gar nicht absprechen. Aber das hat eben für mich nichts mit DIY zu tun. Weil das Umfeld auch nicht so ist. Das fehlt eben einfach. Und dann wird mit dieser Begrifflichkeit des DIY und Punkrock Kapital gemacht, wenn jemand etwas so euphoristisch formuliert, dass man damit einfach Geld abschöpfen kann von Unwissenden, die sich über diesen Begriff nie Gedanken gemacht haben. Aber es gibt eben auch kaum noch Orte, wo ihnen das erklärt wird. Es gibt kein Korrektiv, das sagt, man darf diesen Begriff so und so nicht verwenden. Es sind eben alles freie Begriffe, die nicht geschützt sind. Und da Begriffe nicht mehr klar umrissen werden, werden sie immer sinnentleerter.“</em></p>
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		<title>Gregor Samsa über: Konzerte</title>
		<link>https://blueprint-fanzine.de/sounds-of-subterrania-und-konzerte/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Frieder Dähnhardt]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 26 Mar 2018 23:29:16 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Specials]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Im Rahmen unseres Specials zum 20jährigen Sounds of Subterrania-Jubiläum hier unser zweiter Teil zum Thema Konzerte: Ausgehend von der aufwändigen Gestaltung der Special Editions, bei denen die künstlerische Form auch immer die implizite Aufforderung enthält, sich mit dem, was man da vor sich hat, in besonderer Weise auseinanderzusetzen, liegt die Frage nahe, inwieweit Gregor manchmal [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Im Rahmen unseres <a href="http://blueprintfanzine.de/wp/20-jahre-sounds-of-subterrania/" target="_blank" class="broken_link">Specials zum 20jährigen Sounds of Subterrania-Jubiläum</a> hier unser zweiter Teil zum Thema Konzerte:</p>
<p>Ausgehend von der aufwändigen Gestaltung der Special Editions, bei denen die künstlerische Form auch immer die implizite Aufforderung enthält, sich mit dem, was man da vor sich hat, in besonderer Weise auseinanderzusetzen, liegt die Frage nahe, inwieweit Gregor manchmal das Bedürfnis hat, auch Konzerte anders zu gestalten.<br />
<em>„Konzerte sind eigentlich nicht so mein Metier“, überlegt Gregor, aber „ein bisschen habe ich das mit der Labelwoche jetzt ja versucht zu machen, indem ich kein Festival im eigentlichen Sinne gemacht habe, sondern den Leuten die Chance gebe, gezielt Musik zu hören. Man hat eine Aneinanderreihung von Konzerten, aber man kann sich damit beschäftigen und ist nicht total kaputt.“</em><br />
Zentral für die Möglichkeit der Auseinandersetzung ist dabei ein intimer Rahmen: <em>„Was ich abschaffen würde, wären zu große Konzerte. Man hört ja meistens gar nicht die Band“</em>, fügt Gregor hinzu. <em>„Bei einem richtig großen Konzert hörst du nicht den Verstärker der Band, sondern die Anlage vom Club. Wenn du Glück hast, haben sie eine richtig gute Anlage, dass du noch ein bisschen mehr Sound aus den Verstärkern hast, aber im Grunde ist es die Clubanlange, die du hörst. Viele große Bands produzieren da auch draufhin, so dass es nicht mehr unterscheidbar ist. Du kannst mit ganz moderner Technik das jetzt auch so einstellen, dass du alles nur noch virtuell hast. KREATOR z.B. gehen mit einer virtuellen PA auf Tour. Jedoch habe ich schon den Anspruch, dass ein Konzert für mich nicht nur reines Entertainment ist, sondern ich sehe es immer noch als Form der Informationsweitergabe und auch der Interaktion. Und ab einer gewissen Größe des Publikums kippt das Ganze: Dann hast du einfach nur jemanden, der vorne steht und predigt und du hast die ganzen Schafe, die zuhören und das unhinterfragt übernehmen. Es gibt keinen Austausch mehr. Das sind dann Rockshows. Und das ist eben auch das, was viele Punkbands heute machen &#8211; einfach nur eine Rockshow.“</em><br />
Was er damit meint, wenn er von Entertainment und Rockshow spricht, wird an anderer Stelle noch deutlicher: <em>„Es gibt ganz viele Konzerte, da spielt es kaum eine Rolle, was die Band macht, weil die Leute Fans sind und das eben gut finden, weil sie Fans sind. Aber es gibt keinen Punkt, wo sie auf einmal sagen: wow, ich habe mich geirrt. Es gibt überhaupt keinen Bruch. Es ist alles aalglatt. Und da gibt es eben keinen Unterschied zum Schlager. Musik, die nur zur Unterhaltung kreiert ist, weil der Moment der Irritation nicht mit eingebaut ist. Und ich mag eigentlich Konzerte, die irritieren und wenn das nur die Zusammenstellung von Bands ist, die eben nicht aalglatt ist.“</em><br />
Hier sieht Gregor auch den Unterschied zu Bands oder Künstlern, wie AFRICAN CONNECTION oder LUBOMYR MELNYK, die beide auf Sounds of Subterrania veröffentlicht haben und auch bei der Labelwoche im Hafenklang dabei sind. <em>„Wenn man eine Band wie AFRICAN CONNECTION sieht, die aus einem ganz anderen Kontext kommt &#8211; wie dort Sachen formuliert werden und dass es darum geht, erstmal Inhalte, also wirklich Inhalte zu vermitteln. Oder wenn man jemanden wie LUBOMYR MELNYK hat, der eine völlig eigene Sprache innerhalb der Klassik oder eine Erweiterung von Mimimal vor-genommen hat &#8211; die arbeiten ja ganz anders. Da geht es ja nicht einfach nur darum, Leute zu bespaßen. Ich würde mir wünschen, dass vielmehr Leute wieder damit rechnen, dass sie ein Konzert nicht verstehen können oder Musik nicht verstehen können. Dass nicht alles schön sein muss, dass nicht alles gefallen muss und dass sie sich wieder hinsetzen und sagen: &#8218;Ich muss da nochmal reinhören! Was war das jetzt? Das hat mich irritiert.&#8216; Und dann nochmal reinhören und vielleicht zwanzig mal reinhören, ehe sie einen Zugang gewinnen. Aber das ist viel wichtiger, als das sofort gut zu finden, und meistens ist es ja so, wenn man Sachen sofort gut findet, überhört man sie sich auch sehr schnell und kommt dann nicht weiter. Ich finde, das sind ja alles Punkte, die wichtig sind in einer Auseinandersetzung.“</em></p>
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		<title>20 Jahre Sounds of Subterrania</title>
		<link>https://blueprint-fanzine.de/20-jahre-sounds-of-subterrania/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Frieder Dähnhardt]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 24 Mar 2018 21:25:50 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Specials]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>„Integrität ist Arbeit“ hat Klaus Walter einmal in einem Nachruf auf Martin Büsser geschrieben. Eine Feststellung, die gar nicht besser passen könnte, auf das, was Gregor Samsa (was natürlich ein Alter Ego, entnommen aus Franz Kafkas Erzählung „Die Verwandlung“, ist) mit Sounds of Subterrania macht. Nahezu jeder Satz von ihm in unserem über dreistündigen Interview [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>„Integrität ist Arbeit“ hat Klaus Walter einmal in einem Nachruf auf Martin Büsser geschrieben. Eine Feststellung, die gar nicht besser passen könnte, auf das, was Gregor Samsa (was natürlich ein Alter Ego, entnommen aus Franz Kafkas Erzählung „Die Verwandlung“, ist) mit Sounds of Subterrania macht.<br />
Nahezu jeder Satz von ihm in unserem über dreistündigen Interview macht deutlich, wie sehr er die Materie zwischen linker Politik, Labelarbeit und dem eigenen Ich gedanklich durchdrungen hat, wie sehr dies alles für ihn zusammengehört und wie wichtig es für ihn ist, diese Auseinandersetzung mit sich selbst und dem Außen fortlaufend zu führen. Gregor Samsa macht es sich nicht leicht. Diese sich selbst und andere konstant reflektierende, existente Strukturen offenlegende, Dogmatismen und reaktionäre Tendenzen aufdeckende und auch auf die eigene Szene bezogene kritisch hinterfragende Denkarbeit ist aufreibend, anstrengend und ja: echte Arbeit.<br />
Es ist ihm dabei anzumerken, wie sehr er damit hadert, dass Mechanismen und Strukturen, gegen die der subkulturelle und soziale Zusammenhang, in dem er groß geworden ist, einst angetreten ist, sich mittlerweile in eben diesen eingeschlichen und unhinterfragt und weitestgehend kritiklos manifestiert haben. Er kann sich nicht damit abfinden, wenn Begriffe wie „DIY“ zu bloßen Worthülsen einer gesellschaftlich-kapitalistischen Schein-Alternative verkommen, die Bedeutung und Inhalt nur noch an der Oberfläche suggerieren, darunter jedoch längst faulig riechen. Sich mit den herrschenden Verhältnissen arrangieren oder abfinden, das wird im Laufe des Gespräches deutlich, ist das letzte was Gregor Samsa will. Gregor Samsa fordert Integrität ein, aber er ist auch jemand, der sie vorlebt wie wahrscheinlich nur wenig andere. Unkorrumpierbar.<br />
All dies muss man wissen, wenn man über Gregor Samsa und Sounds of Subterrania spricht, denn es ist untrennbar miteinander verbunden. Mit Sounds of Subterrania verhält es sich, wie es mir häufig beim Betrachten zeitgenössischer Kunst geht: natürlich lässt sie sich einfach nur so anhand von ästhetischen und geschmacklichen Gefallenskategorien bewerten. Ein tiefgreifendes Verständnis und häufig sogar eine damit einhergehende eigene Veränderung der Bewertung stellt sich aber erst ein, wenn man über das Umfeld, die Intentionen und den Hintergrund der betreffenden Künstler*in Bescheid weiß. Bestenfalls regt die Kunst dazu an, sich zu wundern, zu überlegen, neue gedankliche Pfade zu bestreiten und gegebenenfalls vorhandene kritisch zu beleuchten.<br />
Wobei wir schon wieder bei Sounds of Subterrania angelangt wären. Denn genau dies möchte Gregor Samsa auch mit seinen Label-Veröffentlichungen erreichen. Selten wurde dabei die eigentlich eher administrative Tätigkeit des Plattenveröffentlichens so künstlerisch interpretiert wie von Gregor Samsa, in aufwendigen zumeist handgefertigten Special Editions, die in Form und Idealismus ihresgleichen suchen.<br />
Sounds of Subterrania feiert nun seinen 20-jährigen Geburtstag und begeht diesen Anlass mit einer ganzen Woche abendlicher Konzerte vom 26. März bis zum 1. April im Hamburger Hafenklang, in dessen Räumlichkeiten das Label auch seit 2008 zu Hause ist.<br />
Die Gründe für ein Interview könnten also vielfältiger nicht sein, darum haben Jens und ich Gregor einige Tage vor dem Start seiner Geburtstagswoche auf ein Gespräch bei sich zu Hause in einer beschaulichen Wohngegend im Hamburger Nordwesten getroffen.<br />
Nicht nur aus einem praktischen Grund (wie bekommen wir über drei Stunden Gespräch in ein Interview verpackt) sondern auch als sozusagen geburtstägliche Hommage an Sounds of Subterrania wollten auch wir uns etwas Besonderes überlegen und haben die Form des klassischen Interviews aufgebrochen und in verschiedene Themenstränge aufgeteilt, die wir während der Geburtstagswoche nach und nach veröffentlichen werden. Quasi als Special Edition.<br />
Doch jetzt erstmal: Alles Gute Sounds of Subterrania und viel Spaß bei der Lektüre!</p>
<p><a href="http://blueprintfanzine.de/wp/sounds-of-subterrania-und-die-special-releases/" target="_blank" class="broken_link">Teil 1: Gregor Samsa über: Special Releases</a><br />
<a href="http://blueprintfanzine.de/wp/sounds-of-subterrania-und-konzerte/" target="_blank" class="broken_link">Teil 2: Gregor Samsa über: Konzerte</a><br />
<a href="http://blueprintfanzine.de/wp/sounds-of-subterrania-und-tapes/" target="_blank" class="broken_link">Teil 3: Gregor Samsa über: Tapes</a><br />
<a href="http://blueprintfanzine.de/wp/sounds-of-subterrania-und-diy/" target="_blank" class="broken_link">Teil 4: Gregor Samsa über: DIY</a><br />
<a href="http://blueprintfanzine.de/wp/sounds-of-subterrania-und-arbeit/" target="_blank" class="broken_link">Teil 5: Gregor Samsa über: Arbeit</a><br />
<a href="http://blueprintfanzine.de/wp/sounds-of-subterrania-und-saerge/" target="_blank" class="broken_link">Teil 6: Gregor Samsa über: Särge</a><br />
Teil 7: folgt bald</p>
<p>Und <a href="http://blueprintfanzine.de/wp/20-years-of-sounds-of-subterrania-26-03-01-04-2018-hamburg-hafenklang/" target="_blank" class="broken_link">hier</a> geht es zu unserem Nachbericht der Sounds of Subterrania-Labelwoche im Hafenklang.</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://blueprint-fanzine.de/20-jahre-sounds-of-subterrania/">20 Jahre Sounds of Subterrania</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://blueprint-fanzine.de">.:blueprint fanzine:.</a>.</p>
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		<item>
		<title>DISPO &#8211; Demo Tape</title>
		<link>https://blueprint-fanzine.de/dispo-demo-tape/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Frieder Dähnhardt]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 20 Jul 2014 15:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Tonträger]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://blueprintfanzine.de/wp/bpfz/dispo-demo-tape</guid>

					<description><![CDATA[<p>Vor einiger Zeit habe ich mich mit einem Freund darüber unterhalten, wie schwierig es sein kann, auf gute Bandnamen zu kommen, da so vieles schon vergeben ist, es aber umgekehrt manchmal erstaunlich ist, welche Namen dann eben lange Zeit noch nicht besetzt waren. Ich sag nur: MESSER. Hier jetzt: DISPO. Auch nicht schlecht. Ein Name, [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://blueprint-fanzine.de/dispo-demo-tape/">DISPO &#8211; Demo Tape</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://blueprint-fanzine.de">.:blueprint fanzine:.</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Vor einiger Zeit habe ich mich mit einem Freund darüber unterhalten, wie schwierig es sein kann, auf gute Bandnamen zu kommen, da so vieles schon vergeben ist, es aber umgekehrt manchmal erstaunlich ist, welche Namen dann eben lange Zeit noch nicht besetzt waren. Ich sag nur: MESSER.<br />
Hier jetzt: DISPO. Auch nicht schlecht. Ein Name, wie er einer Band deren ästhetischer Ansatz sich unverkennbar auf die Post-Punk-Ära der BRD der frühen Achtziger Jahre bezieht, als die NDW noch nicht im TV lief und marketinggerecht über die Formel &#8222;Ich will Spaß&#8220; jeglichen kritischen Inhalten und unbändiger Kreativität entkleidet worden war, kaum besser geeignet sein könnte.<br />
Und auch von der musikalischen Ästhetik dieses auf 100 Stück limitierten stilecht als 4-Song-Tape produzierten Demos wird man den Eindruck nicht los, dass DISPO die kulturelle Attitüde dieser Zeit so dermaßen verinnerlicht haben, dass sie in der Lage sind, eine fast perfekte Illusion zu schaffen: DISPO klingen mitunter als wären sie 1981 direkt aus dem Ratinger Hof gefallen und gestern im Proberaum in Münster wieder wach geworden. Damit ist jedoch weniger das Kopieren von konkreten Bands gemeint, als die musikalische Reproduktion eines generelleren ästhetischen Geistes. Die Gewichtung und Funktion der einzelnen Instrumente – Bass, Schlagzeug, Gitarre, Keys – in Kombination mit den Vocals von Sängerin Delta lässt an die großartigen X-MAL DEUTSCHLAND denken, auch IDEAL kommen in den Sinn.<br />
Mit den genannten Bands verbindet sie zudem eine unterkühlte, manchmal fast künstlich wirkende Atmosphäre. Trotz des spürbaren Unbehagens in den Songs sind diese jedoch gleichzeitig von einem versteckten Popappeal gekennzeichnet, der Songs wie &#8222;Sonne&#8220; oder meinen persönlichen Favoriten &#8222;Gespenster&#8220; mit der Zeit zu echten Hits heranwachsen lässt.<br />
Schön auch der beiliegende Info-Zettel der Band, handgeschrieben auf Briefpapier des Investor Circles eines großen Bankinstituts. Bei diesem Demo stimmt einfach ganz viel und es ist schon fast beängstigend, dass DISPO diese Songs bereits nach wenigen gemeinsamen Wochen im Proberaum aufgenommen haben. Das einzige, was ihnen eventuell vorgeworfen werden könnte, ist, dass ein so perfekter Verweis mitunter Gefahr laufen kann, kalkuliert zu wirken. Aber das interessiert mich gerade nicht. Ich verwische den Grauschleier und warte gespannt auf das Album.</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://blueprint-fanzine.de/dispo-demo-tape/">DISPO &#8211; Demo Tape</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://blueprint-fanzine.de">.:blueprint fanzine:.</a>.</p>
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