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	<title>Christin Sydow, Autor bei .:blueprint fanzine:.</title>
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	<description>online fanzine seit 2003</description>
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		<title>CLARA LUZIA &#8211; The ground below</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Christin Sydow]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 20 Dec 2009 09:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Tonträger]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Nach bereits zwei veröffentlichten Alben erscheint nun &#8222;The ground below&#8220; der 2008 mit dem Musikpreis amadeus prämierten österreichischen Musikerin CLARA LUZIA, die auch das Label Asinella Records selbst betreibt. Der erste Höreindruck der Platte lässt vor allem viel Melancholie gepaart mit erhabener Stärke erkennen. Durch clevere Arrangierung und facettenreiche Instrumentierung gelingt es ihr und ihrer [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Nach bereits zwei veröffentlichten Alben erscheint nun &#8222;The ground below&#8220; der 2008 mit dem Musikpreis amadeus prämierten österreichischen Musikerin CLARA LUZIA, die auch das Label Asinella Records selbst betreibt. Der erste Höreindruck der Platte lässt vor allem viel Melancholie gepaart mit erhabener Stärke erkennen.<br />
Durch clevere Arrangierung und facettenreiche Instrumentierung gelingt es ihr und ihrer Band, jedem Song einen eigenen Charakter zu verschaffen: während der eine von stampfend-behäbigem Posaunensound dominiert wird, schraubt sich der nächste dank Cello dramatisch in die Höhe, und der übernächste schippert mit Akkordeon-Begleitung im ¾-Takt melancholisch vor sich hin.<br />
Immer wieder taucht das Motiv des Kindseins auf und vermittelt nostalgische Momente: Kindermelodien auf dem Xylophon, eine flotte Adaption von &#8222;Bruder Jakob&#8220; oder die Märchenreferenz &#8222;Mirror, mirror on the wall, who is the brightest of them all&#8220; verführen schnell zu lebhaften Geschichten vor dem geistigen Auge.<br />
Am Ende bleibt das schon vom Album-Cover veranschaulichte Gefühl, nach einem abenteuerlich-kapriziösen Flug wieder in den Stromdrähten des grauen Alltags gelandet zu sein. Der warme, charmante Folk-Pop verbindet sich mit dem kecken und bestimmten Gesang Claras in den 14 Songs des Albums zu einem selbstbewusst zwinkernden Gesamtwerk, und es lässt sich erahnen, dass dies auf der Bühne seine ganze Schönheit und Klugheit entfalten wird.<br />
Live-Termine in Deutschland, um sich selbst davon zu überzeugen, sind zunächst aber leider nicht geplant.</p>
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		<title>SONIAMIKI &#8211; 0,791666666666667</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Christin Sydow]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 20 Nov 2009 10:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Tonträger]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Kreativ sozialisiert innerhalb eines Umfelds junger polnischer Künstler entwickelte die studierte Animationsfilmerin und Zeichnerin Zosia Mikucka ihr Musikprojekt SONIAMIKI ursprünglich für die Modenschau einer befreundeten Designerin. Dass aus dieser Idee ein ganzes Album wurde, ist ein schönes Beispiel für ein ambitioniertes Selfmade-Projekt, dessen Inspiration, Energie und Unterstützung sich aus der Dynamik und den Ressourcen des [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Kreativ sozialisiert innerhalb eines Umfelds junger polnischer Künstler entwickelte die studierte Animationsfilmerin und Zeichnerin Zosia Mikucka ihr Musikprojekt SONIAMIKI ursprünglich für die Modenschau einer befreundeten Designerin. Dass aus dieser Idee ein ganzes Album wurde, ist ein schönes Beispiel für ein ambitioniertes Selfmade-Projekt, dessen Inspiration, Energie und Unterstützung sich aus der Dynamik und den Ressourcen des eigenen Freundeskreises speist. Denn einerseits schreibt die Multiinstrumentalistin ihre Songs komplett allein und spielt fast alle Instrumente auf Platte selbst ein. Andererseits covert sie Songs von L.STADT, der Postrock-Band ihres Lebenspartners, und überlässt dazugehörige Arbeit, wie Artwork und Fotos ihres Album-Covers, ihren Freunden.<br />
Das Songgerüst besteht meistens aus vordergründigem Gesang und kräftigem E-Bass, die optional von Akustikgitarre, Klavier, Synthesizern und Drum-Computer begleitet werden. Leider verstehe ich außer dem Satz ‚palenie powoduje śmierć’, den mir ein alter Freund beibrachte und der soviel bedeutet wie &#8222;Rauchen verursacht Tod&#8220;, kein Polnisch. Ein Sachverhalt, der sich in Anbetracht der zumeist polnischen Texte als Nachteil erweist. Dennoch behaupte ich, ab und an ein lyrisches Zwinkern, oder ironisches Grinsen zu vernehmen und durchweg eine lebensbejahende Grundhaltung auszumachen.<br />
SONIAMIKI ist wunderbarer minimalistischer Elektro-Pop, der sich nicht aufdrängt und trotzdem im Ohr bleibt. Manchmal verträumt und manchmal albern, aber immer leicht, spielerisch und klar.<br />
Wer sich selbst ein Bild von der omni-talentierten Polin machen möchte, kann dies am 7. April im Berliner Schokoladen in Mitte tun.</p>
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		<title>MIIKE SNOW &#8211; Maskierte Animals</title>
		<link>https://blueprint-fanzine.de/miike-snow-maskierte-animals/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Christin Sydow]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 20 Nov 2009 09:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Livereviews]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Im Rahmen dreier Deutschlandkonzerte gab sich die schwedisch/US-amerikanische Elektro-Pop-Band MIIKE SNOW auch im Berliner Lido die Ehre. Doch zunächst zur Supportband: Die Franzosen NAIVE NEW BEATERS entpuppten sich als hervorragende Anheizer, die das Publikum mit ihrer ausgelassenen Bühnenpräsenz, ihrem Hang zu Komik und Kostümierung in Stimmung brachten. Es schien, als hätten sich drei komplett verschieden [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Im Rahmen dreier Deutschlandkonzerte gab sich die schwedisch/US-amerikanische Elektro-Pop-Band MIIKE SNOW auch im Berliner Lido die Ehre. Doch zunächst zur Supportband: Die Franzosen NAIVE NEW BEATERS entpuppten sich als hervorragende Anheizer, die das Publikum mit ihrer ausgelassenen Bühnenpräsenz, ihrem Hang zu Komik und Kostümierung in Stimmung brachten. Es schien, als hätten sich drei komplett verschieden sozialisierte Musiker –der Elektro-Frickler, der HipHopper und der Metalgitarrist- spontan zu einer Band vereint. Was sich hier etwas abenteuerlich anhört, machte auf der Live-Bühne einen harmonischen, frisch-verschrobenen Eindruck. Vom Publikum mit Spannung erwartet erschienen dann MIIKE SNOW in schwarzen Jacken und weißen gespenstischen Theatermasken, die sie erst im Laufe des Konzerts abnahmen. Gleich zu Beginn präsentierten sie ihre bekannten Ohrwürmer &#8222;Black and blue&#8220;, &#8222;Burial&#8220; und &#8222;Animal&#8220;, so dass die Show mit den unscheinbareren Songs zum Ende hin drohte zu verwässern. Wie auf Platte verkörperten MIIKE SNOW auch auf der Bühne solides Songwriting perfekt mit akustischen Instrumenten und elektronischen Sounds in Szene gesetzt. Bereits etabliert durch Tätigkeiten der zwei Bandmitglieder Pontus Winnberg und Christian Karlsson als Produzenten (BLOODSHY &amp; AVANT) für BRITNEY SPEARS &#8222;Toxic&#8220; oder Madonnas Album &#8222;Confessions on a dancefloor&#8220; gelang es der Band dennoch, einen individuellen Sound für ihre eigenen Songs zu erschaffen: Die soulige Stimme Andrew Wyatts in einen klanglich trockenen, engen Raum gesteckt wirkte umso vertrauter. Das Klavier pendelte zwischen klaren Kindermelodien und sphärisch-schönen Soundkulissen. Knarzende Party-Sythesizer brachten die Suppe dann zum Kochen. Songs zum Genießen, die sich anhörten, als wären sie einen weiten Weg gegangen, um in wenigen Minuten wie ein Feuerwerk in den Himmel zu schießen. Alles in allem ein souveräner Auftritt und hoch professioneller Sound, der jedoch auch wenig Spielraum für musikalische Spontaneität und Zufälle ließ.</p>
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